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Instrumente zur Regulierung des Wohnungsmarkts

Titel: Instrumente zur Regulierung des Wohnungsmarkts

Akademische Arbeit , 2021 , 9 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

VWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In vielen deutschen Ballungsgebieten befindet sich der Wohnungsmarkt in einer sehr angespannten Lage. Als Reaktion hierauf verabschiedete die Regierung das Mietnovellierungsgesetz (MietNovG), auch bekannt unter dem Namen Mietpreisbremse. Dieses Gesetz ist seit dessen Einführung sehr umstritten. Es gibt auf der einen Seite Positionen, die behaupten, das Gesetz würde die Situation verschärfen. Auf der anderen Seite geht vielen das Gesetz nicht weit genug und fordern zusätzlichen Maßnahmen, die über die Mietpreisbremse hinaus gehen. In diesem Thesenpapier soll je eine These der beiden Seiten betrachtet und evaluiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 These 1: „Die Mietpreisbremse führt zu einer Minderung von Investitionsanreizen an Bestandsimmobilien“

2.2 These 2: „Eine progressive Mietsteuer auf Mieten über dem Marktpreisniveau führt zur Minimierung der Preissteigerung am Wohnungsmarkt“

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit evaluiert zwei regulatorische Instrumente zur Steuerung des deutschen Wohnungsmarktes: die Mietpreisbremse und eine progressive Mietsteuer, wobei die Auswirkungen auf Investitionsanreize und Preissteigerungen im Mittelpunkt stehen.

  • Analyse der Auswirkungen der Mietpreisbremse auf Investitionen in Bestandsimmobilien.
  • Methodischer Vergleich von Baugenehmigungen in den Zeiträumen vor und nach Einführung der Mietpreisbremse.
  • Kritische Untersuchung einer progressiven Mietsteuer als Alternative zu wohnungspolitischen Enteignungsforderungen.
  • Bewertung der Marktmechanismen und der Elastizität von Wohnraum hinsichtlich steuerlicher Instrumente.
  • Überprüfung der Wirksamkeit markteingreifender Maßnahmen in einem unvollkommenen Markt.

Auszug aus dem Buch

These 1: „Die Mietpreisbremse führt zu einer Minderung von Investitionsanreizen an Bestandsimmobilien“

Kernpunkt der Mietpreisbremse ist, dass Mietpreise bei Weiter- bzw. Neuvermietungen von Bestandswohnungen maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen dürfen. Von dieser Regelung sind Neubauten ausgeschlossen. Hierbei können Eigentümer:innen die Miete ohne Beschränkungen festlegen. (vgl. bpb 2015)

Diese These basiert auf der Annahme, dass durch die Deckelung der Mieten, Vermieter:innen von Bestandsimmobilien, Renovierungen und Instandhaltungsmaßnahmen schwerer refinanzieren können und damit diese zurückstellen.

Zuerst soll überprüft werden, ob es tatsächlich einen Rückgang der Investitionen in Bestandsimmobilien gab.

Hierfür ist zu beachten, dass die Mietpreisbremse erst gilt, wenn das Gesetz in den jeweiligen Länderverordnungen umgesetzt wurde. (vgl. bpb 2015)

In den meisten Bundesländern ist die Mietpreisbremse Ende 2015 / Anfang 2016 in Kraft getreten (vgl. www.haufe.de o. D.).

Unter Berücksichtigung dieser Tatsache werden zwei Zeiträume definiert: Zeitraum-Ante, welcher von 2010 bis einschließlich 2015 reicht und Zeitraum-Post, welcher die Jahre 2016 bis 2020 umfasst. Damit betrachtet Zeitraum-Ante die Jahre vor der Mietpreisbremse und Zeitraum-Post die Jahre in denen die Mietpreisbremse in Kraft ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die angespannte Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt dar und führt die Mietpreisbremse als politisches Instrument ein, dessen Wirkung kritisch hinterfragt werden soll.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in zwei Thesen, wobei zuerst die Investitionseffekte der Mietpreisbremse mittels Baugenehmigungszahlen analysiert und anschließend eine progressive Mietsteuer als alternative Steuerungsmöglichkeit auf ihre theoretische Wirksamkeit hin geprüft wird.

3. Fazit: Das Fazit bestätigt, dass die Mietpreisbremse Investitionen in Bestandsimmobilien hemmt, während die progressive Mietsteuer zwar überhöhte Mieten adressieren kann, ihre generelle preisdämpfende Wirkung jedoch aufgrund der Marktlage zweifelhaft bleibt.

Schlüsselwörter

Wohnungsmarkt, Mietpreisbremse, Mietsteuer, Investitionsanreize, Baugenehmigungen, Bestandsimmobilien, Mietnovellierungsgesetz, Marktmodell, Bestandswohnungen, Preissteigerung, unelastisches Gut, Vergleichsmietenrecht, Immobilienwirtschaft, Wohnraum, Angebots-Nachfrage-Verhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Thesenpapier grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch zwei wohnungspolitische Interventionen – die Mietpreisbremse und eine progressive Mietsteuer – und deren Einfluss auf den Immobilienmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Investitionsanreizen für Vermieter, der baulichen Dynamik an Bestandsgebäuden und der theoretischen Effektivität von Steuerinstrumenten bei Mietpreisüberhöhungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu evaluieren, ob die Mietpreisbremse tatsächlich Investitionen hemmt und ob eine progressive Mietsteuer als wirksames Mittel zur Senkung von Preissteigerungen am Mietmarkt fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse der Baugenehmigungszahlen vor und nach der Einführung der Mietpreisbremse sowie eine theoretische marktökonomische Herleitung zur Bewertung der Mietsteuer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil prüft zwei Thesen: Erstens die hemmende Wirkung der Mietpreisbremse durch Datenvergleich und zweitens die theoretische Machbarkeit und Wirksamkeit einer progressiven Mietsteuer auf Basis mikroökonomischer Marktmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wohnungsmarkt, Mietpreisbremse, Investitionshemmung, progressive Mietsteuer und Marktmechanismen sind die zentralen Begriffe der Arbeit.

Welche Auswirkung hat die Mietpreisbremse laut der Datenanalyse auf Bestandsimmobilien?

Die Analyse zeigt einen signifikanten Rückgang der Baugenehmigungen an bestehenden Gebäuden im Zeitraum nach Inkrafttreten der Mietpreisbremse im Vergleich zur Vorperiode.

Warum bezweifelt das Papier die Wirksamkeit der progressiven Mietsteuer auf dem Berliner Markt?

Aufgrund der Unelastizität von Wohnraum und der hohen Nachfrage besteht die Gefahr, dass Vermieter eine solche Steuer teilweise oder vollständig auf die Mieter umlegen oder die Knappheit des Wohnraums die beabsichtigte preisdämpfende Wirkung neutralisiert.

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Details

Titel
Instrumente zur Regulierung des Wohnungsmarkts
Hochschule
Hochschule München
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
9
Katalognummer
V1320892
ISBN (PDF)
9783346814098
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mietpreisbremse Wohnungsmarkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Instrumente zur Regulierung des Wohnungsmarkts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1320892
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Leseprobe aus  9  Seiten
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