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Die posttraumatische Belastungsstörung und sadomasochistische Sexualpräferenzstörung des Filmcharakters Christian Grey im Film "Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen"

Title: Die posttraumatische Belastungsstörung und sadomasochistische Sexualpräferenzstörung des Filmcharakters Christian Grey im Film "Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen"

Academic Paper , 2020 , 23 Pages , Grade: 2,00

Autor:in: Aleyna Tas (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, das im Film "Fifty Shades of Grey" dargestellte Kindheitstrauma des männlichen Hauptcharakters Christian Grey und seine damit verbundene sadomasochistische Sexualpräferenzstörung am Gegenstand wissenschaftlich fundierter Theorien und Konzepte diverser Psychoanalytiker und Sexualwissenschaftler zu analysieren. Nach der Aufführung des Forschungsgegenstandes zum Thema Trauma und Sexualität als einleitende Kapitel für die Arbeit, werden typische Merkmale der posttraumatischen Belastungsstörung, deren mögliche Entwicklung in Richtung verschiedener Persönlichkeitsstörungen sowie die wahrscheinlichen Folgen von Kindheitstraumatisierung und deren Ursachen benannt. Im Anschluss davon wird auf die gesellschaftliche Relevanz des Filmes, das allgemeine Verständnis der Menschheit von Sexualität, die Definition des Sadomasochismus sowie die Verbindung der Psychoanalyse und der Filmwissenschaft eingegangen. Darauf folgt eine kurze Handlungsangabe zum Film und zu guter Letzt der Versuch, die benannten Theorien auf den Filmcharakter Christian Grey anzuwenden.

Eine 2013 durchgeführte Studie mit über 17.000 sexuell devianten aktiven Befragten beweist, dass zwei Drittel der Menge im Kindesalter eine Art von Misshandlung erfahren haben und dreizehn Prozent der Gesamtheit Zeugen von sogar vier oder mehr möglichen Weisen einer unangemessenen Erziehung wurden. Der Zusammenhang der beiden bekannten Phänomenen, Sex und Trauma, gilt damit als omnipräsent. Dass sich ein gewisses Interesse für das Psychosoziale-Phänomen eines Traumas sowie die experimentelle Sexualität in der Gesellschaft etabliert hat, beweist die Narrative der westlichen Kinowelt. Durch den Film "Fifty Shades of Grey" wurde die Thematik des Sadomasochismus, beziehungsweise der Dominanz des männlichen Subjekts über das weibliche beim Akt der Liebe, im öffentlichen Diskurs weitgehend sensibilisiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Trauma und Sexualität

2.1 Aktualität der Psychotraumatologie

2.2 Aktualität der Sexualwissenschaft

2.3 Traumatheorien

2.3.1 Charakteristika der PTBS

2.3.2 Kombinierte- / spezifische Persönlichkeitsstörung

2.3.3 Kindesmisshandlung & Vernachlässigung

2.4 Sexualtheorien

2.4.1 Das Sexualverhalten der „empirischen Norm“

2.4.2 Sadomasochismus als Störung der Sexualpräferenz

3 Psychoanalyse und Filmwissenschaft

4 Der Film Fifty Shades of Grey

4.1 Gesellschaftliche Bedeutung

4.2 Handlung

4.3 Theorien in Bezug auf das sexuelle Verhalten Grey’s

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das im Film "Fifty Shades of Grey" dargestellte Kindheitstrauma des Protagonisten Christian Grey sowie seine daraus resultierende sadomasochistische Sexualpräferenzstörung auf Basis psychoanalytischer und sexualwissenschaftlicher Konzepte zu analysieren.

  • Analyse der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Filmcharakteren.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Kindheitstraumata und abweichendem Sexualverhalten.
  • Verknüpfung von psychoanalytischen Theorien mit filmwissenschaftlichen Analysen.
  • Bewertung von Persönlichkeitsstörungen im Kontext von Macht und Dominanz.
  • Reflexion des Einflusses frühkindlicher Bindungserfahrungen auf das Erwachsenenleben.

Auszug aus dem Buch

4.3 Theorien in Bezug auf das sexuelle Verhalten Grey’s

Im Folgenden soll versucht werden, die Posttraumatische Belastungsstörung sowie die sadistische Sexualpräferenz des Filmcharakters Christian Grey am Gegenstand der in den vorigen Kapiteln benannten Trauma- und Sexualtheorien zu belegen.

Aufgrund dem Auftreten diverser Symptome aus verschiedenen spezifischen Persönlichkeitsstörungen, lässt sich Greys Verhalten einer sogenannten kombinierten Persönlichkeitsstörung, zusammengesetzt aus Merkmalen eines schizoiden, schizotypen und dissozialen Defekts, zuordnen.

Gleich zu Beginn des Filmes „Fifty Shades of Grey“, zeigt sich eine Übereinstimmung zwischen der Aussage des ICD-10 über die Symptome einer schizoiden Persönlichkeitsstörung in Form geringer Tätigkeiten, die dem Betroffenen Freude bereiten würden und der Szene, in der Grey im Interview auf die Frage, ob er denn außer der Arbeit noch andere Interessen habe, knapp antwortet: „Ich genieße diverse körperliche Vergnügungen“. Die in der vorliegenden Arbeit benannte soziale Isolation sowie die eingeschränkte Fähigkeit, zärtliche, warme Emotionen auszudrücken und Gefühle zu erleben, werden zum einen deutlich, als Grey in Folge des Liebesgeständnisses von Ana meint, sie dürfe sich nicht in ihn verlieben und zum anderen, als Grey’s Mutter unterschwellig an ihn appelliert, die Familie häufiger besuchen zu kommen. Die Nichtexistenz seines romantischen Sinnes wird in der ersten Hälfte der Spielzeit mit Christian’s Aussage, er würde mit niemandem schlafen, sondern ‚hart ficken‘, sowie, im weiteren Verlauf des Films, dass dies die einzige Art von Beziehung sei, die ihn interessiere, unterstrichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung etabliert den Forschungsgegenstand und verdeutlicht den Zusammenhang zwischen frühkindlichen Traumata und späterem abweichenden Sexualverhalten anhand wissenschaftlicher Studien.

2 Trauma und Sexualität: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem es die Psychotraumatologie, Sexualwissenschaft und verschiedene Traumatheorien wie die PTBS und Bindungstheorien erläutert.

3 Psychoanalyse und Filmwissenschaft: Es wird die Verbindung zwischen psychoanalytischen Ansätzen und filmischen Strukturen untersucht, um zu verstehen, wie Filme komplexe psychische Zustände visualisieren können.

4 Der Film Fifty Shades of Grey: Dieses Kapitel wendet die theoretischen Konzepte auf den Film an, analysiert die Handlung sowie das spezifische Verhalten des Protagonisten Christian Grey.

5 Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Greys Verhalten als kombinierte Persönlichkeitsstörung in Folge schwerer Kindheitstraumata interpretiert werden kann.

Schlüsselwörter

Trauma, Sexualität, Psychotraumatologie, Fifty Shades of Grey, Christian Grey, Persönlichkeitsstörung, Sadomasochismus, Bindungstheorie, Psychoanalyse, Filmwissenschaft, PTBS, Kindesmisshandlung, sexuelle Präferenz, Dominanz, abweichendes Verhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das psychologische Profil des Filmcharakters Christian Grey aus "Fifty Shades of Grey" hinsichtlich traumatischer Kindheitserfahrungen und deren Einfluss auf sein späteres Sexualverhalten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Zentrum stehen die Psychotraumatologie, sexuelle Präferenzstörungen, psychoanalytische Bindungstheorien sowie die filmwissenschaftliche Analyse von Charakteren.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie das Kindheitstrauma des Charakters Christian Grey seine sadomasochistische Sexualpräferenz als psychologischen Abwehrmechanismus begründet.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine theoretische Analyse angewandt, indem fachspezifische psychoanalytische und sexualwissenschaftliche Konzepte (wie das ICD-10 oder die Bindungstheorie nach Bowlby) auf das Handeln und die Aussagen der Filmfigur angewendet werden.

Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Psychotraumatologie, verschiedene Diagnosen von Persönlichkeitsstörungen (schizoid, schizotyp, dissozial) sowie die Definition von Sadomasochismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Trauma, Persönlichkeitsstörung, Bindungstheorie, Sadomasochismus und Psychoanalyse charakterisiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Persönlichkeitsstörungen bei Christian Grey?

Die Analyse identifiziert Anzeichen für eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, die schizoide, schizotype und dissoziale Merkmale in sich vereint, gestützt durch Szenenanalysen des Films.

Welche Rolle spielt die Bindungstheorie nach John Bowlby für die Schlussfolgerung?

Die Theorie dient dazu, Greys Unfähigkeit zu vertrauensvollen Beziehungen und seine Neigung zu Gewalt als direkte Folge von Vernachlässigung und mangelnder emotionaler Sicherheit in der Kindheit zu erklären.

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Details

Title
Die posttraumatische Belastungsstörung und sadomasochistische Sexualpräferenzstörung des Filmcharakters Christian Grey im Film "Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen"
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Medien- und Kulturwissenschaften)
Course
Liebe, Beziehungen und ihre Repräsentation
Grade
2,00
Author
Aleyna Tas (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V1316760
ISBN (PDF)
9783346797582
ISBN (Book)
9783346797599
Language
German
Tags
Trauma Sex SM Sadomasochismus Sexualstörung Sexualpräferenzstörung Sadist Masochist Christian Grey Fifty Shades of Grey posttraumatische Belastungsstörung Filmcharakter Psychoanalyse Psychosexualität Sexualwissenschaft Psychologie Traumatheorien Sexualität Trauma und Sexualität Psychotraumatologie Persönlichkeitsstörung Kombinierte Persönlichkeitsstörung Spezifische Persönlichkeitsstörung Kindesmisshandlung Kindesvernachlässigung Kindesmissbrauch normatives Sexualverhalten Filmwissenschaft gesellschaftliche Relevanz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aleyna Tas (Author), 2020, Die posttraumatische Belastungsstörung und sadomasochistische Sexualpräferenzstörung des Filmcharakters Christian Grey im Film "Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316760
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