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Sozialräumliche Segregation

Título: Sozialräumliche Segregation

Trabajo , 2003 , 46 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ender Erat (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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[...] Wählt
man als Raumeinheit beispielsweise eine Stadt, so können sich diese
Merkmalsträger, also Menschen, auf unterschiedlichster Weise innerhalb dieser
Stadt räumlich verteilen. Dabei kommt es nicht selten vor, daß gerade solche
Individuen, die durch gleiche oder ähnliche Merkmale charakterisiert sind, sich zufällig
oder bewußt gruppieren und somit die soziale Gliederung der Stadt, die sich auch
im räumlichen Anordnungsmuster dieser unterschiedlichen Gruppen ausdrückt,
beeinflussen. Damit allerdings die sozialräumliche Gliederung einer Raumeinheit
erfaßt werden kann, ist es unabdingbar, die Struktur der Bevölkerung, die in ihr lebt,
genau zu erfassen. Der Gegenstand dieser Arbeit setzt genau an dieser Stelle an:
Denn das Ziel dieser Arbeit ist es, einerseits theoretische und praktische Ansätze aus
der Sozialökologie vorzustellen und andrerseits zu zeigen, daß diese Ansätze dazu
dienen können, die Bevölkerungsstruktur in einem kleinräumigen Rahmen zu
analysieren und damit die sozialräumliche Gliederung einer räumlichen Untersuchungseinheit
zu bestimmen.
Im ersten Teil werden hinführend auf den Hauptteil dieser Arbeit, die wichtigsten
Merkmale einer Bevölkerung, die ihre Struktur bestimmen, vorgestellt. Dazu gehören
demographische, rassische, ethnisch-kulturelle und sozio-ökonomische Merkmale,
deren Grundlage Daten aus Volkszählungen und anderen Erhebungen bilden.
Im Hauptteil dieser Arbeit wird zunächst eine historisch geleitete Einführung in die
sozialökologische Forschung geliefert. Dabei geht es um die Entwicklung der Sozialökologie
von der klassischen Sozialökologie, über die neo-klassischen Richtungen,
zu den zwei bedeutendsten Ansätzen - die Sozialraumanalyse und die Faktorialökologie.
Da mit dem klassischen Ansatz auch drei schematischen Stadtmodelle von
Burgess, Hoyt und Harris und Ullman einher gehen, soll ebenso auf deren Inhalte
skizzenhaft eingegangen werden. Der eigentliche Schwerpunkt dieses Hauptteils
liegt allerdings auf der kritischen Erörterung der Sozialraumanalyse und der Faktorialökologie.
Dabei sollen zwei empirische Untersuchungen, die in Hamburg (1977)
und München (1993) durchgeführt wurden, die Anwendung dieser beiden Ansätze
zur kleinräumige Analyse der Bevölkerungsstruktur exemplifizieren.
Diese Arbeit wird mit einer Diskussion über den praktischen Nutzen von sozialökologischen
Analysen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft abgeschlossen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strukturmerkmale der Bevölkerung

2.1 Die demographischen Merkmale

2.2 Die rassischen und ethnisch-kulturellen Merkmale

2.3 Exkurs: Das Phänomen der Segregation

2.4 Sozio-ökonomische Merkmale

3. Die Sozialökologie

3.1 Die Entstehung und Entwicklung der Sozialökologie

3.2 Die Forschungsrichtungen der Sozialökologie

3.2.1 Die klassische Sozialökologie

a) Der ökologische Aspekt der klassischen Sozialökologie

b) Der soziale Aspekt der klassischen Sozialökologie

c) Stadt- und Stadtstrukturmodelle

i) Das Modell der konzentrischen Zonen Burgess (1925)

ii) Das Sektorenmodell von Hoyt (1939)

iii) Das Mehrkerne-Modell von Harris und Ullman (1945)

3.2.2 Die neo-klassische Sozialökologie

3.2.3 Die Sozialraumanalyse von Shevky und Bell (1955)

a) Der theoretische Hintergrund der Sozialraumanalyse

b) Die Dimensionen der Sozialraumanalyse

c) Anwendungsbeispiel zur kleinräumigen Analyse der Bevölkerungsstruktur

3.2.4 Die Faktorialökologie

a) Die Faktorenanalyse

i) Eine allgemeine Einführung

ii) Die Faktorenanalyse in der Sozialgeographie

b) Anwendungsbeispiel zur kleinräumigen Analyse der Bevölkerungsstruktur

c) Die Faktorialökologie aus einer kritischen Perspektive

i) Das erste Problemkomplex: Die Datengrundlage

ii) Das zweite Problemkomplex: Die Ausgangsvariablen

iii) Das dritte Problemkomplex: Die Methodik und technische Verfahren

iv) Das vierte Problemkomplex: Die Etikettierung und Interpretation

d) Der praktische Nutzen von faktorialökologischen Untersuchungen

4. Zusammenfassendes Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit hat das Ziel, die theoretischen und praktischen Ansätze der Sozialökologie darzustellen und aufzuzeigen, wie diese zur kleinräumigen Analyse der Bevölkerungsstruktur und zur Bestimmung der sozialräumlichen Gliederung eingesetzt werden können. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der kritischen Erörterung der Sozialraumanalyse und der Faktorialökologie, illustriert durch empirische Beispiele.

  • Strukturmerkmale der Bevölkerung (demographisch, ethnisch-kulturell, sozio-ökonomisch)
  • Entwicklung und Forschungsrichtungen der Sozialökologie (klassisch bis neo-klassisch)
  • Methodische Grundlagen der Sozialraumanalyse und Faktorialökologie
  • Kritische Analyse der Datengrundlagen, Methodik und Interpretation in der Faktorialökologie
  • Praktischer Nutzen sozialökologischer Analysen für Planung und Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

i) Das erste Problemkomplex: Die Datengrundlage

Die Durchführung einer aussagefähigen Faktorenanalyse setzt die sorgfältige Aufbereitung der zur Verfügung stehenden Daten voraus. Dabei stammt die Datengrundlage hauptsächlich aus staatlichen Volks-, Arbeitsstätten-, Gebäude- und Wohnungsauszählungen oder je nach Interesse der Untersuchung aus individuellen bzw. „maßgeschneiderten“ Datenerhebungen, die allerdings mit einem relativ hohen Zeit- und Kostenaufwand gekoppelt sind. Immense Probleme mit dem Informationsgehalt der Datenbasis treten nicht zuletzt bei Querschnitts-, sondern auch bei Längsschnittanalysen, welche die sozialräumliche Gliederung einer Stadt zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten untersuchen und vergleichen, auf. So kann die Umsetzung einer Längsschnittanalyse erschwert werden, wenn zwischen den einzelnen Großzählungen - sofern diese noch durchgeführt werden, da die letzte Volkszählung in Deutschland auf das Jahr 1987 zurück datiert - keine einheitliche Definitionen vorliegen, wenn es zu Änderungen in der Kategorisierung von Haushalts- oder Betriebsgrößen kommt oder wenn sich die amtliche Einteilung von räumlichen Aggregationsebenen ändert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, Ansätze der Sozialökologie für eine kleinräumige Analyse der Bevölkerungsstruktur vorzustellen und kritisch zu hinterfragen.

2. Strukturmerkmale der Bevölkerung: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Merkmale – demographische, rassische, ethnisch-kulturelle sowie sozio-ökonomische –, die für die Zusammensetzung der Bevölkerung und deren Segregation relevant sind.

3. Die Sozialökologie: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden Überblick über die historische Entstehung und die verschiedenen Forschungsrichtungen der Sozialökologie, von der klassischen Schule über neo-klassische Ansätze bis hin zur Sozialraumanalyse und Faktorialökologie.

4. Zusammenfassendes Fazit: Das Fazit resümiert die methodische Entwicklung der Sozialökologie und betont trotz theoretischer Stagnation den hohen Stellenwert methodischer Fortschritte für die kleinräumige Analyse der Bevölkerungsstruktur.

Schlüsselwörter

Sozialökologie, Bevölkerungsstruktur, kleinräumige Analyse, Segregation, Sozialraumanalyse, Faktorialökologie, Faktorenanalyse, Stadtentwicklung, Sozialplanung, Raumeinheit, Datenbasis, Sozialgeographie, Stadtstrukturmodelle, soziale Schichtung, räumliche Gliederung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit sozialökologischen Ansätzen zur kleinräumigen Analyse der Bevölkerungsstruktur und deren Beitrag zur Erfassung der sozialräumlichen Gliederung einer Stadt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Strukturmerkmale der Bevölkerung, die historische Entwicklung der Sozialökologie sowie die Methoden und kritische Perspektive der Sozialraumanalyse und Faktorialökologie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der Sozialökologie vorzustellen und aufzuzeigen, wie diese zur Analyse kleinräumiger Bevölkerungsstrukturen genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Im Zentrum der Methodik stehen statistische Verfahren der Informationsverdichtung, insbesondere die Faktorenanalyse zur Reduzierung komplexer Datensätze auf wenige Dimensionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Sozialökologie, die Vorstellung klassischer Stadtmodelle sowie eine tiefgehende kritische Analyse der Sozialraumanalyse und der Faktorialökologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind unter anderem Sozialökologie, kleinräumige Analyse, Faktorenanalyse, Segregation, Bevölkerungsstruktur und Sozialplanung.

Welche Bedeutung haben "Raumzellen" in der Faktorialökologie?

Raumzellen dienen als kleinräumige Bezugseinheiten, um eine möglichst hohe Homogenität bei der statistischen Analyse zu gewährleisten, wobei ihre Wahl einen Kompromiss zwischen mathematischer Genauigkeit und Datenverfügbarkeit darstellt.

Was wird unter der "Rotationsproblematik" in der Faktorenanalyse verstanden?

Dies bezieht sich auf die Notwendigkeit, extrahierte Faktoren rechnerisch zu rotieren, um eine einfache Struktur zu erzielen, die erst eine eindeutige inhaltliche Interpretation der Faktoren ermöglicht.

Final del extracto de 46 páginas  - subir

Detalles

Título
Sozialräumliche Segregation
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie)
Calificación
1,0
Autor
Ender Erat (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
46
No. de catálogo
V13240
ISBN (Ebook)
9783638189385
Idioma
Alemán
Etiqueta
Segregation Sozialräumliche Segregation Faktorenanalyse Faktorialökologie Humanökologie Dissimilaritätsindex Segregationsindex Konzentration Bevölkerungskonzentration
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ender Erat (Autor), 2003, Sozialräumliche Segregation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13240
Leer eBook
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