Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 20th century

Harry G. Frankfurt 'Willensfreiheit und der Begriff der Person'

Eine Analyse

Title: Harry G. Frankfurt 'Willensfreiheit und der Begriff der Person'

Essay , 2004 , 4 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ein Essay zu Harry G. Frankfurts Konzeption von Personalität, die für ihn von der Fähigkeit abhängt, einen Willen auszubilden. Der Begriff der „Person“ ist aus dem Lateinischen entlehnt. „Persona“ hieß dort ursprünglich
„Maske“, wurde dann jedoch auch im Sinn von „Rolle von Schauspielern“ und schließlich –
so etwa bei Cicero – von Rollen von Individuen im gesellschaftlichen Kontext verwendet. Im
Rechtsbereich dagegen war die Bedeutungsdimension eine etwas andere. Eine Person war
dadurch definiert, dass sie im Gegensatz zur Sache – „res“ – über sich selbst verfügen und das
eigene Handeln bestimmen konnte. Auf dieser Ebene setzt auch die Definition von Harry G.
Frankfurt an. Der Autor wendet sich in seinem Aufsatz zunächst vor allem gegen das psychophysische
Konzept, das er bei Philosophen wie Ayer und Strawson diagnostiziert. Diese Definition
stelle, so Frankfurt, einen „Sprachmissbrauch“ dar. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der Person

3. Willensstrukturen und Volition

4. Mensch und Person

5. Willensfreiheit als Ideal

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Harry G. Frankfurts Aufsatz "Willensfreiheit und der Begriff der Person" auseinander. Das primäre Ziel ist die Analyse von Frankfurts Unterscheidung zwischen Wunsch und Wille sowie die Erarbeitung der Kriterien, die ein Wesen zur "Person" qualifizieren, um daraus ein Verständnis von Willensfreiheit in seinem Modell abzuleiten.

  • Historische und rechtliche Herleitung des Personenbegriffs
  • Differenzierung zwischen Wünschen erster und zweiter Stufe
  • Abgrenzung von Menschsein und Person-Sein durch Selbstreflexion
  • Die Rolle der Volition für die Ausbildung von Personalität
  • Willensfreiheit als handlungswirksame Umsetzung priorisierter Wünsche

Auszug aus dem Buch

Harry G. Frankfurt: „Willensfreiheit und der Begriff der Person“

Der Begriff der „Person“ ist aus dem Lateinischen entlehnt. „Persona“ hieß dort ursprünglich „Maske“, wurde dann jedoch auch im Sinn von „Rolle von Schauspielern“ und schließlich – so etwa bei Cicero – von Rollen von Individuen im gesellschaftlichen Kontext verwendet. Im Rechtsbereich dagegen war die Bedeutungsdimension eine etwas andere. Eine Person war dadurch definiert, dass sie im Gegensatz zur Sache – „res“ – über sich selbst verfügen und das eigene Handeln bestimmen konnte. Auf dieser Ebene setzt auch die Definition von Harry G. Frankfurt an. Der Autor wendet sich in seinem Aufsatz zunächst vor allem gegen das psychophysische Konzept, das er bei Philosophen wie Ayer und Strawson diagnostiziert. Diese Definition stelle, so Frankfurt, einen „Sprachmissbrauch“ dar. Sie sei unpräzise und unzureichend, da sie auf „zahllose Kreaturen“ zutreffe, „die zwar sowohl psychische wie materielle Eigenschaften haben, die aber offensichtlich in keinem gebräuchlichen Sinne des Wortes Personen sind“. Ihm gehe es darum, „zu verstehen, was es denn bedeutet, ein Wesen zu sein, das nicht nur Geist und Körper hat, sondern darüber hinaus auch eine Person ist“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den historischen und rechtlichen Kontext des Begriffs "Person" ein und stellt Frankfurts Kritik an klassischen psychophysischen Konzepten dar.

2. Der Begriff der Person: Hier wird Frankfurts Differenzierung zwischen Menschsein und dem Status einer Person erläutert, wobei insbesondere die Rolle der Selbstreflexion hervorgehoben wird.

3. Willensstrukturen und Volition: Das Kapitel behandelt die Unterscheidung zwischen Wünschen erster und zweiter Stufe sowie das Konzept der Volition als konstitutives Element der Personalität.

4. Mensch und Person: Hier erfolgt die begriffliche Abgrenzung zwischen den Kategorien "Mensch" und "Person" anhand der Fähigkeit, Wünsche rational zu priorisieren.

5. Willensfreiheit als Ideal: Das abschließende Kapitel definiert Willensfreiheit als die reale Umsetzbarkeit des eigenen priorisierten Willens und hinterfragt die Realisierbarkeit dieses Ideals.

Schlüsselwörter

Willensfreiheit, Person, Volition, Wunsch erster Stufe, Wunsch zweiter Stufe, Selbstreflexion, Handlungsfähigkeit, Analytische Philosophie, Harry G. Frankfurt, Menschsein, Rationalität, Identität, Fremdbestimmung, Priorisierung, Wunsch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Harry G. Frankfurts philosophischen Ansatz zur Definition von "Person" und "Willensfreiheit" im Kontext der analytischen Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die menschliche Willensstruktur, die Differenzierung von Wünschen und die notwendigen Bedingungen für den Personen-Status.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Frankfurts Modell der Willensstruktur darzulegen und aufzuzeigen, wie er zwischen einfachem Wünschen und volitionalem Wollen unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die auf dem Essay von Harry G. Frankfurt basiert und dessen Argumentationslogik kritisch nachvollzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Hierarchie von Wünschen, der Abgrenzung von Mensch und Person sowie der Bedeutung von "Freiheit zu wollen" in der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Willensfreiheit, Volition, Person-Sein, Selbstreflexion und die Stufentheorie der Wünsche geprägt.

Warum reicht es laut Frankfurt nicht aus, ein Mensch zu sein, um als "Person" zu gelten?

Nach Frankfurt ist nicht jeder Mensch automatisch eine Person, da der Status einer Person zwingend die Fähigkeit zur reflektierenden Selbstbewertung und zur Priorisierung von Wünschen zweiter Stufe erfordert.

Wie unterscheidet Frankfurt "Wunsch" von "Wille"?

Ein Wunsch bezeichnet einen mentalen Zustand, während der Wille erst dann vorliegt, wenn dieser Wunsch tatsächlich in eine handlungswirksame Tat umgesetzt wird.

Was bedeutet "Freiheit zu wollen" in Frankfurts Modell?

Es bedeutet die Fähigkeit, ein Handeln, das man selbst als wünschens- oder willenswert priorisiert hat, ungehindert in die Tat umzusetzen.

Excerpt out of 4 pages  - scroll top

Details

Title
Harry G. Frankfurt 'Willensfreiheit und der Begriff der Person'
Subtitle
Eine Analyse
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2004
Pages
4
Catalog Number
V132389
ISBN (eBook)
9783640418022
ISBN (Book)
9783640418329
Language
German
Tags
Harry Frankfurt Willensfreiheit Begriff Person Eine Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2004, Harry G. Frankfurt 'Willensfreiheit und der Begriff der Person', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132389
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  4  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint