Insbesondere die Eltern-Kind-Beziehung scheint eine essenzielle Rolle in der Entwicklung der Emotionsregulation zu spielen. Diese beiden Bereiche, die Entwicklung der Emotionsregulation in der Kindheit und die Beziehung zu den Eltern, werden in der vorliegenden Arbeit in Beziehung gesetzt und daraus die eigentliche Fragestellung abgeleitet. Wie entwickelt sich die kindliche Emotionsregulation und welchen Einfluss hat die Eltern-Kind-Beziehung auf die Entwicklung der Emotionsregulation bei ihrem Kind?
Regulierungsprobleme begegnen uns allen tagtäglich, ob im Privat- wie auch Arbeitsleben, in der Interaktion mit Familienangehörigen, Freunden oder Kollegen. Wie Ralf Oerter und Leo Montada es treffend beschreiben, versetzt die Fähigkeit zur Emotionsregulation eine Personen in die Lage, die Wirkung der eigenen Emotionen beeinflussen zu können und sie nicht einfach nur über sich ergehen zu lassen.
Das Lernen von Emotionsregulationsstrategien scheint zudem eine der wichtigsten Entwicklungsaufgaben darzustellen, die eng mit dem emotionalen Wohlbefinden, der sozialen Kompetenz und dem Risiko für die Entwicklung von emotionalen Störungen verbunden ist.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Relevanz
1 Was bedeutet Emotionsregulation
2 Die Entwicklung der Emotionsregulation im Kindesalter
3 Der Einfluss der Eltern-Kind-Beziehung auf die Entwicklung der Emotionsregulation bei Ihrem Kind
4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die entwicklungspsychologischen Grundlagen der kindlichen Emotionsregulation und analysiert dabei insbesondere die essenzielle Rolle der Eltern-Kind-Beziehung als unterstützender Faktor im Regulationsprozess. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie entwickelt sich die kindliche Emotionsregulation und welchen Einfluss hat die Eltern-Kind-Beziehung auf die Entwicklung der Emotionsregulation bei ihrem Kind?“
- Grundlagen und Definitionen der Emotionsregulation
- Phasen der kindlichen Entwicklung von Emotionsregulationsstrategien
- Die Bedeutung der Eltern-Kind-Interaktion für die emotionale Reifung
- Implikationen einer sicheren Bindung für emotionale Störungsprävention
Auszug aus dem Buch
3 Der Einfluss der Eltern-Kind-Beziehung auf die Entwicklung der Emotionsregulation bei Ihrem Kind
„Beziehungen sind Lernorte emotionaler Entwicklung wie auch emotionaler Dysregulation“ (In-Albon, 2013, S.42).
Wie in den vorherigen Kapiteln ersichtlich wird, stellt die Entwicklung der Emotionsregulation eine wesentliche Entwicklungsaufgabe dar.
Die Fähigkeiten zur Emotionsregulation entwickeln sich jedoch erst mit der Zeit und unter anderem durch die soziale, sowie emotionale Interaktion mit den Bezugspersonen (Fiese, Winter, 2011, S.140).
Durch die Unterstützung der Eltern, lernen Kinder die eigenen Gefühle und Emotionen immer besser zu verstehen, sie zu beherrschen, mit Ihnen umzugehen und sie zu verarbeiten (Kullik,Petermann, 2012,S. 103). Nach und nach ist es den Kindern dann immer öfter möglich ihre Emotionen, durch geeignete Strategien, selbst zu kontrollieren (Kullik,Petermann, 2012, S. 101). Für die emotionale Entwicklung ist es deshalb bedeutend, dass Eltern sensibel und feinfühlig auf das Verhalten Ihrer Kinder reagieren (Holodynski, 2006, S.84). Dadurch können Sie die emotionale Erregung ihres Kindes in überschaubaren Grenzen halten (Thompson et al., 2009, S. 101) und es bei der Bewältigung von negativen Emotionen unterstützen (Kullik,Petermann, 2012,S. 100 f.). Eltern leiten Ihre Kinder bei ihrer emotionalen Entwicklung an und ermutigen Sie, Strategien zur Emotionsregulation immer öfter anzuwenden und kulturelle Erwartungen zu verstehen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Emotionsregulation ein und leitet die Forschungsfrage über den Zusammenhang von kindlicher Entwicklung und Eltern-Kind-Beziehung ab.
Relevanz: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Emotionsregulation für das soziale Wohlbefinden und die psychische Gesundheit eines Menschen.
1 Was bedeutet Emotionsregulation: Hier werden zentrale Definitionen von Emotionsregulation als dynamischer, zielgerichteter Prozess erläutert.
2 Die Entwicklung der Emotionsregulation im Kindesalter: Das Kapitel beschreibt den Übergang von angeborenen Reflexen zu bewussten, intrapersonalen Regulationsstrategien im Kindesalter.
3 Der Einfluss der Eltern-Kind-Beziehung auf die Entwicklung der Emotionsregulation bei Ihrem Kind: Hier wird analysiert, wie die feinfühlige Interaktion mit Bezugspersonen als Lernort für emotionale Bewältigungsstrategien fungiert.
4 Ausblick: Dieses Kapitel reflektiert den Forschungsstand und zeigt auf, dass trotz neuer Erkenntnisse weiterhin offene Fragen zur Trennung von Emotion und Regulation bestehen bleiben.
Schlüsselwörter
Emotionsregulation, Kindesentwicklung, Eltern-Kind-Beziehung, Bindungstheorie, Regulation, Emotion, Entwicklungspsychologie, Sozialisation, Intrapersonale Prozesse, Frühkindliche Entwicklung, Strategien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Grundlagen der kindlichen Emotionsregulation und der zentralen Rolle, die Eltern als Bezugspersonen bei dieser Entwicklung spielen.
Welche Themenfelder werden zentral behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Emotionsregulation, den Entwicklungsstufen bei Kindern sowie der Bedeutung sozialer Interaktionen und Sicherheiten innerhalb der Familie.
Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Entwicklung emotionaler Selbstregulationsfähigkeiten bei Kindern und dem Einfluss der elterlichen feinfühligen Unterstützung aufzudecken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche in psychologischen Datenbanken und Fachbibliotheken zur primärwissenschaftlichen Aufarbeitung des Themengebiets.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die chronologische Entwicklung der Regulationsfähigkeit im Kindesalter und eine detaillierte Analyse der elterlichen Einflussnahme.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Emotionsregulation, kindliche Entwicklung, Eltern-Kind-Interaktion, Bindungsqualität und Regulationsstrategien.
Wie definiert die Autorin den Übergang von inter- zu intrapersonaler Regulation?
Sie beschreibt diesen als einen Lernprozess, bei dem Kinder zunehmend lernen, ihre Emotionen ohne fremde Hilfe zu steuern, statt auf die anfängliche, notwendige Unterstützung durch Bezugspersonen angewiesen zu sein.
Warum betont die Autorin die Rolle der Primärliteratur?
Da viele zentrale Forschungsarbeiten auf Englisch verfasst sind, war die Beschaffung von Primärquellen durch Fernleihe essenziell, um die Themen fundiert statt nur oberflächlich zu behandeln.
- Quote paper
- Yvonne Numberger (Author), 2020, Die kindliche Emotionsregulation. Von der Entwicklung zum Einfluss der Eltern-Kind-Beziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316107