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Zur Erzeugung unheimlicher Wirkung in E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann"

"Etwas Entsetzliches ist in mein Leben getreten!"

Title: Zur Erzeugung unheimlicher Wirkung in E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann"

Term Paper , 2005 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: E. Schröder (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Innerhalb dieser Arbeit soll, ausgehend von einer allgemeinen formalen Analyse, im Rahmen einer weiterführenden themenzentrierten Betrachtung die Erzeugung unheimlicher Wirkung in E.T.A. Hoffmanns Erzählung Der Sandmann untersucht werden. Hierbei soll das Hauptaugenmerk auf die erzählerischen Mittel gelegt werden, die offenbar der Erzeugung einer unheimlichen Wirkung dienen: In diesem Zusammenhang werden die Aspekte Authentizitätssuggestion (Punkt II. 2.1.), Sprachgebrauch (II. 2.2.) und Topographien (Punkt II. 2.3.) exemplarisch herausgegriffen werden und es soll versucht werden, eine möglicherweise dahinter zu vermutende Erzählstrategie aufzudecken und in ihren Grundzügen zu kennzeichnen, im Sinne der Aussage Jürgen Walters, dass das Unheimliche […] Funktion einer bewussten Erzähl- und Wirkungsstrategie, […] gewolltes Resultat eines durch Einsetzung bestimmter formaler Mittel konditionierten und intendierten Rezeptionsprozesses sei.
Im Rahmen dieser Zielsetzung soll die Vorgehensweise folgende sein: Zunächst soll eine generelle, noch nicht schwerpunktmäßig eingegrenzte Analyse der Erzählung unternommen werden. In ihr sollen einführend und überblickartig Inhalt und Aufbau (Punkt II. 1.1.), Figuren und Erzähler (Punkt II. 1.2.) und Zeit und Raum (Punkt II. 1.3.) behandelt werden. Diese noch allgemein gehaltene Betrachtung soll als Grundlage für die darauffolgende weiterführende thematisch fixierte Analyse dienen- sie soll als eine Art Depot für verschiedene formale und ansatzweise auch bereits inhaltliche Beobachtungen fungieren, auf die im Folgenden zurückgegriffen werden kann. Die in ihr allgemein angerissenen Aspekte können –wenn relevant- somit in der weiterführenden Untersuchung im Rahmen des gewählten Analyseschwerpunkts weiterentwickelt werden.
Eine Trennung in eine allgemeine und eine weiterführende Analyse erscheint auch deshalb sinnvoll, da der ausgewählte thematische Aspekt lediglich einer von vielen möglichen ist und zunächst deutlich gemacht werden sollte, dass die Erzählung selbstredend nicht nur unter diesem einen Gesichtspunkt untersucht werden kann, sondern dieser vielmehr lediglich eine der zahlreichen Anknüpfungsmöglichkeiten an eine allgemeine formale Betrachtung darstellen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. HAUPTTEIL

II. 1. Allgemeine formale Analyse: E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann

II. 1.1. Inhalt und Aufbau

II. 1.1.a) Kurzvorstellung des Inhalts

II. 1.1.b) Aufbau der Erzählung

II. 1.2. Figuren und Erzähler

II. 1.2.a) Figuren und Figurenkonstellation

II. 1.2.b) Erzähler und Erzählperspektive

II. 1.3. Zeit und Raum

II. 1.3.a) Zeitstruktur und zeitliche „Bauform“

II. 1.3.b) Orte des Geschehens und räumliche Strukturen

II. 2. Weiterführende themenzentrierte Analyse: Zur Erzeugung unheimlicher Wirkung in E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann

II. 2.1. Authentizitätssuggestion

II. 2.1.a) Briefe

II. 2.1.b) Herausgeber/Erzähler

II. 2.2. Sprachgebrauch

II. 2.2.a) Nathanael

II. 2.2.b) Erzähler

II. 2.3. Topographien

II. 2.3.a) der vertraute Ort

II. 2.3.b) der „andere Ort“

III. SCHLUSS

IV. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erzählerischen Strategien, durch die in E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ beim Leser ein Gefühl des Unheimlichen erzeugt wird, wobei eine formale Analyse als Fundament für eine weiterführende themenzentrierte Untersuchung dient.

  • Analyse der Authentizitätssuggestion durch die narrative Struktur (Briefe und Erzählerinstanz).
  • Untersuchung des spezifischen Sprachgebrauchs zur Vermittlung von Angst und Grauen.
  • Untersuchung der Bedeutung von Topographien für das Unheimliche.
  • Analyse des Einflusses der Erzählperspektive und des Perspektivwechsels auf die Leserwirkung.
  • Erörterung der schicksalhaften Determination des Geschehens.

Auszug aus dem Buch

II. 2.3.b) der „andere Ort“

Wenn sich der vertraute Ort, wie zuvor besprochen, in einen „anderen“, einen fremdartigen und beängstigenden Ort verwandelt –so wie es mit dem Arbeitszimmer von Nathanaels Vater geschieht-, so kann dies nicht nur auf die Figur Nathanael, sondern auch auf den Leser, der –durch den Erzähler gelenkt- Nathanaels Perspektive eingenommen hat, unheimlich wirken. Ebenso kann sich Unheimliches an einen Ort heften, der bereits „an sich“ als eine Art „anderer“ Ort erscheint: Als einen solchen Ort kann man im Sandmann die Treppe in ihren verschiedenen innerhalb der Erzählung erkennbaren Funktionen bezeichnen. Die Treppe als Medium des Übergangs, als „Ort zwischen den Orten“ erscheint im Sandmann als eng mit dem Ineinander-Übergehen verschiedener sinnlicher Wahrnehmungsformen (Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit, Hörbarkeit) verbunden- und steht zugleich auch für den innerhalb der Erzählung manifest werdenden Zweifel an deren Verlässlichkeit.

Wie bereits erwähnt (vgl. Punkt II. 1.3.b)) liegen alle Orte, an denen sich innerhalb der Erzählung Schlüsselszenen bzw. wortwörtliche „Höhe-Punkte“ der Handlung abspielen erhöht und sind durch eine Treppe erreichbar. Die Treppe als „Brückenmedium“ zu den verschiedenen Räumen kann hier jedoch sehr unterschiedliche Funktionen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die mittels einer formalen Analyse und einer themenzentrierten Untersuchung die Wirkungsstrategien des Unheimlichen in „Der Sandmann“ offenlegen will.

II. HAUPTTEIL: Umfassende Untersuchung der formalen Struktur, der Figurenkonstellation, der Zeit- und Raumgestaltung sowie der erzählerischen Mittel, die zur Erzeugung unheimlicher Wirkungen beitragen.

III. SCHLUSS: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Ergebnisse hinsichtlich Authentizitätssuggestion, Sprachgebrauch und Topographie als wesentliche Elemente der unheimlichen Wirkung.

IV. LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, Unheimliches, Erzählstrategie, Authentizitätssuggestion, Sprachgebrauch, Topographie, Wahnsinn, Nathanael, Olimpia, Perspektivwechsel, Angst, Schauerliteratur, Narratologie, Raumstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie E.T.A. Hoffmann durch gezielte formale Mittel in seiner Erzählung „Der Sandmann“ eine unheimliche Wirkung auf den Leser erzeugt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Authentizitätssuggestion durch die Erzählform, der Wortwahl bei der Beschreibung von Angst sowie der Bedeutung räumlicher Anordnungen, insbesondere der Treppe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll aufgedeckt werden, welche spezifischen erzählerischen Mittel und Strategien dazu führen, dass der Leser das Geschehen als unheimlich wahrnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die zunächst formale Aspekte wie Inhalt, Aufbau, Zeit und Raum betrachtet, um darauf aufbauend eine themenzentrierte Wirkungsanalyse vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine formale Analyse der Erzählung und eine weiterführende Untersuchung der Mittel zur Erzeugung unheimlicher Wirkung, inklusive der Analyse von Figuren, Sprachgebrauch und Topographien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind E.T.A. Hoffmann, Der Sandmann, das Unheimliche, Erzählstrategie, Authentizitätssuggestion und Topographie.

Welche Funktion hat das Motiv der „Treppe“ in dieser Arbeit?

Die Treppe wird als ein „Ort zwischen den Orten“ und als Medium des Übergangs analysiert, das die sinnliche Wahrnehmung Nathanaels und des Lesers beeinflusst und zur Verunsicherung beiträgt.

Warum spielt der Perspektivwechsel des Erzählers eine so große Rolle für die unheimliche Wirkung?

Die Distanzierung des Erzählers von Nathanaels Perspektive in der Turmszene stellt die Verlässlichkeit der Wahrnehmung in Frage und führt dem Leser Nathanael als unberechenbar und fremd vor, was einen Schockeffekt auslösen kann.

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Details

Title
Zur Erzeugung unheimlicher Wirkung in E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann"
Subtitle
"Etwas Entsetzliches ist in mein Leben getreten!"
College
University of Münster  (Germanistisches Institut)
Course
Prosa der Romantik
Grade
2,0
Author
E. Schröder (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V132305
ISBN (eBook)
9783640415069
ISBN (Book)
9783640410408
Language
German
Tags
Erzeugung Wirkung Hoffmanns Sandmann Etwas Entsetzliches Leben Thema Der Sandmann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
E. Schröder (Author), 2005, Zur Erzeugung unheimlicher Wirkung in E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132305
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