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Die Rolle des Spiels in der kindlichen Entwicklung

Titel: Die Rolle des Spiels in der kindlichen Entwicklung

Hausarbeit , 2008 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ulla Nachtigall (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Andreas Flitner bezeichnet Spielen als „elementaren Ausdruck kindlichen Lebens“ (Flitner 1996, Coverrückseite) und es ist festzustellen, dass schon seit jeher in allen Kulturkreisen gespielt wurde. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass das Spiel eine Rolle in der kindlichen Entwicklung haben muss.
In dieser Arbeit möchte ich dem Phänomen „Spiel“ näher auf den Grund gehen und danach seine Rolle in der Entwicklung des Kindes vorstellen.
Dazu gehe ich zunächst auf einige Spieltheorien ein und komme auf die Merkmale des Spiels nach Hans Scheuerl zu sprechen. Diese Betrachtungsweise ist notwendig für eine Definition – vielleicht sollte ich besser sagen einen: Definitionsversuch .
Einen wesentlichen Teil der Arbeit stellen auch die Arten von Spielen in der Reihenfolge der kindlichen Entwicklung nach Jean Piaget dar.
Zuletzt werde ich auf das Verhältnis von Spielen und Lernen eingehen. Dabei wird sich herausstellen, dass es durchaus geteilte Meinungen zu diesem Thema gibt. Es werden am Schluss die Lernbereiche dargestellt, auf die das Spiel eine nicht zu unterschätzende Rolle hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1 Spieltheorien

2.1.1 Spieltheorien in der Antike

2.1.2 Spieltheorien in der Aufklärung, Klassik und Romantik

2.1.3 Spieltheorien im 19. Jahrhundert

2.1.4 Neuere Spieltheorien

2.2 Merkmale des Spiels nach Hans Scheuerl

2.2.1 Das Moment der Freiheit

2.2.2 Das Moment der inneren Unendlichkeit

2.2.3 Das Moment der Scheinhaftigkeit

2.2.4 Das Moment der Ambivalenz

2.2.5 Das Moment der Geschlossenheit

2.2.6 Das Moment der Gegenwärtigkeit

2.3 Eigener Definitionsansatz

3. Formen des Spiels in ihrer Reihenfolge in der kindlichen Entwicklung

3.1 Das Übungsspiel

3.2 Das Symbolspiel

3.3 Das Regelspiel

4. Spielen und Lernen

4.1 Zum Verhältnis zwischen Spielen und Lernen

4.2 Lernbereiche, die im Spiel besonders gut gefördert werden können

4.2.1 Sozialverhalten

4.2.2 Wahrnehmung und Geschicklichkeit

4.2.3 Ausdrucksfähigkeit

4.2.4 Phantasie und Kreativität

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen des Spiels in seiner Bedeutung für die kindliche Entwicklung. Dabei wird analysiert, wie sich das Spiel theoretisch definieren lässt, welche Rolle es in verschiedenen Entwicklungsstufen spielt und wie das Verhältnis zwischen kindlichem Spiel und institutionalisiertem Lernen zu bewerten ist.

  • Historische Entwicklung von Spieltheorien
  • Merkmale des Spiels nach Hans Scheuerl
  • Phasen des Spiels nach Jean Piaget
  • Zusammenhang zwischen Spielen und kognitiver Entwicklung
  • Förderpotenziale des Spiels in verschiedenen Lernbereichen

Auszug aus dem Buch

2.2 Merkmale des Spiels nach Hans Scheuerl

Hans Scheuerl hat anhand der bis 1950 vorliegenden Spieltheorien folgende Merkmale des Spiels hervorgehoben:

2.2.1 Das Moment der Freiheit

Scheuerl sieht das Moment der Freiheit des Spiels so: „Spiel ist frei vom Zwang unbändig drängender Triebe, frei von [….] Nötigungen des Instinkts. Es ist frei von den Bedürfnissen des Daseinskampfes […]. Es ist frei von Verantwortung und Konsequenzen“ (Scheuerl 1994, S. 69). Er weißt daraufhin, dass es zwar im Spiel Regeln und Vorschriften gibt, dass es aber dennoch nach außen hin frei ist. Damit ein Spiel gelingen kann, muss sich das Kind allein auf das Spiel konzentrieren und die Welt um sich herum vergessen können.

2.2.2 Das Moment der inneren Unendlichkeit

Das Moment der inneren Unendlichkeit des Spiels beschreibt er so, dass das Spiel auf „Ewigkeit“, „Ausdehnung“ und „ständiger Selbstwiederholung“ ausgelegt ist (Scheuerl 1994, S. 72). Nur äußere Umstände, wie das unerbitterliche Rufen der Mutter zum Mittagessen, können das Spiel unterbrechen. Er räumt ein, dass es durchaus einen Trieb im Spiel gibt, ich nenne ihn Spieltrieb, der aber nicht „gesättigt“ (Scheuerl 1994, S. 73) werden kann. Mit dem Moment der inneren Unendlichkeit ist quasi gemeint, dass der Mensch, wäre er frei von jeglichen Zwängen und Bedürfnissen, fortwährend spielen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Spiels als elementaren Ausdruck kindlichen Lebens ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung von Spieltheorien bis hin zu pädagogischen Aspekten.

2. Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel arbeitet durch einen historischen Abriss verschiedener Spieltheorien und die Analyse der Merkmale nach Hans Scheuerl einen eigenen Definitionsansatz heraus.

3. Formen des Spiels in ihrer Reihenfolge in der kindlichen Entwicklung: Unter Bezugnahme auf Piaget werden die Entwicklungsstadien des Übungs-, Symbol- und Regelspiels differenziert dargestellt.

4. Spielen und Lernen: Es wird kritisch hinterfragt, ob Spielen und Lernen vereinbar sind, und dargelegt, welche spezifischen Lernbereiche wie Sozialverhalten und Kreativität durch das Spiel gefördert werden können.

5. Schlussbemerkung: Die Autorin fasst zusammen, dass das Spiel nicht instrumentalisiert werden sollte, da es in seiner Spontaneität eine essenzielle Form kindlicher Weltaneignung und Persönlichkeitsentwicklung darstellt.

Schlüsselwörter

Spieltheorie, Kindliche Entwicklung, Hans Scheuerl, Jean Piaget, Spielpädagogik, Übungsspiel, Symbolspiel, Regelspiel, Spielen und Lernen, Sozialverhalten, Phantasie, Kreativität, Weltaneignung, Spieltrieb, Pädagogisches Handeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wesen des kindlichen Spiels, dessen theoretische Fundierung sowie dessen Bedeutung für die kognitive und soziale Entwicklung des Kindes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören Spieltheorien, die Merkmale des Spiels nach Hans Scheuerl, die Entwicklungsphasen nach Piaget sowie das komplexe Verhältnis von freiem Spiel und institutionalisiertem Lernen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Phänomen „Spiel“ in seiner Vielfalt zu definieren und aufzuzeigen, warum es eine unverzichtbare Rolle in der kindlichen Entwicklung einnimmt, ohne dabei als reines pädagogisches Lerninstrument missbraucht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse verschiedener pädagogischer und entwicklungspsychologischer Fachquellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Spieltheorien und Scheuerls Merkmale des Spiels erläutert, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der kindlichen Spielformen (Übungs-, Symbol- und Regelspiel) sowie einer Diskussion über den pädagogischen Nutzen des Spiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Spieltheorie, kindliche Entwicklung, Piaget, Scheuerl, Spielpädagogik, Sozialverhalten und Kreativität.

Wie definiert Hans Scheuerl das Spiel?

Scheuerl definiert das Spiel durch wesentliche Merkmale wie Freiheit von Zwängen, innere Unendlichkeit, Scheinhaftigkeit, Ambivalenz, Geschlossenheit und Gegenwärtigkeit.

Welche Bedeutung haben Symbolspiele für die Entwicklung?

Symbolspiele ermöglichen dem Kind, Erlebtes zu verarbeiten, neue Problemlösungsansätze zu entwickeln und durch Rollenwechsel die eigene Perspektive sowie soziale Kompetenzen zu erweitern.

Warum warnt die Autorin vor der Instrumentalisierung des Spiels?

Die Autorin argumentiert, dass das Spiel seine Spontaneität und Zweckfreiheit bewahren sollte, um als Ausdruck kindlichen Lebens wirksam zu bleiben, statt es lediglich als didaktisches Werkzeug für Lernziele zu nutzen.

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Details

Titel
Die Rolle des Spiels in der kindlichen Entwicklung
Hochschule
Universität Augsburg  (Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Pädagogik)
Veranstaltung
Grundformen pädagogischen Handelns
Note
1,0
Autor
Ulla Nachtigall (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V132269
ISBN (eBook)
9783640383467
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rolle Spiels Entwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ulla Nachtigall (Autor:in), 2008, Die Rolle des Spiels in der kindlichen Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132269
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Leseprobe aus  16  Seiten
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