In der Hausarbeit wird die Thematik Entscheidungshilfen zur Unterstützung der partizipativen Entscheidungsfindung am Beispiel Mammakarzinom anhand eines fiktiven Fallbeispiels untersucht. Dabei wird der Schwerpunkt auf das Untersuchungsverfahren bzw. Screening-Programm Mammographie gelegt.
Im ersten Abschnitt der Hausarbeit wird ein fiktives Fallbeispiel vorgestellt. Anschließend wird das Vorgehen mittels einer systematischen Literaturrecherche skizziert. Im weiteren Verlauf wird das Krankheitsbild des Mammakarzinoms und die Brustkrebs-Früherkennung durch das Mammographie-Screening dargestellt. Folgend wird die Rolle der partizipativen Entscheidungsfindung in Bezug auf Brustkrebs beschrieben.
Im Anschluss wird der Nutzen von medizinischen Entscheidungshilfen abgebildet sowie zwei medizinische Entscheidungshilfen vorgestellt. Abschließend erfolgen die Diskussion und das Fazit.
Brustkrebs stellt die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland dar. Es gibt verschiedene medizinische Untersuchungsmethoden, um ein Mammakarzinom oder eine Krebsvorstufe zu diagnostizieren. Die Mammographie ist bis zum aktuellen Zeitpunkt die allgemein wirksamste Methode. Eine Entscheidung bezüglich der Behandlungsmethode sowie dem Wahrnehmen oder nicht Wahrnehmen einer medizinischen Maßnahme zu treffen, kann für Laien ohne medizinische Grundkenntnisse herausfordernd sein.
Betroffene müssen umfassend über Nutzen und Risiken aufgeklärt werden, um eine informierte Entscheidung treffen zu können. Die Basis einer informierten Entscheidung bilden evidenzbasierte Informationen. Laut einer Studie in Deutschland stehen 76 Prozent der befragten Frauen der Mammographie-Untersuchung grundsätzlich positiv gegenüber. Jedoch zeigen sich Wissensdefizite bezüglich der Risiken und dem Nutzen der Untersuchungsmethode.
Um Betroffene umfassend über das Untersuchungsverfahren Mammographie aufzuklären und folgend eine partizipative Entscheidungsfindung (PEF) gewährleisten zu können, sind medizinische Entscheidungshilfen sinnvoll.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Vorstellung Fallbeispiel
3 Literaturrecherche
4 Das Mammakarzinom
4.1 Krankheitsbild
4.2 Brustkrebs-Früherkennung durch das Mammographie-Screening
5 Partizipative Entscheidungsfindung
6 Medizinische Entscheidungshilfen
6.1 Medizinische Entscheidungshilfe zur Brustkrebs-Früherkennung von Härter
6.2 Faktenbox zur Brustkrebs-Früherkennung durch Mammographie-Screening
7 Diskussion
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Patienten effektiv bei der partizipativen Entscheidungsfindung (PEF) unterstützt werden können, insbesondere am Fallbeispiel des Mammakarzinoms, unter Berücksichtigung der Rolle von medizinischen Entscheidungshilfen.
- Grundlagen der partizipativen Entscheidungsfindung (Shared Decision Making)
- Krankheitsbild des Mammakarzinoms und diagnostische Verfahren
- Bedeutung und Limitationen des Mammographie-Screenings
- Evidenzbasierte Patienteninhalte und Entscheidungshilfen für Betroffene
Auszug aus dem Buch
4.1 Krankheitsbild
Brustkrebs stellt die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar. Männer können ebenfalls von der Erkrankung betroffen sein. Hauptsächlich kommt das Krankheitsbild jedoch bei der Frau vor. Die genauen Ursachen von Brustkrebs sind unklar. Es konnten jedoch schon einige Risikofaktoren identifiziert werden, welche einen begünstigten Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs haben (Vgl. DKH, 2022). Allgemein besteht ein Altersrisiko. Das bedeutet, dass das Risiko an Brustkrebs zu erkranken mit zunehmendem Alter steigt (Vgl. DKH, 2022). Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Frauen bei 64 Jahren (Vgl. DKG, 2017a). Laut der S3-Leitlinie, bewertet mit einer Evidenzstufe 2, stellt der wichtigste Risikofaktor das zunehmende Alter dar (Vgl. Leitlinienprogramm Onkologie (DKG, DKH, AWMF), 2021, S. 34). Das Rauchen stellt nicht nur für Lungenkrebs, sondern auch für Brustkrebs einen erheblichen Risikofaktor dar. Weibliche Hormone, wie beispielsweise Östrogen und Gestagen, können die Entstehung und Verbreitung von Krebszellen begünstigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Brustkrebsdiagnostik und die Relevanz der informierten Entscheidungsfindung.
2 Vorstellung Fallbeispiel: Darstellung einer fiktiven Patientin, die mit der Diagnoseeröffnung und dem Screening-Angebot konfrontiert wird.
3 Literaturrecherche: Beschreibung der systematischen Suche zur Gewinnung evidenzbasierter Informationen.
4 Das Mammakarzinom: Erörterung der biologischen Grundlagen, Risikofaktoren sowie der Screening-Methodik.
5 Partizipative Entscheidungsfindung: Erläuterung des Konzepts der "Shared Decision Making" im klinischen Behandlungsprozess.
6 Medizinische Entscheidungshilfen: Vorstellung konkreter Hilfsmittel zur Unterstützung der Patientenentscheidung bei Mammakarzinom.
7 Diskussion: Kritische Reflexion über den Informationsbedarf, Screening-Limitationen und Überdiagnosen.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der PEF als zentrales Instrument für eine patientenzentrierte Versorgung.
Schlüsselwörter
Brustkrebs, Mammakarzinom, Mammographie-Screening, Partizipative Entscheidungsfindung, Shared Decision Making, Entscheidungshilfen, Früherkennung, Patientenedukation, Evidenzbasierte Medizin, Onkologie, Patientenorientierung, Diagnose.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Patientinnen durch den Einsatz medizinischer Entscheidungshilfen bei einer partizipativen Entscheidungsfindung (PEF) zur Brustkrebs-Früherkennung unterstützt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen das Krankheitsbild des Mammakarzinoms, die Vor- und Nachteile des Mammographie-Screenings sowie die Bedeutung der evidenzbasierten Patienteninformation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Rolle von Entscheidungshilfen in der Arzt-Patient-Interaktion zu beleuchten und den Prozess zu identifizieren, der zu einer informierten Entscheidung führt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken sowie einer ergänzenden Handsuche auf etablierten Gesundheitsportalen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Krankheitsbild, die methodische Vorgehensweise zur Früherkennung sowie die verschiedenen Formen medizinischer Entscheidungshilfen im Vergleich dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Brustkrebs, Mammographie-Screening, Partizipative Entscheidungsfindung und patientenzentrierte Information.
Welche Rolle spielt das Mammographie-Screening bei Überdiagnosen?
Die Arbeit thematisiert kritisch, dass Screening-Programme trotz ihres Nutzens das Risiko von Überdiagnosen und falsch-positiven Ergebnissen bergen, was Betroffene stark verunsichern kann.
Warum ist die "Shared Decision Making" bei Brustkrebs entscheidend?
Weil bei Brustkrebserkrankungen heute meist mehrere Therapieoptionen bestehen, die das Leben der Frau massiv beeinflussen, weshalb persönliche Werte und Präferenzen gewichtet werden müssen.
- Quote paper
- Lore Krüger (Author), 2022, Partizipative Entscheidungsfindung bei einem Mammakarzinom. Unterstützung durch medizinische Entscheidungshilfen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321965