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Gender und Schule. Geschlechterstereotype Vorurteile und ungleiche Behandlung

Título: Gender und Schule. Geschlechterstereotype Vorurteile und ungleiche Behandlung

Trabajo Escrito , 2021 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Estudios de género
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Das Thema Gender und Schule ist ein populär- und fachwissenschaftlich viel diskutiertes Thema. In den 1980er Jahren wird vor allem Kritik an der Benachteiligung der Mädchen in einem androzentrischen Schulsystem geübt. Die Kritikpunkte haben sich jedoch in den letzten Jahrzehnten verlagert, kritisiert wird nun eine ungerechte Behandlung der Jungen, die sich besonders im Grundschulalter zeige und von weiblichen Grundschullehrerinnen ausgehe. Insgesamt finden sich auch heute noch vermehrt geschlechterstereotype Vorurteile im Kontext Schule. So (re-)produziert die Schule Ungleichheiten, deren Auswirkungen sich dann biografisch durch den Lebenslauf der Betroffenen ziehen und sich so immer weiter reproduzieren.

Um diese Aussage zu fundieren, widmet sich diese Arbeit zunächst dem Thema Geschlecht als soziale Konstruktion, hierbei wird zuerst auf die Unterscheidung zwischen "sex" und "gender" eingegangen. Im Anschluss wird das Prinzip des "doing gender" erläutert und mit den soziologischen Theorien des Habitus und der Sozialisation verknüpft. Diese Theorie wird dann auf den Kontext Schule angewandt, hierfür werden zunächst die Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern vorgestellt. Im nächsten Schritt wird dann betrachtet, wie diese Ungleichheiten entstehen und, danach, welche Folgen dies hat und wie sich die Ungleichheiten schließlich reproduzieren. In einem letzten Abschnitt werden verschiedene pädagogische Lösungsansätze und auch ihre Kritikpunkte vorgestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlecht als soziale Konstruktion

2.1.sex und gender

2.2.doing gender

2.3.Habitus, Sozialisation und doing gender

3. Gender in der Schule

3.1.Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern

3.2.Die Entstehung geschlechterspezifischer Ungleichheit

3.3.Folgen der geschlechterspezifischen Ungleichheit und ihre Reproduktion

4. Lösungsansätze und ihre Grenzen

4.1.Dramatisierung und Entdramatisierung

4.2.Kritik

4.3.Nicht-Dramatisieren: Ein Gegenvorschlag

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Schule und ihre Akteure als Bildungsinstitution aktiv zur Reproduktion geschlechterspezifischer Ungleichheiten beitragen, indem sie Geschlecht als soziale Konstruktion im Schulalltag beständig interaktiv herstellen.

  • Theoretische Grundlagen von Geschlecht als sozialer Konstruktion
  • Verknüpfung von Habitus, Sozialisation und Doing-Gender-Theorien
  • Analyse von Leistungsunterschieden und deren Entstehung im Schulkontext
  • Folgen der geschlechterstereotypen Reproduktion für Bildungs- und Berufswege
  • Evaluation pädagogischer Lösungsansätze wie Dramatisierung und Nicht-Dramatisierung

Auszug aus dem Buch

2.2. doing gender

„Kerngedanke ist, dass Geschlecht nicht etwas ist, was wir qua körperlicher Ausstattung oder qua Sozialisation haben, vielmehr muss die Geschlechtszugehörigkeit beständig interaktiv hergestellt werden“ (Meissner: 8) Die Herstellung geht dabei über drei Dimension.

Die erste Dimension ist die Kategorie sex: „die Klassifikation, die bei der Geburt aufgrund der sozial vereinbarten äußeren Geschlechtsmerkmale oder in Zweifelsfällen durch Chromosomenanalyse getroffen wird“. (ebd.) Aus der angeführten Definition wird bereits deutlich, dass es sich um einen Gegenentwurf zur sex/ gender- Theorie handelt, bei welcher das biologische Geschlecht als naturgegeben angesehen wird. Außerdem gibt es noch die sex category, dabei handelt es sich um die, im Alltag stattfindende Zuordnung zu einem Geschlecht. Diese Kategorie ist relativ flexibel, „so kann eine Frau in bestimmten Situationen durchaus als ‚unweiblich’ wahrgenommen werden, ohne dass ihr die sex-category als Frau abgesprochen wird“. (ebd.) Die letzte Kategorie ist dann das gender, der interaktive Part, in dem der/die Beteiligte die Zuordnung entweder bestätigt oder auch nicht. Für dieses Konzept entscheidend ist, dass den Individuen eine aktive Rolle in der Darstellung des eigenen Geschlechts zugeschrieben wird. (vgl. ebd.) Mit doing gender werden also konkret die Interaktionen bezeichnet, in denen Geschlecht hergestellt wird. „Beteiligt sind daran immer mehrere, grob diejenigen, die ihr Geschlecht darstellen und diejenigen, die es anerkennen.“ (Budde: 46) Ziel ist dabei immer eine eindeutige Darstellung, entweder des weiblichen oder männlichen Geschlechts. Zurückgehend auf den Soziologen Erving Goffman könnte man sagen, dass das Geschlecht dramatisiert, also als zentraler Aspekt in den Vordergrund gerückt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Diskurs von der Mädchenbenachteiligung hin zur heutigen Problematik der Jungenförderung und legt den theoretischen Fokus auf Geschlecht als soziale Konstruktion.

2. Geschlecht als soziale Konstruktion: Dieses Kapitel führt die Unterscheidung zwischen sex und gender ein und erläutert das Konzept des doing gender sowie die Bedeutung von Habitus und Sozialisation für die Geschlechterentwicklung.

3. Gender in der Schule: Es wird analysiert, wie geschlechterspezifische Leistungsunterschiede in der Schule entstehen und wie Lehrpersonen sowie gesellschaftliche Erwartungen zur Tradierung dieser Unterschiede beitragen.

4. Lösungsansätze und ihre Grenzen: Dieses Kapitel diskutiert pädagogische Strategien zur Geschlechterreflexion, insbesondere die Konzepte der Dramatisierung, Entdramatisierung und Nicht-Dramatisierung, inklusive ihrer kritischen Würdigung.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Schule eine maßgebliche Rolle bei der Reproduktion von Geschlechterstereotypen spielt und fordert eine geschlechtsreflektierte Pädagogik als notwendigen Ansatz.

Schlüsselwörter

Gender, Schule, Doing Gender, Geschlechterkonstruktion, Sozialisation, Habitus, Leistungsunterschiede, Stereotype, Geschlechterinszenierung, Identität, Pädagogik, Dramatisierung, Bildungsbenachteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die soziologische Perspektive auf Geschlecht als soziale Konstruktion und wie dieser Prozess innerhalb der Bildungsinstitution Schule zur Reproduktion von Ungleichheiten führt.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung von Gender, die Entstehung von geschlechtsspezifischen Leistungsunterschieden in der Schule sowie pädagogische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das alltägliche Doing Gender im schulischen Kontext wirkt und welche Konsequenzen dies für die Bildungsbiografien von Schülerinnen und Schülern hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Theorieanalyse soziologischer und pädagogischer Erkenntnisse zum Themenkomplex Gender und Schule.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Geschlechterherstellung, die Genese von Leistungsunterschieden und die Rolle von Lehrkräften sowie die Wirksamkeit pädagogischer Konzepte wie der Dramatisierung.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Doing Gender, Habitus, Geschlechterstereotype, soziale Konstruktion und geschlechterreflektierte Pädagogik geprägt.

Inwiefern beeinflusst das Lehrerverhalten die Leistungen der Kinder?

Das Lehrerhandeln kann fachbezogene Domänen als typisch männlich oder weiblich markieren, was das Selbstbewusstsein und die Motivation der Lernenden in den jeweiligen Bereichen maßgeblich beeinflusst.

Warum ist das Prinzip der Dramatisierung selbst paradox?

Es ist paradox, da einerseits die Wirkmächtigkeit der Kategorie Geschlecht aufgelöst werden soll, ihr aber durch die explizite Thematisierung im Unterricht gleichzeitig neues Gewicht verliehen wird.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Gender und Schule. Geschlechterstereotype Vorurteile und ungleiche Behandlung
Universidad
University of Flensburg
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
15
No. de catálogo
V1319214
ISBN (PDF)
9783346800459
ISBN (Libro)
9783346800466
Idioma
Alemán
Etiqueta
gender sex Schule Unterricht Habitus Sozialisation doing gender Geschlecht Dramatisierung Entdramatisierung Leistungsunterschiede
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, Gender und Schule. Geschlechterstereotype Vorurteile und ungleiche Behandlung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1319214
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