Das Augenmerk dieser Arbeit liegt darauf, verschiedene Begriffe der Semiotik und
Semantik präzise zu erklären. Diese Definitionen dienen der schnellen
Informationsentnahme und sollen dem Leser die Möglichkeit geben, sich in kurzer Zeit
über bestimmte Termini einen kurzen Überblick zu verschaffen. Im folgenden Teil werden einige Begriffe bzw. Fachausdrücke aus dem Bereich der
Semiotik kurz erklärt. Semiotik, von sema (griechisch: Zeichen), beschäftigt sich in bezug auf die Linguistik mit
dem kommunikativen Aspekt aller Bereiche, in denen Zeichen vorkommen und untersucht
sowohl Strukturen als auch Abläufe von Zeichen- und Verstehensprozessen, den Semiosen.
Sie ist ein Beschreibungs- und Erklärungsinstrument, dessen Aufgabe darin besteht, Regelund
Funktionsmechanismen bei den kommunikativen Prozessen zu finden bzw. sie zu
klassifizieren und zu thematisieren. Die Semiotik einer Sprache beinhaltet folgende
Aspekte:1. einen semantischen Aspekt, demzufolge Zeichen (Wörter, komplexe
Ausdrücke) spezifischen Inhalten zugeordnet werden, 2. einen pragmatischen Aspekt, der
die Kontextbeziehung zwischen Sprechern und Zeichen anzeigt und 3. einen syntaktischen
Aspekt, der die formale Beziehung zwischen den Zeichen anzeigt. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen zur Semiotik
2. 1Semiotik
2. 2 Semiotisches Dreieck
2. 3 Symbol
2. 4 Referent
2. 5 Bezug
2. 6 Signifikant/ Signifiant
2. 7 Signifikat/Signifie
2. 8 Notation
2. 9 Denotation
2.10 Konnotation
2.11 Kode
3. Definitionen zur Semantik
3. 1 Semantik
3. 2 Semantische Relationen
3. 3 Semantisches Differential
3. 4 Homonymie
3. 5 Homographie
3. 6 Homophonie
3. 7 Polysemie
3. 8 Synonymie
3. 9 Antonymie
3.10 Hyponymie
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das primäre Ziel dieser Hausarbeit ist die präzise begriffliche Aufarbeitung zentraler Termini aus den linguistischen Teildisziplinen Semiotik und Semantik, um dem Leser als schnelles Nachschlagewerk für die wesentlichen Fachkonzepte zu dienen.
- Grundlagen der Semiotik und ihre verschiedenen Aspekte
- Strukturen des zeichentheoretischen Dreiecks
- Methoden der Bedeutungsanalyse und Semantik
- Klassifizierung von semantischen Relationen
- Lexikalische Mehrdeutigkeit und Synonymieverhältnisse
Auszug aus dem Buch
2.3 Symbol
Zeichen für etwas Gedachtes, z.B. Wörter, komplexe Ausdrücke. Die Funktion besteht darin, die Elemente der Ausdrucksebene mit denen der Inhaltsebene zu verknüpfen. Nach Piaget besteht der Ausgangspunkt des Symbolerwerbs in der unmittelbaren sensomotorischen Erfahrung des Kindes mit dem Umgang der sinnlichen Wahrnehmung. Vorstellungsbilder verankern sich im Gedächtnis als Erinnerungsbild. Das Kind lernt die Verwendung der abstrakten sprachlichen Begriffsbildung. Symbole lösen sich vom ursprünglichen Kontext und können unabhängig existieren. Als Beispiel nehmen wir einmal den Ausdruck „Hund“. Je nach Erfahrungswert wird etwas Positives oder etwas Negatives oder auch unterschiedliche Hunderassen mit dem Symbol verbunden. Es existieren zwei Typen von Symbolen, die sich einer kommunikativen Funktion zu entziehen scheinen: 1. die physikalischen Ereignisse, 2. das menschliche Verhalten ohne kommunikative Absicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus der Arbeit auf die präzise Definition von Fachbegriffen, um ein schnelles Verständnis der semiotischen und semantischen Grundlagen zu ermöglichen.
2. Definitionen zur Semiotik: In diesem Kapitel werden grundlegende semiotische Begriffe wie das Zeichensystem, das Semiotische Dreieck und die Unterscheidung zwischen Signifikant und Signifikat detailliert erläutert.
3. Definitionen zur Semantik: Dieser Abschnitt widmet sich der Lehre von der Bedeutung sprachlicher Zeichen und analysiert Konzepte wie semantische Relationen, Homonymie, Polysemie und Synonymie.
Schlüsselwörter
Semiotik, Semantik, Zeichen, Symbol, Referent, Signifikant, Signifikat, Denotation, Konnotation, Kode, Homonymie, Polysemie, Synonymie, Antonymie, Hyponymie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit bietet einen strukturierten Überblick über essenzielle Fachbegriffe aus den Bereichen der Semiotik (Lehre vom Zeichen) und der Semantik (Lehre von der Bedeutung).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Klärung zeichentheoretischer Grundbegriffe sowie der Analyse semantischer Beziehungen und lexikalischer Mehrdeutigkeiten innerhalb der Sprache.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines kompakten Glossars, das eine schnelle Informationsentnahme und einen zügigen Überblick über die wichtigsten Termini für Studierende ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Definitionsmethode, bei der Fachbegriffe auf Basis einschlägiger linguistischer Literatur präzise erläutert und durch Beispiele veranschaulicht werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist in zwei große Definitionsblöcke unterteilt: Der erste Teil erläutert semiotische Konzepte wie das Semiotische Dreieck und die Zeichenstruktur, der zweite Teil behandelt semantische Relationen und Wortbeziehungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselwörter sind Zeichentheorie, Signifikant, Signifikat, Semantische Relationen, Homonymie und Hyponymie.
Wie wird das "Semiotische Dreieck" in der Arbeit erklärt?
Das Modell wird als die Beziehung zwischen den Grundelementen Gedanke, Symbol und Referent definiert, wobei die Bedeutung durch den Sprecher assoziiert und durch den Hörer kontextabhängig interpretiert wird.
Welche Unterscheidung trifft die Arbeit bei der Homonymie?
Die Arbeit definiert Homonyme als Wörter mit identischer Schreibweise und Aussprache, betont jedoch, dass diese in flektierenden Sprachen seltener vorkommen und oft über das grammatische Geschlecht differenziert werden.
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- Melanie Lappe (Author), 2000, Glossar zu den Bereichen Semiotik und Semantik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13177