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Der Einfluss westlicher Organisationen auf die japanische Arbeits- und Unternehmenskultur

Titel: Der Einfluss westlicher Organisationen auf die japanische Arbeits- und Unternehmenskultur

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Serdar Bedir (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Japan ist sowohl traditionell als auch wirtschaftich einzigartig. Trotz allem hat dieses Land, das sich viele Jahre bewusst kulturell vom Westen abgeschottet hat, einen Einfluss von westlichen Organisationen (Unternehmen, etc.) zu spüren bekommen. Das Bild des lang und unermüdlich arbeitenden Volkes gerät ins Wanken und die ständige und fortschreitende Globalisierung macht sich auch bei den traditionsbewussten Japanern bemerkbar. Diese Arbeit analysiert die Veränderung und den Einfluss, den die japanische Arbeits- und Unternehmensmentalität erfährt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Organisationen und Institutionen nach dem Neo-Institutionalismus

2.1 Das Wesen einer Organisation

2.2 Praktiken und Strukturen in westlichen Organisationen

3. Westliche und japanische Arbeitskulturen und -Strukturen

3.1 Japanische Eigenarten in der Wirtschaft

3.2 Beeinflussung der japanischen Wirtschaftswelt aus dem Westen vor dem Hintergrund des Begriffs der Isomorphie

3.2.1 Zwang

3.2.2 Imitation

3.2.3 Normativer Druck

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss westlicher Organisationen auf die japanische Arbeits- und Unternehmenskultur unter Anwendung der Theorie des Neo-Institutionalismus. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie japanische Strukturen durch externe Einflüsse und die Mechanismen der Isomorphie – Zwang, Imitation und normativer Druck – im Kontext einer globalisierten Wirtschaft transformiert werden.

  • Grundlagen der Organisationsstruktur nach dem Neo-Institutionalismus
  • Analyse westlicher Arbeitsplatzpraktiken und deren Einflussfaktoren
  • Charakteristika der japanischen Arbeitskultur unter dem Einfluss traditioneller Werte
  • Untersuchung der Isomorphie-Mechanismen im japanischen Kontext
  • Bewertung der Stabilität und Wirksamkeit dieser Anpassungsprozesse

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Zwang

Die zwangsweise Angleichung bzw. Anpassung der Struktur erfolgt in erster Linie durch Vorschriften, die vom Staat bestimmt werden und die Organisation zu einer Änderung ihres Denkens oder Handelns dröngen. Beispielsweise zwingt das hiesige Steuerrecht die Unternehmen zur Buchführung. Jedoch können neben formalen Bestimmungen und Vorgaben auch Wertvorstellungen in diesem Mechanismus der Isomorphie enthalten sein. Vorgaben, die beispielsweise auf die besondere Berücksichtigung von Minderheiten, wie Ausländer und körperlich Behinderte, oder Frauen in der Arbeitswelt und bei der gesellschaftlichen Teilhabe abzielen.

Ein aktuelles Beispiel ist die Regulierung bezüglich des Urlaubsanspruchs: In Japan liegt der Urlaubsanspruch im Schnitt zwischen 10 und 20 Tagen im Jahr. Tatsächlich nahmen die japanischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von den durchschnittlich 18,4 Tagen bezahlten Urlaub lediglich 8,8 Tage in Anspruch genommen. Die japanische Regierung versuchte, per Gesetz die Japanerinnen und Japaner dazu zu zwingen, mindestens fünf der ihnen zustehenden Urlaubstage nehmen, um so die Arbeitsüberlastung, das Stressniveau und die gesundheitlichen Folgen, die die Wirtschaft und das Gesundheitssystem insgesamt belasten, abzumildern. Des Weiteren hat der Oberste Gerichtshof in Japan in einem richtungsweisenden Urteil den Unternehmen Strafen angedroht, wenn sie keine Schutzmaßnahmen gegen zu viele Überstunden für ihre Angestellten ergreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet die fortschreitende Globalisierung und deren Auswirkungen auf die japanische Arbeitskultur und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss westlicher Organisationen.

2. Organisationen und Institutionen nach dem Neo-Institutionalismus: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Neo-Institutionalismus und beschreibt, wie westliche Unternehmenskulturen durch interne wie externe Faktoren geprägt sind.

3. Westliche und japanische Arbeitskulturen und -Strukturen: Analysiert spezifisch japanische Wirtschaftseigenarten und untersucht mittels der drei Isomorphie-Mechanismen die Anpassung der japanischen Arbeitswelt an westliche Standards.

4. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet den normativen Druck als nachhaltigsten Anpassungsmechanismus und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Neo-Institutionalismus, Japanische Arbeitskultur, Westliche Organisationen, Isomorphie, Zwang, Imitation, Normativer Druck, Globalisierung, Unternehmenskultur, Digitalisierung, Arbeitsbedingungen, Strukturwandel, Organisationssoziologie, Wirtschaftsethik, Leistungsgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der japanischen Arbeits- und Unternehmenskultur durch externe Einflüsse aus dem Westen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der Neo-Institutionalismus, japanische Traditionen im Wirtschaftsleben, westliche Managementpraktiken und die Mechanismen organisationaler Anpassung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, welchen Einfluss westliche Organisationen auf die japanische Arbeitswelt haben und wie sich diese Anpassungsprozesse theoretisch beschreiben lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Theorie des Neo-Institutionalismus, insbesondere das Konzept der Isomorphie nach DiMaggio und Powell, zur Analyse organisationaler Strukturen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die westlichen Strukturen, die japanischen kulturellen Besonderheiten sowie die drei Arten der Isomorphie – Zwang, Imitation und normativen Druck.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Neo-Institutionalismus, Isomorphie, Unternehmenskultur, Globalisierung und Arbeitsmoral.

Warum ist der normative Druck laut Autor besonders bedeutend?

Der Autor stuft den normativen Druck als indirekten, aber im Vergleich zu Zwang und Imitation als stabilsten und sichersten Prozess der kulturellen Angleichung ein.

Welche Rolle spielt die japanische Regierung bei der Anpassung?

Die Regierung fungiert als Regulator, der durch Gesetze (z.B. Urlaubsregelungen) versucht, starre traditionelle Strukturen aufzubrechen und gesellschaftliche Probleme wie Überarbeitung zu mindern.

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Details

Titel
Der Einfluss westlicher Organisationen auf die japanische Arbeits- und Unternehmenskultur
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld  (Wirtschaftsrecht)
Veranstaltung
Organisation und Management
Note
2,0
Autor
Serdar Bedir (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1321870
ISBN (PDF)
9783346803658
ISBN (Buch)
9783346803665
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unternehmenskultur Japan Westliche Organisation Neo-Institutionalismus Arbeitskultur Japan Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Serdar Bedir (Autor:in), 2020, Der Einfluss westlicher Organisationen auf die japanische Arbeits- und Unternehmenskultur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321870
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Leseprobe aus  16  Seiten
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