Welchen Beitrag will die musikalische Früherziehung zur musikalischen Bildung des Kindes leisten? Setzt sie dieses Ziel um? Wie kann „gute“ musikalische Früherziehung praktisch erfolgen? Diesen Fragen stellt sich die folgende Ausarbeitung.
Die musikalische Früherziehung soll als eine Möglichkeit der frühkindlichen musikalischen Förderung dargestellt und kritisch diskutiert werden.
Im ersten Teil der Arbeit sollen die Grundlagen geklärt werden:
Hierzu werden zunächst die Begrifflichkeiten geklärt bzw. verschiedene Definitionen von musikalischer Früherziehung vorgestellt. Es folgt ein kurzer historischer Abriss über die Entwicklung der musikalischen Früherziehung sowie eine Darstellung die Entwicklungsphasen der Kinder und deren Wahrnehmungspotentiale in der jeweiligen Phase.
Im zweiten Teil soll dargestellt werden, wie musikalische Früherziehung praktisch aussieht. Hierzu wird zur allgemeinen Übersicht über Möglichkeiten und Methoden das Lernmodell Music Learning Theory von Edwin E. Gordon herangezogen. Beispielhaft wird die praktische Umsetzung musikalischer Früherziehung daraufhin an zwei Eltern-Kind-Gruppen sowie einiger Beispiele von verschiedenen Angeboten an Musikschulen und einer Unterrichtsstunde für Vorschulkinder gezeigt.
Im letzten Teil sollen kurz die Auswirkungen musikalischer Früherziehung unter Einbeziehung von Expertenmeinungen diskutiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Grundlagen
1.1 Warum musikalische Früherziehung?
1.2 Entwicklungsphasen und Wahrnehmungspotentiale
1.3 Definition und Begrifflichkeit
1.4 Geschichte musikalischer Früherziehung
2 Theorie und Praxis
2.1 Music Learning Theory nach Edwin E. Gordon
2.2 Musikalische Früherziehung in der Praxis
3 Schlussfolgerungen
3.1 Auswirkung von musikalischer Früherziehung
3.2 Fazit
4 Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der musikalischen Früherziehung für die ganzheitliche Entwicklung des Kindes und analysiert, wie diese durch verschiedene musikpädagogische Ansätze in der Praxis umgesetzt werden kann.
- Grundlagen und historische Entwicklung der musikalischen Früherziehung
- Die Bedeutung von Wahrnehmungspotentialen in verschiedenen Entwicklungsphasen
- Vergleich verschiedener musikpädagogischer Konzepte (u.a. Music Learning Theory)
- Die Rolle der Eltern-Kind-Interaktion bei der musikalischen Bildung
- Kritische Reflexion über die Auswirkungen musikalischer Förderung auf die kindliche Entwicklung
Auszug aus dem Buch
1.1 Warum musikalische Früherziehung?
Kinder sollen möglichst früh an Musik herangeführt werden, da dies positive Einflüsse auf ihre weitere Entwicklung habe. So wirbt die Kreisjugendmusikschule im Landkreis Stade damit, dass „im Unterricht (...) Kreativität, die Persönlichkeitsbildung und das Sozialverhalten der Kinder im gemeinsamen Spielen und Musizieren gefördert [werden]“.
Nadia´s Musikschule in Rüsselsheim geht sogar noch einen Schritt weiter: Sich auf einen Artikel des Hamburger Professors Asmus J. Hintz stützend werben sie damit, dass „es (...) einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Instrumentalspiel und der kognitiven Entwicklung [gibt], einem wichtigen Aspekt der Intelligenz. Intensive Beschäftigung mit Musik und das aktive Musizieren fördern Persönlichkeitseigenschaften und Verhaltensweisen wie Ausdauer, Stetigkeit, Zuverlässigkeit, Konzentration, Aufeinandereinlassen, Selbsterfahrung, kritische Distanz zum eigenen Spiel.“
Die Yamaha Musikschule Henneberger zitiert den selben Professor auf ihrer Internetseite, wirbt aber mit einem Zeitungsartikel aus „Welt am Sonntag“, in dem Professor Asmus J. Hintz die positive Auswirkung von Musik auf die Intelligenz der Kinder konstatiert: „Neurologen und Musikpädagogen wissen das längst, aber jetzt ist die intelligenzfördernde Wirkung von Musik durch US-Studien auch wissenschaftlich belegt.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für musikalische Früherziehung, betrachtet die kindlichen Entwicklungsphasen, definiert den Fachbegriff und zeichnet die historische Entwicklung nach.
2 Theorie und Praxis: Hier werden theoretische Modelle, insbesondere die Music Learning Theory von Edwin E. Gordon, vorgestellt und deren konkrete Anwendung in der musikpädagogischen Praxis gegenübergestellt.
3 Schlussfolgerungen: Das Kapitel reflektiert wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen der musikalischen Früherziehung auf die kindliche Entwicklung und zieht ein Fazit über die Rolle der Musik im Alltag des Kindes.
4 Quellen: Eine Auflistung der verwendeten Literatur, Online-Ressourcen und Internetseiten, die der Recherche der Arbeit dienten.
Schlüsselwörter
Musikalische Früherziehung, Kindesentwicklung, Musikpädagogik, Music Learning Theory, Edwin E. Gordon, Instrumentalspiel, Kognitive Entwicklung, Kreativität, Sozialverhalten, Frühkindliche Bildung, Musikalische Wahrnehmung, Eltern-Kind-Gruppe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der musikalischen Früherziehung für die frühkindliche Entwicklung und untersucht, wie Musik gezielt als Bildungsangebot eingesetzt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die musikpädagogischen Grundlagen, die kindliche Wahrnehmungsentwicklung, theoretische Lernmodelle und die praktische Umsetzung in verschiedenen Musikschulkonzepten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welchen Beitrag musikalische Früherziehung zur Gesamtentwicklung des Kindes leisten kann und wie eine kindgerechte Vermittlung in der Praxis gelingt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine fundierte Literatur- und Dokumentenanalyse bereits bestehender Studien, Konzepte und musikpädagogischer Abhandlungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung spezifischer Lehransätze wie der Music Learning Theory und eine kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Arbeit in Eltern-Kind-Gruppen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind musikalische Früherziehung, kindliche Entwicklung, Musikpädagogik, kognitive Förderung und Eltern-Kind-Interaktion.
Wie unterscheidet sich die "Music Learning Theory" von anderen Ansätzen?
Dieser Ansatz nach Edwin E. Gordon legt einen besonderen Schwerpunkt auf das Verständnis musikalischer Zusammenhänge ähnlich wie beim Spracherwerb, wobei die Rolle der Lehrperson und die aktive Teilhabe des Kindes im Vordergrund stehen.
Welchen Einfluss hat das familiäre Umfeld auf die musikalische Früherziehung?
Die Arbeit betont, dass musikalische Früherziehung als Angebot des Elternhauses verstanden werden sollte und ohne die Einbindung und das Engagement der Eltern in der häuslichen Umgebung nur schwer nachhaltigen Erfolg haben kann.
- Quote paper
- Sara Müller (Author), 2008, Musikalische Früherziehung. Methoden und Wirkung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132291