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Institutionen der Eltern- und Familienbildung

Eine Bestandsaufnahme

Title: Institutionen der Eltern- und Familienbildung

Term Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katharina Theissig (Author)

Pedagogy - Family Education
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Es gibt eine Vielfalt an Institutionen, wo Eltern- und Familienbildung stattfindet. Als „klassische Träger“ von Angeboten im Bereich der Familienbildung gelten schon seit längerem Familienbildungs- und Erwachsenenbildungsstätten (vgl. Rupp, 2003, S.9). Seit jüngster Zeit hat sich jedoch der Kreis der Anbieter von familienbildenden Angeboten deutlich erweitert (ebd.). In der vorliegenden Seminararbeit möchte ich den Versuch unternehmen, einen systematischen Überblick über die verschiedenen Anbieter von familienbildenden Angeboten zu geben. Um die Heterogenität der Einrichtungen sowie die Vielfalt von Inhalten, Methoden und Arbeitsformen darstellen zu können, sollen nicht nur die Bildungseinrichtungen, sondern auch andere Institutionen, Organisationen und Vereine sowie Aktivitäten der Privat- und Selbsthilfe berücksichtigt werden. Zudem werden auch Einrichtungen miteinbezogen, die konzeptionell den Trägern der Erwachsenenbildung zuzuordnen sind, wie z.B. Volkshochschulen oder kirchliche Bildungswerke. Das spezielle Erkenntnisinteresse dieser Arbeit bezieht sich dabei vor allem auf folgende Fragestellungen:
1.In welcher Form wird Eltern- und Familienbildung angeboten?
2.Zu welchen Themen führen die Einrichtungen Angebote durch, welche Zielgruppen sollen erreicht werden bzw. werden bereits erreicht?
3.Wer leistet die familienbildende Arbeit in den Einrichtungen?
4.Welche Schwierigkeiten und Problemfelder bestehen und wie sollte die zukünftige Eltern- und Familienbildung aussehen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Überblick über die Eltern- und Familienbildung

2. Bestandsaufnahme - Anbieter von Angeboten der Eltern- und Familienbildung

2.1. Bildungseinrichtungen als „klassische Anbieter“

2.2. „neue Anbieter“

2.2.1. Institutionen und Organisationen

2.2.2. Privat- und Selbsthilfeinitiative

2.3. sonstige Anbieter

2.4. Medien

3. Zusammenfassung und Vorschläge für eine zukünftige Eltern- und Familienbildung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen systematischen Überblick über die vielfältigen Anbieter familienbildender Angebote in Deutschland zu geben, um deren Heterogenität sowie die Diversität der Inhalte und Methoden darzustellen und zukünftige Handlungsempfehlungen abzuleiten.

  • Systematische Erfassung der verschiedenen Anbieterstrukturen der Eltern- und Familienbildung.
  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG).
  • Unterscheidung zwischen klassischen Bildungseinrichtungen, neuen Anbietern, Selbsthilfeinitiativen und medialen Angeboten.
  • Identifikation von Zielgruppen und praktischen Herausforderungen in der Familienbildung.
  • Entwicklung von Empfehlungen zur Qualitätssicherung und besseren Erreichbarkeit von Zielgruppen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Bildungseinrichtungen als „klassische Anbieter“

Wie oben bereits angeführt, zählen die Familienbildungs- und die Erwachsenenbildungsstätten zu den „klassischen Anbietern“ der Familienbildung (vgl. Rupp, 2003, S. 9f). Familienbildungsstätten, Häuser der Familie oder Elternschulen „.. verstehen sich als Einrichtungen, die der Gesamtbevölkerung unabhängig von Konfession, Nationalität zur Verfügung stehen“ (zit. BMFSFJ, 1996, S. 97f). Die Einrichtungen befinden sich überwiegend in größeren Städten, der ländliche Raum soll hingegen häufig vernachlässigt werden (vgl. Textor, 1996, S.54). Die Bildungsangebote konzentrieren sich nach Analysen von Schiersmann ausschließlich auf die Familie (Schiersmann, 1998, S.11).

Sie kommt durch eine Befragung von 193 Einrichtungsleiter/innen zu dem Ergebnis, dass Eltern- Kind- Gruppen im Jahr 1994 20-40% der Gesamtunterrichtsstunden der untersuchten Einrichtungen ausmachten (ebd., S.35f). Auch Angebote zur Säuglingspflege und –ernährung, Veranstaltungen zur Haushaltsführung sowie frauenspezifische Themen sollen gut angenommen werden (Textor, 1996, S.55ff). Die FBS Nürnberg zum Beispiel bietet Sprachkurse für Frauen an mit dem Ziel, „Sprachdefizite nicht zu Informationsdefiziten werden zu lassen und so zu[r] Integration und Vernetzung beizutragen“ (zit. Rupp, 2004, S.39). Das Angebot wird ergänzt durch die muttersprachliche Erziehungsberatung und offenen Gruppengespräche zu Erziehungsfragen, die von einem türkischen Psychologen angeboten werden (ebd.).

Textor vertritt die These, dass die Einrichtungen der Familienbildung bewusst ihre Angebotsstruktur an dem Bedarf junger Eltern ausrichten. Zum einem wollen sie damit die Nachfrage junger Familien nach familienbildenden Angeboten befriedigen. Zum anderen soll der enormen Bedeutung der ersten Lebensjahre für die Entwicklung des Kindes Rechnung getragen werden (vgl. Textor, Familienbildung als Aufgabe der Jugendbildung, 2001, URL: http://www.sgbviii.de/S.18.html, 6.3.07). Zielgruppen der Einrichtungen sind vor allem Kleinfamilien, Alleinerziehende und Familien in Trennung sowie Berufsrückkehrerinnen (ebd.). Die Bildungsarbeit in den FBS wird dabei hauptsächlich von Frauen geleistet, die als Honorarkräfte, zumeist ohne eine pädagogische Ausbildung durchlaufen zu haben, eingesetzt werden (BMFSFJ, 1996, S.92). Der hohe Anteil an Honorarkräften bringt in der Regel auch eine hohe Fluktuation mit sich (BMFSFJ, 1996, S.94).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung legt das Erkenntnisinteresse an der Vielfalt institutioneller Angebote der Familienbildung dar und definiert die zentralen Fragestellungen sowie den methodischen Rahmen der Arbeit.

1. Überblick über die Eltern- und Familienbildung: Dieses Kapitel erläutert den Stellenwert der Familienbildung in der Gesellschaft sowie die gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen, die sich insbesondere aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz ergeben.

2. Bestandsaufnahme - Anbieter von Angeboten der Eltern- und Familienbildung: Hier werden die verschiedenen Organisationsformen und Träger von Bildungsangeboten, von klassischen Institutionen über neue Ansätze bis hin zu medialen und selbstorganisierten Formaten, systematisch dokumentiert.

3. Zusammenfassung und Vorschläge für eine zukünftige Eltern- und Familienbildung: Abschließend werden die Ergebnisse der Bestandsaufnahme reflektiert und fünf wesentliche Empfehlungen zur Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Eltern- und Familienbildung ausgesprochen.

Schlüsselwörter

Elternbildung, Familienbildung, Erwachsenenbildung, Kinder- und Jugendhilfegesetz, KJHG, Familienbildungsstätten, Elternschulen, Selbsthilfeinitiativen, Mütterzentren, Erziehungsberatung, Medienkompetenz, Familienpolitik, Jugendamt, Prävention, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das vielfältige Angebot familienbezogener Bildungsmaßnahmen in Deutschland und beschreibt die verschiedenen Anbieterstrukturen sowie deren Konzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören klassische Bildungseinrichtungen, neue Organisationsformen wie Kindertageseinrichtungen, Selbsthilfeinitiativen sowie der Einfluss von Medien auf die Eltern- und Familienbildung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt unter anderem danach, in welcher Form Familienbildung angeboten wird, welche Zielgruppen erreicht werden, wer die Arbeit leistet und welche Problemfelder für eine zukünftige Ausgestaltung bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Bestandsaufnahme, die auf einer Auswertung existierender Fachliteratur, Institutionenanalysen und gesetzlicher Grundlagen (KJHG) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Anbieter, angefangen bei "klassischen" Einrichtungen wie Familienbildungsstätten, über Schulen und Jugendämter, bis hin zu privaten Initiativen und der Rolle von Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Familienbildung, KJHG, Elternkompetenz, Familienbildungsstätten, Erziehungsberatung und Mediennutzung.

Warum wird die Rolle der Kindertageseinrichtungen als so wichtig hervorgehoben?

Kindertageseinrichtungen sind als Orte der Familienbildung von hoher Relevanz, da sie fast alle Kinder ab einem bestimmten Alter erreichen und somit als "familienergänzende und -unterstützende Institutionen" fungieren.

Welche Herausforderungen identifiziert die Autorin für die Zukunft der Familienbildung?

Zu den Herausforderungen zählen die oftmals schwierige Finanzierungssituation, der sinkende Bekanntheitsgrad vieler Angebote, der mangelnde Zugang zu bestimmten Zielgruppen und die Notwendigkeit der Qualitätssicherung.

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Details

Title
Institutionen der Eltern- und Familienbildung
Subtitle
Eine Bestandsaufnahme
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl Andragogik)
Course
Theoretische und praktische Konzepte in der Eltern- und Familienbildung
Grade
1,3
Author
Katharina Theissig (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V132354
ISBN (eBook)
9783640384655
ISBN (Book)
9783640385058
Language
German
Tags
Institutionen; Elternbildung Familienbildung Eltern- und Familienbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Theissig (Author), 2007, Institutionen der Eltern- und Familienbildung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132354
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