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Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zwischen Moral und Unterhaltung. Die Familienserie "Lindenstraße"

Title: Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zwischen Moral und Unterhaltung. Die Familienserie "Lindenstraße"

Term Paper , 2008 , 22 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Anina Müller (Author)

Communications - Movies and Television
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„Es ist Sonntagabend 18:40 Uhr, die Familie sitzt zusammen vorm Fern-sehen und sieht sich die neueste Folge der Lindenstraße an.“ So in etwa stellen es sich die Produzenten der „Lindenstraße“ vor: eine Familienserie für die Familie.
Die Lindenstraße ist für viele ein Ort der Moral, eine heile Welt in der alle Probleme lösbar sind. Lösungen werden meist einfach dargestellt, viel-leicht zu einfach? Die Moral der Unterhaltung beziehungsweise Unterhaltung ohne Moral, war schon immer ein umstrittenes Thema, worüber sich die fachlichen Meinungen streiten. Anhand der Serie „Lindenstraße“ soll im Rahmen dieser Hausarbeit herausgefunden werden, inwiefern Unterhaltung in der Lage ist richtiges moralisches Verhalten zu vermitteln und auch inwiefern sie dies tut.
Im Rundfunkstaatsvertrag werden klare Forderungen an die öffentlich-rechtlichen wie auch die privaten Fernsehsender und ihre Programme gestellt, die von diesen eingehalten werden müssen. Anhand der Analyse einer beliebigen Folge der Lindenstraße, soll herausgefunden werden inwiefern, die Serie dem Vertrag entspricht oder auch nicht.
Zu Beginn der Arbeit, wird der Rundfunkstaatsvertrag kurz vorgestellt und die für diese Hausarbeit wichtigen Punkte herausgearbeitet. Im zweiten Punkt, soll die Wertevermittlung durch Unterhaltung erläutert werden. Hier soll auch schon ein Bezug zur Lindenstraße gemacht werden. Da der Begriff sehr breit gefächert ist, wird den unterschiedlichen Wertetypen ein extra Punkt zugeteilt. Im dritten Punkt soll explizit die Lindenstraße behandelt werden. Erst soll das Genre der Familienserie, zu der die Lindenstraße gehört näher erläutert werden. Im Anschluss erfolgt der Analyseteil, wo das Protokoll ausgewertet werden soll.
Die Langzeitserie wurde schon auf unterschiedlichste Weisen analysiert und untersucht. Dementsprechend zahlreich war auch das Literaturangebot zur Lindenstraße.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Rundfunkstaatsvertrag

2. Moral und Unterhaltung im Fernsehen

2.1. Unterhaltung als Wertevermittlung

2.2. Verschiedene Wertetypen

3. Familienserien allgemein

3.1. Lindenstraße

3.2. Analyse der Folge vom 12.04.09

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Fernsehunterhaltung auf die Vermittlung moralischer Werte und Verhaltensweisen, wobei die Serie „Lindenstraße“ als konkretes Fallbeispiel dient. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern die Darstellung gesellschaftlicher Konflikte und Problemlösungen im Einklang mit den Anforderungen des Rundfunkstaatsvertrags steht und als erzieherisches Medium fungieren kann.

  • Analyse der ethischen Funktionen von Fernsehunterhaltung
  • Klassifizierung von Werten im Medienkontext
  • Untersuchung der Struktur und Dramaturgie deutscher Familienserien
  • Überprüfung der „Lindenstraße“ hinsichtlich ihres Realitätsanspruchs und ihrer Vorbildfunktion
  • Bewertung der Vermittlung von moralischen Normen und nachbarschaftlichem Gemeinschaftsgeist

Auszug aus dem Buch

3.1. Lindenstraße

Die Familienserie „Lindenstraße“ wurde erstmals am 08.12.1985 ausgestrahlt. Sie ist die „erste deutsche Langzeitserie“ Als Vorbild gilt „Coronation Street“ aus dem britischen Fernsehen. Bis zum Schreiben dieser Hausarbeit wurden 1220 Folgen ausgestrahlt. Der Sendeplatz ist immer noch gleich: sonntagabends um 18:40 Uhr im Ersten. Für die Zielgruppe, nämlich die Familie ist er besonders gut gelegen, da zu dieser Zeit meist alle Familienmitglieder zuhause sind.

Die „Erzählzeit (…) jeder Folge der Lindenstraße ist 28 Minuten“, dazu kommen eineinhalb Minuten für Titel und Nachspann. Allerdings wird in den 30 Minuten nie eine abgeschlossene Geschichte erzählt, sondern werden vielmehr einzelne Episoden erzählt, „in deren Folge die Geschichten erst über Fortsetzungen zu einer Art Abschluß gelangen“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Lindenstraße als Familienserie vor und formuliert die Forschungsfrage, ob Unterhaltungsformate moralisches Verhalten vermitteln können und inwieweit die Serie den Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrags entspricht.

1. Der Rundfunkstaatsvertrag: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen für öffentlich-rechtliche Sender, insbesondere hinsichtlich der Sendeinhalte, der Meinungsbildung und der Verpflichtung zur objektiven Grundversorgung.

2. Moral und Unterhaltung im Fernsehen: Hier werden die ethischen Funktionen des Fernsehens diskutiert und die verschiedenen Wertetypen (Sozial-, Struktur-, Vermittlungs- und Individualwerte) definiert, die in Medien vermittelt werden.

3. Familienserien allgemein: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Geschichte und Merkmale deutscher Familienserien, unterteilt in verschiedene Entwicklungsphasen, und charakterisiert die Lindenstraße als Langzeitserie mit komplexer Erzählstruktur.

Schlüsselwörter

Lindenstraße, Moralvermittlung, Fernsehunterhaltung, Rundfunkstaatsvertrag, Familienserien, ethische Funktionen, Wertetypen, Sozialwerte, Erzählstruktur, Medienpädagogik, Realitätsanspruch, gesellschaftliche Themen, Nachbarschaftshilfe, Programmgestaltung, öffentlich-rechtlicher Rundfunk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die moralische Dimension von Fernsehunterhaltung und prüft exemplarisch an der Serie „Lindenstraße“, ob und wie Werte an das Publikum vermittelt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die medienethische Theorie, die gesetzlichen Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrages und die strukturelle Analyse der Familienserie.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern die Lindenstraße als erzieherisches Medium agiert und ob die dargestellten Handlungsmuster den rechtlichen Anforderungen des Rundfunkstaatsvertrages entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung basiert auf einer Inhaltsanalyse, bei der eine exemplarische Folge der Serie anhand von Erzählsträngen und moralischen Kategorien detailliert protokolliert und ausgewertet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Definition von Werten, der Entwicklung von Familienserien sowie einer konkreten Analyse der Folge vom 12.04.09.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Moralvermittlung, Rundfunkstaatsvertrag, Lindenstraße, Familienserie und Medienethik.

Warum wurde ausgerechnet die Folge vom 12.04.09 für die Analyse gewählt?

Die Wahl fiel auf diese Folge, um exemplarisch aufzuzeigen, wie komplexe Themen wie Herztransplantationen und Drogenabhängigkeit in den begrenzten Handlungssträngen einer Unterhaltungsserie verarbeitet werden.

Wie bewertet der Autor das Konzept der „Lindenstraße“ im Fazit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Serie erfolgreich Moral vermittelt, indem sie diese unterschwellig in unterhaltsame Geschichten einwebt, ohne den Zuschauer durch zu offensichtliche Belehrungen abzuschrecken.

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Details

Title
Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zwischen Moral und Unterhaltung. Die Familienserie "Lindenstraße"
College
University of Marburg
Grade
2.0
Author
Anina Müller (Author)
Publication Year
2008
Pages
22
Catalog Number
V131948
ISBN (eBook)
9783640396696
ISBN (Book)
9783640396948
Language
German
Tags
Fernsehsender Moral Unterhaltung Beispiel Familienserie Lindenstraße
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anina Müller (Author), 2008, Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zwischen Moral und Unterhaltung. Die Familienserie "Lindenstraße", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131948
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