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Gründe und Möglichkeiten für "Systemsprenger". Analyse des Films "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt

Title: Gründe und Möglichkeiten für "Systemsprenger". Analyse des Films "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt

Term Paper , 2022 , 25 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Sabrina Anna Selg (Author)

Pedagogy - Social pedagogy
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Summary Excerpt Details

Kinder und Jugendliche, die aus dem System fallen, so genannte „Systemsprenger*innen“ sind der Fokus dieser Arbeit. Wieso sie aus dem System fallen, was genau dieses „Herausfallen“ überhaupt bedeuten soll, und wie ihnen geholfen werden kann, soll in dieser Arbeit ausgeführt werden.
Zu Beginn wird zunächst der Begriff „Systemsprenger*in“ definiert und genauer beschrieben, da er der Hauptaspekt der gesamten Arbeit darstellt. Hierbei wird auch auf den sehr bekannten Film „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt eingegangen. Dann wird beschrieben, welche Hilfen zur Erziehung es in der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland gibt. Anschließend wird die Frage behandelt, wie Kinder zu Systemsprenger*innen werden. Hierbei werden Risikofaktoren und Schutzfaktoren beschrieben und auch entwicklungshemmende sowie entwicklungsfördernde Faktoren werden erläutert. Um dies besser zu verstehen, soll im Anschluss daran der Film „Systemsprenger“ und der darin beschriebene Fall näher betrachtet werden. Auch „Systemsprenger*innen in der Schule“ werden betrachtet. Es werden einige Projekte, die es für Schüler*innen mit massiv störenden Verhaltensweisen gibt, vorgestellt. Ein weiterer wichtiger Teil ist die Betrachtung von Hilfemöglichkeiten für die Zielgruppe. Hierbei wird darauf eingegangen, wie die Maßnahmen in der Praxis aussehen und ein weiteres Projekt wird vorgestellt. Dann wird noch die Rolle aller Beteiligten an einem Hilfeprozess näher betrachtet. Letztendlich wird die Arbeit mit einer Schlussfolgerung beendet.

Die heutige Gesellschaft hat scheinbar so viele Möglichkeiten und Freiheiten wie noch nie zuvor. Doch diese Freiheiten bringen viele Forderungen, Erwartungen, Fragen und Schwierigkeiten mit sich. Gesellschaftliche Normen und Werte, Leistungsdruck und die Aufgabe, sich anzupassen oder sich zu integrieren, prägen unsere heutige Gesellschaft stark. Wer sich anders verhält, als erwünscht, wird sofort mit einer speziellen Bezeichnung abgestempelt.
Vor allem Kinder und Jugendliche sind vielen Einflüssen ausgesetzt und bekommen von allen Seiten Vorgaben, an welche sie sich zu halten haben. Durch abweichendes Verhalten geraten sie häufig in den Fokus der Öffentlichkeit. In der Gesellschaft ist sehr wenig Verständnis für dieses abweichende Verhalten vorhanden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Begriffsklärung

3.1 Was ist ein*e Systemsprenger*in?

3.2 Film „Systemsprenger“

4 Hilfe zur Erziehung

4.1 Ambulante Hilfen

4.2 Teilstationäre Hilfen

4.3 Stationäre Hilfen

5 Wie werden Kinder zu „Systemsprenger*innen“?

5.1 Risikofaktoren

5.1.1 Belastungen der Herkunftsfamilien/Eltern

5.1.2 Traumatische Erlebnisse

5.2 Schutzfaktoren

5.2.1 Selbst- und Fremdwahrnehmung

5.2.2 Selbstwirksamkeit

5.2.3 Soziale Kompetenz

5.2.4 Selbstregulation

5.2.5 Problemlösefähigkeiten

5.2.6 Bewältigungskompetenzen

5.3 Faktoren der Entwicklungsförderung und Entwicklungshemmung

6 Betrachtung des Films

7 Systemsprenger*innen in der Schule

7.1 Projekte für Schüler*innen mit besonderem Unterstützungsbedarf

7.1.1 Integrierte Soziale Gruppenarbeit im Schulalltag

7.1.2 Learning Support Department einer Gesamtschule

7.2 Hilfesystem bei Schüler*innen mit massiv störenden Verhaltensweisen

8 Hilfemöglichkeiten

8.1 Praxis der Hilfen zur Erziehung

8.2 Das Projekt NAIS

8.3 Rolle der Beteiligten am Hilfeprozess

9 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen, die als sogenannte "Systemsprenger*innen" durch das Raster der Kinder- und Jugendhilfe fallen. Ziel ist es, die Ursachen für dieses abweichende Verhalten zu analysieren, die pädagogischen Herausforderungen zu beleuchten und effektive Ansätze sowie Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um den Betroffenen nachhaltig zu helfen.

  • Definition und Problematisierung des Begriffs "Systemsprenger*in"
  • Analyse von Risiko- und Schutzfaktoren in der Entwicklung
  • Einfluss von Traumatisierungen und familiären Belastungsfaktoren
  • Darstellung von Hilfesystemen und pädagogischen Interventionsmöglichkeiten
  • Evaluation spezieller Projekte wie z.B. NAIS und der AktiF-Gruppe

Auszug aus dem Buch

3.2 Film „Systemsprenger“

Spätestens seit der Film „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt auf fast jeder deutschen Kinoleinwand gelaufen ist, sind die sogenannten Systemsprenger*innen ein häufig diskutiertes Thema geworden. Die Geschichte, von welchem der Film handelt, hat viele Menschen berührt und auch schwer erschüttert.

Der Film handelt von der neunjährigen Benni, die aufgrund ihrer Wut- und Gewaltausbrüche durchs Netz beinahe jeder Institution gefallen und zu einem Fall geworden ist, der in der Kinder- und Jugendhilfe als „Systemsprengerin“ bezeichnet wird. Benni hat als kleines Kind eine Windel ins Gesicht gedrückt bekommen, wodurch sie fast erstickt ist. Seit diesem Ereignis hat sie eine starke Traumatisierung und lässt sich von niemandem außer ihrer Mutter, im Gesicht anfassen. Bennis Mutter ist sehr labil und hat aufgrund Bennis ständigen Ausrastern und ihres extremen Verhaltens Angst vor ihrer Tochter und ist vollkommen mit ihr überfordert, sodass sie Benni abgegeben hat. Benni jedoch will nur bei ihrer Mutter sein und verhält sich daher in der Hoffnung, zu ihr zurück zu dürfen, überall so, dass sie nirgends auf Dauer bleiben kann weil alle Menschen mit ihr überfordert sind und nicht wissen, was sie tun sollen.

Benni ist nirgends lange, sondert wandert von Wohngruppe zu Wohngruppe, lebt in verschiedenen Pflegefamilien, kommt in Sonderschulen und immer wieder muss sie auch in die psychiatrische Klinik. Sie hat einen persönlichen Schulbegleiter, der auch Antiaggressionstrainer ist und sich wirklich viel Mühe mit ihr gibt. Doch alle, die Benni zu nah an sich ranlassen, verspüren das Bedürfnis, den Fall wieder abzugeben, da sie das Gefühl haben, nicht mehr professionell handeln zu können, was wiederum weitere enttäuschende Erfahrungen für Benni mit sich bringt. Benni fällt wie es typisch für Systemsprenger*innen ist, durch alle Raster der Kinder- und Jugendhilfe.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik von Kindern und Jugendlichen ein, die aufgrund abweichenden Verhaltens den Normen der Gesellschaft nicht entsprechen und aus bestehenden Hilfesystemen fallen.

3 Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Systemsprenger*in" als junge Menschen, für die kaum adäquate Betreuungsmöglichkeiten existieren, und beleuchtet das Schicksal der Filmfigur Benni.

4 Hilfe zur Erziehung: Die verschiedenen Formen der Jugendhilfe – ambulant, teilstationär und stationär – werden hier als gesetzliche Grundlagen und Instrumente der Unterstützung erläutert.

5 Wie werden Kinder zu „Systemsprenger*innen“?: Hier wird der Fokus auf die Entstehungsursachen gelegt, insbesondere auf das Zusammenspiel von individuellen Risikofaktoren wie Traumata und verschiedenen Schutzfaktoren.

6 Betrachtung des Films: Auf Basis der vorangegangenen Theorien wird der Fall der Filmfigur Benni vertieft analysiert, um das Scheitern institutioneller Hilfen an ihrem Beispiel zu verdeutlichen.

7 Systemsprenger*innen in der Schule: Das Kapitel thematisiert die Inklusionsproblematik in Bildungseinrichtungen und stellt spezifische Projekte zur schulischen Integration besonders herausfordernder Schüler*innen vor.

8 Hilfemöglichkeiten: Es werden konkrete Praxiskonzepte wie das Projekt NAIS diskutiert und die entscheidende Rolle der Beteiligten im Hilfeprozess hervorgehoben.

9 Schlussfolgerung: Das Fazit stellt fest, dass "Systemsprenger*innen" nicht als solche geboren werden, sondern durch das Versagen oder die Überforderung der Systeme sowie eine Kette negativer Lebenserfahrungen dazu gemacht werden.

Schlüsselwörter

Systemsprenger, Kinder- und Jugendhilfe, Traumatisierung, Resilienz, Schule, Inklusion, Hilfe zur Erziehung, Verhaltensauffälligkeiten, Sozialmanagement, Prävention, Pädagogische Intervention, Hilfeprozess, NAIS, Lebensweltorientierung, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Kindern und Jugendlichen, die im Jugendhilfesystem als "Systemsprenger*innen" bezeichnet werden, und untersucht, warum bestehende Maßnahmen oft nicht greifen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Felder sind die Definition des Begriffs, die Analyse von Risikofaktoren (wie Traumata) und Schutzfaktoren (Resilienz), sowie die Möglichkeiten der Unterstützung in Jugendhilfe und Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum diese jungen Menschen aus dem System fallen und welche pädagogischen sowie strukturellen Ansätze existieren, um ihnen effektiver zu helfen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse von Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie einer fallorientierten Anwendung der Theorie auf den Spielfilm "Systemsprenger".

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil erörtert die rechtlichen und praktischen Grundlagen der Hilfen zur Erziehung, die Entstehung von abweichendem Verhalten und spezifische Projekte wie das Projekt NAIS oder schulische Förderkonzepte.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe umfassen Jugendhilfe, Inklusion, Systemsprenger, Traumapädagogik, Resilienzförderung und Interdisziplinarität.

Inwieweit spielt der Film "Systemsprenger" eine Rolle für die Analyse?

Der Film dient als praxisnahes Fallbeispiel, anhand dessen die theoretisch beschriebenen Risikofaktoren und die Komplexität des Hilfesystems veranschaulicht werden.

Was ist das Besondere am "Projekt NAIS"?

Das Projekt bietet eine niedrigschwellige Alternative für Jugendliche, die das Vertrauen in klassische Einrichtungen verloren haben, indem es auf Freiheit und minimale Bindungsbedingungen setzt, statt auf institutionellen Zwang.

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Details

Title
Gründe und Möglichkeiten für "Systemsprenger". Analyse des Films "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt
College
Heidenheim University of Cooperative Education
Grade
1,4
Author
Sabrina Anna Selg (Author)
Publication Year
2022
Pages
25
Catalog Number
V1323114
ISBN (PDF)
9783346806482
ISBN (Book)
9783346806499
Language
German
Tags
Systemsprenger System Verhaltensauffälligkeit Verhalten Grenzen Kinder Pädagogik Sozialarbeit Hausarbeit Risikofaktoren Schutzfaktoren Bildung Erziehung Jugendliche Hilfe zur Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Anna Selg (Author), 2022, Gründe und Möglichkeiten für "Systemsprenger". Analyse des Films "Systemsprenger" von Nora Fingscheidt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323114
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