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Die Teilzeitbeschäftigung - ideale Möglichkeit zur Vereinbarung von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit?

Título: Die Teilzeitbeschäftigung - ideale Möglichkeit zur Vereinbarung von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit?

Trabajo Escrito , 2007 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Svenja Fischbach (Autor)

Trabajo social
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Auf Grund von einer relativ dürftig ausgebauten Kinderbetreuung in Deutschland ist es nur selten der Fall, dass beide Elternteile ihrem Beruf unverändert weiter nachgehen können. Das Resultat sieht es fast immer folgend aus: Der Vater geht Vollzeit arbeiten und ist Hauptverdiener in der Familie. Die Mutter geht gleich nach Ablauf des Mutterschutzes, erst Monate oder auch Jahre später einer Teilzeitbeschäftigung nach. Den Rest der Zeit kümmert sie sich um Haushalt und Kinder.
Möchte sich die Frau nicht für den Rest ihres Lebens der Reproduktionsarbeit, also der unbezahlten Haus- und Familienarbeit widmen, bietet das Teilzeitmodell scheinbar die ideale Lösung zur Vereinbarung von Familien- und Erwerbsarbeit.
Beginnen werde ich meine Abhandlung mit einer Definition der Teilzeitbeschäftigung und mit einer Darstellung der drei Hauptformen der Teilzeitarbeit. Anschließend beschreibe ich die Entwicklung und Entstehung der Teilzeitarbeit seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland und erläutere zwei wichtige Merkmale der Teilzeitbeschäftigung: Der enorme Anstieg der geringfügigen Beschäftigungen und das Phänomen der enormen Ausweitung der Teilzeitarbeitsplätze im Dienstleistungssektor.
Mein Hauptteil konzentriert sich auf die wichtigsten Gründe der ArbeitgeberInnen, die Teilzeitbeschäftigung als Arbeitsmodell in ihrem Betrieben zu etablieren und die Motive der ArbeitnehmerInnen eine Arbeit im Teilzeitmodell einzugehen. Daraufhin stelle ich die negativen Aspekte dieses Beschäftigungsmodells aus der Sicht der Gewerkschaften sowie der ArbeitnehmerInnen heraus.
Da ich diese Hausarbeit im Rahmen des Moduls „Sozialpolitik, soziale Ungleichheit und Soziale Arbeit“ erstelle, gehe ich auch auf die soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ein.
Haben die meisten Frauen dieses Modell freiwillig gewählt oder wurde es ihnen aufgezwungen? Möchte die Mehrheit der Frauen ihr Leben der Haus- und Familienarbeit widmen oder fühlen sie sich an konservative Werte gebunden oder müssen sie sich den Erwartungen der Gesellschaft fügen? Können Teilzeitstellen die gleichen Bedingungen wie Vollzeitstellen erfüllen oder fördern sie die Geringschätzung von Frauenarbeit? Zementiert die Teilzeitbeschäftigung sogar das klassische Rollenverhalten? Auf diese Fragen werde ich in meiner Hausarbeit eingehen und versuchen eine Antwort zu finden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Teilzeitarbeit

2.1 Definition

2.2 Beschäftigungsformen der Teilzeitarbeit

2.2.1 Die verkürzte Vollzeitarbeit

2.2.2 Regelmäßige Halbtagsarbeit

2.2.3 Geringfügige Beschäftigung (auch Minijob)

3. Entstehung und Entwicklung der Teilzeitarbeit

3.1 Entstehung und Entwicklung der Teilzeitarbeit allgemein

3.2 Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung

3.3 Die Expansion der Teilzeitbeschäftigung im Dienstleistungssektor

4. Vorteile der Teilzeitarbeit

4.1 Gründe der ArbeitgeberInnen das Teilzeitmodell zu unterstützen

4.2 Gründe der ArbeitnehmerInnen eine Teilzeitbeschäftigung einzugehen

5. Kritik an der Teilzeitarbeit

5.1 Die Nachteile aus der Sicht der Gewerkschaften

5.2 Die Nachteile aus der Sicht der ArbeitnehmerInnen

6. Die Förderung der sozialen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern durch das Teilzeitmodell

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Teilzeitmodell eine angemessene Lösung für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit darstellt oder ob es soziale Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zementiert. Im Zentrum steht die kritische Analyse der Arbeitsbedingungen sowie der ökonomischen Auswirkungen auf Frauen.

  • Definition und Erscheinungsformen der Teilzeitarbeit
  • Historische Entwicklung und Ausweitung im Dienstleistungssektor
  • Nutzen und Motive aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht
  • Kritische Bewertung der arbeitsrechtlichen und sozialen Folgen
  • Zusammenhang zwischen Teilzeit und geschlechtsspezifischer Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Expansion der Teilzeitbeschäftigung im Dienstleistungssektor

„Die generelle Expansion der Teilzeitarbeitsplätze fand jedoch nicht über alle Berufsgruppen gleichermaßen verteilt statt.“ (Lauterbach 1994, 174) Unbedingt zu erwähnen ist, dass die Teilzeitarbeit so sehr an Bedeutung gewinnen konnte, weil im Dienstleistungssektor so viele Teilzeitarbeitsplätze geschaffen wurden. In diesem Bereich ist aktuell die Hälfte aller berufstätigen Frauen in Teilzeit angestellt.

Von Anfang an bis heute (60er Jahre) sind Teilzeitstellen, meist Arbeitsplätze mit unteren oder mittleren Qualifikationsniveau. Das ist wenig verwunderlich, weil im Vergleich zum primären und sekundären Sektor, hier extrem viele Teilzeitarbeitsplätze in Bereichen des Handels und Dienstleistung zu finden sind. Gerade diese Bereiche sind gekennzeichnet durch schlechte Arbeits- und Entlohnungsbedingungen, sowie schlechte arbeitsrechtlichen Bedingungen, wie z.B. in Gastronomiebetrieben, Hotels, Gebäudereinigungsfirmen oder im privaten Haushalt. 90% aller in Teilzeit beschäftigten Frauen sind im Dienstleistungssektor zu finden. (vgl. Lauterbach 1994, 179)

Diese Umstände hängen damit zusammen, dass sich das Modell der Teilzeit in diesen Bereichen anbietet. „Im Verkauf, im Gastgewerbe und in anderen Dienstleistungsbetrieben ist Teilzeitarbeit eine ideale Möglichkeit, um einen Personalhöchststand auf ein zeitliches Minimum zu begrenzen“. (Lauterbach 1994, 179) Das ist beispielsweise in Krankenhäusern und Altenheimen mit Nachtschichten sinnvoll. Dasselbe gilt für den Einzelhandel, wo die Öffnungszeiten weit über die Normalarbeitszeit hinaus gehen und manchmal sogar erst um 22 Uhr enden. Des weiteren ist hier die Gastronomie nicht zu vergessen, in der manchmal die ganze Nacht oder auch immer an Sonn- und Feiertagen gearbeitet wird. Hier muss Schichtdienst in Teilzeit eingesetzt werden. Der Dienstleistungssektor hat ebenso viele Arbeitsbereiche inne, die außerhalb der regulären Arbeitszeit liegen, wie z. B. Reinigungs und Wartungsarbeiten oder Warenanlieferungen. Hier ist Teilzeitarbeit gut einzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein und formuliert die Leitfrage der Arbeit.

2. Teilzeitarbeit: Dieses Kapitel definiert Teilzeit und differenziert zwischen verschiedenen Beschäftigungsformen wie verkürzter Vollzeit und geringfügiger Beschäftigung.

3. Entstehung und Entwicklung der Teilzeitarbeit: Es wird die historische Ausweitung der Teilzeitarbeit, insbesondere im Dienstleistungssektor und bei Minijobs, beleuchtet.

4. Vorteile der Teilzeitarbeit: Hier werden die Flexibilitätsvorteile für Arbeitgeber sowie die persönlichen Beweggründe der Arbeitnehmer zur Teilzeitaufnahme analysiert.

5. Kritik an der Teilzeitarbeit: Dieses Kapitel stellt die Bedenken von Gewerkschaften und Arbeitnehmern bezüglich prekärer Arbeitsverhältnisse und fehlender Absicherung dar.

6. Die Förderung der sozialen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern durch das Teilzeitmodell: Die Untersuchung zeigt auf, wie das Modell die klassische Rollenverteilung und ökonomische Abhängigkeit der Frau verstärkt.

7. Fazit: Das Fazit bewertet die Teilzeitarbeit als legitim, fordert aber eine strukturelle Neuverteilung der Erwerbsarbeit, um Chancengleichheit zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Teilzeitarbeit, Erwerbsarbeit, Reproduktionsarbeit, Soziale Ungleichheit, Familienpolitik, Ehegattensplitting, Dienstleistungssektor, Geringfügige Beschäftigung, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit, Flexibilisierung, Gewerkschaften, Arbeitnehmerrechte, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern das Teilzeitmodell eine angemessene Lösung für die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben bietet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definitionen von Teilzeit, deren historische Entwicklung, Motive der Beteiligten, kritische arbeitsrechtliche Aspekte sowie die Auswirkungen auf die Geschlechtergleichstellung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Bietet das Teilzeitmodell eine angemessene Lösung zur Vereinbarung von Erwerbs- und Familienarbeit, ohne dabei soziale Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu fördern?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse auf Basis von Statistiken und sozialwissenschaftlichen Studien zum Thema Teilzeitarbeit und Familienpolitik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Gründe für die Etablierung des Teilzeitmodells durch Arbeitgeber, die Motive der Arbeitnehmer sowie die negativen Aspekte aus Sicht der Gewerkschaften und betroffenen Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Teilzeitarbeit, Reproduktionsarbeit, soziale Ungleichheit, Vereinbarkeit und Geschlechterrollen charakterisieren.

Inwiefern spielt der Dienstleistungssektor eine Rolle für die Expansion der Teilzeitarbeit?

Der Sektor ist ausschlaggebend, da er aufgrund von Öffnungszeiten und Personalbedarf flexible Arbeitsmodelle benötigt, in denen heute ein Großteil der erwerbstätigen Frauen in Teilzeit arbeitet.

Welchen Einfluss hat das Ehegattensplitting auf die Beschäftigungssituation?

Das Ehegattensplitting wirkt steuerlich am stärksten, wenn ein Partner (meist der Mann) Vollzeit arbeitet und der andere (die Ehefrau) kein oder nur ein geringes Einkommen erzielt, was traditionelle Rollenmuster zementiert.

Warum kritisieren Gewerkschaften das Teilzeitmodell?

Gewerkschaften kritisieren, dass Teilzeit häufig zur Unterlaufung von Tarifverträgen genutzt wird und oft mit prekären Arbeitsbedingungen sowie mangelnder sozialer Absicherung einhergeht.

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Detalles

Título
Die Teilzeitbeschäftigung - ideale Möglichkeit zur Vereinbarung von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit?
Universidad
University of Applied Sciences Esslingen
Curso
Sozialpolitik, Soziale Ungleichheit und Soziale Arbeit
Calificación
1,0
Autor
Svenja Fischbach (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
15
No. de catálogo
V132130
ISBN (Ebook)
9783640381548
ISBN (Libro)
9783640381692
Idioma
Alemán
Etiqueta
Teilzeitbeschäftigung Möglichkeit Vereinbarung Erwerbs- Reproduktionsarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Svenja Fischbach (Autor), 2007, Die Teilzeitbeschäftigung - ideale Möglichkeit zur Vereinbarung von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132130
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