Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Miscellaneous

Historisch-kritische Exegese zu Mk 14,32-42. Jesus in Gethsemane

Title: Historisch-kritische Exegese zu Mk 14,32-42. Jesus in Gethsemane

Term Paper , 2022 , 29 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Leandra Zwölfer (Author)

Theology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit, welche eine historisch-kritische Exegese darstellt, wird Mk 14,32-42 durch den Übersetzungsvergleich, die Situationsanalyse, die Traditions- und Redaktionsanalyse, die Kontextanalyse, die Formanalyse und die Gattungsanalyse genauer untersucht. Auch die Begriffs-, Sach- und Motiverklärung/religiöse Motive und Traditionen sollen ein Teil der Analyse sein.
Im Anschluss wird das Verhältnis von Jesus zu den Jüngern sowie das zu Gott und seinem Leiden und Schicksal genauer beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Übersetzungsvergleich

Situationsanalyse

Traditions- und Redaktionsanalyse

Kontextanalyse

Formanalyse

Gattungsanalyse

Begriffs-, Sach- & Motiverklärung/religiöse Motive & Traditionen

Erklären und Interpretieren

Das Verhältnis von Jesus zu Jüngern

Verhältnis von Jesus zu Gott & Jesus zu seinem Leiden/Schicksal

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine historisch-kritische Exegese der Perikope Mk 14,32-42, die den Aufenthalt Jesu im Garten Gethsemane thematisiert. Das primäre Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der sprachlichen, kontextuellen und gattungsspezifischen Aspekte das Ringen Jesu, sein Verhältnis zu Gott sowie die Reaktion der Jünger vor dem Hintergrund der beginnenden Passion zu deuten und theologisch einzuordnen.

  • Analyse des Ringen Jesu im Gebet in Gethsemane
  • Untersuchung des Jüngerversagens durch Einschlafen und Unverständnis
  • Die Rolle des Menschensohn-Motivs und des Leidensverständnisses
  • Interpretation des Gottesverhältnisses Jesu und der "Bechermetapher"
  • Vergleich verschiedener Übersetzungen zur Erfassung des Urtextes

Auszug aus dem Buch

Situationsanalyse

Wann genau die Texte entstanden sind, die heute „Markusevangelium“ genannt werden, ist strittig. Die Zwei-Quellen-Theorie besagt, dass sie vor Lk und Mt geschrieben worden sind. Auch diese beiden werden ohne eine Sicherheit ca. in die Jahre 80-90 n. Chr. datiert (vgl. Guttenberger 2017, S. 28). Guttenberger geht soweit zu sagen, dass die Handschriftenbefunde „[…] uns also nicht in die Nähe der Entstehungszeit [führen]“ (Guttenberger 2017, S. 23). Dennoch kann die Entstehung eingegrenzt werden. Papias, dessen Schriften ca. 110-140 n.Chr. entstanden sind, kennt das sog. Mk-Evangelium, da er es in einem Überblick über die Darstellungen Jesu erwähnt. Zusätzlich wird in der Fachliteratur diskutiert, ob das Mk-Evangelium vor oder nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem im Jahr 70 entstanden ist.

Hierbei wird vor allem die Stelle der Endzeitrede in Mk 13 genauer unter die Lupe genommen. Zentral ist hierbei, ob die angekündigte Tempelzerstörung zur Zeit des Verfassers schon erfolgt ist oder ob sie noch erwartet wird (vgl. Guttenberger 2017, S. 28). Theologen wie Dschulnigg grenzen den Entstehungszeitraum auch durch Erfahrungen des Verfassers mit Verfolgungen ein, die sich im Jahr 64 n.Chr. einordnen lassen (vgl. Dschulnigg 2007, S. 55f. ). Auch die Identität des Verfassers ist nicht so einfach zu klären wie es scheint, da das Mk-Evangelium ursprünglich nicht mit „Markus“ überschrieben war. Die Bezeichnung „kata Markon“ oder „euaggelion kata Markon“ wurde erst später hinzugefügt, da man mehrere Schriften unterscheiden musste (vgl. Guttenberger 2017, S. 23). Doch warum der Name Markus? Es geht um einen Johannes Markus, der Petrus nicht nur kannte, sondern vielleicht sogar von ihm bekehrt wurde. Dieser wird in der Forschung immer wieder als der Verfasser des Mk- Evangeliums angedacht, was aber von anderen in Frage gestellt wird (vgl. Dschulnigg 2007, S. 52–54).

Zusammenfassung der Kapitel

Übersetzungsvergleich: Ein Vergleich verschiedener Übersetzungen (LÜ, GNÜ, HÜ) zeigt Unterschiede in der Tempuswahl und Wortwahl, wobei die HÜ als Grundlage für die Exegese gewählt wird.

Situationsanalyse: Es wird die zeitliche und personelle Herkunft des Markusevangeliums diskutiert, wobei die Unsicherheiten über den Verfasser und den genauen Entstehungsort betont werden.

Traditions- und Redaktionsanalyse: Die Analyse der Überlieferungsgeschichte der Perikope stellt verschiedene Theorien zur redaktionellen Bearbeitung sowie die Hypothesen zu den verwendeten Quellen gegenüber.

Kontextanalyse: Die Perikope wird in den größeren Rahmen des Markusevangeliums eingeordnet und als Auftakt der eigentlichen Passionshandlung verstanden.

Formanalyse: Der Text wird durch Ortswechsel und Personenkonstellationen strukturiert, wobei Kontraste wie "Wachen" und "Schlafen" als zentrale narratologische Elemente hervorgehoben werden.

Gattungsanalyse: Die Erzählung wird als Kombination verschiedener Gattungsmuster identifiziert, darunter Gebetsklage, Gebet, Gebetsparänese und Menschensohnprophetie.

Begriffs-, Sach- & Motiverklärung/religiöse Motive & Traditionen: Wichtige Schlüsselbegriffe wie "Seele", "Stunde", "Becher" und "Versuchung" werden theologisch tiefgehend expliziert.

Erklären und Interpretieren: Die Ergebnisse der Analyse werden synthetisiert, um die Bedeutung der Gethsemane-Szene für die Passionsgeschichte und das Jesusbild zu deuten.

Das Verhältnis von Jesus zu Jüngern: Es wird analysiert, wie das Versagen der Jünger durch ihr Einschlafen das Verhältnis zu Jesus belastet und ihre Unfähigkeit zur Nachfolge verdeutlicht.

Verhältnis von Jesus zu Gott & Jesus zu seinem Leiden/Schicksal: Dieses Kapitel thematisiert den inneren Kampf Jesu im Gebet, seine Unterordnung unter den Willen Gottes und die Deutung seines Leidens als notwendigen Weg.

Schlüsselwörter

Gethsemane, Markusevangelium, Exegese, Jesus, Passion, Jüngerversagen, Gebet, Menschensohn, Wachen und Beten, Versuchung, Abba-Anrede, Gottesverlassenheit, Leidensweg, Fleisch und Geist, Gliederung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der Gethsemane-Perikope (Mk 14,32-42), um das Ringen Jesu vor seinem Leiden und die Rolle der Jünger wissenschaftlich zu analysieren.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themen sind das Gebetsleben Jesu, das Motiv des Jüngerversagens, die christologische Bedeutung des Leidensweges sowie die gattungstheoretische Einordnung des Textes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, durch die historisch-kritische Methode aufzudecken, wie der Verfasser des Markusevangeliums das Verhältnis Jesu zu Gott und zu seinen Jüngern in dieser spezifischen Szene theologisch profiliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die historisch-kritische Exegese angewandt, inklusive Übersetzungsvergleich, Traditions-, Redaktions-, Kontext-, Form- und Gattungsanalyse sowie Begriffs- und Motiverklärungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die verschiedenen Aspekte des Textes: von der Entstehungsgeschichte über die formale Gliederung bis hin zur tiefgehenden Interpretation des Verhältnisses von Jesus zu seinen Jüngern und zu Gott.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gethsemane, Jüngerversagen, Menschensohn, Versuchungsmotiv, Bechermetapher und die Kontrastierung von Vollmacht und Ohnmacht.

Warum spielt die Unterscheidung von "Wachen für Jesus" und "Wachen für sich selbst" eine Rolle?

Diese Differenzierung hilft zu verstehen, dass Jesu Appell an die Jünger sowohl eine Aufforderung zur Teilhabe an seinem unmittelbaren Leid als auch ein eschatologischer Aufruf zur Wachsamkeit gegenüber der Versuchung ist.

Wie wird das Schweigen Gottes im Text gedeutet?

Das Schweigen Gottes nach dem Gebet Jesu wird als Ablehnung der Bitte um Verschonung interpretiert, was die Notwendigkeit des Leidensweges unterstreicht und das Ringen Jesu noch schärfer in den Fokus rückt.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Historisch-kritische Exegese zu Mk 14,32-42. Jesus in Gethsemane
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
1,00
Author
Leandra Zwölfer (Author)
Publication Year
2022
Pages
29
Catalog Number
V1316769
ISBN (PDF)
9783346802941
ISBN (Book)
9783346802958
Language
German
Tags
historisch-kritische exegese jesus gethsemane
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Leandra Zwölfer (Author), 2022, Historisch-kritische Exegese zu Mk 14,32-42. Jesus in Gethsemane, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1316769
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint