Die Rechnungslegung von multinationalen Unternehmen, befinde sich schon seit längerer Zeit im Umbruch. Das Ziel seien, die internationalen Kapitalmärkte, an denen auch deutsche Unternehmen großes Interesse zeigen. Die Erreichung dieser Kapitalmärkte, würde u.a. durch die Aufstellung des Konzernabschlusses „nach internationalen Grundsätzen“ erleichtert. Die Abschlüsse von börsennotierten Unternehmen in der Europäischen Union, werden seit dem Jahr 2005, durch die „International Accounting Standards“ (IAS) und den „International Financial Reporting Standards“ (IFRS) aufgestellt. Ziel sei die Vergleichbarkeit der Unternehmensabschlüsse von kapitalmarktorientierten Unternehmen, um den Kapitalmarkt weltweit zu fördern und den Anlegerschutz zu verbessern. Aus diesem Grund sei „eine internationale Harmonisierung der externen Rechnungslegung“ notwendig. Neben der Pflicht zur Aufstellung für den Konzernabschluss, gebe es auch eine freiwillige Bilanzierung des Einzelabschlusses nach IFRS. Eine große Anzahl dieser Unternehmen, habe Immobilen in deren Bestand. Immobilien gelten auch als kapitalintensive Produkte. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass der Herstellungs- bzw. Vermarktungsprozess eine langfristige Angelegenheit darstellt. Die Probleme die Immobilien mit sich bringen, seien angeblich ihre Langlebigkeit und die kostenintensiven Umbaumaßnahmen. Auch die Vermarktungsdauer von Immobilien sei hierbei entscheidend länger, als bei anderen Vermögenswerten. Dennoch tragen Immobilien zur wirtschaftlichen Stabilität und Entwicklung bei, da sie einen wichtigen Bestandteil des Gesamtvermögens einer Volkswirtschaft darstellen. Die Problematik liegt dabei, in der Klassifizierung von Immobilien. Aus diesem Grund, muss die Klassifizierung bekannt sein und die bilanziellen Folgen bestimmt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Gründe für den Erwerb von Immobilien
- Immobilienbegriff und Klassifikation
- Immobilien als Vorräte
- Zur Veräußerung gehaltene Immobilien
- Abgrenzung zu im Bau befindlichen Immobilien
- Immobilien als Sachanlage gehalten
- Immobilien als Investition gehalten
- Leasing Verhältnisse
- Mischnutzung und Komponentenansatz
- Bewertungsmodelle von Immobilien nach IAS 16 und IAS 40
- Neubewertungsmodel
- Zusammenfassung
- Anhang
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Bewertung von Immobilien nach IFRS/IAS. Sie beleuchtet die verschiedenen Gründe für den Erwerb von Immobilien, die Klassifizierung und Bewertung dieser Vermögenswerte, sowie die relevanten Bewertungsmodelle nach den internationalen Rechnungslegungsstandards.
- Klassifizierung und Definition von Immobilien nach IFRS/IAS
- Bewertung von Immobilien nach IAS 16 und IAS 40
- Das Neubewertungsmodell für Immobilien
- Die Bedeutung der Immobilienbewertung für die Finanzberichterstattung
- Die Auswirkungen von IFRS/IAS auf die Immobilienbewertungspraxis
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz der Immobilienbewertung im Kontext internationaler Rechnungslegungsstandards dar. Sie beleuchtet die Bedeutung der IFRS/IAS für die Vergleichbarkeit von Unternehmensabschlüssen und die Notwendigkeit einer international harmonisierten Rechnungslegung im Bereich Immobilien.
Das Kapitel "Die Gründe für den Erwerb von Immobilien" behandelt verschiedene Arten von Immobilien und deren Klassifizierung nach IFRS/IAS. Es analysiert die unterschiedlichen Motive für den Erwerb von Immobilien, wie z.B. die Nutzung als Anlagevermögen, zur Veräußerung oder als Sachanlage.
Das Kapitel "Bewertungsmodelle von Immobilien nach IAS 16 und IAS 40" befasst sich mit den verschiedenen Bewertungsmodellen für Immobilien, die im Rahmen der IFRS/IAS Anwendung finden. Es untersucht die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle und deren Einsatzmöglichkeiten in der Praxis.
Das Kapitel "Neubewertungsmodel" beschäftigt sich mit dem spezifischen Neubewertungsmodell für Immobilien, das in bestimmten Fällen im Rahmen der IFRS/IAS zur Anwendung kommen kann. Es erläutert die Voraussetzungen und die Folgen der Anwendung dieses Modells.
Schlüsselwörter
Immobilienbewertung, IFRS/IAS, IAS 16, IAS 40, Neubewertungsmodell, Sachanlage, Anlagevermögen, Veräußerungsabsicht, Rechnungslegung, Finanzberichterstattung, internationale Harmonisierung, Vergleichbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Warum müssen Unternehmen Immobilien nach IFRS/IAS bewerten?
Börsennotierte Unternehmen in der EU sind seit 2005 verpflichtet, Konzernabschlüsse nach internationalen Standards aufzustellen, um die weltweite Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Was ist der Unterschied zwischen IAS 16 und IAS 40?
IAS 16 regelt die Bilanzierung von Sachanlagen (selbst genutzte Immobilien), während IAS 40 für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (zur Erzielung von Mieten oder Wertsteigerung) gilt.
Wie werden Immobilien als Vorräte nach IFRS klassifiziert?
Immobilien, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Verkauf bestimmt sind, werden als Vorräte eingestuft.
Was versteht man unter dem Neubewertungsmodell?
Es ist eine Methode, bei der Vermögenswerte regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet werden, anstatt sie nur zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren.
Welche Rolle spielt der Komponentenansatz bei der Immobilienbewertung?
Beim Komponentenansatz werden wesentliche Teile einer Immobilie mit unterschiedlicher Nutzungsdauer (z.B. Dach, Heizung) separat abgeschrieben.
- Citar trabajo
- Thomas Majer (Autor), 2013, Die Bewertung von Immobilien nach IFRS/IAS, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1322613