Eine der ältesten Sportarten der Welt ist das Rudern. Es ist im Vergleich zu anderen Sportarten kaum verletzungsanfällig und spricht wie kaum eine Sportart fast 85 Prozent aller Muskeln des Körpers an. Aufgrund dessen ist das Rudern sehr beliebt. Um zu beantworten, wie viel Kraft RuderInnen benötigen, wird in dieser Ausarbeitung auf den Ruderwettkampf Bezug genommen. Bezüglich der Ausführungen zum Krafttraining wird sich zudem ausschließlich auf das Training an Land bezogen.
Zur Klärung der Fragestellung werden zunächst die Begriffe Kraft und die zugehörigen Hauptformen der Kraft erläutert. Verschiedene Untersuchungsergebnisse haben die besondere Bedeutung der konditionellen Fähigkeit, der Kraftausdauer, für die Ergebnisse im Rudern beschrieben. Aufgrund dessen wird in dieser Ausarbeitung das Kraftausdauertraining besonders herausgestellt und die Möglichkeiten einer Entwicklung näher beschrieben.
Die Ruderleistung ist wesentlich von den konditionellen Fähigkeiten Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit abhängig. Die Bedeutung des Krafttrainings in der Ausdauersportart Rudern ist also dementsprechend hoch. Im Mittelpunkt des Krafttrainings von RuderInnen steht die Entwicklung der Kraftausdauer. Diese sollte das gesamte Jahr trainiert werden. Das Training erfolgt im Boot, aber auch in eigenständigen Trainingseinheiten an Land.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hauptformen der Kraft
3 Steigerung der Kraftausdauer
4 Sportartspezifisches Krafttraining für Ruderer
4.1 Verteilung der Wiederholungen auf die Hauptmuskelgruppen
4.2 Kraftausdauertrainingsplan außerhalb des Ruderbootes
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Krafttraining im Rudersport mit einem speziellen Fokus auf die Entwicklung der Kraftausdauer, um die Wettkampfleistung von Ruderinnen zu optimieren und wissenschaftlich fundierte Trainingsansätze für das Landtraining abzuleiten.
- Grundlagen der Kraftformen und ihre Relevanz im Rudersport
- Methoden zur gezielten Steigerung der Kraftausdauer
- Strukturierung eines sportartspezifischen Krafttrainings an Land
- Analytische Verteilung von Trainingsbelastungen auf Hauptmuskelgruppen
- Praktische Erläuterung eines exemplarisches Trainingsplans
Auszug aus dem Buch
4 Sportartspezifisches Krafttraining für Ruderer
Die Leistung im Rudersport wird nicht nur durch Technik und Ausdauertraining beeinflusst, sondern auch durch ein spezifisches Krafttraining (Altenburg et al., 2008). Im Folgenden werden die Empfehlungen gemäß Altenburg et al. (2008) für die Gestaltung des Krafttrainings an Land im Wettkampftraining dargestellt.
Altenburg et al. (2008) unterscheidet die für das Krafttraining zur Verfügung stehenden Übungen in allgemeine, semispezifische, spezifische und Wettkampfübungen. Die semispezifischen Übungen sind laut Altenburg et al. (2008) Übungen mit gezielter Beanspruchung einzelner Muskelgruppen, die für die Wettkampfbewegung von Bedeutung sind. Diese lassen sich beliebig dosieren und führen nicht zu Störungen der sportlichen Technik der Wettkampfübung.
Altenburg et al. (2008) empfiehlt, die semispezifischen Übungen ganzjährig mit einem Anteil von ca. 17 bis 20 Prozent der Gesamttrainingszeit, am besten in einem Zirkeltraining, das die Übungsreihung, Seriengröße und Anzahl der Kreise festlegt, durchzuführen. Die Pausen, die Belastungszeit und die Bewegungsfrequenz - mit Ausnahme der Übung Bankziehen - können von den RuderInnen bestimmt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Sportart Rudern ein und verdeutlicht die zentrale Bedeutung der konditionellen Fähigkeiten Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit für die Ruderleistung.
2 Hauptformen der Kraft: Hier werden die drei Hauptkraftformen Maximalkraft, Schnellkraft und Kraftausdauer im Kontext des Rudersports definiert und ihre jeweiligen Funktionen beleuchtet.
3 Steigerung der Kraftausdauer: Das Kapitel erläutert, wie durch spezifische Trainingsreize und die Berücksichtigung von Wettkampfanforderungen die Kraftausdauer bei Ruderinnen gezielt entwickelt werden kann.
4 Sportartspezifisches Krafttraining für Ruderer: Dieses Kapitel präsentiert praktische Trainingsansätze und Übungsempfehlungen für das Landtraining, um die Leistungsfähigkeit der Ruderinnen gezielt zu fördern.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein strukturiertes Krafttraining an Land eine essenzielle Leistungsreserve für den wettkampfspezifischen Rudersport darstellt.
Schlüsselwörter
Rudern, Krafttraining, Kraftausdauer, Maximalkraft, Schnellkraft, Landtraining, Sportartspezifik, Wettkampfleistung, Muskelgruppen, Trainingsplanung, Zirkeltraining, Ruderinnen, Belastungssteuerung, Kondition, Leistungsreserve
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und methodischen Durchführung von Krafttraining im Rudersport, um die Leistungsfähigkeit der Athletinnen durch gezieltes Landtraining zu steigern.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten gehören die Differenzierung der Kraftformen, die wissenschaftliche Begründung der Kraftausdauer als Schlüsselfaktor und die praktische Umsetzung eines Trainingsplans außerhalb des Bootes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis sportwissenschaftlicher Literatur Trainingsmethoden aufzuzeigen, die Ruderinnen dabei helfen, ihre Kraftausdauerleistungsfähigkeit effektiv zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem "Handbuch Rudertraining" von Altenburg et al. sowie weiteren sportwissenschaftlichen Quellen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die drei Hauptformen der Kraft, beschreibt Strategien zur Steigerung der Kraftausdauer und stellt konkrete Trainingspläne inklusive der Verteilung auf Muskelgruppen vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Rudertraining, Kraftausdauer, Landtraining, Maximalkraft, Trainingsplanung und Wettkampfleistung beschreiben.
Warum ist das Landtraining für Ruderinnen so wichtig?
Es dient der Schaffung einer Leistungsreserve und ermöglicht eine gezielte Stärkung der Hauptmuskelgruppen, die im Vergleich zur reinen Belastung im Boot präziser isoliert und trainiert werden können.
Wie werden die Trainingsübungen im Zirkel verteilt?
Das Training folgt gemäß der Empfehlungen im Text einem abwechselnden Schema der Muskelgruppenbeanspruchung, um einseitige Ermüdungen oder Fehlbelastungen zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Krafttraining im Rudersport. Steigerung der Kraftausdauer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1315934