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Auswirkungen von Stress im Leistungssport bei Kindern und Jugendlichen auf die psychische Gesundheit

Titel: Auswirkungen von Stress im Leistungssport bei Kindern und Jugendlichen auf die psychische Gesundheit

Studienarbeit , 2022 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Niklas Maik Firmer (Autor:in)

Sport - Sportpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese stetigen Veränderungen des Alltags und im sportlichen Kontext bewirken Stress, welcher sowohl Positiv- als auch Negativeinflüsse generiert. Themenschwerpunkt der vorliegenden Arbeit ist die thematische Auseinandersetzung mit dem Kontext der Stressbelastung im Kinder- und Jugendfußball im Leistungssport. So sollen Aussagen wie beispielsweise „Sport steigert das [psychische] Wohlbefinden und fördert die Lebensqualität“, welche mittlerweile evident zu sein scheinen, überprüft werden. Vorab kann bereits gesagt werden, dass sportliche Aktivität, sowohl breitensportlich als auch leistungssportlich, nicht bei jedem Menschen die gleiche Wirkung auf die individuelle psychische Gesundheit hat. Im Bereich des Leistungssports wird nahezu täglich Sport getrieben, wodurch laut der ersten evidenten Annahme die Leistungssportler ein überdurchschnittlich hohes psychisches Wohlbefinden aufweisen müssten. Im Gegensatz zu dieser Annahme werden aber auch immer wieder Schlagzeilen laut wie jene, welche die deutsche Fußballwelt am 10. November 2009 erschütterte: Robert Enke, damaliger Nationaltorhüter Deutschlands, beging Nähe seiner Heimatstadt Suizid. Er litt unter schweren Depressionen, welche durch private Schicksalsschläge, seine schwere Kindheit sowie durch starken sportlichen Druck ausgelöst wurden. Sein Leben wurde, neben persönlich geprägten Ereignissen, auch durch den Sport negativ beeinflusst. Die vorliegende Arbeit soll untersuchen, wie bereits im Kinder- und Jugendspitzensport immens große Stressbelastungen, ausgelöst durch beispielsweise Kaderdruck, Elternerwartungen oder durch den persönlichen Ehrgeiz, die psychische Gesundheit beeinträchtigen. Zudem wird die Einflussnahme des psychischen Wohlbefindens in Korrelation mit dem sportlichen Erfolg gesetzt. Im Verlauf der Arbeit wird Erfolg definiert als sportlich beabsichtigte, willkürliche Leistung, welche vollkommende Zufriedenheit erzielt (hat).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Sport

2.1 Differenzierung des Leistungssports zum Breitensport

2.2 Der Weg zum NLZ – Sportler

3 Einordnung des Stressbegriffs

3.1 Stress als Risikofaktor

3.1.1 Stress als Einfluss auf die physische Gesundheit

3.1.2 Stress als Einfluss auf die psychische Gesundheit

3.2 Selbstregulation im professionellen Leistungssport

4 Auftreten von Stressoren im Jugendleistungssport

4.1 Auftreten von internen Stressoren im Jugendleistungssport

4.2 Auftreten von externen Stressoren im Jugendleistungssport

5 Auswirkungen von Stress auf die sportliche Leistung

5.1 Im Mikrozyklus

5.2 Im Meso- und Makrozyklus

6 Die Bedeutung von psychischer Regeneration im Leistungssport

7 Zusammenfassung

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit untersucht, welchen Einfluss Stressbelastungen im Kinder- und Jugendleistungssport auf die psychische Gesundheit der Athleten haben und inwiefern diese Faktoren bei der sportlichen Entwicklung eine Rolle spielen.

  • Definition von Leistungssport im Vergleich zum Breitensport
  • Wissenschaftliche Stressanalyse und Auswirkungen auf die Gesundheit
  • Die Bedeutung der Selbstregulation bei jungen Leistungssportlern
  • Identifikation interner und externer Stressoren im Jugendfußball
  • Einfluss von Belastungszyklen (Mikro-, Meso- und Makrozyklus) auf die mentale Stabilität

Auszug aus dem Buch

3.2 Selbstregulation im professionellen Leistungssport

Die Selbstregulation beschreibt die Fähigkeit, Stress und (daraus) entstehende Emotionen kontrollieren zu können und kontextbezogen individuell richtig zu reagieren. Je höher die Fähigkeit der Selbstregulation ausgeprägt ist, desto höher ist die emotionale Intelligenz des Sportlers (vgl. Brasseur et al., 2013, S. 1ff.). Ein bekannter Sportler, welcher keine hohe Ausprägung der Selbstregulation aufweist, ist Képler Laveran Lima Ferreira, besser bekannt als Pepe. Der damalige Spieler, unter anderem bei Real Madrid als auch portugiesische Nationalspieler, schadete wiederholt seiner Mannschaft, da er Gegenspieler unter enormen Stresssituationen boxte, mehrfach auf Gegner eintrat oder „Kopfnüsse“ verteilte (vgl. Laborde et al., 2017, S. 22).

Da dieses Verhalten auf und neben dem Wettkampf für die eigene Person, jedoch auch für die Mannschaft, schädigend ist, benötigt es ein möglichst hohes Maß an Regulation des Selbst. Karoly versteht unter dieser Regulation im (Jugend-) Sport internale oder transaktionale Prozesse, die Sportlern ermöglichen, ihre gewünschten zielgerichteten Handlungen zu verfolgen. So sollen spontane Reaktionen vermieden werden und durch absichtsvolle Mechanismen und Fertigkeiten ersetzt werden (vgl. Karoly, 1993, S. 23ff.). Folglich sollen demnach die eigenen Emotionen und das eigene Handeln auf dem Sportplatz, im Training oder im Wettkampf in einem gewissen Maße kontrolliert und beherrscht werden können (vgl. Laborde et al., 2017, S. 22).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs von Stressbelastung und psychischer Gesundheit im Jugendleistungssport.

2 Definition Sport: Abgrenzung von Leistungssport und Breitensport sowie Erläuterung des Nachwuchsleistungszentren-Systems.

3 Einordnung des Stressbegriffs: Wissenschaftliche Definition von Stress und Darstellung der Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit sowie die Rolle der Selbstregulation.

4 Auftreten von Stressoren im Jugendleistungssport: Analyse der internen und externen Faktoren, die bei jungen Sportlern Stress verursachen können.

5 Auswirkungen von Stress auf die sportliche Leistung: Untersuchung der Belastungserscheinungen entlang der verschiedenen Periodisierungszyklen (Mikro- bis Makrozyklus).

6 Die Bedeutung von psychischer Regeneration im Leistungssport: Diskussion der Notwendigkeit von Erholungsphasen und präventiven Maßnahmen gegen Übertraining durch Stress.

7 Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse der Arbeit werden wiederholt und in den Kontext der Fragestellung gesetzt.

8 Fazit: Abschließende Stellungnahme zur Vereinbarkeit von Jugendleistungssport und psychischer Gesundheit unter Berücksichtigung individueller Entwicklungsunterschiede.

Schlüsselwörter

Jugendleistungssport, Stress, psychische Gesundheit, Stressoren, Selbstregulation, Fußball, Nachwuchsleistungszentrum, mentales Wohlbefinden, Burnout, Übertraining, Regeneration, Belastungssteuerung, Leistungsmotivation, Eustress, Disstress

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Chancen und Risiken des Leistungssports, mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen von Stressbelastungen auf die psychische Gesundheit junger Athleten im Fußball.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Zentral sind die Abgrenzung von Leistungs- und Breitensport, die Definition von Stressfaktoren, die Bedeutung der Selbstregulation sowie die langfristigen gesundheitlichen Folgen durch Belastungszyklen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Arbeit untersucht, wie stressreiche Umgebungen im Kinder- und Jugendspitzensport die mentale Gesundheit beeinflussen und welche Bedeutung die psychische Regeneration dabei einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung bestehender sportpsychologischer Theorien sowie einschlägiger Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Stress-Einordnung, die Analyse interner und externer Stressoren, die Betrachtung von Belastungszyklen sowie die Bedeutung von Erholungsmaßnahmen im Profisport.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Jugendleistungssport, psychische Gesundheit, Stressoren, Selbstregulation, Burnout und Leistungsperiodisierung.

Wie definiert der Autor das Burnout-Syndrom im Sport?

Das Burnout-Syndrom wird als multidimensionales Konstrukt verstanden, das durch emotionale Erschöpfung, negative oder zynische Einstellungen gegenüber dem Umfeld sowie sportliche Selbstzweifel gekennzeichnet ist.

Welche Rolle spielt die Selbstregulation im Leistungssport?

Sie gilt als entscheidende Kompetenz, um spontane, stressbedingte Emotionen zu kontrollieren und zielgerichtete Handlungen in Training und Wettkampf aufrechtzuerhalten.

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Details

Titel
Auswirkungen von Stress im Leistungssport bei Kindern und Jugendlichen auf die psychische Gesundheit
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,0
Autor
Niklas Maik Firmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
28
Katalognummer
V1319163
ISBN (PDF)
9783346801777
ISBN (Buch)
9783346801784
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen stress leistungssport kindern jugendlichen gesundheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Maik Firmer (Autor:in), 2022, Auswirkungen von Stress im Leistungssport bei Kindern und Jugendlichen auf die psychische Gesundheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1319163
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Leseprobe aus  28  Seiten
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