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Lese-Rechtschreib-Störung durch Phonologische Unbewusstheit

Titel: Lese-Rechtschreib-Störung durch Phonologische Unbewusstheit

Hausarbeit , 2021 , 9 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Heide Brückner (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich zunächst mit der Klassifizierung und den Merkmalen der Lese- Rechtschreib-Störung befassen, um nachfolgend deren mögliche Ursachen zu benennen. Nach einer anschließenden Begriffsdefinition phonologischer Bewusstheit, wird deren Bedeutung für den Schriftspracherwerb erläutert und der Zusammenhang dargelegt, wie eine Beeinträchtigung der phonologischen Sprachverarbeitung die Übertragung von gesprochener Sprache zu Schriftsprache erheblich erschwert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lese-Rechtschreib-Störung

3. Phonologische Unbewusstheit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der phonologischen Bewusstheit und dem Schriftspracherwerb bei Kindern und analysiert, inwiefern Beeinträchtigungen in diesem Bereich als Hauptkriterium für eine Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) fungieren.

  • Klassifizierung und Merkmale der Lese-Rechtschreib-Störung
  • Neurobiologische und sprachwissenschaftliche Ursachen von LRS
  • Definition und Bedeutung der phonologischen Bewusstheit
  • Die Rolle der Phonologie beim Erwerb der Schriftsprache
  • Herausforderungen beim Transfer von Lauten zu Schriftzeichen

Auszug aus dem Buch

3. Phonologische Unbewusstheit

Was genau meint aber der Begriff phonologische Bewusstheit und warum wird ihr eine so große Bedeutung beim Schriftspracherwerb beigemessen?

Die phonologische Bewusstheit ist eine metakognitive Fähigkeit und wird als eine der wichtigsten Vorläuferfertigkeiten zum Erlernen der Schriftsprache angesehen. Sie beschreibt die bewusste Reflektion über die Lautstruktur von Wörtern und deren phonologischer Merkmale, um diese analysieren und manipulieren zu können. Zur lautlichen Gliederung und Strukturierung von Sprache wird demzufolge auf sprachlich analytisches Wissen zurückgegriffen und die Aufmerksamkeit weg von der inhaltlichen Bedeutungsebene, hin zur formalen Seite des Wortes gelenkt (vgl. Schnitzler, 2008, S.5ff). Laut Sprachtherapeut Dr. Herbert Günther geht es „allgemein gesprochen um die sprachliche Verarbeitung von Lauten, Silben, Wörtern und Sätzen und damit nicht nur um ein exaktes und differenziertes peripheres Hören, sondern um eine neue Qualität und höhere Stufe der Sprachwahrnehmung.“ (Günther, 2007, S.54).

Überdies wird zwischen phonologischer Bewusstheit im engeren und weiteren Sinne unterschieden. Phonologische Bewusstheit im weiteren Sinne bezieht sich auf die größeren linguistischen Einheiten wie Silben, Onsets und Reime, welche leichter zu differenzieren sind. Schon Vorschulkinder sind in der Lage rhythmisch Silben zu klatschen und Reime zu bilden. Dabei wird jedoch das sprachliche Wissen implizit und nicht bewusst angewendet. Die explizite, also bewusste Anwendung phonologischen Wissens zur Segmentierung von kleineren sprachlichen Einheiten, den Phonemen, findet man erst nach Beginn des Schriftspracherwerbs vor und wird als enge phonologische Bewusstheit definiert (vgl. Dahmen, 2018, S.164).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bildungsstandards im Fach Deutsch und hinterfragt, ob diese für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Störung erreichbar sind, während sie das Ziel der Arbeit absteckt.

2. Lese-Rechtschreib-Störung: Dieses Kapitel definiert den Begriff LRS, differenziert ihn von ähnlichen Störungen und diskutiert verschiedene neurobiologische Erklärungsmodelle.

3. Phonologische Unbewusstheit: Hier wird die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als zentrale Vorläuferfertigkeit untersucht und der Prozess des Schriftspracherwerbs sowie typische Schwierigkeiten analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der phonologischen Bewusstheit zusammen und betont die Notwendigkeit von Frühdiagnostik und gezielten Fördermaßnahmen.

Schlüsselwörter

Lese-Rechtschreib-Störung, LRS, Phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Graphem-Phonem-Korrespondenz, Sprachverarbeitung, Legasthenie, Phonologie, Deutschunterricht, Grundschule, Lautanalyse, Frühdiagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen und Auswirkungen der Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) mit besonderem Fokus auf die Defizite in der phonologischen Bewusstheit bei Kindern im Grundschulalter.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von LRS, neurobiologische Ursachenforschung, die Rolle der Phonologie beim Lernen von Sprache sowie die Anforderungen des Thüringer Lehrplans.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, warum eine stabile phonologische Bewusstheit für den Schriftspracherwerb essenziell ist und wie deren Fehlen zu einer Lese-Rechtschreib-Störung führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und arbeitet mit aktuellen fachwissenschaftlichen Definitionen und Modellen aus der Sprachwissenschaft und Neuropsychologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Klassifizierung der LRS, die Phonologische-Defizit-Hypothese als Ursachenmodell sowie die Bedeutung metakognitiver Fähigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind LRS, Phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Graphem-Phonem-Korrespondenz und lautanalytische Kompetenz.

Was unterscheidet die phonologische Bewusstheit im weiteren vom engeren Sinne?

Der weitere Sinn bezieht sich auf die intuitive Wahrnehmung größerer Einheiten wie Silben oder Reime, während der engere Sinn die bewusste Segmentierung in kleinste Einheiten (Phoneme) meint.

Warum ist die deutsche Sprache für betroffene Kinder eine Herausforderung?

Da Deutsch nicht immer eine reine Eins-zu-Eins-Entsprechung zwischen Laut (Phonem) und Buchstabe (Graphem) bietet, führt dies bei Kindern mit Defiziten in der Phonanalyse zu Verwirrung.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Förderung?

Die Autorin plädiert für eine frühzeitige Diagnose bereits im Vorschulalter, da Leistungsunterschiede in der Phonologie früh erkennbar sind und rechtzeitige Förderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sichert.

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Details

Titel
Lese-Rechtschreib-Störung durch Phonologische Unbewusstheit
Hochschule
Universität Erfurt  (Erziehungswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Heide Brückner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
9
Katalognummer
V1320308
ISBN (PDF)
9783346800596
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Legasthenie Lese-Rechtschreib-Störung Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten Phonologische Bewusstheit Schriftspracherwerb Lese-Rechtschreib-Schwäche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heide Brückner (Autor:in), 2021, Lese-Rechtschreib-Störung durch Phonologische Unbewusstheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1320308
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Leseprobe aus  9  Seiten
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