Die folgende Arbeit ist ein Versuch, die Antwort auf die Frage zu geben: Wie verläuft der Prozess der literarischen Schöpfung? Diese Frage sollte man sich hierbei stellen, denn oft ist das Wissen über den Autor und über den Kontext, in dem er gearbeitet hat, der einzige Schlüssel zum Verständnis und zur Interpretation eines literarischen Textes. Die "Schule der Dummen" ist ein interessantes Beispiel dafür, wie diese beiden Elemente, beziehungsweise das Leben des Autors und der historisch-literarische Kontext direkt in das Werk eingehen. Sie sind nicht nur wichtig, sondern aktiv präsent und, außerdem, sind sie von Autor geschickt unter der Oberfläche des Romans versteckt. Aus diesem Grund soll in den folgenden Zeilen ein Versuch getätigt werden, diese beiden Elemente neben dem Prozess der literarischen Schöpfung zu analysieren. Ebenfalls scheint es interessant, die Antwort auf die gestellte Frage in dem Werk eines Autors wie Saša Sokolov aus einem einfachen folgenden Grund zu suchen.
Die "Schule der Dummen" ist der erste der drei großen Romane des Autors. Die folgenden zwei Romane werden "Zwischen Hund und Wolf" und "Palisander" sein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Weg zum Roman: Autor-Roman Beziehung
- Die roten Fäden literarischer Motive durch das Werk von Sokolov
- „Kaleidoskop der Erinnerungen“
- Bewusstseinsstrom
- Zwischen sowjetischem Bildungsroman und Modernismus
- Die Motive und literarischen Absichten des Autors
- Die sowjetische Realität: Kontext-Roman Beziehung
- Die ausführliche Metapher der sowjetischen Realität
- Das Schicksal des Schriftstellers und künstlerische Freiheit in einer repressiven Gesellschaft
- Dichter und Bürger
- „Verstehen“
- Der Zimmermann in der Wüste
- Die Schule der Dummen als der Roman der literarischen Schöpfung
- Literatur über sich selbst: Die Schule der Dummen als Metafiktionaler Text
- Bewusstseinsstrom: Funktionen, Techniken, Zeugen, Formen, Ereignissen
- Komplexität des Verknüpfungsnetzes als Reflexion der Komplexität eines Gewissens
- Schlussforderung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Prozess der literarischen Schöpfung am Beispiel von Saša Sokolovs Roman „Die Schule der Dummen“. Die Analyse betrachtet den Roman aus drei Perspektiven: die Beziehung zwischen Autor und Roman, die Beziehung zwischen Kontext und Roman sowie die Beziehung des Romans zur literarischen Schöpfung selbst.
- Die autobiographischen Elemente und die Verwendung des Bewusstseinsstroms im Roman
- Die Rolle des sowjetischen Kontextes in der Gestaltung des Romans
- Die Schule der Dummen als Metafiktion und die Reflexion des literarischen Schaffens
- Das komplexe Verknüpfungsnetz im Roman als Spiegelbild der menschlichen Psyche
- Die Bedeutung der Sprache und des Erzählens in Sokolovs Werk
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel analysiert die Beziehung zwischen dem Autor Saša Sokolov und seinem Roman „Die Schule der Dummen“. Es werden die biografischen Einflüsse auf die Handlung und die literarischen Mittel des Romans untersucht. Die Kapitel 2 und 3 beleuchten den Zusammenhang zwischen dem Roman und seinem historischen und gesellschaftlichen Kontext. Der Einfluss der sowjetischen Realität, die Schwierigkeiten von Künstlern in einer repressiven Gesellschaft und die komplexe Beziehung zwischen Literatur und Gesellschaft werden im Detail analysiert. Das letzte Kapitel betrachtet „Die Schule der Dummen“ als einen Roman über die literarische Schöpfung selbst. Die metafiktionalen Elemente und die Reflexionen über den kreativen Prozess werden in diesem Kapitel im Mittelpunkt stehen.
Schlüsselwörter
Saša Sokolov, Die Schule der Dummen, Bewusstseinsstrom, sowjetische Realität, autobiographische Elemente, Metafiktion, literarische Schöpfung, künstlerische Freiheit, psychologischer Roman, Sprache, Erzählkunst.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Saša Sokolovs „Die Schule der Dummen“?
Der Roman ist ein komplexes Werk, das durch die Technik des Bewusstseinsstroms die Psyche eines Schülers und die sowjetische Realität reflektiert.
Welche Rolle spielt der Bewusstseinsstrom im Roman?
Diese Technik dient dazu, die Komplexität des Gewissens und die Erinnerungen des Protagonisten als ein Netz von Verknüpfungen darzustellen, das die herkömmliche lineare Erzählweise aufbricht.
Wie spiegelt das Werk die sowjetische Realität wider?
Der Roman nutzt Metaphern für die repressive Gesellschaft und thematisiert das Schicksal des Schriftstellers, der nach künstlerischer Freiheit strebt.
Ist „Die Schule der Dummen“ ein autobiographischer Roman?
Die Arbeit zeigt auf, wie das Leben des Autors und der historisch-literarische Kontext aktiv, aber oft versteckt, in das Werk eingegangen sind.
Was bedeutet „Metafiktion“ in diesem Kontext?
Metafiktion bedeutet, dass die Literatur über sich selbst spricht; der Roman reflektiert also seinen eigenen Entstehungsprozess und die Natur des Erzählens.
- Citar trabajo
- Kateryna Mychka (Autor), 2019, Der Prozess der literarischen Schöpfung. Analyse des Werks "Die Schule der Dummen", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323486