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Entwicklungen sozialer Unterschiede aufgrund der sich entwickelnden Wasserversorgung in der Antike - aufgezeigt am Beispiel Pompeji

Title: Entwicklungen sozialer Unterschiede aufgrund der sich entwickelnden Wasserversorgung in der Antike - aufgezeigt am Beispiel Pompeji

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Pia Brinkkoetter (Author)

World History - Early and Ancient History
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Frisches Trinkwasser ist für alle Menschen eine lebenswichtige Grundlage und die Voraussetzung, um überleben zu können. Die Wasserversorgung ist gerade des-halb für eine Gruppe von großer Bedeutung. Hierbei spielt es keine Rolle, ob von einem Dorf oder von einer Stadt die Rede ist. Wichtig ist, dass die Qualität und die Quelle ausreichend sind, damit ein Volk sich niederlassen kann und sich weiterentwickelt. Wenn das Wasser jedoch ein so wichtiges Element zu sein scheint, müsste es dann nicht soziale Unterschiede innerhalb einer Gesellschaft geben? Oder sich entwickeln? Wie funktionierte das Wassersystem in der Antike, lange vor unserer Zeit? In meiner Arbeit werde ich diese Fragen am Beispiel Pompeji versuchen zu beantworten. Ich werde besonderen Wert auf die sozialen und gesundheitlichen Aspekte legen. Hierzu gehe ich zunächst auf das System der Wasserversorgung in Pompeji ein und werde es zeitlich einordnen. Auf die Fernleitung, bzw. woher das Wasser kommt, werde ich näher eingehen und anschließend die Wasserversorgung innerhalb der Stadt beschreiben. Auch die Abwasserversorgung ist hierbei wichtig. Vor allem weil die Hygiene von großer Bedeutung ist und sie auf die sozialen Unterschiede hinführt. Dieser theoretische Unterbau dient dem Verständnis des Wassersystems und kann im darauf folgenden Kapitel als Vorverständnis dienen, wenn ich, im fünften Kapitel, auf die sozialen und hygienischen Aspekte eingehen werde. Bei den sozialen Aspekten berücksichtige ich vor allem die Unterschiede der Lebensumstände von Arm und Reich. Im Fazit werde ich versuchen die Konstruktion des Wassersystems in ihrer Idee kurz und knapp zusammenzufassen, um anschließend über die Unterschiede und sozialen Aspekte der Wasserversorgung von der armen und reichen Bevölkerung diskutieren zu können. Hierbei soll deutlich werden, ob es Unterschiede gab und wenn ja welche.
Die Literatur zum Thema Wasserversorgung in der antiken Stadt Pompeji ist innerhalb der technischen Funktion des Wasserwerkes sehr umfangreich. Besonders hervorzuheben sind die Werke „Pompeji. Archäologie und Geschichte“ von Dickmann, J-A., „Pompeji. Erlebte antike Welt“ von Eschebach, H. und der Aufsatz „Die Wasserversorgung antiker Städte“ von Eschebach, Liselotte, die mir bei dieser Arbeit von großer Hilfe waren. Über die sozialen Aspekte gibt es leider nur wenig Literatur. Jedoch konnte ich mich am besten über die Quelle „De aquaeductu urbis Romae“ von Frontinus über die sozialen Aspekte informieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Fernleitung

3. Die Verteilung des Wassers in der Stadt Pompeji

4. Die Abwasserversorgung

5. Soziale und gesundheitliche Aspekte der Wasserversorgung

5.1 Unterschiede der Lebensumstände von der armen und reichen Bevölkerung

5.2 Die Hygiene

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Wasserversorgung in der antiken Stadt Pompeji und analysiert, inwiefern die technische Infrastruktur zur Manifestation sozialer Unterschiede innerhalb der Bevölkerung beitrug.

  • Technische Analyse des Wassersystems und der Fernleitungen in Pompeji
  • Untersuchung der Wasserverteilung innerhalb des städtischen Raums
  • Betrachtung der hygienischen Bedingungen und der Abwasserentsorgung
  • Analyse der sozialen Diskrepanz zwischen armen und reichen Bevölkerungsschichten

Auszug aus dem Buch

Die Verteilung des Wassers in der Stadt Pompeji

Von dem oben genannten Hauptverteiler gingen Bleirohre ab (s. Abb. 8), die einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimeter haben konnten. Die Bleirohre bestanden aus zusammen gebogenen Bleiplatten, welche an den Kanten verlötet wurden. Zwischen unterschiedlich starken Rohren wurden Bleikassetten geschaltet. Die Leitungen verliefen oft an der Außenseite der Mauern innerhalb der Stadt entlang, an denen sie mit Bronze- oder Metallnägeln befestigt wurden. Die Aquädukte leiteten das frische Wasser zu den unterschiedlichen Abnehmern: zu Privathäusern, öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Brunnen (s. Abb. 3 u. 4). Überall in der Stadt Pompeji wurden Wassertürme gebaut, die für die Regulierung des Wasserdrucks und die gleichmäßige Verteilung des Wassers in der ganzen Stadt zuständig waren. Private Abnehmer des Wassers mussten ihre Aquädukte zu solch einem Wasserturm bauen und die Kosten dafür selber übernehmen. Oft trugen die Wasserrohre den Namen des Benutzers (s. Abb. 9), um die Leitungen für den Abnehmer zu sichern und vonseiten der Stadt die Zugehörigkeit der vielen Rohre besser nachvollziehen zu können. Aber auch das Ansehen der Bürger spielte eine wesentliche Rolle. Der Verbrauch konnte durch den Durchmesser der unterschiedlich großen Wasserrohre und durch sogenannte Normdüsen festgestellt werden. Hinzu kam, dass jede dieser Leitungen einen Bronzehahn besaß, um den Verbrauch abstellen zu können. Die privaten Abnehmer waren in ihrer Anzahl nur sehr gering, da es nur wenige gab, die sich diesen Luxus leisten konnten und die Magistrate dies auch nur selten genehmigten. Nach dem Tod eines Antragstellers wurde die Wasserleitung gesperrt und es musste ein neuer Antrag gestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Wasser in der Antike heraus und legt die Forschungsfrage zur sozialen Bedeutung der Wasserversorgung in Pompeji dar.

2. Die Fernleitung: Das Kapitel beschreibt den technischen Aufbau und die Herkunft der Wasserleitungen, die das Quellwasser aus den Bergen nach Pompeji leiteten.

3. Die Verteilung des Wassers in der Stadt Pompeji: Hier wird der Prozess der städtischen Wasserverteilung über Bleirohre und Wassertürme sowie die Rolle der öffentlichen Brunnen erläutert.

4. Die Abwasserversorgung: Dieses Kapitel thematisiert die Entsorgung von Abwässern, die Sickergruben und den punktuellen Ausbau der Kanalisation.

5. Soziale und gesundheitliche Aspekte der Wasserversorgung: Dieser Abschnitt analysiert die hygienischen Bedingungen und die sozialen Unterschiede in der Privilegierung durch den Zugang zu fließendem Wasser.

5.1 Unterschiede der Lebensumstände von der armen und reichen Bevölkerung: Ein Fokus auf die ungleiche Verteilung von Komfort und den exklusiven Luxus der Wasseranschlüsse bei der Oberschicht.

5.2 Die Hygiene: Eine Untersuchung des gestiegenen Bewusstseins für Sauberkeit im antiken Pompeji und der damit verbundenen Herausforderungen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die soziale Ungleichheit durch die Wasserinfrastruktur in der antiken Stadt.

Schlüsselwörter

Pompeji, Wasserversorgung, Aquädukt, Castellum aquae, Soziale Unterschiede, Hygiene, Abwasserentsorgung, Bleirohre, Antike Technik, Sickergrube, Wasserverteilung, Lebensbedingungen, Römisches Alltagsleben, Infrastruktur, Stadtgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Wassersystem in Pompeji und untersucht, wie dieses die sozialen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsschichten in der Antike geprägt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Wasserbeschaffung (Fernleitungen), die interne Verteilung in der Stadt, die Abwasserentsorgung sowie der sozio-hygienische Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie sich soziale Unterschiede innerhalb der Gesellschaft durch die Einführung und den Zugang zu fließendem Wasser entwickelten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, insbesondere unter Einbeziehung archäologischer Berichte und des Werkes „De aquaeductu urbis Romae“ von Frontinus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technische Beschreibung der Wasserinfrastruktur und deren Auswirkungen auf die hygienischen Lebensbedingungen der armen und reichen Bevölkerungsschichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Pompeji, Wasserversorgung, soziale Unterschiede, Hygiene, Aquädukt und römischer Alltag sind die prägenden Begriffe.

Warum war die soziale Schichtung in Bezug auf die Wasserversorgung in Pompeji so relevant?

Da der Bau von privaten Wasseranschlüssen kostspielig war und genehmigt werden musste, spiegelte der Zugang zu fließendem Wasser den politischen und wirtschaftlichen Status der Bewohner wider.

Welche Rolle spielten die öffentlichen Brunnen für die Allgemeinheit?

Die öffentlichen Brunnen stellten eine gerechte Basisversorgung für die breite Masse sicher, wobei die Wasserbehörde auf eine möglichst unterbrechungsfreie Versorgung achtete.

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Details

Title
Entwicklungen sozialer Unterschiede aufgrund der sich entwickelnden Wasserversorgung in der Antike - aufgezeigt am Beispiel Pompeji
College
University of Münster
Course
Römisches Alltagsleben
Grade
1,7
Author
Pia Brinkkoetter (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V131599
ISBN (eBook)
9783640373567
ISBN (Book)
9783640373284
Language
German
Tags
Entwicklungen Unterschiede Wasserversorgung Antike Beispiel Pompeji
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pia Brinkkoetter (Author), 2008, Entwicklungen sozialer Unterschiede aufgrund der sich entwickelnden Wasserversorgung in der Antike - aufgezeigt am Beispiel Pompeji, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131599
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