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Neologismen in Walter Moers' "Die Stadt der träumenden Bücher"

Titel: Neologismen in Walter Moers' "Die Stadt der träumenden Bücher"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Yasmine Folkmann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich in einem ersten Schritt mit einer genaueren Definition und Untergliederung von Neologismen. Wozu verwenden wir solch neue Worte, wofür sind sie überhaupt notwendig? Diese Fragen sollen im Verlauf der Arbeit eingehend untersucht werden.

Der erste Teil der Arbeit widmet sich der Wortherkunft von Neologismen und Überlegungen dazu. Für einen Einstieg in die Welt von Walter Moers, wird der Autor und seine Welt Zamonien in aller Kürze vorgestellt. Auch wird ein Überblick, über den Roman "Die Stadt der Träumenden Bücher" gegeben. Mit Hilfe der Definition von Neologismen soll im weiteren Teil der Hausarbeit anhand von Beispielen aus den Kapiteln Das Trompaunenkonzert, Das Meer und die Leuchttürme und Das Orm aus Die Stadt der träumenden Bücher Funktion und Wirkung von Neologismen bei Moers untersucht werden. Als Abschluss wird ein Fazit gezogen werden und die Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst und bewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Neologismen

2.1 Über die Problematik und Funktion von Neologismen

2.2 Arten der Wortneubildung

2.3 Zusammenfassung ‚Neologismus‘

3. Walter Moers als Autor

4. Ein kurzer Überblick: Walter Moers’ Zamonien und ‚Die Stadt der Träumenden Bücher‘

5. Möglichkeiten von Neologismen in „Das Trompaunenkonzert“, “Das Meer und die Leuchttürme” und “Das Orm”

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion und Wirkung von Neologismen im Roman "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers, um aufzuzeigen, wie diese Wortneuschöpfungen zur Authentizität und Tiefe der fiktionalen Welt beitragen.

  • Definition und wissenschaftliche Klassifizierung von Neologismen.
  • Analyse der verschiedenen Arten der Wortneubildung (Komposition, Derivation, etc.).
  • Bedeutung von Walter Moers als Autor und sein spezifischer Schreibstil.
  • Untersuchung konkreter Beispiele von Neologismen in zentralen Kapiteln des Werks.
  • Reflexion über die Rolle der Sprache für die Gestaltung und Wahrnehmung fiktiver Welten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Über die Problematik und Funktion von Neologismen

Bei der Definition von Neologismen können einige Probleme auftreten.

In der aktuellen Sprachpflege werden Neologismen häufig kritisiert, da man ihnen den Verfall der Sprache zur Verantwortung auferlegt.8 Neuwortbildungen sind dabei allerdings kein neuer Prozess, es handelt sich hierbei eher um ein Phänomen, welches seit jeher die Entwicklung der Sprache beeinflusst und vorantreibt.9 Einer der wichtigsten Aspekte bei dem Themenfeld ist die Frage, welche Worte überhaupt als ‚neu’ gelten können und damit den Anspruch haben, ein Neologismus zu sein. Als ‚neu’ können Wörter verstanden werden, welche beim Lesen erstmals sehr auffällig erscheinen. Es sind Wörter, die nicht im Langzeitgedächtnis der Sprachgemeinschaft gespeichert sind und dementsprechend nicht regelmäßig verwendet werden.

Es ist allerdings zu beachten, dass nicht jedes Wort, welches nicht im aktiven Sprachgebrauch verwendet wird, ein Neologismus ist. Wie bereits im vorherigen Kapitel beschrieben, spielt die Häufigkeit der Verwendung und die Verbreitung eine tragende Rolle. Wörter, die nur einmalig benutzt werden, bezeichnet man als Okkasionalismen, nicht als Neologismen.10 Okkasionalismen umfassen daher Einmal-, Individual- oder Ad-hoc-Bildungen, sind also punktuell auftretende Neuwörter. Wie auch Neologismen entstehen Okkasionalismen im alltäglichen Sprachgebrauch und können zu einem unterschiedlichen Grad lexikalisiert werden.11 Wissenschaftlich gibt es keine Einigkeit darüber, ob Neologismen und Okkasionalismen zusammengefasst werden können. Während Herberg und Kinne es ablehnen, Okkasionalismen zu Neologismen zu zählen,12 so beschreibt Kühn Okkasionalismen aus lexikologischer Sicht als den Teil der Neologismen, der nicht usuell wird und ohne im Sprachgebrauch langfristig aufgenommen zu werden, wieder verschwindet.13

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den stetigen Sprachwandel und die Rolle von Neologismen im literarischen sowie alltäglichen Kontext, wobei der Fokus auf Walter Moers’ Zamonien-Romanen liegt.

2. Definition Neologismen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Neologismus philologisch und grenzt ihn von Okkasionalismen ab, während es gleichzeitig verschiedene Wortbildungsmuster erläutert.

2.1 Über die Problematik und Funktion von Neologismen: Hier werden die Herausforderungen bei der Identifikation von Neologismen sowie deren Funktion für die Sprachentwicklung und als stilistisches Mittel analysiert.

2.2 Arten der Wortneubildung: Das Kapitel bietet einen systematischen Überblick über diverse Methoden der Wortneuschöpfung, darunter Komposition, Derivation und Reduplikation.

2.3 Zusammenfassung ‚Neologismus‘: Diese Sektion fasst die Kriterien zusammen, nach denen ein Wort als Neologismus eingestuft wird und skizziert den Prozess der Usualisierung.

3. Walter Moers als Autor: Dieses Kapitel gibt einen kurzen biografischen Einblick in das Leben von Walter Moers und ordnet ihn als zeitgenössischen deutschen Autor ein.

4. Ein kurzer Überblick: Walter Moers’ Zamonien und ‚Die Stadt der Träumenden Bücher‘: Hier wird der Schauplatz der Romane sowie der spezifische Handlungsrahmen des untersuchten Werks vorgestellt.

5. Möglichkeiten von Neologismen in „Das Trompaunenkonzert“, “Das Meer und die Leuchttürme” und “Das Orm”: Dieses zentrale Kapitel analysiert die konkreten Wortschöpfungen innerhalb dieser Episoden und deren Beitrag zur Weltenbildung.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit und verweist auf das Potenzial und die Bedeutung von Neologismen als Gestaltungsmittel für Fantasy-Literatur.

Schlüsselwörter

Neologismus, Walter Moers, Zamonien, Wortneubildung, Komposita, Literaturwissenschaft, Fiktion, Sprachwandel, Fantasy-Literatur, Die Stadt der träumenden Bücher, Wortschöpfung, Linguistik, Erzählprinzip, Lexikalisierung, Usualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Verwendung, Bedeutung und Struktur von Neologismen, also Wortneuschöpfungen, innerhalb von Walter Moers' Roman "Die Stadt der träumenden Bücher".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der theoretischen Fundierung der Neologismen und ihrer Arten der Wortneubildung stehen die Auswirkungen dieser Begriffe auf die Atmosphäre der fiktiven Welt „Zamonien“ im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Moers durch systematische Neologismen eine in sich schlüssige und authentische fremde Welt erschafft und welche Rolle dies für die Lesererfahrung spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die linguistische Definitionen von Neologismen auf die spezifischen Wortneubildungen im Text anwendet und deren Funktion interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition von Neologismen und eine textnahe Untersuchung von Wortbildungen (wie Komposita oder Kontaminationen) in ausgewählten Kapiteln des Romans.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Neologismus, Wortneubildung, Zamonien, Fantasy-Literatur, Authentizität, Sprachspiel und das Werk "Die Stadt der träumenden Bücher".

Warum ist das "Trompaunenkonzert" so zentral für die Arbeit?

Dieser Begriff dient als Paradebeispiel für die Art und Weise, wie Moers durch Kontamination und Komposition bestehendes Sprachmaterial nutzt, um ein neues, fiktives Instrument für den Leser greifbar zu machen.

Welche Bedeutung kommt dem Begriff "Das Orm" zu?

"Das Orm" wird als Beispiel für eine Wortschöpfung ohne kontextfreie Ableitungsmöglichkeit untersucht, die den Leser dazu zwingt, sich allein anhand des Klangs und der literarischen Beschreibung in die Welt des Autors einzufinden.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neologismen in Walter Moers' "Die Stadt der träumenden Bücher"
Hochschule
Universität Hamburg
Note
2,0
Autor
Yasmine Folkmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1320832
ISBN (PDF)
9783346807625
ISBN (Buch)
9783346807632
Sprache
Deutsch
Schlagworte
neologismen walter moers stadt bücher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yasmine Folkmann (Autor:in), 2021, Neologismen in Walter Moers' "Die Stadt der träumenden Bücher", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1320832
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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