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Leseförderung im Grundschulalter

Titel: Leseförderung im Grundschulalter

Bachelorarbeit , 2020 , 40 Seiten

Autor:in: Annika Steinau (Autor:in)

Pädagogik - Leseerziehung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Leseförderung in der Grundschule“ beschäftigt sich damit, wie der Erwerb der Lesefähigkeit abläuft, um daraus anschließend Maßnahmen für den schulischen Kontext ableiten zu können.

Im Folgenden wird ein kurzer Einblick in den Aufbau der Arbeit gegeben. Beginnend mit dem Thema Lesen werden sowohl die psychologischen als auch die deutschdidaktischen Sichtweisen auf den Lesebegriff erläutert. Es wird ebenfalls der Begriff der Lesekompetenz definiert. Diesbezüglich wird ein Modell angeführt, welches die Dimensionen der Lesekompetenz umfasst. Es dient als Grundlage für die später beschriebene Leseförderung. Außerdem wird dem Leser die Relevanz des Lesenlernens innerhalb unserer heutigen Gesellschaft verdeutlicht.

In der heutigen Zeit zählt das Lesen als eine Grundkompetenz, um sowohl den Alltag erfolgreich bewältigen zu können als auch um eine unbegrenzte Teilhabe in der Gesellschaft zu haben. Um eine gute Grundlage für das schulische Lesen lernen zu haben, sind einige Vorerfahrungen der Kinder, welche vor Schuleintritt erlangt werden sollten, von zentraler Bedeutung. Zu Bedenken ist, dass andersherum mit schlechten Lernvoraussetzungen wiederum Probleme einhergehen.

Zu Beginn des Leselernprozesses kommt es zu ersten Kontakten mit Büchern, welche meistens mit dem gemeinsamen Anschauen von Bilderbüchern oder mit dem Vorlesen in Verbindung stehen. Es wird dargestellt, dass das Lesen lernen ein Prozess ist und aus unterschiedlichen, fließend ineinander übergehenden Teilfertigkeiten besteht. Damit es nicht so wirkt, als könne man den Leselernprozess von anderen Lernprozessen isolieren und nur das Lesen betrachten, werden Gemeinsamkeiten zwischen dem Lesen und dem Schreiben aufgeführt. Dazu wird das Modell des Schriftspracherwerbs von Günther herangezogen, wodurch ersichtlich wird, dass das Lesen nicht isoliert von dem Schreiben erlernt und gefördert werden kann.

Testverfahren dienen als Basis einer gelingenden Leseförderung. Trotz des aktuellen Wissensstandes und der Bedeutung des Lesens hat jeder sechste Viertklässler keine ausreichende Lesefähigkeit. Das wurde in der IGLU-Studie ersichtlich. Die daraus abgeleiteten Ergebnisse beschreiben den Ausgangszustand, welcher verbessert werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lesen

2.1 Lesebegriff aus unterschiedlichen Sichtweisen

2.2 Bedeutung des Lesens in der heutigen Zeit

2.3 Voraussetzungen und Probleme

3. Erste Leseerfahrungen

4. Teilfertigkeiten des Leseerwerbs

4.1 Dekodieren von Wörtern

4.2 Verstehen von Sätzen

4.3 Verstehen von Satzzusammenhängen

5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Lesen und Schreiben

6. Testverfahren

6.1 IGLU

6.1.1 Einführung

6.1.2 Ergebnisse

6.2 Stolperwörter-Lesetest

7. Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Kinderbuches

8. Verfahren zur Förderung der Leseleistung

8.1 Lautlese-Verfahren

8.2 Viellese-Verfahren

8.3 Lesestrategie einüben

9. Lesesozialisation

9.1 Familie

9.2 Schule

9.3 Außerschulische Instanzen

10. Leseförderung im schulischen Kontext

10.1 Grundlagen

10.2 Lesehausaufgaben

10.3 Lesen im Unterricht

11. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Erwerb der Lesefähigkeit im Grundschulalter, um auf dieser Grundlage effektive lesefördernde Maßnahmen für den schulischen Kontext abzuleiten und die Bedeutung der Lesesozialisation zu beleuchten.

  • Grundlagen des Lesebegriffs und der Lesekompetenz.
  • Analyse des Prozesses des Schriftspracherwerbs und relevanter Teilfertigkeiten.
  • Evaluierung von Testverfahren zur Ermittlung individueller Leseleistungen.
  • Kriterien für eine gezielte Auswahl von geeigneten Kinderbüchern.
  • Methoden zur Lese- und Leseförderung (z.B. Lautlese- und Viellese-Verfahren).
  • Darstellung von Lesesozialisation innerhalb von Familie, Schule und Bibliothek.

Auszug aus dem Buch

6. Testverfahren

Hinsichtlich des Nutzens können zwei verschiedenen Arten von Testverfahren unterschieden werden. Zum einen gibt es Testverfahren, welche die Lesekompetenz von SuS messen, um einen Vergleich zu SuS aus anderen Ländern zu haben. Ein Beispielverfahren hierfür ist die IGLU-Studie. Zum anderen gibt es Verfahren, welche die individuelle Leseleistung eines Kindes ermitteln. Regelmäßig sollten individuelle Fähigkeiten getestet werden (vgl. Kraft et al. 2013, 129).

Dadurch können disfluente Leser identifiziert werden (vgl. Marx 2007, 31). Fehler werden aber nicht als negativ angesehen. Sie sind ein Merkmal für die stufenweise Aneignung des Leseprozesses (vgl. Hoffmann et al. 2017, 328). Wichtig ist, eine defizitorientierte Diagnose durch eine fähigkeitsorientierte Diagnose zu ersetzen. Im Vergleich zu einer defizitorientierten Diagnose ist eine fähigkeitsorientierte Diagnose zwar aufwendiger, aber für die Kinder vorteilhafter, da sie den Lernprozess einbezieht (vgl. ebd., 328). Geeignete Fördermaßnahmen können nur auf Basis eines Tests durchgeführt werden. Somit soll das Erreichte hervorgehoben werden und für das zu Erreichende eine geeignete Förderung angeboten werden (vgl. Hoffmann et al. 2017, 328). Ein Beispiel für einen solchen Test ist der Stolperwörtertest.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Leseförderung ein, definiert erste Begriffe wie Lesekompetenz und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Lesen: Dieses Kapitel erläutert den Lesebegriff aus verschiedenen psychologischen sowie deutschdidaktischen Perspektiven und betont die Relevanz des Lesens als Kernkompetenz in der heutigen Gesellschaft.

3. Erste Leseerfahrungen: Hier werden die Vorläufererfahrungen von Vorschulkindern, wie gemeinsames Vorlesen und Erzählen, als Basis für den späteren Schriftspracherwerb beschrieben.

4. Teilfertigkeiten des Leseerwerbs: Dieser Abschnitt differenziert zentrale Teilkompetenzen wie das Dekodieren von Wörtern, das Verstehen von Sätzen sowie von übergreifenden Satzzusammenhängen.

5. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Lesen und Schreiben: Dieses Kapitel stellt die enge wechselseitige Beziehung und die gemeinsamen Herausforderungen bei der Entwicklung der Lese- und Schreibkompetenz heraus.

6. Testverfahren: Es werden verschiedene Ansätze der diagnostischen Erfassung von Leseleistungen, insbesondere IGLU und der Stolperwörter-Lesetest, sowie deren Nutzen für die individuelle Förderung vorgestellt.

7. Kriterien zur Auswahl eines geeigneten Kinderbuches: Hier werden Merkmale für eine motivierende Buchauswahl definiert, die auf die Interessen und den Entwicklungsstand des Kindes zugeschnitten sind.

8. Verfahren zur Förderung der Leseleistung: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über praxisbewährte Förderkonzepte, darunter Lautlese-Verfahren, Viellese-Verfahren und das Einüben von Lesestrategien wie der PQ4R-Methode.

9. Lesesozialisation: Hier wird der Prozess der Lesesozialisation in den sozialen Raum eingeordnet und die Bedeutung von Familie, Schule und außerschulischen Angeboten für die Entwicklung eines positiven Leseinteresses analysiert.

10. Leseförderung im schulischen Kontext: Dieses Kapitel entwirft auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ein Konzept für die Schule, das diagnostische Grundlagen, Lesehausaufgaben und die Gestaltung von Unterrichtsphasen zur Leseförderung integriert.

11. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Forderungen der Arbeit zusammen, betont die Notwendigkeit frühzeitiger Leseförderung und unterstreicht die Chance einer mehrsprachigen Leseerziehung.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Lesekompetenz, Schriftspracherwerb, Lesesozialisation, IGLU-Studie, Lautlese-Verfahren, Viellese-Verfahren, Stolperwörter-Lesetest, Lesemotivation, Wortdekodierung, Mehrebenenmodell des Lesens, Lesestrategien, Leseflüssigkeit, Grundschule, Mehrsprachigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Grundlegung und praktischen Umsetzung der Leseförderung im Grundschulalter unter Berücksichtigung individueller Voraussetzungen der Kinder.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Schriftspracherwerb, die Diagnostik von Leseleistungen, die Bedeutung von Lesesozialisation sowie verschiedene Methoden der Leseförderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, wie der Erwerb der Lesefähigkeit abläuft, um darauf aufbauend konkrete und effektive Maßnahmen für den schulischen Kontext abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse der deutschdidaktischen und psychologischen Fachliteratur in Kombination mit pädagogischen Modellen wie dem Mehrebenenmodell des Lesens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methodenkompetenz, Testverfahren, Kriterien der Buchauswahl, konkrete Förderverfahren und die Einbettung in das soziale Umfeld der Kinder.

Was charakterisiert die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von theoretischen Modellen, wie dem Stufenmodell des Schriftspracherwerbs, mit praktischen Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte aus.

Welche Rolle spielt die Muttersprache bei der Leseförderung?

Die Arbeit betont, insbesondere unter Verweis auf Forschungsergebnisse von Rehbein, die zentrale Rolle der Muttersprache als Grundlage für ein erfolgreiches Textverständnis bei DaZ-Kindern.

Warum wird der Matthäus-Effekt in der Leseforschung erwähnt?

Der Matthäus-Effekt dient zur Erklärung des Scherenphänomens, bei dem sich die Leistungsunterschiede zwischen kompetenten und schwächeren Lesern im Laufe der Zeit durch ungleiche Lernzuwächse vergrößern.

Was unterscheidet eine fähigkeitsorientierte von einer defizitorientierten Diagnose?

Während die defizitorientierte Diagnose primär Mängel feststellt, bezieht die fähigkeitsorientierte Diagnose den individuellen Lernprozess des Kindes ein, um gezieltere und motivierende Fördermaßnahmen zu ermöglichen.

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Details

Titel
Leseförderung im Grundschulalter
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Autor
Annika Steinau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
40
Katalognummer
V1318771
ISBN (PDF)
9783346802545
ISBN (Buch)
9783346802552
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leseförderung grundschulalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Steinau (Autor:in), 2020, Leseförderung im Grundschulalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1318771
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  40  Seiten
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