Im Public Health Studium beschäftigen wir uns ausschließlich mit dem Gesundheitssystem in Deutschland. Wie wir wissen sind aber die Gesundheitssysteme verschiedener Länder sehr unterschiedlich aufgebaut. Vieles der verschiedenen Systeme sind uns bereits bekannt. Es gibt aber nur wenig Fachliche Information über das Gesundheitssystem von ferneren Ländern wie z.B. Süd Korea. Dies war der Anlass mich genauer über das Gesundheitssystem in Süd Korea zu befassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Geschichte und Entwicklung der Krankenversicherung in Korea
3. Verwaltung, Behörden, Strukturen, Systeme
4. Versicherungsrate der Bevölkerung und die Einteilung
4.1. Aktueller Stand der Gesundheitversicherten in Süd Korea
4.2. Einteilung der Gesundheitsversicherung
5. Beitragserhebung und Gruppenzugehörigkeit
6. Finanz & Zukunft
6.1. Kostensteigerung durch Versicherungsleistung Erweiterung, Alterung und Neuerkrankungen
6.2. Zukünftige Beitragserhöhung
6.3. Private Finanzierung
7. Lücken, Probleme, und Lösungsansätze
7.1. Mitversicherte mit Einkommen die keinen Beitrag zahlen
7.2. Medizinversorgungsgeld-Empfänger (MVE)
7.3. Tausch von Beruf in die Ortsgruppe
7.4. Ausländische Hilfsarbeiter, Studenten
8. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Gesundheitssystem in Südkorea zu analysieren und dessen historische Entwicklung sowie aktuelle Strukturen und Finanzierungsmodelle darzustellen, um einen Vergleich mit dem deutschen System zu ermöglichen.
- Historische Entwicklung und gesetzliche Grundlagen der südkoreanischen Krankenversicherung
- Aufbau der Verwaltungsstrukturen und Institutionen (NHIC)
- Finanzierungsmechanismen und Herausforderungen durch demografischen Wandel
- Analyse systemischer Lücken und Lösungsansätze für soziale Problemgruppen
- Versicherungssituation von besonderen Gruppen wie ausländischen Arbeitern
Auszug aus dem Buch
7.2. Medizinversorgungsgeld-Empfänger (MVE)
Die Anzahl der Medizinversorgungsgeld Empfängers steigt mit Einschließung der chronisch Kranken, seltenen Erkrankungen und Kinder unter 12 Jahren stätig an. Ende 2007 sind es 1.85 Mio. Personen das einem Anteil von 3.7% den Gesamtversicheten ausmacht.
Die Medizinversorgungsgeld-Empfänger waren komplett vom Beitrag befreit und hatten Anspruch auf jeglichen Medizinservice nach beliebigem wollen. Die führte dazu dass dieses System von Pharmazeuten und Ärzten ausgenutzt wurde. [Laut der Statistik 2005 war ein Medizinversorgungsgeld-Empfänger mit insgesamt 2287-mal am meisten beim Arzt. Sam/Sonntage und Feiertage mit eingerechnet sind das 6-7mal am Tag jedes Jahr fließen Über 4Bil. Won hinein aber keiner weiß ob sich die Lebensqualität oder die Gesundheit der Medizinversorgungsgeld-Empfänger wirklich bessert. Es gab weder Objektiv noch Subjektiv Messungen bzw. Evaluationen] (Gesundheitsminister You, shi-min 2005)
Um dies zu versbessern müssen die Medizinversorgungsgeld-Empfänger ab dem 1.Juli 2007 ein Teil der Behandlungskosten selber bezahlen. Sie müssen bei einer Behandlung in der Praxis 1000 Won, im Krankenhaus 1500 Won, im Universitätskrankenhaus 2000 Won, Apotheke 500 Won, und für MRI·CT·PET Untersuchungen 5% der anfallenden Kosten tagen. Bei Stationärer Behandlung entfällt jedoch dieser Betrag. Außerdem entfällt dieser Betrag bei unter 18 Jährigen, Schwangeren, Angehörigenlose, erkrankten seltener Krankheiten und Organtransplantierte. Für die Typ 1 Medizinversorgungsgeld Empfängern gibt es vom Staat, für die Behandlungskosten gedacht, jeden Monat 6000 Won Gesundheitserhaltungsgeld. Es wird vom Staat für jeden Empfänger ein Konto eröffnet und der Restbetrag am Jahresende wird an den jeweiligen überwiesen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Motivation zur Untersuchung des südkoreanischen Gesundheitssystems als Ergänzung zum Fokus auf Deutschland im Studium.
2. Die Geschichte und Entwicklung der Krankenversicherung in Korea: Chronologische Darstellung der Gesetzesentstehung von 1963 bis zur Etablierung des heutigen National Health Insurance Systems.
3. Verwaltung, Behörden, Strukturen, Systeme: Erläuterung der Zuständigkeiten zwischen dem Ministerium für Gesundheit und Familie und der National Health Insurance Corporation.
4. Versicherungsrate der Bevölkerung und die Einteilung: Analyse der Versichertenzahlen und Differenzierung zwischen Berufs- und Ortsversicherten.
5. Beitragserhebung und Gruppenzugehörigkeit: Beschreibung der prozentualen Beitragsberechnung basierend auf Einkommen und Berufsgruppen.
6. Finanz & Zukunft: Untersuchung der finanziellen Stabilität unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen und demografischen Faktoren.
7. Lücken, Probleme, und Lösungsansätze: Diskussion struktureller Defizite wie Beitragsvermeidung und der Absicherung vulnerabler Gruppen.
8. Schlussbemerkung: Resümee über den Stand des jungen koreanischen Systems im Vergleich zu Deutschland und Ausblick auf notwendige Optimierungen.
Schlüsselwörter
Südkorea, Krankenversicherung, NHIC, Gesundheitssystem, Gesundheitsfinanzierung, Medizinversorgungsgeld, Beitragserhebung, Demografischer Wandel, Sozialversicherung, Versichertenschutz, Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie, Leistungsumfang, Verwaltung, Sozialbenachteiligte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Gesundheitssystem in Südkorea, insbesondere die Entwicklung und Struktur der Krankenversicherung sowie die damit verbundenen finanziellen und sozialen Herausforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese, den administrativen Strukturen der NHIC, der Finanzierung durch Beiträge sowie der Identifikation von Versorgungslücken bei speziellen Bevölkerungsgruppen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Gesundheitssystem Südkoreas durch eine detaillierte Analyse für Studierende der Public Health nachvollziehbar zu machen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zum deutschen System aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse und Aufarbeitung von Daten der National Health Insurance Corporation sowie offizieller Statistiken und Gesetzesgrundlagen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die organisatorischen Behördenstrukturen, die Beitragsmodalitäten, die Finanzlage des Systems sowie konkrete Lösungsansätze für identifizierte Probleme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Krankenversicherung, NHIC, Gesundheitsfinanzierung, Sozialversicherung und Leistungssteuerung.
Warum steigen die Gesundheitskosten in Südkorea so stark an?
Die Kosten steigen primär aufgrund der Alterung der Bevölkerung, einer Zunahme von Neuerkrankungen (wie Krebs) und der kontinuierlichen Erweiterung der Versicherungsleistungen.
Welche Rolle spielen die Medizinversorgungsgeld-Empfänger für das System?
Diese Gruppe (ca. 3,7 % der Bevölkerung) stellt eine Herausforderung für das System dar, da sie durch starke Inanspruchnahme von Leistungen ohne Beitragszahlung das finanzielle Gleichgewicht belastet.
Was ist das Problem bei der Mitversicherung in der Ortsgruppe?
Es existieren Gesetzeslücken, die es Personen mit hohem Vermögen oder Einkünften aus Geldanlagen ermöglichen, sich trotz Zahlungsfähigkeit als beitragsfreie Mitversicherte anzumelden.
Wie sind ausländische Arbeitskräfte im System abgesichert?
Ausländische Hilfsarbeiter sind weitestgehend nicht verpflichtet versichert zu sein, was dazu führt, dass insbesondere illegale Arbeiter bei Arbeitsunfällen oder Krankheiten kaum Zugang zu medizinischer Behandlung haben.
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- Uzung Yoon (Author), 2009, Gesundheitssystem in Südkorea, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131797