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Zum Verhältnis von Literaturauffassung und Biographie bei Albert Camus und Jean-Paul Sartre

Title: Zum Verhältnis von Literaturauffassung und Biographie bei Albert Camus und Jean-Paul Sartre

Presentation (Elaboration) , 2001 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Andrea Frohleiks (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Mit dem Thema "Zum Verhältnis von Literaturauffassung und Biographie bei Albert Camus und Jean-Paul Sartre" soll untersucht werden, inwieweit die theoretischen Ansprüche an Literatur von Camus und Sartre mit ihrer eigenen Lebensweise und biographisch-bedingten Auffassungen korrespondieren.

Im Ablauf der Arbeit gliedert sich in drei Schritte. Zuerst wird Albert Camus mit dem theoretischen Werk "Der Mythos von Sisyphos" und seinem autobigraphischen Arbeit "Der erste Mensch" untersucht. Der zweite Teil analysiert Jean-Paul Sartres Position anhand der in "Was ist Literatur?" dargelegten Literaturtheorie und seiner Kindheitsbiographie "Die Wörter". Abschließend werden die beiden Autoren miteinanderverglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Albert Camus

2.1 Literaturauffassung

2.1.1 Philosophie des Absurden

2.1.2 Literaturtheorie des absurden Kunstwerks

2.2 Biographie in Relation zur Literaturauffasssung

2.2.1 Die Autobiographie „Der erste Mensch“

2.2.2 Biographische Elemente im Verhältnis zu literatur-philosophischen Überlegungen

3 Jean-Paul Sartre

3.1 Literaturauffassung

3.1.1 Prosa und Poesie

3.1.2 Beziehung von Autor und Leser

3.1.3 Geschichtlichkeit des Schriftstellers

3.1.4 Literatur des 20. Jahrhunderts

3.2 Biographie in Relation zur Literaturauffassung

3.2.1 Die Autobiographie „Die Wörter“

3.2.2 Biographische Elemente im Verhältnis zu literatur-theoretischen Überlegungen

4 Vergleich von Albert Camus und Jean-Paul Sartre

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der theoretischen Literaturauffassung und der persönlichen Biographie von Albert Camus und Jean-Paul Sartre, um zu klären, inwieweit ihre literarischen Ansprüche mit ihren eigenen Lebenswegen korrespondieren.

  • Philosophie des Absurden bei Albert Camus
  • Konzept der engagierten Literatur bei Jean-Paul Sartre
  • Analyse der autobiographischen Werke "Der erste Mensch" und "Die Wörter"
  • Vergleich der Entstehungszusammenhänge von Literaturtheorie und Lebenslauf

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Biographische Elemente im Verhältnis zu literatur-philosophischen Überlegungen

Als Schlüsselszene des Romans erscheint mir der Besuch der Hauptperson am Grab des verstorbenen Vaters. Es ist allein der Wunsch der Mutter, der Camus' autobiographischen Helden an diesen Ort geführt hat, da er selbst aufgrund der fehlenden Beziehung zu seinem Vater nur Unsinnigkeit angesichts dieser Unternehmung empfindet. Beim Anblick der Lebensdaten des Vaters kommt es allerdings zum Bruch im alltäglichen Bewußtsein. Für mich korrespondiert folgende Beschreibung:

Und die Welle von Zärtlichkeit und Mitleid, die auf einmal sein Herz überflutete, war nicht die Gemütsregung, die den Sohn bei der Erinnerung an den verstorbenen Vater überkommt, sondern das verstörte Mitgefühl, das ein erwachsener Mann für das ungerecht hingemordete Kind empfindet – etwas entsprach hier nicht der natürlichen Ordnung, und eigentlich herrschte hier, wo der Sohn älter war als der Vater, nicht Ordnung, sondern Irrsinn und Chaos. Die Abfolge der Zeit selbst zerbrach rings um ihn, den bewegungslos zwischen den Gräbern Stehenden, die er nicht mehr wahrnahm, und die Jahre hörten auf, sich jenem großen Strom folgend anzuordnen, der seinem Ende entgegenfließt. Sie waren nur mehr tosendes Hin- und Herbranden , in dem Jacques Cormery jetzt von Angst und Mitleid gepackt zappelte.

mit dem von Camus in „Der Mythos von Sisyphos“ dargestellten Gefühl der Absurdität, das die Unhinterfragbarkeit des Gegebenen unterbricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Literaturtheorie und Biographie bei Camus und Sartre zusammenhängen.

2 Albert Camus: Kapitel 2 analysiert die Philosophie des Absurden und deren Spiegelung im autobiographischen Werk "Der erste Mensch".

3 Jean-Paul Sartre: Kapitel 3 erörtert Sartres Theorie der engagierten Literatur und den Kontrast zu seiner Kindheitsentwicklung in "Die Wörter".

4 Vergleich von Albert Camus und Jean-Paul Sartre: Dieses Kapitel vergleicht die Ansätze beider Autoren hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Theorie und Praxis.

5 Schlussbemerkung: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Grundtendenzen der theoretischen Ableitungen aus den Lebensläufen reflektiert.

Schlüsselwörter

Albert Camus, Jean-Paul Sartre, Existenzphilosophie, Literaturauffassung, Biographie, Absurdität, Engagierte Literatur, Der erste Mensch, Die Wörter, Autorschaft, Lebenshunger, Individuum, Kollektivität, Sinnsuche, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wechselverhältnis zwischen den literaturtheoretischen Ansätzen und den biographischen Hintergründen von Albert Camus und Jean-Paul Sartre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Philosophie des Absurden, das Konzept der engagierten Literatur sowie die Analyse autobiographischer Fragmente zur Erhellung theoretischer Standpunkte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie biographische Erfahrungen, insbesondere das Aufwachsen ohne Vater, die Literaturtheorien der beiden Denker geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer komparativen Analyse von Primärquellen, indem die philosophischen Werke mit den autobiographischen Romanen der Autoren in Bezug gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander Camus und Sartre analysiert, wobei jeweils erst ihre Literaturtheorie dargelegt und anschließend durch biographische Bezüge aus ihren autobiographischen Romanen untermauert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Absurdität, Engagement, Existenz, Literaturtheorie und Biographie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Sartres kindliche Sicht von seiner späteren Theorie?

Der kindliche Sartre sah im Schriftsteller einen "Priester der geheiligten Wörter", während er später die "engagierte Literatur" und deren soziale Verantwortung betonte.

Welche Rolle spielt der Vater im Leben von Camus?

Das Fehlen des Vaters und die daraus resultierende Armut prägen Camus' Verständnis von "Heimatlosigkeit" und "Traditionslosigkeit", was wiederum in seine Philosophie des Absurden einfließt.

Warum wird Camus' "Der erste Mensch" als Fragment analysiert?

Da Camus während der Arbeit an dem Manuskript verstarb, stellt es ein unvollständiges Zeugnis dar, das dennoch essenzielle biographische Bezüge zur absurden Grundsituation enthält.

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Details

Title
Zum Verhältnis von Literaturauffassung und Biographie bei Albert Camus und Jean-Paul Sartre
College
University of Osnabrück
Course
Existenzphilosophie im 20. Jahrhundert
Grade
1,0
Author
M.A. Andrea Frohleiks (Author)
Publication Year
2001
Pages
22
Catalog Number
V132020
ISBN (eBook)
9783640379743
ISBN (Book)
9783640379460
Language
German
Tags
Existenzphilosophie Existenzialismus Literaturtheorie Albert Camus Sartre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Andrea Frohleiks (Author), 2001, Zum Verhältnis von Literaturauffassung und Biographie bei Albert Camus und Jean-Paul Sartre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132020
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