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Brandenburg an der Havel

Entstehung und topographische Entwicklung im Mittelalter

Título: Brandenburg an der Havel

Trabajo , 2009 , 30 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Svenja Muche (Autor)

Arqueología
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Brandenburg an der Havel ist die älteste Stadt der ehemaligen Mark Brandenburg, für die sie
namensgebend war und der sie bis in das späte Mittelalter als Hauptstadt diente. Erst in der frühen
Neuzeit musste sie ihre Bedeutung an Berlin und die Residenzstadt Potsdam abtreten. Bei einer
Betrachtung der Genese der Stadt Brandenburg ist zunächst zu beachten, dass nicht von einem,
sondern von drei städtischen Einheiten die Rede sein muss. Seit dem 12./13. Jahrhundert bestand
der Siedlunkgskomplex aus den beiden selbstständigen Städten Altstadt und Neustadt Brandenburg.
Hinzu kommt der kirchliche Bezirk auf der Dominsel. Dies erscheint zunächst nicht ungewöhnlich,
da eine Aufteilung in Alt- und Neustadt in vielen Städten des ausgehenden Hochmittelalters
gegeben war. Allerdings erfolgte in den meisten Fällen im Verlauf des Spätmittelalters ein
Zusammenschluss beider Stadtteile. Die Vereinigung von Alt- und Neustadt Brandenburg geschah
jedoch erst 1715 unter König Friedrich Wilhelm I., welcher sie zur 'Chur- und Hauptstadt
Brandenburg' erhob. Noch später (1928/29) wurde die Dominsel eingemeindet.1
Auch heute noch zeichnen sich diese drei Teile deutlich in der Stadttopographie ab. Neben dem
Stadtgrundriss haben sich die Reste der Stadtbefestigung, die Kirchen und Klosterbereiche, das
Altstädtische Rathaus und die Anlagen des Wasserbaus erhalten.2
Wie viele Städte litt auch Brandenburg unter den Zerstörungen des zweiten Weltkriegs, die in erster
Linie die industriell bzw. militärisch geprägten Stadtgebiete der Kaiserzeit betrafen, jedoch auch
Teile der historischen Stadt, insbesondere das Gebiet der späteren Friedensstraße bis zum
ehemaligen Paulikloster, in Mitleidenschaft zogen. Die Wiederaufbaumaßnahmen der
Nachkriegszeit fanden, aus verständlichen Gründen, weniger unter Denkmalpflegerischen
Gesichtspunkten statt.
Im folgenden soll die topographische Entwicklung der mittelalterlichen Stadt Brandenburg an der
Havel skizziert werden, wie sie sich anhand schriftlicher und archäologischer Quellen darstellt. Das
Hauptaugenmerk soll hierbei weniger auf Detailfragen gerichtet werden. Das Ziel dieser Arbeit ist
vielmehr ein genereller Überblick über die signifikantesten Entwicklungsschritte und die sie
motivierenden historischen Hintergründe.

[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Forschungsgeschichte

2. Vor- und frühstädtische Zeit

3. Askanische Zeit

3.1. Burginsel/Dominsel

3.2. Altstadt

3.3. Neustadt

4. Brandenburg im späten Mittelalter

5. Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die topographische Entwicklung der mittelalterlichen Stadt Brandenburg an der Havel unter Einbeziehung schriftlicher und archäologischer Quellen, um die prägendsten Entwicklungsschritte und deren historischen Hintergrund zu beleuchten.

  • Forschungsgeschichte der Archäologie und Stadtgeschichte Brandenburgs
  • Entwicklung des Siedlungskomplexes von der slawischen Zeit bis zur askanischen Herrschaft
  • Strukturelle Unterschiede und Genese von Altstadt, Neustadt und Dominsel
  • Wirtschaftliche Faktoren und Stadtbaukunst im Mittelalter
  • Die Rolle der Stadt als machtpolitischer Knotenpunkt im Grenzgebiet

Auszug aus dem Buch

3. Askanische Zeit

Pribislaw Heinrich hatte bereits 1127/30 Otto, dem Sohn Heinrich des Bären, das gesamte südlich der Havel gelegene Land Zauch als Patengeschenk überlassen. Die Zauche reicht über das Gelände der späteren Neustadt bis an die Brandenburg heran. Zugleich ernannte Pribislaw Albrecht den Bären zu seinem Erben. Als der Hvellerfürst im Jahre 1150 kinderlos verstarb, konnte Albrecht mit Hilfe Petrissas, der Gemahlin des Verstorbenen, die Brandenburg, sowie die Herrschaft über das Hvellerreich für sich gewinnen. Der Versuch des Spreewanenfürsten Jaxa von Köpenick sich mit Unterstützung der Polen das Erbe Pribislaws dauerhaft anzueignen schlug fehl. Die Brandenburg fiel nach einer Belagerung durch Albrecht den Bären und Bischof Wichmann von Magdeburg 1157 endgültig in deutsche Hand.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umriss der historischen Bedeutung Brandenburgs und Darstellung der Zielsetzung, die topographische Entwicklung anhand verschiedener Quellen zu skizzieren.

1. Forschungsgeschichte: Überblick über die archäologische Tradition und die Entwicklung der stadtgeschichtlichen Forschung in Brandenburg seit dem 19. Jahrhundert.

2. Vor- und frühstädtische Zeit: Analyse der slawischen Siedlungsanfänge, der Bedeutung der Burginsel und der politischen Machtkonstellationen im 6. bis 11. Jahrhundert.

3. Askanische Zeit: Darstellung der deutschen Herrschaftsübernahme unter den Askaniern und der damit einhergehenden Ausdifferenzierung von Dominsel, Altstadt und Neustadt.

4. Brandenburg im späten Mittelalter: Untersuchung des wirtschaftlichen Aufstiegs, der städtischen Autonomie und der Beziehungen zwischen den Stadtteilen im Spätmittelalter.

5. Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen: Synthese der Forschungsergebnisse zur sukzessiven Entwicklung der städtischen Strukturen in Brandenburg an der Havel.

Schlüsselwörter

Brandenburg an der Havel, Askanier, Stadtentwicklung, Siedlungsgeschichte, Mittelalter, Archäologie, Dominsel, Altstadt, Neustadt, slawische Besiedlung, Stadtgrundriss, Landesherrschaft, Siedlungskomplex, Mark Brandenburg, Stadtgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der mittelalterlichen Siedlungs- und Stadtentwicklung von Brandenburg an der Havel unter Berücksichtigung sowohl archäologischer als auch schriftlicher Zeugnisse.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Transformation von slawischen Siedlungsstrukturen zu einer deutschen Stadt, die Rolle der askanischen Herrschaft sowie die städtebauliche Genese von Altstadt, Neustadt und Dominsel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die signifikantesten Entwicklungsschritte der Stadt Brandenburg und die damit verbundenen historischen Hintergründe zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Analyse von schriftlichen Überlieferungen, Urkunden und archäologischen Befunden der Stadtarchäologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Forschungsgeschichte, die slawischen Ursprünge, die Etablierung askanischer Macht sowie die spezifische räumliche und funktionale Ausgestaltung der einzelnen Stadtbereiche im Mittelalter.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Brandenburg an der Havel, Siedlungsgenese, Burginsel, Askanier, Stadtstruktur und Archäologie.

Welche Rolle spielte die Burginsel für die weitere Stadtentwicklung?

Die Burginsel war strategischer Ausgangspunkt und fungierte als politisches und wirtschaftliches Zentrum, das später in einen geistlichen und einen weltlichen Bereich (Dominsel) aufgeteilt wurde.

Warum wird Brandenburg an der Havel als Doppelstadt bezeichnet?

Die Stadt bestand über lange Zeit aus zwei administrativ und rechtlich weitgehend eigenständigen Teilen – der Altstadt und der Neustadt –, die erst in der frühen Neuzeit offiziell vereinigt wurden.

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Detalles

Título
Brandenburg an der Havel
Subtítulo
Entstehung und topographische Entwicklung im Mittelalter
Universidad
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit)
Curso
Hauptseminar: Entstehung und topographische Entwicklung der Stadt des Mittelalters in Deutschland aus Sicht archäologischer und schrifthistorischer Forschung
Calificación
1,3
Autor
Svenja Muche (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
30
No. de catálogo
V131843
ISBN (Ebook)
9783640376124
ISBN (Libro)
9783640376315
Idioma
Alemán
Etiqueta
Brandenburg Havel Stadtentwicklung Topographie Archäologie Geschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Svenja Muche (Autor), 2009, Brandenburg an der Havel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131843
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