Betrachtet man den Verlauf der Geschichte, so lässt sich sagen, dass das Interesse, welches die heutige Gesellschaft für das Judentum zeigt eine noch nie vorhandene Popularität einnimmt. So wurden im Laufe der letzten Jahre zahlreiche Studieneingänge eingeführt und immer mehr Bücher zu dieser Thematik verfasst.
Das Leben der jüdischen Bevölkerung, das für uns immer noch etwas Befremdliches an sich hat, könnte mühelos mehrere Bücher umfassen.
Ich möchte mich aber in dieser Arbeit auf den Mittelpunkt jedes jüdischen Lebens, das Leben innerhalb der Familie, konzentrieren. Anhand meiner ausgewählten Sekundärliteratur möchte ich versuchen, das klassische Bild der jüdischen Familie zu skizzieren und typische Charakteristika aufzuzeigen.
Bei der Wahl meiner Primärquelle, welche den zweiten Teil meiner Arbeit darstellt, habe ich mich für „Die Memoiren der Glückel von Hameln“ entschieden. Glückel von Hameln berichtet in diesem Buch einerseits von ihrem Leben als Ehefrau, andererseits kommen aber auch immer wieder Ermahnungen und Botschaften hervor, die sie in ihrer Rolle als Mutter an ihre Kinder richtet. Fasziniert von dieser Vielfalt an Elementen, welche Glückel in diesem Buch zusammengefasst hat, habe ich mich dazu entschlossen, anhand ihres Lebens die Rolle der Mutter innerhalb der Familie zu untersuchen.
Schließlich möchte ich im dritten Teil meiner Arbeit eine Schlussbetrachtung vornehmen um einen Vergleich machen zu können, inwiefern sich die Primärquelle von der Sekundärliteratur unterscheidet bzw. gleicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Leben einer jüdischen Familie
- Die Rolle der Mutter (Quelle: Die Memoiren der Glückel)
- Schlussbetrachtung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Familienleben bei den Juden im Alten Reich, insbesondere mit der Rolle der Mutter. Sie analysiert die Memoiren der Glückel von Hameln, um Einblicke in die Lebenswelt und die Erziehungspraktiken jüdischer Frauen im 17. Jahrhundert zu gewinnen.
- Das Familienleben als zentraler Bestandteil der jüdischen Gesellschaft
- Die Rolle der Mutter in der Erziehung und im Haushalt
- Die Bedeutung von Tradition und Religion im Familienleben
- Die Herausforderungen und Chancen des Lebens als jüdische Frau im Alten Reich
- Der Vergleich zwischen den Memoiren der Glückel von Hameln und der Sekundärliteratur
Zusammenfassung der Kapitel
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Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas „Familienleben bei den Juden im Alten Reich“ dar und erläutert die Auswahl der Quellen und den Aufbau der Arbeit. Sie beleuchtet das wachsende Interesse an der jüdischen Geschichte und die Bedeutung der Familie als Mittelpunkt des jüdischen Lebens.
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Das Kapitel „Das Leben einer jüdischen Familie“ beschreibt die Besonderheiten des Familienlebens bei den Juden im Alten Reich. Es beleuchtet die enge Verbundenheit und Solidarität innerhalb der Familie, die Herausforderungen des Lebens in einer fremden Umgebung und die Bedeutung von Tradition und Religion.
Schlüsselwörter
Jüdisches Familienleben, Alte Reich, Glückel von Hameln, Memoiren, Mutterrolle, Erziehung, Tradition, Religion, Geschichte, Sekundärliteratur, Vergleich.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Glückel von Hameln?
Glückel von Hameln war eine jüdische Geschäftsfrau des 17. Jahrhunderts, die durch ihre Memoiren wertvolle Einblicke in das jüdische Familienleben und die Rolle der Frau im Alten Reich hinterließ.
Welche Rolle hatte die Mutter in einer jüdischen Familie des Alten Reichs?
Die Mutter war das Zentrum der Familie, verantwortlich für die religiöse Erziehung der Kinder, die Haushaltsführung und oft auch an den geschäftlichen Aktivitäten des Mannes beteiligt.
Warum ist die Familie im Judentum so zentral?
Die Familie gilt als der Ort, an dem Traditionen und der Glaube bewahrt werden, besonders in Zeiten, in denen das Leben in einer oft feindseligen Umgebung stattfand.
Was erfährt man aus Glückels Memoiren über die Erziehung?
Ihre Texte enthalten Ermahnungen und Botschaften an ihre Kinder, die zeigen, wie wichtig moralische Integrität und die Bindung an jüdische Werte waren.
Wie unterscheidet sich die Primärquelle von der Sekundärliteratur?
Die Memoiren bieten eine persönliche, subjektive Sicht auf den Alltag, während Sekundärliteratur oft ein verallgemeinertes, strukturelles Bild der jüdischen Gesellschaft skizziert.
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- Stefan Loidl (Author), 2008, Das Familienleben der Juden im Alten Reich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132261