Im Zuge dieser Arbeit sollen die Auswirkungen des Klimawandels im Rahmen einer wissenschaftlich fundierten und auf Statistiken beruhenden regionalen Betrachtung überprüft werden. Da der Fokus hierbei auf der räumlichen und zeitlichen Veränderung der Niederschlagscharakteristika und dem regionalen Wasserhaushalt liegen soll, stellt besonders der Nordosten Deutschlands und hierbei das regionale Beispiel Brandenburgs ein äußerst interessanter Betrachtungsraum dar.
Eine zunächst makroskalige Betrachtungsebene des Wasserhaushaltes, der Wasserbilanz und der Ergiebigkeit der Grundwasservorkommen soll die Basis für die in den darauf folgenden Kapitel stattfindende tiefere Betrachtungsebene der möglichen klimatischen Auswirkungen schaffen und einen Vergleich mit anderen Regionen Deutschlands ermöglichen. Da es sich bei dem Klimasystem der Erde um ein nichtlineares System handelt, sind Aussagen über mögliche Entwicklungen nur über eine sogenannte Szenarienentwicklung möglich. Genau ein solches Klimamodell soll auch für die Untersuchung dieser Arbeit für die Region Brandenburg verwendet werden.
Eine abschließende Bewertung soll versuchen Antworten darauf zu geben, welche Tendenzen der Wasserhaushalt Brandenburgs derzeit aufweist, welche Folgen hierfür langfristig zu erwarten sind und ob es eventuelle Disparitäten innerhalb des untersuchten Gebietes hinsichtlich der Anfälligkeit für die Auswirkungen des Klimawandels gibt.
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
II. WASSERHAUSHALT DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
II.1 LANGJÄHRIGE WASSERBILANZ DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
II.2 RÄUMLICH-ZEITLICHE NIEDERSCHLAGSCHARAKTERISTIKA DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
II.3 ERGIEBIGKEIT DER GRUNDWASSERVORKOMMEN IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
III. AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS AM REGIONALEN BEISPIEL: BRANDENBURG
III.1 METHODENGRUNDLAGE
III.2 ÄNDERUNGEN DER NIEDERSCHLAGSCHARAKTERISTIKA
III.2.A ZEITLICHE ÄNDERUNGEN DER NIEDERSCHLAGSCHARAKTERISTIKA
III.2.B RÄUMLICHE ÄNDERUNGEN DER NIEDERSCHLAGSCHARAKTERISTIKA
III.2.C KURZZEITIGE DIREKTE FOLGEN DER RÄUMLICHEN UND ZEITLICHEN ÄNDERUNGEN DER NIEDERSCHLAGSCHARAKTERISTIKA
III.3 AUSWIRKUNGEN AUF DEN WASSERHAUSHALT
III.3.A GRUNDWASSERSTÄNDE BRANDENBURGS UNTER DEM DERZEITIGEN KLIMASTAND
III.3.B GRUNDWASSERSTÄNDE BRANDENBURGS UNTER DEM 1,4 K-KLIMAÄNDERUNGSSZENARIUM
IV. BEWERTUNG DER VULNERABILITÄT DER UNTERSUCHTEN REGION HINSICHTLICH DER AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf die räumlichen und zeitlichen Veränderungen der Niederschlagscharakteristika und den regionalen Wasserhaushalt in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Region Brandenburg. Ziel ist es, durch eine wissenschaftlich fundierte Analyse und den Vergleich mit anderen Regionen Deutschlands, Anhaltspunkte für die zukünftige Vulnerabilität und notwendige Anpassungsstrategien gegenüber den prognostizierten klimatischen Szenarien darzulegen.
- Analyse des Wasserhaushalts der Bundesrepublik Deutschland
- Untersuchung der räumlich-zeitlichen Niederschlagsvariabilität
- Bewertung der Ergiebigkeit von Grundwasservorkommen unter dem Einfluss aktueller und zukünftiger Klimabedingungen
- Einsatz von Klimamodellen und Szenarienentwicklung für die Region Brandenburg
- Ableitung von Vulnerabilitäten für den regionalen Wasserhaushalt
Auszug aus dem Buch
III.1 METHODENGRUNDLAGE
Das den folgenden Daten und Statistiken für die Studie des Potsdamer Institutes für Klimafolgenforschung zu Grunde liegende Szenario ist Teil des 2001 im Rahmen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC/ Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) ausgearbeiteten dritten Sachstandsberichts. Um die erwartende Klimaentwicklung im 21. Jahrhundert abschätzen zu können werden Mittels den Antriebskräften des Bevölkerungswachstums, ökonomische und soziale Entwicklungen, technologische Veränderungen, der Ressourcen-Verbrauch und das Umweltmanagement, unterschiedliche Emissionsszenarien erarbeitet.
Diese 40 möglichen Special Report on Emissions-Szenarien (SRES-Szenarien), sind den vier „Szenario-Familien“ A1, B1, A2 und B2 zuzuordnen (IPCC 2001). Für die Ermittlung der eventuellen Klimaentwicklung in der Region Brandenburg wurde von dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung als Basis das Szenario A1B (s. Abb. 6) ausgewählt, da im Rahmen der Studie zur klimatischen Entwicklung im Land Brandenburg nicht die Darstellung von Extremszenarien im Mittelpunkt stehen sollte, sondern die Aufgabe möglichst wahrscheinliche Aussagen treffen zu können (BADECK 2003).
Die Szenario-Familie A setzt ein rasches Wirtschaftswachstum, ein bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts anhaltendes und danach rückläufiges Bevölkerungswachstum und eine schnelle Einführung innovativer Technologien voraus. Die Unterkategorie B gibt hierbei die Annahme einer ausgewogenen Nutzung aller Energiequellen an (IPCC 2007). Demnach spiegelt dieses Szenario eine mittlere Entwicklung am ehesten wieder.
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINLEITUNG: Einleitende Problembeschreibung, die den Klimawandel als globale Herausforderung mit spezifischen Auswirkungen auf Deutschland und Brandenburg thematisiert.
II. WASSERHAUSHALT DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND: Analyse der langfristigen Wasserbilanz und der Grundwassersituation auf nationaler Ebene.
III. AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS AM REGIONALEN BEISPIEL: BRANDENBURG: Detaillierte Betrachtung der Niederschlagsänderungen und deren Folgen für den Wasser- und Grundwasserhaushalt basierend auf Klimaszenarien.
IV. BEWERTUNG DER VULNERABILITÄT DER UNTERSUCHTEN REGION HINSICHTLICH DER AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS: Synthese der Untersuchungsergebnisse zur Empfindlichkeit der Region gegenüber dem Klimawandel und Ausblick auf Anpassungserfordernisse.
Schlüsselwörter
Klimawandel, Wasserhaushalt, Niederschlag, Brandenburg, Grundwasser, Hydrologie, Klimaszenarien, SRES-Szenarien, Wasserbilanz, Anpassungsstrategien, Vulnerabilität, Starkregen, Verdunstung, regionale Klimaprojektionen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Auswirkungen des Klimawandels auf die Niederschlagsdynamik und den Wasserhaushalt mit einem spezifischen Fokus auf die Region Brandenburg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Kernthemen umfassen die zeitliche und räumliche Veränderung des Niederschlags, die Entwicklung der Grundwasserspiegel und die allgemeine Wasserbilanz unter verschiedenen Klimaszenarien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Basis, um die Vulnerabilität Brandenburgs gegenüber dem Klimawandel zu verstehen und fundierte Anpassungsstrategien zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es werden statistische Auswertungen realer Wetterdaten verwendet, die durch Klimamodelle und Szenarien des IPCC (insbesondere das A1B-Szenario) ergänzt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Makro-Analyse für Deutschland und eine mikro-regionale Analyse für Brandenburg, inklusive der Untersuchung verschiedener Klimafolgen für den Wasserhaushalt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Klimaszenarien, Niederschlagscharakteristika, Grundwasservorkommen und Vulnerabilitätsbewertung.
Warum wird gerade Brandenburg als Fallbeispiel angeführt?
Brandenburg gilt als besonders interessant, da es mit Niederschlagsmengen von unter 600 mm/Jahr zu den trockensten Regionen Deutschlands zählt und somit eine exponierte Lage im Klimawandel einnimmt.
Welche Rolle spielt das 1,4 K-Szenario für die Schlussfolgerungen der Autorin?
Das 1,4 K-Szenario dient als Modellbasis, um die wahrscheinlichen klimatischen Entwicklungen für die nächsten 50 Jahre in der Region Brandenburg zu projizieren und darauf basierend Handlungsbedarf aufzuzeigen.
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- Melissa Jarc (Autor), 2018, Auswirkungen des Klimawandels auf die Niederschlagscharakteristika und den regionalen Wasserhaushalt. Am Beispiel Brandenburgs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321792