Das Ziel der vorliegenden Forschungsarbeit ist es, zu bestimmen, ob Nutzer von Subscription-Video-on-Demand-Services Werbung auf der von ihnen verwendeten Plattform akzeptieren würden. Weiter wird auf ihre Erwartungen gegenüber der Werbung eingegangen und die Beschaffenheit letzterer analysiert. Hierzu wird folgende Forschungsfrage gestellt: Werbung bei Subscription-Video-on-Demand-Plattformen – Welche Einstellungen und Erwartungen haben die Nutzer in Deutschland?
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, die sich an Nutzer von Subscription-Video-on-Demand-Services in Deutschland richtete. Die Antworten auf den Fragebogen zeigen, dass die Akzeptanz gegenüber Werbung hoch ist. Die Nutzer weisen eine deutliche Bereitschaft auf, lange Werbung von 30 Sekunden oder mehr zu akzeptieren. Weiter verbinden sie damit nicht zwangsläufig eine kostenfreie Nutzung der Plattform, sondern wären schon mit vergünstigten monatlichen oder jährlichen Beiträgen einverstanden. Die Ergebnisse zeigen somit eine starke Akzeptanz und Toleranz gegenüber Werbung. Auf dieser Grundlage ist den Anbietern von Subscription-Video-on-Demand-Plattformen eine Variation ihrer Services zu empfehlen, die verschieden Werbedauern und Zahlungsmodelle kombinieren, um den Bedürfnissen möglichst vieler Nutzer gerecht zu werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Themenrelevanz
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Untersuchungsgegenstand
2.1 Subscription-Video-on-Demand (SVoD)
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Vor- und Nachteile
2.1.3 Zielgruppen und ihre Endgeräte
2.1.4 Anbieter und ihre Geschäftsmodelle
2.2 Werbung und Subscription-Video-on-Demand-Plattformen
2.2.1 Aktuelle Situation
2.2.2 Akzeptanz von Werbung in anderen Video-on-Demand-Angeboten
2.2.3 Akzeptanz von Werbung in Subscription-Video-on-Demand-Plattformen
3 Methodik
3.1 Forschungsfrage
3.2 Gewählte Untersuchungsmethode
3.3 Gliederung der empirischen Untersuchung
3.4 Voraussetzungen
4 Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Ergebnisdarstellung und Analyse
4.2 Kritische Bewertung
4.3 Zusammenfassung und mögliche Rückschlüsse auf die Anforderungen der Nutzer
5 Fazit und Ausblick
5.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
5.2 Empfehlungen für die Praxis
5.3 Empfehlungen für weitere Forschungsarbeiten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Akzeptanz und Erwartungen von Nutzern in Deutschland gegenüber Werbung auf Subscription-Video-on-Demand-Plattformen (SVoD). Ziel ist es, zu identifizieren, unter welchen Bedingungen Nutzer diese Werbeformen akzeptieren würden, um Anbietern Entscheidungsgrundlagen für eine mögliche Einführung von Werbemodellen zu liefern.
- Aktuelle Marktsituation von SVoD-Diensten
- Einstellung der Nutzer gegenüber Werbung in Streaming-Diensten
- Einflussfaktoren wie Werbedauer, Häufigkeit und Personalisierung auf die Akzeptanz
- Korrelation zwischen dem Nutzerverhalten und der Akzeptanzbereitschaft
- Ableitung von Empfehlungen für die Praxis zur Gestaltung hybrider Geschäftsmodelle
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Vor- und Nachteile
Bezüglich SVoD-Services lassen sich unweigerlich sowohl Pro- als auch Contra-Argumente anführen. Diese variieren je nach Interesse und Ansichten der Nutzer.
Argumente, die für eine SVoD-Nutzung sprechen, sind:
Die Inhalte sind jederzeit und überall verfügbar, unter der Voraussetzung einer ausreichend schnellen Internetverbindung.
Das Abonnement erlaubt dem Nutzer unbegrenzten Zugriff auf Filme und Serien.
Nutzer erhalten Zugriff auf Eigenproduktionen der Plattformen.
Der Konsum der Inhalte ist sicher und legal.
Durch den Verzicht auf den Kauf von DVDs sowie Blu-rays wird das Streaming zur umweltfreundlicheren Variante des Konsums von Videoinhalten.
Die Inhalte sind aufgrund der effizienten Verwertungskette schnell verfügbar.
Im Vergleich zum Kauf von DVDs und Blu-rays ist SVoD preiswerter.
Die Nutzung erfolgt ohne Werbung.
Gegen die Nutzung von SVoD-Diensten können folgende Argumente angebracht werden:
Die Auswahl, der auf DVD und Blu-ray verfügbaren Filme ist größer, insbesondere ältere Filme sind SVoD-Plattformen weniger vertreten.
Das Angebot ändert sich in unregelmäßigen Abständen. Neue Inhalte werden hinzugefügt, alte und weniger beliebte Inhalte werden von der Plattform entfernt.
Filme und Serien sind über mehrere SVoD-Plattformen verteilt, wodurch je nach Vorlieben des Nutzers mehrere Mitgliedschaften abgeschlossen werden müssen.
Die Qualität von Bild und Ton ist durch das Streaming schlechter als beispielsweise auf DVDs oder Blu-ray-Discs.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Themas, leitet die Forschungsfrage sowie die Hypothesen ab und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Untersuchungsgegenstand: Bietet einen Überblick über den Markt der SVoD-Plattformen, deren Geschäftsmodelle sowie den Stand der Forschung zur Werbeakzeptanz.
3 Methodik: Erläutert das Vorgehen der empirischen Online-Umfrage, die Struktur des Fragebogens und die angewendeten wissenschaftlichen Gütekriterien.
4 Ergebnisse der Untersuchung: Präsentiert die erhobenen Daten, analysiert die Akzeptanz von Werbung mittels statistischer Auswertung der Hypothesen und diskutiert die Ergebnisse kritisch.
5 Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, leitet Handlungsempfehlungen für Streaming-Anbieter ab und gibt Hinweise für künftige Forschungsstudien.
Schlüsselwörter
Video-on-Demand, Subscription-Video-on-Demand, SVoD, Streaming, Online-Umfrage, Werbeakzeptanz, Konsumverhalten, Personalisierung, Geschäftsmodelle, Nutzererwartungen, Mediennutzung, Binge-Watching, Werbedauer, Hypothesenprüfung, Kundenpräferenzen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Akzeptanz von Werbung auf Subscription-Video-on-Demand-Diensten (SVoD) aus der Perspektive der Nutzer in Deutschland.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Felder sind die aktuelle Marktsituation von Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime Video, die Einstellung der Nutzer zu Werbung und die Suche nach Bedingungen, unter denen Werbefinanzierung von den Konsumenten toleriert wird.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, herauszufinden, ob und in welcher Form (Häufigkeit, Dauer, Personalisierung) Nutzer in Deutschland bereit sind, auf SVoD-Plattformen Werbung zu akzeptieren, um Anbietern strategische Entscheidungshilfen zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird eingesetzt?
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage (Querschnittstudie) durchgeführt, deren Daten anschließend statistisch ausgewertet wurden, um vier aufgestellte Hypothesen zu überprüfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung des SVoD-Marktes inklusive Anbieteranalyse sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse, die durch Kreuztabellen und Signifikanzprüfungen validiert wurden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschung?
Die wesentlichen Begriffe sind SVoD, Werbeakzeptanz, Geschäftsmodelle, Konsumverhalten und Kundeneinstellungen.
Warum akzeptieren manche Nutzer Werbung, während andere sie ablehnen?
Die Umfrage zeigt, dass Faktoren wie die Aussicht auf geringere Abonnementkosten oder die Möglichkeit, Werbung nach wenigen Sekunden zu überspringen, die Akzeptanz signifikant erhöhen.
Spielt die Art der Werbung eine Rolle für die Nutzer?
Ja, insbesondere die Personalisierung und ein geringer Unterbrechungsgrad durch Werbung sind für die Befragten wichtige Kriterien, um ein werbefinanziertes Modell zu befürworten.
Ergibt sich aus der Studie eine klare Empfehlung für Anbieter?
Ja, die Arbeit empfiehlt, hybride Modelle anzubieten, bei denen der Nutzer zwischen werbefreien und werbefinanzierten, günstigeren Optionen wählen kann, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
- Arbeit zitieren
- Jasmin Sanchez (Autor:in), 2020, Werbung bei Subscription-Video-on-Demand-Plattformen. Welche Einstellungen und Erwartungen haben die Nutzer in Deutschland?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1318776