Das Thema des Lehrversuchs lautet „Schulung der kooperativen Kompetenzen durch eine Bewegungsgeschichte“. „Wir gehen gemeinsam auf Weltreise und meistern zusammen viele Abenteuer!“, heißt das dazugehörige Kindermotto.
Durch den in dieser Sporteinheit erzielten Lernzuwachs kann ein Beitrag zu den folgenden im Kernlehrplan NRW verankerten Kompetenzen geleistet werden. Der Bereich „Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen“ wird geschult. Die Schüler:innen „bewegen sich sicher im Raum und behalten die Bewegungssicherheit auch dann, wenn die akustische und/oder optische Wahrnehmung eingeschränkt oder ausgeschaltet wird“.
Die geplante Unterrichtseinheit bezieht sich auf die pädagogische Perspektive „kooperieren, wettkämpfen, sich verständigen“.
Die pädagogische Perspektive ist komplementär zu dem Inhaltsfeld „Kooperation und Konkurrenz“.
In Bezug auf die prozessbezogenen Kompetenzen wird durch diese Unterrichtsreihe vorrangig Verbesserung der Sozialkompetenz, aber auch die Verbesserung der Personal- und die Bewegungskompetenz angestrebt.
Durch diverse Aufgaben, werden vor allem der motorische, soziale Kompetenzbereich und die Selbstkompetenzen gefördert.
Inhaltsverzeichnis
1. Thema des Lehrversuchs
2. Einbettung der Stunde in ein Unterrichtsvorhaben
3. Beschreibung der Lerngruppe und der Lernumgebung
4. Thematische Überlegungen und Lernziele
5. Methodische Überlegungen
6. Verlaufsplan
7. Reflexion zum Ablauf Prozessreflexion (Reflexion des Verlaufs)
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die kooperativen Kompetenzen von Kindern im Grundschulalter durch den Einsatz von Bewegungsgeschichten gezielt zu schulen und zu verbessern. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit von spielerischen Problemlöseaufgaben zur Förderung der sozialen Interaktion und Teamfähigkeit in einer heterogenen Lerngruppe.
- Förderung der Kooperationsfähigkeit durch induktives Lernen
- Einsatz von Bewegungsgeschichten als Motivationsinstrument
- Bedeutung der Teamarbeit im Sportunterricht
- Reflexion kooperativer Prozesse und soziale Handlungsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
Die Bedeutung der Kooperation im Arbeitsleben
Bei der Zukunftsbedeutung schaut man sich die Bedeutung von Kooperation mit Blick auf das Erwachsenenalter an (vgl. Elfbein, 2018). In dem Berufsleben ist es nötig, mit Arbeitskollegen zu kooperieren. Die Bedeutung der Kooperation im Arbeitsleben wächst unter anderem durch die Zunahme von Gruppenarbeiten (vgl. Martin & Purwin, 2001). Falls jemand in der Gruppe nicht kooperieren kann und egoistisch handelt, haben die andere kein Interesse mehr an der Kooperation (vgl. Pastoors, 2019). Trivers (1971, S. 35) spricht hierbei von dem reziproken Altruismus.
In Bezug auf die exemplarische Bedeutung von Kooperation, lässt sich sagen, dass durch Kooperation mehr geleistet werden kann. Die Erarbeitung in der Kleingruppe soll den Schüler*innen die Möglichkeit geben, sich die Kooperationsfähigkeit anzueignen, um produktivere Ergebnisse erzielen zu können. Während der exemplarischen Gruppenarbeit wird eine Kooperation unter den Schüler*innen gefordert.
Für das Schulleben und auch für das zukünftige Berufsleben ist das Kooperieren zentral (vgl. Herdegen et al., 2012). Vor allem durch die fortschreitende Individualisierung gewinnt die Kooperation an Bedeutung (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thema des Lehrversuchs: Vorstellung des Themas "Schulung der kooperativen Kompetenzen durch eine Bewegungsgeschichte" und Einordnung in den Kernlehrplan.
2. Einbettung der Stunde in ein Unterrichtsvorhaben: Beschreibung der Einbettung in eine Unterrichtsreihe zur Förderung von Vertrauen und Kooperation über drei Wochen.
3. Beschreibung der Lerngruppe und der Lernumgebung: Analyse der heterogenen Lerngruppe einer zweiten Klasse inklusive sportmotorischer Voraussetzungen und Klassendynamik.
4. Thematische Überlegungen und Lernziele: Herleitung der pädagogischen Notwendigkeit kooperativen Lernens und Festlegung von Grob- und Feinlernzielen.
5. Methodische Überlegungen: Erläuterung des induktiven methodischen Vorgehens und des Einsatzes von Ritualen zur Strukturierung.
6. Verlaufsplan: Detaillierte tabellarische Darstellung des zeitlichen Ablaufs der Sportstunde.
7. Reflexion zum Ablauf Prozessreflexion (Reflexion des Verlaufs): Kritische Auseinandersetzung mit der Durchführung der Einheit und Ausblick auf Verbesserungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Psychomotorik, Kooperation, Bewegungsgeschichte, Grundschule, Sportunterricht, soziale Kompetenz, Teamarbeit, Problemlöseaufgaben, Gruppenarbeit, Unterrichtsvorhaben, Kooperatives Lernen, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Durchführung und Reflexion eines Lehrversuchs an einer Grundschule, der darauf abzielt, durch Bewegungsspiele und Geschichten kooperative Kompetenzen der Schüler zu entwickeln.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Hauptthemen sind der kooperative Sportunterricht, die Sozialerziehung durch Bewegung, Methoden des Problemlösens in Kleingruppen und die Bedeutung von Teamarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Schüler durch eine motivierende Bewegungsgeschichte dazu zu befähigen, soziale Kriterien der Kooperation (wie Absprachen und gegenseitige Rücksichtnahme) aktiv in Gruppenprozessen umzusetzen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein induktives Verfahren des "kooperativen Lernens" gewählt, um den Kindern durch spielerisches Erproben eigenständige Erfahrungen in der Teamarbeit zu ermöglichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Strukturierung wie dem "offenen Anfang", der Einbettung in die Geschichte sowie der detaillierten Planung der Bewegungsstationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die zentralen Begriffe sind Psychomotorik, koopertive Kompetenzen, Bewegungsgeschichte, Sozialerziehung und Reflexion.
Warum spielt die Gruppengröße eine Rolle im methodischen Design?
Die Gruppengröße wurde angepasst, um den Schwierigkeitsgrad zu steigern und gleichzeitig eine Überforderung durch zu komplexe Interaktionsprozesse bei den jungen Kindern zu vermeiden.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen konstruktiver und destruktiver Unordnung?
Dies stellt laut Reflexion eine professionelle Herausforderung dar, bei der beurteilt werden muss, ob das Verhalten der Kinder dem Lernprozess dient oder diesen behindert.
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- Annika Steinau (Author), 2021, Erweiterung der Bewegungserfahrungen durch Bewegungsgeschichte zur Förderung der kooperativen Kompetenzen im Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1318772