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Volksaberglaube in Bram Stokers "Dracula". Inspirationen für den Vampirroman in Legenden und Mythen

Titel: Volksaberglaube in Bram Stokers "Dracula". Inspirationen für den Vampirroman in Legenden und Mythen

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Anglistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wo Bram Stoker traditionelle Überlieferungen aus Rumänien und Transsilvanien nutzt, wo weitere Legenden und Mythen aus der Welt zum Tragen kommen, welche anderen Quellen und Inspirationen sich für den Vampir finden und, was lediglich Stokers Imagination entspringt, ist Gegenstand dieser Arbeit. Dabei wird zunächst auf die Ursprünge des Vampiraberglaubens und Stokers Grundidee des Romans, einschließlich des Schauplatzes und der Inspiration für Graf Dracula, eingegangen. Im Anschluss findet eine genauere Betrachtung der Verwandlung des Menschen in einen Vampir und darauffolgend, des Vampirs selbst, mit seinem äußeren Erscheinungsbild, seinen Eigenschaften und Fähigkeiten statt. Zuletzt wird ein Blick auf die Maßnahmen gegen den Vampir, sowohl auf Abwehrmaßnahmen wie auch auf die Vernichtung des Vampirs, geworfen. Im Endeffekt soll gezeigt werden, dass Stokers Vampirfigur nicht lediglich auf seine eigene Vorstellungskraft zurückgeht, viel mehr werden verschiedene Mythen und Legenden aus dem Volksaberglauben verschiedener Kulturen miteinander verwoben und es finden sich auch eine Reihe weitere Inspirationen, wie Krankheiten und historische Überlieferungen für seine Vampirfigur.

Beinahe jede Kultur kennt sie, die blutdürstigen wiederauferstandenen Toten. Doch überall tragen sie verschiedene Namen, haben verschiedene Eigenschaften, Fähigkeiten und sind mit variierenden Traditionen verbunden. Als der Urvater der Vampire wird oft der Vampir nach Bram Stokers "Dracula", erschienen 1897, gesehen. Doch der Vampirismus und Aberglaube über den Vampirmythos geht viel weiter zurück.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursprünge des Vampiraberglaubens und Stokers Grundidee

2.1. Der Mythos Vampir

2.2. Die Bezeichnung nosferatu

2.3. Schauplatz des Romans

2.4.Vlad Tepes und Dracula

3. Verwandlung in einen Vampir

3.1.Wie wird man zum Vampir

3.2.Der Verwandlungsprozess und typische Krankheitsbilder

4. Der Vampir selbst

4.1. Äußerliche Merkmale

4.2. Die Eigenschaften

4.3. Die Fähigkeiten

5. Maßnahmen gegen den Vampir

5.1.Abwehr

5.2.Vernichtung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursprünge des Vampirmythos in Bram Stokers Roman „Dracula“ (1897) und analysiert, inwieweit die dort dargestellte Vampirfigur auf historischem Volksaberglauben, zeitgenössischen Krankheitsbildern oder der literarischen Vorstellungskraft des Autors basiert.

  • Historische und volkskundliche Wurzeln verschiedener Vampirgestalten.
  • Die Entstehung und Bedeutung des Begriffs „nosferatu“.
  • Der Einfluss historischer Vorbilder wie Vlad Tepes auf die Dracula-Figur.
  • Medizinische Erklärungsansätze, insbesondere durch die Porphyrie, für Vampirphänomene.
  • Die literarische Inszenierung des Vampirs als Prototyp des 20. Jahrhunderts.

Auszug aus dem Buch

3.1.Wie wird man zum Vampir

In Stokers Roman kann jeder zum Vampir werden, der von einem Vampir oft genug gebissen wurde, dass so viel Blut verloren wurde, dass die Person stirbt. Nach dem Tode erwacht sie dann ebenfalls als Vampir. Im Falle von Mina wird außerdem beschrieben, dass Dracula sie nicht nur beißt und ihr Blut trinkt, sondern sie im Gegenzug auch zwingt das seine zu trinken. „Mit seiner linken Hand hatte er Frau Minas Hände umfaßt und hielt sie mit ausgestrecktem Arm weit von sich; seine rechte umklammerte ihren Nacken und drückte sie mit dem Gesicht an seine Brust.“ (Stoker: 369) Und weiter: „Ihre Stellung hatte verzweifelte Ähnlichkeit mit der eines kleinen Kätzchens, dem ein Kind die Nase in die Milch stößt, um es zum Trinken zu zwingen.“ (ebd.) Ein besonders interessanter Fall ist in diesem Zusammenhang der des Arnold Paole aus dem Jahr 1732, denn er ist bereits relativ nahe an dieser Verwandlung durch den Verzehr von Vampirblut, der Mann hatte zu Lebzeiten öfter erklärt, dass er die Erde von dem Grab eines Vampirs gegessen und sich mit dessen Blut eingerieben hatte. (vgl. Franz und Nösler: 53)

An dieser Stelle wichtig zu nennen, ist, dass insbesondere in Literatur und Film der Biss des Vampirs immer auch eine erotische Komponente hat, so ist der Biss oft Ausdruck sexueller Wünsche, mit sadistischem Einschlag und auch die Szenen des Vampirbisses in Bram Stokers Dracula, haben einen leicht erotischen Einschlag. (vgl. ebd.) Beispielsweise in der Szene in der Mina gebissen wird: „Ihr weißes Nachthemd war mit Blut bespritzt, und Blut rann wie ein feiner Faden über des Mannes Brust, die er entblößt hatte.“ (Stoker: 269) Deutlicher aber noch in Jonathan Harkers Interaktion mit den drei Vampirfrauen in Draculas Schloss:

„Es war eine wohlberechnete Wollüstigkeit, die anziehend und abstoßed zugleich wirkte, als sie ihren Nacken beugte, leckte sie ihre Lippen wie ein Tier, so daß ich im Licht des Mondes den Speichel auf ihren Scharlachlippen, ihrer roten Zunge und ihrer weißen Zähnen glänzen sah. Immer tiefer beugte sie sich herab, streifte mir an Mund und Kinn vorbei und näherte sich meiner Kehle, and der sich einen heißen auch verspürte.“ (Stoker: 55)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Vampirismus ein und stellt die Forschungsfrage nach den Ursprüngen von Bram Stokers Dracula-Figur.

2. Ursprünge des Vampiraberglaubens und Stokers Grundidee: Dieses Kapitel untersucht die historischen Mythen, das Kunstwort „nosferatu“ und die Rolle von Vlad Tepes als Inspiration für den Roman.

3. Verwandlung in einen Vampir: Hier werden die Möglichkeiten der Vampirwerdung und der Zusammenhang mit historischen Krankheitsbildern wie dem Tollwutvirus analysiert.

4. Der Vampir selbst: Dieses Kapitel betrachtet die äußerlichen Merkmale, Eigenschaften und übernatürlichen Fähigkeiten des Vampirs in Stokers Werk unter Einbezug volkskundlicher Vergleiche.

5. Maßnahmen gegen den Vampir: Es werden Methoden zur Abwehr und Vernichtung von Vampiren, wie etwa das Pfählen, historisch und im Roman kontextualisiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Dracula eine komplexe Mischung aus Mythologie, historischen Fakten und literarischer Imagination darstellt.

Schlüsselwörter

Vampir, Bram Stoker, Dracula, Volksaberglaube, Vlad Tepes, Nosferatu, Porphyrie, Mythologie, Wiedergänger, Literatur, Blutsaugen, Transsilvanien, Nachzehrer, Werwolf, Pfählung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Figur des Grafen Dracula und erforscht, wie Bram Stoker verschiedene Mythen und historische Überlieferungen zu einer ikonischen Vampirfigur verwebte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen den europäischen Vampirglauben, die historische Person Vlad Tepes, die Verbindung zwischen medizinischen Phänomenen wie Porphyrie und dem Vampirismus sowie literarische Erzählkonventionen.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Romanfigur Dracula kein reines Produkt der Imagination ist, sondern auf einer Vielzahl diverser volkskundlicher und historischer Quellen basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und kulturgeschichtliche Analyse angewandt, indem der Roman mit historischen Sagen, medizinischen Erklärungsmodellen und zeitgenössischen Texten in Bezug gesetzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Herkunft des Vampirmythos, den Verwandlungsprozess, das äußere Erscheinungsbild des Grafen, seine Fähigkeiten sowie die traditionellen Methoden zur Gegenwehr und Vernichtung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Vampirismus, Volksaberglaube, Nosferatu, Porphyrie und Bram Stoker definiert.

Inwiefern spielt der Begriff „nosferatu“ eine spezielle Rolle?

Der Autor zeigt auf, dass „nosferatu“ kein authentischer Begriff des Vampirglaubens ist, sondern eine durch Emily Gerard verbreitete sprachliche Verwechslung, die Stoker in seinen Roman aufnahm.

Wie wird die Verbindung zwischen dem Vampir und der Porphyrie erklärt?

Die Arbeit legt dar, dass bestimmte Symptome der Krankheit Porphyrie, wie Lichtempfindlichkeit beim Verzehr von Knoblauch oder Hautveränderungen, von Forschern als mögliche reale Basis für parasitäre Aspekte des Vampir-Mythos interpretiert werden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Volksaberglaube in Bram Stokers "Dracula". Inspirationen für den Vampirroman in Legenden und Mythen
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Germanistik)
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1319213
ISBN (PDF)
9783346800510
ISBN (Buch)
9783346800527
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dracula Volksaberglaube Vampirroman Vampir Bram Stoker Transsilvanien Aberglaube Graf Drakul Vlad Tepes nosferatu Mythos Mythen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Volksaberglaube in Bram Stokers "Dracula". Inspirationen für den Vampirroman in Legenden und Mythen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1319213
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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