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Der historische Kriminalroman - Überschneidung zweier Gattungen am Beispiel Elizabeth Peters "Ein Rätsel für Ramses"

Title: Der historische Kriminalroman - Überschneidung zweier Gattungen am Beispiel Elizabeth Peters "Ein Rätsel für Ramses"

Seminar Paper , 2001 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ariane Wischnik (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Die Entstehung der Kriminalromane gründet im Aufkommen des bürgerlichen Rechtsstaates, in dem Willkür oder Folter aus den Gerichtsverhandlungen verbannt werden, und durch Zeugenbefragung und Indizienbeweise ersetzt werden sollen. Gleichzeitig kommt es zu einem vermehrten Aufbau staatlicher wie privater Einrichtungen zur Verbrechensbekämpfung und Aufklärung, neben einem staatlichen Polizeiapparat etablieren sich auch private Detekteien1.


Verbrechensliteratur ist zu diesem Zeitpunkt nicht unbekannt, bereits im 18. Jahrhundert wurden interessante Kriminalfälle gesammelt und veröffentlicht, eine Tradition die letztendlich bis zu den Prozessberichten im Mittelalter zurückverfolgt werden kann. Das breite Interesse der Bevölkerung des ausgehenden 19. Jahrhunderts fordert jedoch eine andere Verarbeitung aufsehenerregender Rechtsfälle. Zeitschriften und Autoren kommen dem Bedürfnis ihrer Leser nach Spannung und Unterhaltung nach, neben tatsächlichen Fällen werden häufig fiktive Kriminalerzählungen geschrieben, die sich in Zeitschriften und als Fortsetzungsromane hervorragend verkaufen.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vom Rätselkrimi zum gattungsüberschreitenden Roman

2. Elizabeth Peters "Amelia- Peabody Bücher"

2.1. Vorstellung der Reihe

2.2. "Ein Rätsel für Ramses"

3. Umsetzung der typischen Merkmale des Kriminalromans

3.1. Die Detektivfigur

3.2. Die Personenkonstellation

3.3. Der Handlungsaufbau

4. Elemente des historischen Romans

4.1. Die archäologische Arbeit

4.2. Gesellschaftliche Normen

5. Schlussbetrachtung

6. Literatur

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gattungskonvergenz von historischem Roman und Kriminalroman am Beispiel der "Amelia-Peabody"-Reihe von Elizabeth Peters. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie klassische kriminalistische Erzählelemente mit historisch-sozialen Kontexten des viktorianischen Ägyptens verwoben werden und welche Auswirkungen dies auf die traditionelle Struktur der Detektivgeschichte hat.

  • Evolution des Kriminalromans vom Rätselkrimi zum gattungsüberschreitenden Werk
  • Strukturanalyse der "Amelia-Peabody"-Reihe hinsichtlich ihrer kriminalliterarischen Merkmale
  • Die Funktion der Detektivfigur und Personenkonstellation in historischen Kontexten
  • Darstellung archäologischer Arbeit und historischer gesellschaftlicher Normen im Roman

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Detektivfigur

Eines der zentralen Merkmale eines Kriminalromans ist die Figur des Ermittlers. Im klassischen Detektivroman handelte es sich dabei meist um eine Privatperson, die sich aus intellektuellem Interesse um die Lösung eines Verbrechens bemüht, die staatlichen Behörden spielen erst in modernen Kriminalromanen verstärkt eine Rolle. Die Person des Detektivs gehört der geschlossenen Romangesellschaft nicht an, sondern wird von außen hinzugezogen, damit verbindet ihn auch kein persönliches Interesse mit einer der beteiligten Personen. Der Leser wird zusammen mit dem Detektiv in den Kreis der beteiligten Personen eingeführt und lernt sie durch erst die Fragen und Ermittlungen des Detektivs kennen. Nach Abschluss des Falles verläßt der Detektiv den Schauplatz wieder, nachdem die durch das Verbrechen gestörte Normalität wieder hergestellt wurde. Typische Merkmale der Figur des Detektivs sind seine exzentrischen Angewohnheiten und sein abgeschiedenes Leben, dessen Isolation er nur im Zuge der Ermittlungen verläßt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vom Rätselkrimi zum gattungsüberschreitenden Roman: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Kriminalromans von den ersten Detektivgeschichten bis hin zu modernen, gattungsmischenden Ansätzen.

2. Elizabeth Peters "Amelia- Peabody Bücher": Hier wird die Krimireihe vorgestellt und der spezifische Band "Ein Rätsel für Ramses" inhaltlich sowie hinsichtlich seiner Erzählweise analysiert.

3. Umsetzung der typischen Merkmale des Kriminalromans: Das Kapitel untersucht, wie Detektivfigur, Personenkonstellation und Handlungsaufbau in den Romanen der Autorin adaptiert und modifiziert werden.

4. Elemente des historischen Romans: Fokus liegt hier auf der Schilderung der archäologischen Arbeit und der Darstellung gesellschaftlicher Normen des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

5. Schlussbetrachtung: Ein Resümee über den Unterhaltungswert und die Gattungszugehörigkeit der untersuchten historischen Kriminalromane.

6. Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Kriminalroman, Historischer Roman, Amelia Peabody, Elizabeth Peters, Gattungskonvergenz, Detektivfigur, Ägyptologie, Viktorianisches Zeitalter, Literaturanalyse, Genre-Mix, Personenkonstellation, Handlungsaufbau, Sozialgeschichte, Unterhaltungsliteratur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Vermischung der Gattungen historischer Roman und Kriminalroman am Beispiel der bekannten Romanserie um die Detektivin Amelia Peabody von Elizabeth Peters.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Strukturmerkmale des klassischen Kriminalromans, die Einbettung in ein historisches Setting (Ägypten um 1900) sowie die Darstellung wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Bedingungen jener Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, wie Elizabeth Peters durch die Kombination von Krimi-Elementen mit historischer Kulisse eine eigene Erzählform schafft, die den klassischen Rätselroman erweitert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext ("Ein Rätsel für Ramses") unter Einbeziehung gattungstheoretischer Fachliteratur untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung kriminalliterarischer Gattungsmerkmale (Detektiv, Handlung) und die Analyse historischer Aspekte wie archäologische Arbeit und viktorianische Moralvorstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kriminalroman, Historischer Roman, Gattungskonvergenz, Amelia Peabody und Ägyptologie.

Inwiefern unterscheidet sich Amelia Emerson von klassischen Detektiven wie Sherlock Holmes?

Im Gegensatz zu isolierten, rein logisch operierenden Detektiven ist Emerson eingebettet in ein familiäres Umfeld, löst Fälle nicht alleine und zeigt ein hohes Maß an Anteilnahme für das persönliche Schicksal ihrer Mitmenschen.

Welche Rolle spielt das "Manuskript H" in "Ein Rätsel für Ramses"?

Das "Manuskript H" führt eine neue Erzählperspektive ein, die es ermöglicht, das Geschehen aus der Sicht von Amelias Sohn Ramses zu beleuchten, was die Handlung vielschichtiger gestaltet.

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Details

Title
Der historische Kriminalroman - Überschneidung zweier Gattungen am Beispiel Elizabeth Peters "Ein Rätsel für Ramses"
College
University of Augsburg  (Philosophische Fakultät)
Grade
2,0
Author
Ariane Wischnik (Author)
Publication Year
2001
Pages
18
Catalog Number
V13188
ISBN (eBook)
9783638189033
ISBN (Book)
9783638757874
Language
German
Tags
Kriminalroman Gattungen Historischer Roman historischer Kriminalroman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ariane Wischnik (Author), 2001, Der historische Kriminalroman - Überschneidung zweier Gattungen am Beispiel Elizabeth Peters "Ein Rätsel für Ramses", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13188
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