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Wann handeln Geschäftsführer mit ihren Unternehmensbeteiligungen? Eine systematische Literaturzusammenfassung

Titel: Wann handeln Geschäftsführer mit ihren Unternehmensbeteiligungen? Eine systematische Literaturzusammenfassung

Bachelorarbeit , 2022 , 56 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Felix Knoll (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit war es, durch eine systematische Literaturzusammenfassung herauszustellen, wie Geschäftsführer mit ihren Unternehmensbeteiligungen handeln und welche Motive sie dabei bewegen. Darüber hinaus sollte die Signalwirkung, die von dem Insiderhandel ausgeht, an den Finanzmärkten analysiert werden.

Die finanzielle Beteiligung von Geschäftsführern an ihrem Unternehmen ist nicht unumstritten. Zwar bieten sich Leistungsanreize von denen im Idealfall, Shareholder und Geschäftsführer gleichermaßen profitieren, jedoch kann eine hohe finanzielle Beteiligung am Unternehmen auch zu Machtmissbrauch oder Marktmanipulationen beitragen.

Um ein grundlegendes Verständnis der Thematik zu schaffen, wurde zunächst die Motivation hinter der Beteiligung der Geschäftsführung, sowie die Bewertung von Aktien und Optionen aufgegriffen. Darüber hinaus wurden zeitliche Restriktionen und die Signalwirkung des Insiderhandels theoretisch betrachtet. Zur Identifikation relevanter Literatur wurde die Datenbank Web of Science genutzt. Die Suchergebnisse wurden anhand einer zuvor gewählten Liste von 50 themenrelevanten, wissenschaftlichen Fachzeitschriften gefiltert. Insgesamt wurden 41 Forschungsbeiträge aus 13 Fachzeitschriften aufgegriffen. Die Literatur wurde anschließend nach Themenschwerpunkten gegliedert. Hierbei offenbarten sich aus der Literatur fünf Perspektiven: (1) Opportunismus der Geschäftsführer, (2) Risikoabsicherung, (3) Ausübung der Aktien-Optionen, (4) Handelszeitpunkte der Aktien und (5) Signalwirkung des Insiderhandels.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Fragestellung der Arbeit

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie

2.2 Bewertung von Aktien-Optionen

2.3 Laufzeit und Sperrfrist

2.4 Signalwirkung von Insiderhandel an den Kapitalmärkten

3. Methode

3.1 Methodik der Literatursuche

3.2 Ausschlusskriterien für Literatur

3.3 Einbezogene Quellen

4. Ergebnisse

4.1 Unternehmerisches Fehlverhalten und Opportunismus

4.2 Absicherung gegenüber unternehmensspezifischem Risiko

4.3 Ausübung von Aktien-Optionen

4.4 Handelszeitpunkte der Unternehmensbeteiligungen

4.5 Signalwirkung der Insider-Transaktionen

5. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

5.1 Diskussion

5.2 Fazit

5.3 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, systematisch zu untersuchen, zu welchen Zeitpunkten Geschäftsführer ihre Aktien-Optionen ausüben oder Unternehmensanteile veräußern und welche Motive ihr Handeln steuern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Analyse der Signalwirkung, die von diesen Insider-Transaktionen auf die Kapitalmärkte ausgeht.

  • Motivation und Entscheidungszeitpunkte von Geschäftsführern bei Aktien- und Optionsgeschäften.
  • Die Prinzipal-Agenten-Problematik im Kontext von Anreizsystemen.
  • Methodik der systematischen Literaturanalyse in der Management-Forschung.
  • Signalwirkung von Insiderhandel auf die Unternehmensbewertung und Aktienmärkte.
  • Rolle von regulatorischen Rahmenbedingungen (wie SOX) auf das Insider-Verhalten.

Auszug aus dem Buch

2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie

Schon Adam Smith merkte 1776 in seiner Arbeit „The Wealth of Nations“ an, dass die Besitzlage maßgeblich das Interesse und Handeln leitender Personen in Unternehmen beeinflusst.

„The trade of a joint stock company is always managed by a court of directors [...] The directors of such companies, however, being managers rather of other people's money than of their own, it cannot be expected, that they should watch over it with the same anxious vigilance with which the partners in a private copartnery frequently watch over their own“ - A. Smith (1776, S. 193)

Daraus ging eine zentrale Annahme bei der Vergütung von Geschäftsführern, die Prinzipal-Agenten-Theorie hervor (Bosse & Phillips, 2014; Garen, 1994). Sie stellt den Konflikt divergierender Interessen zwischen zwei Parteien dar, die miteinander arbeiten. Genauer noch, delegiert der Prinzipal seine Aufgaben an den eingestellten Agenten und dieser soll wertschöpfend für den Prinzipal arbeiten (Bosse et al. 2014, S. 2; Laffont & Martimort 2002, S. 32). Wenn die Theorie auf das Management großer Unternehmen bezogen wird, stellt sich folgendes Bild dar: Zunächst wird dem Geschäftsführer (Agent) dabei die Entscheidungskompetenz über die Firma, seitens der Eigenkapitalgeber (Prinzipal), vertraglich zugesichert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bedeutende Rolle der Geschäftsführung für den langfristigen Unternehmenserfolg und deren zunehmende Vergütung in Form von Aktien und Optionen.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipal-Agenten-Theorie, Bewertungsmechanismen von Aktien-Optionen, sowie die Bedeutung von Laufzeiten, Sperrfristen und der Signalwirkung von Insiderhandel.

3. Methode: Hier wird der systematische Ansatz zur Literaturrecherche in der Datenbank "Web of Science" sowie die Selektion der relevanten Publikationen basierend auf der FT-50 Liste dargelegt.

4. Ergebnisse: Der Hauptteil gliedert sich in fünf Perspektiven: Opportunismus der Geschäftsführung, Absicherung gegen Risiken, Ausübungsverhalten bei Optionen, Handelszeitpunkte und die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte.

5. Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Dieses abschließende Kapitel diskutiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Forschungsfragen, zieht ein Fazit zur Praxis der Insider-Transaktionen und gibt Ausblicke für künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Geschäftsführer, Aktien-Optionen, Insiderhandel, Prinzipal-Agenten-Theorie, Unternehmensbeteiligung, Motivation, Kapitalmarkt, Signalwirkung, Opportunismus, Risikoabsicherung, Diversifikation, Vergütung, Corporate Governance, Aktienmarkt, Management-Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert systematisch das Handelsverhalten von Geschäftsführern in Bezug auf ihre eigenen Unternehmensbeteiligungen und Aktien-Optionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Anreizstrukturen, dem opportunistischen Verhalten von Managern sowie der Signalwirkung, die Käufe und Verkäufe durch Insider auf den Aktienmarkt haben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist, Motive und Zeitpunkte für das Ausüben von Optionen bzw. den Verkauf von Aktien zu identifizieren und zu klären, wie diese Handlungen vom Markt interpretiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturzusammenfassung, bei der Forschungsergebnisse aus renommierten Fachzeitschriften (FT-50 Liste) analysiert und kategorisiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf Bereiche: Opportunismus, Risikoabsicherung, Ausübung von Aktien-Optionen, Handelszeitpunkte und die Signalwirkung der Transaktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Insiderhandel, Aktien-Optionen, Prinzipal-Agenten-Theorie und Signalwirkung.

Welche Rolle spielt die Prinzipal-Agenten-Theorie für die Arbeit?

Sie dient als theoretisches Fundament, um Interessenkonflikte zwischen Geschäftsführern (Agenten) und Anteilseignern (Prinzipale) zu erklären, insbesondere bei der Gestaltung von Vergütungsplänen.

Hat der Sarbanes-Oxley Act Auswirkungen auf das Insider-Verhalten?

Ja, das Gesetz erhöhte die Compliance-Anforderungen und erschwerte Manipulationen wie das Rückdatieren von Aktien-Optionen, führte jedoch teilweise zum Anstieg anderer Fehlverhalten.

Warum üben Geschäftsführer manchmal Optionen aus, die "Out of the Money" sind?

Forscher wie Fos und Jiang stellen fest, dass dies zur Erlangung von mehr Kontrolle oder Stimmrechten vor Aktionärsabstimmungen geschehen kann, auch wenn dies einen finanziellen Verlust bedeutet.

Wie reagiert der Kapitalmarkt typischerweise auf Insiderverkäufe?

Ein Verkauf durch Vorstandsmitglieder führt häufig zu einem (kurzfristigen) Fall des Aktienkurses, da der Markt dies als negatives Signal interpretiert.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wann handeln Geschäftsführer mit ihren Unternehmensbeteiligungen? Eine systematische Literaturzusammenfassung
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Lehrstuhl für Unternehmensführung)
Note
1,3
Autor
Felix Knoll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
56
Katalognummer
V1321664
ISBN (PDF)
9783346843043
ISBN (Buch)
9783346843050
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wann geschäftsführer unternehmensbeteiligungen eine literaturzusammenfassung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Knoll (Autor:in), 2022, Wann handeln Geschäftsführer mit ihren Unternehmensbeteiligungen? Eine systematische Literaturzusammenfassung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321664
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Leseprobe aus  56  Seiten
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