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Anna Uddenberg im Kontext der Theoriebildung und künstlerischen Tradition des (Post-)Internet-Feminismus. Subversion und Wiederaneignung von Weiblichkeitsbildern

Título: Anna Uddenberg im Kontext der Theoriebildung und künstlerischen Tradition des (Post-)Internet-Feminismus. Subversion und Wiederaneignung von Weiblichkeitsbildern

Trabajo de Investigación , 2022 , 26 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Olivia Liesner (Autor)

Arte - Artistas
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Diese Arbeit soll dazu dienen, Anna Uddenberg und ihre Praxis im Kontext der Theoriebildung und künstlerischen Tradition des (Post-)Internet-Feminismus zu verorten, wobei insbesondere die Strategien der Subversion und Wiederaneignung von Frauenbildern im Fokus stehen sollen.

Immer häufiger prägen Fragen zur sozialen, kulturellen und geschlechtlichen Identität unser Leben; in den privaten wie öffentlichen Bereichen sowie in den virtuellen Räumen des Internets. In den vergangenen Jahren hat eine wachsende Zahl von KritikerInnen und zeitgenössischen KünstlerInnen damit begonnen, sich mit den etablierten Geschlechterrollen, gesellschaftlichen Hierarchien und den damit zusammenhängenden Fragen im Post-Cyberspace wie der Stereotypisierung und Fetischisierung von Frauen sowie dem technologischen Machtmissbrauch zu beschäftigen. Bewegungen wie der kürzlich aus dem Cyberfeminismus entstandene Post-Cyberfeminismus fordern ein radikales Umdenken im Netz; zahlreiche aktuelle künstlerische Positionen greifen das Thema der Objektifizierung des weiblichen Körpers in der Konsumkultur auf.

Anna Uddenbergs Werk widerspiegelt auf ironische, überzogene Weise das vorherrschende, puppenhafte Bild von Weiblichkeit im neoliberalen 21. Jahrhundert, welches heute unter anderem durch kultähnlichen Konsum, die Bilder von InfluencerInnen in den sozialen Medien und die ständige Verfügbarkeit von pornographischen Inhalten im Internet geprägt ist. Ihre hypersexualisierten und imposanten Skulpturen untersuchen den ständigen Lärm des Konsumismus, der Frauen dazu treibt, ihr Geschlecht zu „performen“. Uddenbergs Interesse an „Weiblichkeit“ als Figuration richtet sich dabei insbesondere auf die geschlechterbedingten Ungerechtigkeiten und unausgewogene Machtverhältnisse im Lebensalltag. Die Vorstellung des „typisch weiblichen“ Wesens, das heißt einer Frau, die sich als flexibel, attraktiv, anpassungsfähig usw. präsentiert, wird anhand der Überspitzung von Rollenmustern und -erwartungen neu verhandelt. Durch die Verwendung moderner Materialien eröffnet ihre künstlerische Praxis neue Reflexionsräume zu Appropriation und Sexualität und leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zum Feld der Gender Studies.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anna Uddenbergs performative Formensprache

2.1. Biografie und Frühwerk

2.2. Figürliche Skulptur: „Hybrid Women“

2.3. Funktionale Objekte und Materialien des Unbehagens

3. Uddenberg im Kontext (post-)cyberfeministischer Positionen

3.1. Cyberfeminismus und Post-Cyberfeminismus

3.2. Subversion und Wiederaneignung von Weiblichkeitsbildern

4. Fazit

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk der Künstlerin Anna Uddenberg und verortet es im Kontext der Theoriebildung und Tradition des (Post-)Internet-Feminismus. Dabei analysiert die Arbeit insbesondere die künstlerischen Strategien der Subversion und Wiederaneignung von Weiblichkeitsbildern als kritische Auseinandersetzung mit der hypermedialen Konstruktion von Identität und Körper in der heutigen Konsumkultur.

  • Performative Formensprache und ihre Entwicklung im Frühwerk
  • Analyse der Skulpturserie „Hybrid Women“ als Kritik am Schönheitsideal
  • Bedeutung funktionaler Objekte und Materialien im Kontext von Komfort und Unbehagen
  • Theoretische Verankerung im Cyberfeminismus und Post-Cyberfeminismus nach Donna Haraway
  • Untersuchung von Identität als performatives Konstrukt und „selbst auferlegte Gefangenschaft“

Auszug aus dem Buch

2.3. Funktionale Objekte und Materialien des Unbehagens

Uddenbergs Skulpturen zeichnen sich durch eine makellose technische Ausführung aus. Die Künstlerin modelliert die aufwändigen Stücke in Ton und gießt sie dann in Glasfaser und Harz ab, um perfekt glatte Oberflächen zu erhalten. Durch die Synthese aus Readymades und handgemachten Objekten ist kaum zu erkennen, wo der Körper endet, und das Objekt beginnt. Ihre jüngsten Arbeiten verweisen durch die Verwendung hochwertiger und weicher Materialien wie etwa echtem Leder, sowie den Einsatz von Konsumtechnologien wie Autoskelettstrukturen und Gebrauchsgegenständen auf Behaglichkeit, Komfort und Luxus im heimischen Bereich. Diese Materialien tragen zu einem Kontrast zwischen Komfort und Starrheit bei und sind gleichzeitig Ausdruck von Geschmack, Klasse und Angst. Über die Jahre hat sich ihr Werk dem Funktionalen zugewandt, ihre Skulpturen erinnern zunehmend an Möbel oder Sexrequisiten.

Diese Verlagerung nahm 2017 mit Pelvic Trust, einem Bestandteil ihrer gleichnamigen Einzelausstellung im House of Gaga in Mexiko-Stadt, ihren Anfang. In diesem Werk ist eine weibliche Figur zu sehen, welche sich mit dem Kopf nach unten auf einem abstrakten, grün-beigen Möbelstück abstützt und dabei ihren Hintern in die Luft streckt. Ihre angewinkelten Beine scheinen über dem Boden zu schweben, ihr Gesicht ist nicht erkennbar. Sie trägt den für Uddenbergs Puppen typischen Ganzkörperanzug sowie gefälschte Markenschuhe. Die Verwendung von Materialien wie Teppichböden, Badematten und Autoteppichen erweckt Assoziationen an Mittelklasse-Wohnungen oder Warteräume.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Druck auf junge Frauen durch soziale Medien und führt Anna Udenbergs künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Phänomen ein.

2. Anna Uddenbergs performative Formensprache: Dieses Kapitel zeichnet den Werdegang der Künstlerin nach und analysiert ihre skulpturalen Serien vom Frühwerk bis hin zu funktionalen Objekten.

2.1. Biografie und Frühwerk: Ein Überblick über Uddenbergs Ausbildung und ihre ersten künstlerischen Ansätze im Bereich der Performance.

2.2. Figürliche Skulptur: „Hybrid Women“: Eine detaillierte Betrachtung der hybriden Frauenfiguren, die das Konzept des Künstlichen und der hypersexualisierten Perfektion verkörpern.

2.3. Funktionale Objekte und Materialien des Unbehagens: Untersuchung der Entwicklung hin zu Objekten, die alltägliche Konsumstrukturen übernehmen und den Betrachter durch Materialität irritieren.

3. Uddenberg im Kontext (post-)cyberfeministischer Positionen: Verknüpfung von Uddenbergs Praxis mit feministischer Theorie, insbesondere im Hinblick auf Technologie und Körper.

3.1. Cyberfeminismus und Post-Cyberfeminismus: Theoretische Einordnung durch Donna Haraways „Cyborg Manifesto“ und die Abgrenzung zum neueren Post-Cyberfeminismus.

3.2. Subversion und Wiederaneignung von Weiblichkeitsbildern: Analyse der künstlerischen Strategie, durch Subversion und das Spiel mit dem Objektstatus neue Bedeutungen zu erzeugen.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung von Uddenbergs Werk als Metapher für den Kampf gegen normative Weiblichkeitsregeln und die Notwendigkeit einer individuellen wie kollektiven Neukodierung des Selbst.

Schlüsselwörter

Anna Uddenberg, Post-Cyberfeminismus, Körperbild, Performativität, Konsumkultur, Skulptur, Weiblichkeit, Identitätskonstruktion, Subversion, Weiblichkeitsbilder, Techno-Feminismus, Appropriation, Objektifizierung, Neoliberalismus, Körperhaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das künstlerische Schaffen von Anna Uddenberg und erforscht, wie die Künstlerin das puppenhafte, hypersexualisierte Frauenbild des neoliberalen 21. Jahrhunderts durch ihre Skulpturen ironisch bricht und neu verhandelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die kritische Auseinandersetzung mit sozialen Medien, die Auswirkungen der Konsumkultur auf die weibliche Identität, sowie die Rolle von Technik und Materialität in der zeitgenössischen Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Anna Uddenbergs Praxis theoretisch im Bereich des (Post-)Internet-Feminismus zu verorten und aufzuzeigen, wie sie Strategien der Subversion nutzt, um etablierte Geschlechterrollen zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt die Analyse von künstlerischen Werken und Werkserien im Abgleich mit kunsthistorischen und feministischen Theorien, insbesondere unter Einbeziehung von Quellen wie Donna Haraway und Grace Banks.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Uddenbergs performativer Sprache, ihre Entwicklung von der Performance zur hybriden Skulptur und die theoretische Einbettung dieser Arbeiten in den (Post-)Cyberfeminismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Identitätskonstruktion, Performativität, Körperbild, konsumorientierte Weiblichkeit und Transformation durch neue Technologien.

Wie reflektiert das Werk die Rolle von Objekten wie Fitnessgeräten oder Möbeln?

Die Künstlerin integriert hochwertige Materialien und Alltagsgegenstände, die mit Komfort assoziiert werden, um den Kontrast zwischen Entspannung und körperlicher Starrheit oder Unterwerfung in der heutigen Gesellschaft sichtbar zu machen.

Inwiefern spielt der „Cyborg“-Begriff eine Rolle?

Der Begriff dient als theoretisches Konstrukt, das die Verschmelzung von Mensch und Maschine beschreibt und als ironischer Mythos für die weibliche Emanzipation fungiert, den die Künstlerin in ihren Skulpturen skulptural verkörpert.

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Detalles

Título
Anna Uddenberg im Kontext der Theoriebildung und künstlerischen Tradition des (Post-)Internet-Feminismus. Subversion und Wiederaneignung von Weiblichkeitsbildern
Universidad
LMU Munich
Calificación
1,0
Autor
Olivia Liesner (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
26
No. de catálogo
V1319066
ISBN (PDF)
9783346801616
ISBN (Libro)
9783346801623
Idioma
Alemán
Etiqueta
Anna Uddenberg Cyberfeminismus Post-Cyberfeminismus Weiblichkeitsbilder Cyborg Donna Haraway Feminismus Weiblichkeit Konsumkultur Subversion Objektifizierung Social Media Hybrid Women Gender Skulptur Performance Funktionalität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Olivia Liesner (Autor), 2022, Anna Uddenberg im Kontext der Theoriebildung und künstlerischen Tradition des (Post-)Internet-Feminismus. Subversion und Wiederaneignung von Weiblichkeitsbildern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1319066
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