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Bonitätsbeurteilung nach Basel II

Title: Bonitätsbeurteilung nach Basel II

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hauke Johannsen (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Basel II ist mehr als nur Theorie, die Umsetzung ist teilweise weit fortgeschritten und zeigt schon jetzt Auswirkungen, sowohl bei den umsetzenden Banken als auch bei den kreditbedürftigen Unternehmern. Die Neue Eigenkapitalvereinbarung bildet jedoch nur die rechtliche Grundlage für einen Prozess, der im freien Wettbewerb so oder vereinfacht längst stattfindet und jetzt an eine allgemeingültige, für alle Beteiligten akzeptable Form angepasst wird. Anknüpfend an bisherige Bonitätsbeurteilungen wird zentraler Gegenstand dieser Arbeit sein, was wirklich neu ist an Basel II und welche Auswirkungen dieses auf die Kreditvergabepolitik der Banken auf der einen und auf die Kreditwürdigkeit der Unternehmer auf der anderen Seite hat. In einem ersten Schritt werden dazu die Basler Akkorde und die entsprechenden Modelle erläutert, ein allgemeiner Einblick in Ratingmethoden und Vorgehensweisen soll dann zum näheren Verständnis des Folgenden beitragen um schließlich im letzten Schritt zu untersuchen, wie sich Basel II auf die Unternehmer auswirkt. Aufgrund der hohen Aktualität und der durch die QIS-Studien ständigen Weiterentwicklungen existiert kein Standartwerk zu diesem Thema. So trugen Zeitschriftenaufsätze gleichberechtigt neben Büchern, Informationen der Banken, der großen Ratingagenturen und aus dem Internet sowie aus aktuellen Vortragsveranstaltungen zu vorliegender Arbeit bei.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zielsetzung und methodische Vorgehensweise

2. Die Baseler Akkorde

2.1. Die bisherige Eigenkapitalvereinbarung und Gründe für eine Reform.

2.2. Zweites Konsultationspapier

2.3.Drei-Säulen-Modell

2.4. Mindestkapitalanforderungen

2.5. Ansätze zur Festlegung der Bonität

2.5.1. Standartansatz

2.5.2. IRB-Ansätze

2.5.2.1. IRB-Foundation Approach

2.5.2.2. IRB-Advanced-Approach

3. Rating

3.1. Was ist ein Rating

3.2. Aufgaben / Anforderungen bankinterner Ratingsysteme

3.3. Vergleich externer Ratings (z.B. Moody’s, S&P), Ratingklassen

3.4. Hardfacts / Softfacts – Einflussfaktoren und Gewichtung

3.4.1. Hardfacts

3.4.2. Softfacts

3.5. Typische Beurteilungsfelder – Fragenkataloge

3.6. Kennzahlen

3.7. Kundenverlustpotential / Verlustkundenpotential

4. Wie wirkt sich Basel II auf Kreditentscheidungen des Unternehmers aus?

4.1. Wirtschaftliche Situation des Mittelstandes

4.2. Chancen und Risiken für den Mittelstand durch Basel II

4.2.1. Risiken

4.2.2. Risiken und Chancen für den Mittelstand durch Basel II

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Auswirkungen der Basler Akkorde (Basel II) auf die Kreditvergabepolitik von Banken sowie auf die Kreditwürdigkeit mittelständischer Unternehmen, um ein tieferes Verständnis für die neuen Anforderungen an die Bonitätsbeurteilung zu schaffen.

  • Struktur und Funktionsweise der Basler Akkorde und des Drei-Säulen-Modells
  • Methodik und Kriterien der internen sowie externen Bonitätsprüfung (Rating)
  • Unterscheidung und Bedeutung von Hard- und Softfacts für den Ratingprozess
  • Chancen und Risiken für mittelständische Unternehmen durch veränderte Finanzierungsparameter

Auszug aus dem Buch

3.4. Hardfacts / Softfacts – Einflussfaktoren und Gewichtung

Als Hardfacts werden die direkt ersichtlichen, quantitativ messbaren Faktoren, die in ein Rating eingehen, bezeichnet. Sie umfassen meist die betrieblichen Rahmendaten der letzten drei Jahre, sozusagen das Finanzprofil des Unternehmens in Form einer Bilanzanalyse, bestehend aus dem wirtschaftlichen Eigenkapital, der Schuldendienstfähigkeit, der Betriebsleistungsrentabilität und dem Finanzaufwand. Ebenso gelten die Kennzahlen zum Cashflow, zur Umsatzrendite und zur Eigenkapitalquote sowie die Geschäftsentwicklung in Form einer aktuellen BWA als Hardfacts.

Neben diesen “harten” Fakten fließen zunehmend auch “weiche” Faktoren in die Bewertung der Kreditwürdigkeitsprüfung mit ein, die das Geschäftsprofil eines Unternehmens widerspiegeln. Es handelt sich hier um nicht direkt messbare, qualitative Kriterien, diese sind zukunftsbezogen und sollen die Aussagekraft bezüglich der Rückzahlungsfähigkeit eines Kredites erhöhen. Informationen holen die Banken vor Allem zu den Bereichen Management, Marktpotential- und Marktposition, Produktpalette, Bracheninterna sowie zum Finanzierungsverhalten ein. Dies führt dazu, dass auch Faktoren wie Kontoführung, Nachfolgeregelung innerhalb eines Betriebes sowie berufliche Ausbildung und Kompetenz der Firmeninhaber und Mitarbeiter in die Bewertung mit einfließen. Noch gibt es keine generelle Gewichtung von Hard- und Softfacts, aber Hardfacts werden nach wie vor höher gewichtet sein. So ist bei der Hypo-Vereinsbank das Verhältnis Hard- zu Softfacts jetzt schon ca. 70:30 und soll sich in Zukunft bei 60:40 einpendeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zielsetzung und methodische Vorgehensweise: Einleitung in die Thematik der Neuen Eigenkapitalvereinbarung und Erläuterung der Relevanz der Arbeit aufgrund ständiger Weiterentwicklungen.

2. Die Baseler Akkorde: Darstellung des Regelwerks zur Mindestkapitalausstattung, des Drei-Säulen-Modells sowie der verschiedenen Ansätze zur Bonitätsbemessung.

3. Rating: Analyse des Ratingbegriffs, der internen und externen Ratingsysteme, der Gewichtung von quantitativen und qualitativen Faktoren sowie der Kennzahlenanalyse.

4. Wie wirkt sich Basel II auf Kreditentscheidungen des Unternehmers aus?: Untersuchung der wirtschaftlichen Lage des Mittelstandes unter Berücksichtigung der neuen Finanzierungsrisiken und Chancen durch verbesserte Transparenz.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassender Ausblick auf den weiteren Zeitplan für Basel II und erste Überlegungen zu zukünftigen regulatorischen Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Basel II, Bonitätsbeurteilung, Kreditrisiko, Eigenkapitalvereinbarung, Rating, Hardfacts, Softfacts, Mittelstand, Finanzierung, Bankenaufsicht, Kennzahlenanalyse, Ausfallwahrscheinlichkeit, Kreditwürdigkeit, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung auf die Bonitätsbeurteilung mittelständischer Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Der Fokus liegt auf den Basler Akkorden, dem Prozess des Bankenratings, der Abgrenzung von Hard- und Softfacts sowie der daraus resultierenden Kreditvergabepraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll analysiert werden, wie sich Basel II auf die Kreditvergabepolitik der Banken und gleichzeitig auf die Finanzierungssituation kleiner und mittlerer Unternehmen auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Es wurde eine theoretische Aufarbeitung basierend auf Zeitschriftenaufsätzen, Fachbüchern, Informationen von Ratingagenturen sowie aktuellen Studienergebnissen vorgenommen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Basler Akkorde (Säulenmodell), die detaillierte Darstellung von Ratingverfahren und eine kritische Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken für Unternehmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Basel II, Rating, Bonitätsbeurteilung, Eigenkapitalanforderungen und Mittelstandsfinanzierung charakterisieren.

Was unterscheidet den IRB-Basisansatz vom fortgeschrittenen IRB-Ansatz?

Beim Basisansatz werden bestimmte Parameter wie EAD und LGD von der Aufsicht vorgegeben, während Banken im fortgeschrittenen Ansatz diese Werte auf Basis eigener umfassender Datenbestände selbst schätzen.

Warum ist eine offensive Informationspolitik für Unternehmen unter Basel II vorteilhaft?

Sie führt zu einer transparenteren Darstellung gegenüber Banken, was sich positiv auf das Rating und damit potenziell auf die Kreditkonditionen auswirkt.

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Details

Title
Bonitätsbeurteilung nach Basel II
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Investition, Finanzierung und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)
Course
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Grade
2,0
Author
Hauke Johannsen (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V13158
ISBN (eBook)
9783638188821
Language
German
Tags
Basel II Basel 2 Bonität Bilanzanalyse Unternehmensanalyse QIS Akkorde Eigenkapitalvereinbarung 3-Säulen-Modell Standartansatz IRB-Ansatz IRB-Foundation Approach IRB-Advanced-Approach
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hauke Johannsen (Author), 2002, Bonitätsbeurteilung nach Basel II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13158
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