„The East Asian Miracle“ (Weltbank 1993) drückt die Erfüllung eines südostasiatischen Wunders aus. Diese Publikation der Weltbank mit dem Ziel die Wirtschaftsentwicklung Ostasiens von 1970 bis 1990 zu untersuchen und die zielführenden Wirtschaftspolitiken zu erläutern, wurde zum Standardwerk über wirtschaftliche Entwicklung Ostasiens. Das Paradebeispiel nachholender Wirtschaftsentwicklung von Entwicklungsländern hinzu Industrienationen bekam dennoch im ausgehenden 20. Jahrhundert durch die Asienkrise einen Einschnitt. Niemand, nicht einmal die Weltbank oder der Internationale Währungsfond, hielten eine solche Krise im Wachstumszentrum der Weltwirtschaft zu diesem Zeitpunkt für möglich. Im beginnenden 21. Jahrhundert müssen die Südostasiatischen Tigerstaaten die Nachwirkungen der Krise verkraften und neues Wachstum generieren.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, einen theoretischen Einblick in die Indikatoren zum wirtschaftlichen Wachstum zu geben. Das eingeführte Wissen soll im zweiten Teil der Arbeit auf das empirische Problem der Wirtschaftsentwicklung in der Wachstumsregion Südostasiens angewandt werden. Der Betrachtungsraum ist mit den Staaten Südkorea, Thailand, Indonesien, Malaysia, Singapur und Hongkong eingegrenzt. Vorgegangen wird in einer chronologischen Darstellung.
Folglich liegt dieser Hausarbeit die Fragestellung zugrunde, inwiefern mit Indikatoren wirtschaftliches Wachstum gemessen und greifbar gemacht werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Wachstum?
3. Wachstums- und Wirtschaftsindikatoren
3.1 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
3.2 Pro-Kopf-Einkommen
3.3 Zur Kritik an der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und Wachstumsindikatoren
3.4 Exportquote / Welthandelsanteile
3.5 Leistungsbilanzsalden
4. Wirtschaftliche Entwicklung Südostasiens
4.1 Beständiges Wachstum 1970 – 1996
4.2 Asienkrise 1997 – 2000
4.3 Auf neuen Wachstumspfaden 2000 – 2007
5. Fazit
6. Literaturliste
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Messbarkeit wirtschaftlichen Wachstums in den südostasiatischen Tigerstaaten unter Verwendung spezifischer Wirtschaftsindikatoren und analysiert deren Entwicklung sowie die Auswirkungen der Asienkrise im Zeitraum von 1970 bis 2007.
- Theoretische Grundlagen von Wachstums- und Wirtschaftsindikatoren
- Empirische Analyse der Wirtschaftsentwicklung in Südostasien
- Kritische Reflexion der Aussagekraft ökonomischer Kennzahlen
- Einfluss der Asienkrise (1997–2000) auf die regionale Wirtschaftsstruktur
- Zukunftsperspektiven und Wachstumspfade im neuen Jahrtausend
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
„The East Asian Miracle“ (Weltbank 1993) drückt die Erfüllung eines südostasiatischen Wunders aus. Diese Publikation der Weltbank mit dem Ziel die Wirtschaftsentwicklung Ostasiens von 1970 bis 1990 zu untersuchen und die zielführenden Wirtschaftspolitiken zu erläutern, wurde zum Standardwerk über wirtschaftliche Entwicklung Ostasiens. Das Paradebeispiel nachholender Wirtschaftsentwicklung von Entwicklungsländern hinzu Industrienationen bekam dennoch im ausgehenden 20. Jahrhundert durch die Asienkrise einen Einschnitt. Niemand, nicht einmal die Weltbank oder der Internationale Währungsfond, hielten eine solche Krise im Wachstumszentrum der Weltwirtschaft zu diesem Zeitpunkt für möglich. Im beginnenden 21. Jahrhundert müssen die Südostasiatischen Tigerstaaten die Nachwirkungen der Krise verkraften und neues Wachstum generieren.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, einen theoretischen Einblick in die Indikatoren zum wirtschaftlichen Wachstum zu geben. Das eingeführte Wissen soll im zweiten Teil der Arbeit auf das empirische Problem der Wirtschaftsentwicklung in der Wachstumsregion Südostasiens angewandt werden. Der Betrachtungsraum ist mit den Staaten Südkorea, Thailand, Indonesien, Malaysia, Singapur und Hongkong eingegrenzt. Vorgegangen wird in einer chronologischen Darstellung.
Folglich liegt dieser Hausarbeit die Fragestellung zugrunde, inwiefern mit Indikatoren wirtschaftliches Wachstum gemessen und greifbar gemacht werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das wirtschaftliche „Wunder“ Ostasiens, den Einschnitt durch die Asienkrise und definiert das Ziel der Arbeit, Indikatoren zur Messung von Wachstum theoretisch zu fundieren und empirisch auf die Tigerstaaten anzuwenden.
2. Was ist Wachstum?: Das Kapitel definiert Wirtschaftswachstum als prozentuale Zunahme einer wirtschaftlichen Größe im Zeitablauf und führt die grundlegende Formel sowie den Bezug zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ein.
3. Wachstums- und Wirtschaftsindikatoren: Hier werden zentrale ökonomische Kennzahlen wie das BIP, das BNE und die Exportquote erläutert sowie kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick auf deren Aussagekraft für sozioökonomische Entwicklungen.
4. Wirtschaftliche Entwicklung Südostasiens: Dieser Abschnitt analysiert den rasanten Aufstieg der HPAEs (High Performing Asian Economies), die tiefgreifende Zäsur durch die Asienkrise 1997 und die Rückkehr auf neue Wachstumspfade bis 2007.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wachstumsindikatoren wichtige Trends aufzeigen, jedoch stets methodisch kritisch betrachtet werden müssen, und resümiert die Resilienz der südostasiatischen Volkswirtschaften nach der Asienkrise.
6. Literaturliste: Enthält eine Zusammenstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Publikationen zur ökonomischen Analyse.
Schlüsselwörter
Wirtschaftswachstum, Südostasien, Tigerstaaten, BIP, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Asienkrise, Wirtschaftsindikatoren, Exportquote, Leistungsbilanz, Entwicklungsländer, Industrienationen, Humankapital, Weltbank, Strukturreformen, Globalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie wirtschaftliches Wachstum durch verschiedene Indikatoren gemessen werden kann und wendet diese Erkenntnisse auf den wirtschaftlichen Werdegang der südostasiatischen Tigerstaaten an.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Wachstumsindikatoren, der kritischen Auseinandersetzung mit diesen Kennzahlen und der empirischen Darstellung der wirtschaftlichen Dynamik in Ost- und Südostasien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit wirtschaftliches Wachstum mittels Indikatoren greifbar gemacht werden kann und wie diese Indikatoren die Entwicklung der Region abbilden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung ökonomischer Indikatoren in Verbindung mit einer chronologischen, empirischen Untersuchung der Wirtschaftshistorie der betroffenen Staaten unter Heranziehung von Daten internationaler Organisationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Wirtschaftsindikatoren (Kapitel 3) und eine empirische Analyse der Wirtschaftsentwicklung Südostasiens von 1970 bis 2007 (Kapitel 4).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wirtschaftswachstum, Tigerstaaten, Asienkrise, BIP, Exportquote, Leistungsbilanz und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.
Wie bewertet der Autor den Informationsgehalt des Pro-Kopf-Einkommens?
Der Autor weist darauf hin, dass das Pro-Kopf-Einkommen zwar ein nützlicher Vergleichsmaßstab ist, jedoch soziale Disparitäten verdeckt und wichtige unbezahlte wirtschaftliche Leistungen, wie Subsistenzwirtschaft, nicht erfasst.
Welche Rolle spielte die Asienkrise für die Region?
Die Krise von 1997 gilt als harter Einschnitt in das „Wachstumsmärchen“, der strukturelle Umbrüche erzwang und die betroffenen Länder zu weitreichenden Wirtschaftsreformen unter Anleitung des IWF zwang.
Wie wird die Rolle Chinas im Kontext der Tigerstaaten bewertet?
China wird als neuer, starker Akteur betrachtet, dessen Aufstieg den anderen Tigerstaaten zwar Konkurrenz bereitet, aber durch komparative Kostenvorteile auch neue Chancen für die regionale Integration bietet.
Warum sind die Daten aus Entwicklungsländern laut dem Autor mit Vorsicht zu genießen?
Der Autor betont, dass unterschiedliche Erhebungsmethoden und die Abweichung von den Standards westlicher Industrienationen die Vergleichbarkeit der Daten erschweren.
- Quote paper
- Michael Rehberg (Author), 2007, Wachstumsindikatoren – Eine Analyse am praktischen Beispiel des wirtschaftlichen Wachstums in den Südostasiatischen Tigerstaaten von 1970 - 2007 , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132300