Singen ist ein großer Bestandteil in unserem Leben und in dem unserer Kinder geworden. Wir singen oft automatisch und manchmal sogar unbewusst, ohne über die Auswirkungen nachzudenken. Dabei hat Singen einen großen Einfluss auf die Psyche. Die meisten Menschen fühlen sich während des Singens und danach ausgeruhter, wohler und ausgeglichener. Genauso geht es auch Kindern. Deshalb sollen in dieser Arbeit die Gründe, warum das Singen für die psychosoziale Gesundheit von Kindern wichtig ist, erläutert werden.
Zuerst wird das Singen im Kindesalter in der Theorie und der Praxis betrachtet. Dann wird die psychosoziale Gesundheit bei Kindern erläutert. Schließlich werden beide Themengebiete zusammengeführt, indem die psychosoziale Gesundheitsforderung bei Kindern durch Singen erforscht wird. Den Abschluss bildet ein Fazit, das die Forschungsfrage zusammenfassend beantwortet. Außerdem werden daraus Schlussfolgerungen für die Praxis gezogen.
Kinder können ab einem bestimmten Alter ganze Lieder auswendig mitsingen. Doch schon bevor sie anfangen Lieder zu lernen, werden Kinder musikalisch aktiv. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Kinder sich gerne schöpferisch und gestalterisch ausleben. Sie probieren in den ersten Lebensjahren ihre Stimme aus, indem sie zum Beispiel lallen oder andere Geräusche erzeugen. Kindern bereitet das Ausprobieren ihrer Stimme und Mitsingen große Freude. Daher lohnt es sich, das Singen und dessen Auswirkungen zu erforschen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einstieg ins Thema
1.2 Forschungsfrage
1.3 Vorgehensweise und Gliederung
2. Singen mit Kindern
2.1 in der Theorie
2.2 in der Praxis
3. Psychosoziale Kindergesundheit
3.1 Definition
3.2 Zusammenhang zur frühkindlichen Bildung
4. Psychosoziale Gesundheitsförderung bei Kindern durch Singen
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung
5.2 Beantwortung der Forschungsfrage
5.3 Schlussfolgerungen für die Praxis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Singens für die psychosoziale Gesundheit von Kindern. Das primäre Ziel ist es, die wissenschaftlichen und praktischen Zusammenhänge zwischen musikalischer Betätigung und dem emotionalen sowie sozialen Wohlbefinden im Kindesalter zu ergründen und die forschungsleitende Frage nach der Wichtigkeit des Singens für diese Entwicklung zu beantworten.
- Entwicklung des kindlichen Singens in Theorie und Praxis
- Definition und Einflussfaktoren der psychosozialen Kindergesundheit
- Zusammenhang zwischen psychosozialer Entwicklung und frühkindlicher Bildung
- Förderpotenziale des Singens für die psychische und soziale Stabilität
- Schlussfolgerungen für die erzieherische und pädagogische Praxis
Auszug aus dem Buch
2.2 in der Praxis
Es ist eine große Herausforderung, die Praxis des Singens schriftlich darzustellen (vgl. Pachner 2001, S.5). Jede praktische Handlung lässt sich leichter durch Taten als durch Worte erklären. Das gilt auch für das Singen mit Kindern, denn diese Praxis „lebt wie jede Musikausübung von der Spontanität, der Direktheit des Gebens und Nehmens. Sie ist bestimmt durch Personen, Stimmungen, Gefühle, Raumakustik, die Suggestion des Augenblicks und viele andere Imponderabilien [...]“ (ebd., S.5). Singen kann durch Noten wie bei Konzerten und Auftritten geplant werden, aber auch spontan wie bei religiösen Gesängen geschehen. Es hängt von Stimmung, Räumlichkeiten, Gefühlen und Personen ab.
In diesem Fall sind es Kinder mit wenigen Erwachsenen. Wie bereits beschrieben, ist das erste Rhythmische, das Säuglinge von sich geben, das Lallen. Dies hängt mit der „Nachahmung“ (Walter-Baumgartner 2011, S.158) der Erwachsenen zusammen. Die Kinder versuchen zu Anfang die Laute Erwachsener zu imitieren. Singen und Sprechen zählen ebenfalls dazu. Erwachsene fungieren hierbei als Vorbilder (vgl. ebd., S.158f.). Singen Eltern ihrem Kind zum Beispiel ein Schlaflied vor, wird es bald versuchen das Lied nachzusingen. Im Kindergarten eignet sich das Kind ein Repertoire an einfachen Kinderliedern an. Die Lieder passen meist zur Jahreszeit und enthalten kindgerechte Melodien und Texte. In der Schule werden die Texte und Melodien anspruchsvoller und die Lieder bekannter. „So ist dem Fach Musik in erster Linie die Aufgabe der Vermittlung von fachbezogenen Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zugewiesen, auch ein gewisser innovativ-künstlerischer Auftrag [...]“ (Pachner 2011, S.38). Im Lehrplan stehen Notenlehre und Rhythmusgefühl, aber das Kind darf auch kreativ werden, indem Instrumente ausprobiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die Forschungsfrage und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Singen mit Kindern: Hier wird die Entwicklung des Singens von den ersten Lautäußerungen (Lallen) bis hin zum zielgerichteten Musizieren in Theorie und Praxis beleuchtet.
3. Psychosoziale Kindergesundheit: Das Kapitel definiert den Begriff der psychosozialen Gesundheit und analysiert deren enge Verknüpfung mit frühkindlichen Bildungsprozessen und möglichen Belastungsfaktoren.
4. Psychosoziale Gesundheitsförderung bei Kindern durch Singen: Dieser Abschnitt untersucht, wie Singen als Instrument zur Stärkung der psychischen Gesundheit und zur Verbesserung der sozialen Kompetenzen von Kindern eingesetzt werden kann.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis ab.
Schlüsselwörter
Singen, psychosoziale Gesundheit, Kindergesundheit, Musikpädagogik, frühkindliche Bildung, Gesundheitsförderung, Sprachentwicklung, Sozialverhalten, Selbstvertrauen, emotionale Entwicklung, Stimmbildung, Kindesentwicklung, Musikpraxis, Bindungsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem positiven Einfluss des Singens auf das psychosoziale Wohlbefinden von Kindern und untersucht, warum Singen für eine gesunde kindliche Entwicklung von hoher Bedeutung ist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Singens, die Definition psychosozialer Gesundheit bei Kindern, die Auswirkungen der frühkindlichen Bildung sowie die gezielte Gesundheitsförderung durch Musik.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Warum ist das Singen so wichtig für die psychosoziale Gesundheit von Kindern?
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um den Zusammenhang zwischen Singen und psychosozialer Gesundheit unter Einbeziehung aktueller pädagogischer Erkenntnisse darzustellen.
Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Singens in Theorie und Praxis, die theoretische Definition psychosozialer Kindergesundheit und die Analyse der durch Singen erzielten präventiven und gesundheitsfördernden Effekte.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Fokus der Arbeit charakterisieren?
Der Fokus liegt auf Begriffen wie Singen, psychosoziale Gesundheit, Gesundheitsförderung, Sozialkompetenz und Musikpädagogik.
Welchen Einfluss hat das Singen konkret auf die Psyche eines Kindes?
Singen wirkt stressabbauend, spendet Trost, fördert das Selbstvertrauen und hilft Kindern dabei, sich geborgen und ausgeglichen zu fühlen, was zum Stimmungsaufbau und zur emotionalen Stabilität beiträgt.
Welche Empfehlungen gibt die Autorin für die pädagogische Praxis?
Für die Praxis wird Erwachsenen wie Eltern, Erziehern und Lehrern empfohlen, selbst als Vorbild zu singen, ein musikalisches Umfeld zu schaffen und das natürliche Bedürfnis der Kinder nach dem Singen aktiv zu unterstützen, statt es zu hemmen.
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- Lisa-Marie Mühlender (Author), 2018, Förderung der psychosozialen Gesundheit von Kindern durch Singen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316471