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Heinrich Kleists politische Agitationen in "Michael Kohlhaas"

Titel: Heinrich Kleists politische Agitationen in "Michael Kohlhaas"

Hausarbeit , 2020 , 12 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jonas Holzbrecher (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Heinrich von Kleist lebte zu einer Zeit, in der sein geliebtes Vaterland vom Franzosenkaiser Napoleon überrannt wurde. Kleist, der sich entschieden gegen die Franzosen wandte, kritisierte die Tendenz vieler deutscher Fürsten, sich dem Rheinbund und damit Napoleon anzuschließen.
In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwieweit er die politischen Geschehnisse zu seiner Zeit in sein Werk "Michael Kohlhaas" einfließen lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und zeithistorische Einordnung

2. Vergleich der beiden Staaten Sachsen und Brandenburg

3. Darstellung und Rolle des Michael Kohlhaas im Werk

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht das Werk "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist unter dem Aspekt der politischen Intentionen des Autors. Das primäre Ziel ist es, die literatursoziologischen Zusammenhänge zwischen Kleists zeithistorischem Kontext – insbesondere der Bedrohung durch Napoleon – und der in der Novelle dargestellten Gesellschaftsstruktur und der Figur des Pferdehändlers Michael Kohlhaas zu entschlüsseln.

  • Analyse des historischen Kontextes zur Entstehungszeit des Werks
  • Gegenüberstellung und Bewertung der Darstellung von Sachsen und Brandenburg
  • Untersuchung von Michael Kohlhaas als Symbol des Bürgertums und des Widerstands
  • Darlegung von Kleists patriotischer und kirchenkritischer Haltung
  • Kritik an absolutistischen Herrschaftsformen und dem Adel

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung und zeithistorische Einordnung

Von den zahlreichen im Seminarkontext behandelten Werken Heinrich von Kleists, soll in dieser Seminararbeit die Novelle Michael Kohlhaas betrachtet werden. Das Werk entsteht über einen Arbeitsprozess von insgesamt 6 Jahren hinweg und wird 1810 letztendlich im Band der Erzählungen veröffentlicht. Die Handlung hat teilweise einen historischen Kern. Der Pferdehändler Michael Kohlhaas, der Namensgeber der Novelle, muss zahlreiche Ungerechtigkeiten seiner Adligen Herrscher hinnehmen und schwört nach dem Tod seiner Frau Rache an ihnen zu nehmen. Im Werk kollidieren die historischen Tatsachen des Hans Kohlhaase, der Mitte des 16. Jahrhunderts lebte, mit modernen Rollenbildern und Rechtsauffassungen zu Zeiten Kleists.

In dieser Seminararbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Kleists politische Vorstellungen und Agitationsversuche Inhalt seiner Erzählung sind. Damit ist vor allem seine Position gegenüber den Franzosen und ihrem Kaiser Napoleon gemeint. Aus diesem Grund gestaltet sich die folgende Argumentation und Analyse vor allem literatursoziologisch. Als Sekundärliteratur greife ich dabei auf Biographien von Kleist und auf bereits vorhandene Analysen von Michael Kohlhaas, zurück. Im ersten Teil dieser Arbeit soll ein Abriss des zeithistorischen Kontextes vorgenommen werden, anschließend erfolgt eine Darstellung der beiden Staaten, Brandenburg und Sachsen, im Werk und die Analyse ihrer jeweiligen Adligen und deren Attribute. Im weiteren Verlauf dieser Seminararbeit liegt der Fokus auf der Inszenierung des Michael Kohlhaas als Abbild des Bürgertums. Dabei soll die Frage geklärt werden, welchen Antrieb Kleist besitzt, den Brandenburger Pferdehändler in dieser Art und Weise darzustellen und seine Geschichte Anfang des 19. Jahrhundert neu aufzurollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und zeithistorische Einordnung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Novelle ein und erläutert den historischen Hintergrund sowie die politische Motivation Kleists während der napoleonischen Besatzungszeit.

2. Vergleich der beiden Staaten Sachsen und Brandenburg: Der Autor kontrastiert hier die positive Darstellung Brandenburgs mit der korrupten und negativen Zeichnung des sächsischen Adels, um Kleists politische Positionierung zu verdeutlichen.

3. Darstellung und Rolle des Michael Kohlhaas im Werk: Dieses Kapitel untersucht die Funktion der Hauptfigur als Freiheitskämpfer und Symbol einer Volkserhebung gegen Fremdherrschaft und adlige Willkür.

4. Fazit: Das Fazit resümiert die politischen Intentionen des Werkes und bestätigt die Existenz liberaler, demokratischer und anti-französischer Tendenzen in Kleists Schrift.

Schlüsselwörter

Michael Kohlhaas, Heinrich von Kleist, Novelle, Literatursoziologie, Napoleon, Preußen, Sachsen, Bürgertum, Adelskritik, Patriotismus, Volkserhebung, Rechtsauffassung, Aufklärung, Fremdherrschaft, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Novelle "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist hinsichtlich der darin enthaltenen politischen Botschaften und dem Bezug zum historischen Kontext des frühen 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Kritik am Adel, der Vergleich zwischen den Staatsbildern Sachsen und Brandenburg sowie das Konzept der Volkserhebung als Widerstand gegen Napoleon.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kleist seine zeitgenössischen politischen Ansichten – insbesondere seinen patriotischen Widerstand gegen die französische Besatzung – in die literarische Gestalt des Kohlhaas einfließen ließ.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit bedient sich einer literatursoziologischen Analyse, indem sie das Werk mit Biographien des Autors und historisch-politischen Rahmenbedingungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine zeithistorische Einordnung, eine detaillierte Gegenüberstellung der Adelsdarstellung in Brandenburg und Sachsen sowie eine Untersuchung der Rolle des Kohlhaas als bürgerliche Identifikationsfigur.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Patriotismus, Adelskritik, Volkserhebung, Napoleonische Kriege und literarische Aufarbeitung geprägt.

Warum wird der sächsische Adel im Werk so negativ dargestellt?

Die negative Charakterisierung dient laut Autor als direkte Abrechnung mit der politischen Entscheidung Sachsens, dem Rheinbund beizutreten und somit Napoleon zu unterstützen.

Welche Rolle spielt Preußen in diesem Zusammenhang?

Preußen wird als urpreußisches Land positiv attribuiert und dient Kleist als moralisches Gegenmodell zu den mit Frankreich verbündeten sächsischen Herrschern.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heinrich Kleists politische Agitationen in "Michael Kohlhaas"
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
"Kleist – Prosa und Drama"
Note
2,3
Autor
Jonas Holzbrecher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V1320724
ISBN (PDF)
9783346800893
ISBN (Buch)
9783346800909
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heinrich von Kleist Michael Kohlhaas Franzosen Deutsche Napoleon Politik Ungerechtigkeit Rache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonas Holzbrecher (Autor:in), 2020, Heinrich Kleists politische Agitationen in "Michael Kohlhaas", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1320724
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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