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Cybermobbing und die psychischen Auswirkungen auf 14- bis 18-Jährige. Welches Geschlecht leidet stärker unter den Folgen?

Titel: Cybermobbing und die psychischen Auswirkungen auf 14- bis 18-Jährige. Welches Geschlecht leidet stärker unter den Folgen?

Forschungsarbeit , 2021 , 49 Seiten , Note: 2

Autor:in: Nicolas Schaffer (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In unserer Arbeit möchten wir darstellen, wie wir bei unserem Forschungsvorhaben vorgegangen sind. Zu Beginn werden wir die Begriffe Mobbing, Cybermobbing und den aktuellen Forschungsstand genauer erläutern. Danach werden wir auf die Wahl des forschungslogischen Vorgehens eingehen und die dazugehörenden theoretischen und methodologischen Grundlagen genauer erklären – was für das weitere Verständnis der Analysearbeit sehr wichtig ist. Aufgrund des Forschungsgegenstandes war es für uns von Anfang an klar, uns für eine quantitative Methode zu entscheiden. In unserem Fall war es der Online-Fragebogen. Im Anschluss daran werden wir die Analysearbeit genau erläutern und die mit der Arbeit verbundenen Vorgehensweisen nachvollziehbar aufgliedern, beginnend bei der Entwicklung der Fragestellung und der Wahl des Erhebungsinstrumentes. Danach werden wir auf den Zugang zum empirischen Feld und unsere zeitlichen Ressourcen eingehen. Am Schluss möchten wir unsere Ergebnisse und Schlussfolgerungen darlegen. Im Gesamtresümee werden wir einen kritischen Blick auf die von uns erarbeiteten Ergebnisse werfen, und die sich daraus ergebenden Konsequenzen von Cybermobbing erläutern.

Vor einigen Jahren noch wurden besonders der Fernsehkonsum und das Spielen von gewaltverherrlichenden Computerspielen kritisch von Eltern und der Gesellschaft betrachtet. Heutzutage liegt der Fokus der elterlichen Sorge stärker auf der Smartphone-Nutzung der Kinder und Jugendlichen. Soziale Medien sind das Internetangebot, das Jugendliche am häufigsten nutzen und die, aufgrund der Internetverbindungen, die mittlerweile fast jedes Handy aufweist, permanent abrufbar sind. Es kann also gesagt werden, dass soziale Medien ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Lebens moderner Jugendlicher sind. Dabei dürfen jedoch die negativen Seiten der Digitalisierung nicht vernachlässigt werden. Weltweit zeigen 10 % bis 30 % der Jugendlichen ein problematisches Nutzungsverhalten bezüglich ihrer Smartphones, die unter anderem mit psychischen Schäden einhergehen. Aufgrund der bestehenden Relevanz der Thematik befasst sich diese Forschungsarbeit mit „Cybermobbing“ und dessen psychischen Auswirkungen auf 14- bis 18-Jährige.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziel und Fragestellung dieses Forschungsberichts

3. Theoretischer Hintergrund

3.1 Begriffsdefinition Mobbing

3.2 Phasenmodell Mobbing

3.3 Begriffsdefinition Cybermobbing

3.4 Psychische Auswirkungen von Cybermobbing auf die Opfer

3.5 Motive und Auslöser von Cybermobbing

4. Empirisches Design: Fragebogen

4.1 Charakteristika von Fragebögen

4.2 Unser Fragebogen

4.3 Fragetypen

4.4 Stichprobenbeschreibung und Feldzugang

4.5 Aufbau

5. Zeitplan

6. Durchführung der Erhebung

7. Darstellung und Interpretation

7.1 Stichprobe

7.2 Selbsterfahrung

7.3 Fremderfahrung

7.4 Darstellung und Interpretation: Hilfeleistungen

7.4.1 Auswertung der 1. Frage

7.4.2 Auswertung der zweiten Frage

7.4.3 Auswertung der dritten Frage

7.5 Verteilung der Befragten nach Geschlecht und Bildungstyp

7.6 Beleidigungen im Internet über längeren Zeitraum

7.6.1 Gefühle nach Beleidigungen im Internet

7.7 Konfrontation mit Gerüchten im Internet

7.7.1 Gefühle nach Gerüchteverbreitung im Internet

8. Psychische Auswirkungen

8.1 Zwischen Dunkelziffern und BeobachterInnen

8.2 Empfundene Emotionen der Opfer von Cybermobbing

8.3 Ein anderer Aspekt von Cybermobbing: Sexuelle Nötigung

9. Resümee/Zusammenfassung

10. Ausblick

11. Fehlerquellen

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die psychischen Auswirkungen von Cybermobbing auf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren zu untersuchen und geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Betroffenheit und den Reaktionen zu identifizieren.

  • Theoretische Grundlagen von Mobbing und Cybermobbing
  • Entwicklung und Durchführung einer quantitativen Online-Befragung
  • Analyse der emotionalen Folgen für Opfer von Cybermobbing
  • Untersuchung von Hilfsangeboten und Präventionsmöglichkeiten
  • Betrachtung von Motiven und Auslösern der Täterschaft

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsdefinition Mobbing

Der Begriff „Mobbing“ ist aus dem Englischen „to mob“, was so viel wie „angreifen“ bedeutet, oder vom Nomen „Mob“ herzuleiten. Unter einem „Mob“ ist der in diesem Kontext negativ belastete Begriff „Meute“ zu verstehen. Letztere Begrifflichkeit wurde im 18.Jahrhundert in die deutsche Sprache aufgenommen. Auch eine Möglichkeit zur Begriffsherleitung wäre das lateinische „mobile vulgus“, worunter eine in Aufruhr gebrachte Menschenmenge zu verstehen ist.

In der Verhaltensforschung wurde der Begriff „Mobbing“ im Jahre 1963 von Konrad Lorenz bei seiner Arbeit mit Gänsen verwendet. Der Verhaltensforscher versuchte anhand der Bezeichnung das Verhalten der Tiere zu beschreiben, die im „Mob“ aggressiv versuchten, einzelne ihrer Artgenossen oder auch andere Tiere zu dominieren. Mobbing ist daher als eine Art Gruppenaggression zu verstehen (vgl. Dambach 2011, S. 13).

Eine bedeutende Begriffsdefinition stammt von Heinz Leymann, einem Arbeitspsychologen, der das Verständnis um diesen Begriff mehrmals weiterentwickelt hat: „Unter Mobbing wird eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden, bei der die angegriffene Person unterlegen ist (1) und von einer oder einigen Personen systematisch, oft (2) und während längerer Zeit (3) mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis (4) direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet“ (Leymann 1995, S. 18). Das bedeutet, dass Mobbing systematisch über einen längeren Zeitraum hinweg stattfindet, die Täter allein oder auch in Gruppen direkt und indirekt angreifend agieren und sich als Ziel setzen, das Opfer auszustoßen und zu drangsalieren.

Festzuhalten ist, dass die Abgrenzung von Mobbing und kleineren Streitereien sich nicht als einfach darstellt, da die Möglichkeit besteht, dass eine Rangelei sowohl einmalig als auch als Bestandteil eines kompletten Mobbingprozesses stattfinden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas Cybermobbing für Jugendliche und skizziert das methodische Vorgehen des Projekts.

2. Ziel und Fragestellung dieses Forschungsberichts: Dieses Kapitel definiert die Forschungsfragen, die sich auf die psychischen Auswirkungen von Cybermobbing und geschlechtsspezifische Unterschiede bei 14- bis 18-Jährigen fokussieren.

3. Theoretischer Hintergrund: Hier werden Definitionen von klassischem Mobbing und Cybermobbing sowie theoretische Modelle und der aktuelle Forschungsstand dargelegt.

4. Empirisches Design: Fragebogen: Es wird die Entscheidung für eine quantitative Erhebung mittels Online-Fragebogen sowie dessen Aufbau und die Wahl der Fragetypen begründet.

5. Zeitplan: Dieses Kapitel erläutert die zeitliche Planung und die einzelnen Arbeitsschritte des Forschungsprojekts.

6. Durchführung der Erhebung: Der Zugang zum empirischen Feld und die praktische Umsetzung der Befragung bei der Zielgruppe werden beschrieben.

7. Darstellung und Interpretation: Der Abschnitt präsentiert die erhobenen Daten, inklusive Stichprobenbeschreibung und der Auswertung spezifischer Fragen zu Hilfeleistungen und Erfahrungen.

8. Psychische Auswirkungen: Dieses Kapitel analysiert die emotionalen Folgen des Cybermobbings bei den Opfern sowie das Phänomen der Dunkelziffern und Beobachter.

9. Resümee/Zusammenfassung: Das Resümee fasst die erzielten Ergebnisse zusammen und setzt sie in Bezug zu den theoretischen Annahmen.

10. Ausblick: Der Ausblick betont die Notwendigkeit von Medienkompetenz und professionellen Präventionsmaßnahmen.

11. Fehlerquellen: Hier werden Limitationen der Studie, insbesondere die geringe Stichprobengröße und die verzerrte geschlechtsspezifische Verteilung, kritisch reflektiert.

Schlüsselwörter

Cybermobbing, Psychische Auswirkungen, Jugendliche, Online-Fragebogen, Prävention, Hilfsangebote, Mobbing, Soziale Medien, Geschlechterunterschiede, Quantitative Forschung, Dunkelziffer, Opfererfahrung, Medienkompetenz, Soziale Netzwerke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem sensiblen Thema Cybermobbing und dessen spezifischen psychischen Auswirkungen auf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Neben den theoretischen Abgrenzungen von Mobbing und Cybermobbing stehen die Erhebung von persönlichen Erfahrungen der Zielgruppe, die Analyse von Hilfsangeboten sowie die Untersuchung motivationaler Faktoren bei den Tätern im Fokus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel liegt in der Ermittlung der psychischen Belastungen durch Cybermobbing sowie der Untersuchung, ob und wie sich geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Betroffenheit und den emotionalen Reaktionen zeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine quantitative Methode in Form eines spezifisch entwickelten Online-Fragebogens, der standardisierte und halboffene Fragen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Designbeschreibung des Fragebogens sowie die ausführliche Darstellung und Interpretation der empirischen Ergebnisse inklusive Grafiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Cybermobbing, psychische Belastung, Online-Befragung, Jugendliche, Prävention, geschlechtsspezifische Unterschiede und Opfererfahrungen.

Welche Rolle spielt die Anonymität bei der Erhebung?

Aufgrund des sensiblen Themas wurde explizit ein Online-Format gewählt, da die Autoren davon ausgingen, dass die Anonymität die Beteiligung erhöht und zu wahrheitsgetreueren Antworten führt.

Was ist ein zentrales Ergebnis bezüglich der Geschlechterunterschiede?

Die Studie deutet darauf hin, dass weibliche Jugendliche öfter von Cybermobbing betroffen sind als männliche und bei ihnen häufiger Angstgefühle oder das Gefühl des Gedemütigtseins ausgelöst werden, während männliche Befragte tendenziell eher mit Wut reagieren.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Cybermobbing und die psychischen Auswirkungen auf 14- bis 18-Jährige. Welches Geschlecht leidet stärker unter den Folgen?
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz
Note
2
Autor
Nicolas Schaffer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
49
Katalognummer
V1316615
ISBN (PDF)
9783346796226
ISBN (Buch)
9783346796233
Sprache
Deutsch
Schlagworte
cybermobbing auswirkungen welches geschlecht folgen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolas Schaffer (Autor:in), 2021, Cybermobbing und die psychischen Auswirkungen auf 14- bis 18-Jährige. Welches Geschlecht leidet stärker unter den Folgen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316615
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Leseprobe aus  49  Seiten
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