Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Was ist das Metaverse und inwiefern kann es die Geschäftstätigkeiten im Marketing & Vertrieb erweitern und optimieren? Wie wird die Entwicklung aussehen und welche Chancen wie auch Risiken ergeben sich durch eine Partizipation?
Mit der Umbenennung des Facebook Konzerns in Meta im Jahr 2021 verbreitet der CEO Mark Zuckerberg die Idee seines Metaverse. Populäre Medien und öffentlicher Meinungsaustausch erzeugten zuletzt weitreichendes Interesse, da besonders starke Emotionen aufgrund der futuristischen Technologie damit verknüpft sind und es werden Zukunftsversionen aufgestellt, wie das Metaverse aussehen wird. Einiges deutet darauf hin, dass eine neue digitale Revolution – ähnlich der Einführung des Internets – bevorsteht. Bis es dazu kommt, sind diverse technologische als auch gesellschaftliche und regulatorische Etappen zu überwinden. Auch in der Marketer-Welt ist das Thema bereits angekommen. Wenn man Marketer heute fragt, wie sie mit der digitalen Transformation in ihrem Unternehmen Schritt halten, wird der Begriff Metaverse fallen. Jedoch ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig bestimmt, wie jenes genau definiert und inwiefern es einen Einfluss auf die Unternehmenstätigkeiten nehmen wird.
Um Wettbewerbsvorteile zu erzielen, stoßen bereits heute Unternehmen, überwiegend aus dem B2C, in das Metaverse vor und tasten sich an die neuartige Technologie heran. Durch einen frühen Eintritt in diesen neuen Markt können Marken ein innovatives Image vermitteln und zudem Kunden ein neuartiges Einkaufserlebnis bieten. Auch für den B2B-Sektor kommen verschiedene Anwendungsmöglichkeiten in Betracht. Unter anderem könnte das Metaverse für diverse Tätigkeiten genutzt werden, wie beispielsweise für Meetings und Veranstaltungen, die Pflege von Kundenbeziehungen, hybrides Verkaufen, innovatives Marketing, Smart Contracts, und zudem auch als Werbeplattform fungieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsfrage
1.4 Methodik der Arbeit
1.5 Aufbau der Arbeit
1.6 Forschungsstand und wissenschaftliche Einordnung der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Metaverse
2.1.1 Definition und Allgemeines
2.1.2 Die Blockchain als Marketing-Instrument
2.1.3 AR & VR als Zugangskomponenten
2.2 Zwischenfazit
3. Methodische Vorgehensweise
3.1 Forschungsdesign
3.2 Erhebung der Daten
3.2.1 Auswahl der Interviewpartner
3.2.2 Akquirierung und Feldzugang
3.2.3 Konstruktion des Interviewleitfadens
3.2.4 Durchführung der Interviews
3.3 Datenauswertung
4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
4.1 Anwendungsfelder Vertrieb
4.1.1 Produktpräsentation und Verkauf
4.1.1.1 Vertrauen
4.1.1.2 Digitale Zwillinge
4.1.1.3 Virtuelle Vertriebstermine und Verkaufsprozess
4.1.1.4 Automatisierte Zahlungsabwicklung
4.1.2 Events
4.1.3 Personal
4.1.3.1 Zusammenarbeit intern
4.1.3.2 Bildung
4.2 Anwendungsfelder Marketing
4.2.1 Personal
4.2.2 Neukundengewinnung
4.2.3 Außenauftritt
4.3 Herausforderungen
4.3.1 Technologische Anforderungen
4.3.1.1 Blockchain als Metaverse Fundament
4.3.1.2 Reife Version des Metaverse
4.3.1.3 Eintrittstechnologien
4.3.1.4 Infrastruktur
4.3.1.5 Metaverse-Plattformen
4.3.1.6 Zukünftige Hardware
4.3.2 Gesellschaftliche und unternehmerische Hürden
4.3.2.1 Aufklärungsarbeit
4.3.2.2 Zugänglichkeit der Hardware
4.3.2.3 Benutzerfreundlichkeit der Hardware
4.3.2.4 Fehlende Use-Cases
4.3.3 Regulatorische Bedenken
4.3.3.1 Gesetzgebungsverfahren in Deutschland
4.3.3.2 Datenschutzbedingungen (DSGVO)
4.4 Interpretation und Handlungsempfehlung
5. Limitationen und zukünftige Forschung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Masterarbeit identifiziert und analysiert potenzielle Anwendungsfelder des Metaverses im Marketing und Vertrieb von B2B-Unternehmen, um den bisher unzureichend erforschten Nutzen dieser Technologie für Geschäftskontakte, Produktpräsentationen und interne Prozesse wissenschaftlich zu explorieren.
- Potenzialanalyse von Metaverse-Anwendungen im B2B-Sektor
- Einsatzmöglichkeiten von Blockchain und NFTs im Marketing
- Technologische Anforderungen und infrastrukturelle Rahmenbedingungen
- Gesellschaftliche und regulatorische Herausforderungen für Unternehmen
- Methodische Erkenntnisse aus qualitativen Experteninterviews
Auszug aus dem Buch
1.1 Hinführung zum Thema und Problemstellung
Mit der Umbenennung des Facebook Konzerns in Meta im Jahr 2021 verbreitet der CEO Mark Zuckerberg die Idee seines Metaverse (Vgl. Meta 2021). Populäre Medien und öffentlicher Meinungsaustausch erzeugten zuletzt weitreichendes Interesse, da besonders starke Emotionen aufgrund der futuristischen Technologie damit verknüpft sind und es werden Zukunftsversionen aufgestellt, wie das Metaverse aussehen wird.
Doch die Idee hierfür wurde nicht durch den US-Amerikanischen Konzern in die Welt gesetzt. Den Grundstein legte Neal Stephenson bereits 1992 mit seinem Science-Fiction Roman „Snow Crash“. In diesem beschreibt er eine virtuelle Welt, in die sich Menschen vor der Realität flüchten und durch Avatare miteinander agieren können. Zudem ist auch die Rede von Geld, welches keiner zentralisierten Verwaltung unterliegt, den heutigen Kryptowährungen. (Vgl. Joshua 2017, S. 17ff.). Im Jahr 2022 gaben knapp 40% der Befragten in Deutschland an, dass sie sich aktuell vorstellen können, das Metaverse zu nutzen. In der jüngeren Altersgruppe unter 50 Jahren gaben sogar über 50% an für das Metaverse offen zu sein. (Vgl. Deloitte Deutschland 2022, S.9) 27% von dieser befragten Personengruppe besitzen bereits ein Grundverständnis für die neue Technologie (Vgl. Deloitte Deutschland 2022, S.7).
Der Vorläufer des Metaverse, die Plattform Second Life, gilt als eine der bekanntesten virtuellen Welten und wurde bereits im Jahr 2003 gegründet. In dem virtuellen Umfeld können Nutzer ihre Avatare steuern und fast alles machen, was auch in der physischen Welt möglich ist – von der Jobsuche - bis hin zur Hochzeit (Vgl. Virgilio 2022). Jedoch wird das Metaverse der Zukunft wesentlich umfangreicher sein und über eine virtuelle Welt hinausgehen (Vgl. Lee et al. 2021, S.5). Experten rechnen damit, dass es einen festen Bestandteil in unserem Leben einnehmen wird (Vgl. Gartner 2022). Heute ist noch schwer zu bestimmen, wie genau das Metaverse aussehen wird, welche Akteure daran beteiligt sein werden und welche Nutzungsvorteile sich ergeben.
Kapitelzusammenfassung
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Metaverses ein, definiert das Forschungsziel und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Metaverse, beleuchtet zentrale technische Komponenten wie Blockchain und NFTs und grenzt virtuelle Welten voneinander ab.
3. Methodische Vorgehensweise: Hier wird das qualitativ-empirische Forschungsdesign dargelegt, welches auf Experteninterviews und einer leitfadengestützten Inhaltsanalyse basiert.
4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel fasst die Daten aus den Experteninterviews zusammen und ordnet sie den Anwendungsfeldern im Bereich Vertrieb und Marketing sowie den Herausforderungen zu.
5. Limitationen und zukünftige Forschung: Hier werden die methodischen Grenzen der Studie reflektiert und mögliche Forschungsansätze für zukünftige Arbeiten aufgezeigt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial von Metaverse-Anwendungen für B2B-Unternehmen unter Berücksichtigung der aktuellenHürden.
Schlüsselwörter
Metaverse, B2B-Marketing, Vertrieb, Blockchain, NFTs, Virtuelle Realität, AR, Digitale Transformation, Kundenbindung, Smart Contracts, Geschäftsprozesse, Experteninterviews, Technologische Herausforderungen, Regulatorik, Innovation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, welche Anwendungsmöglichkeiten das Metaverse für Unternehmen im Business-to-Business-Bereich bietet, insbesondere mit Fokus auf Marketing und Vertrieb.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Vordergrund?
Die zentralen Felder umfassen die technologischen Grundlagen (Blockchain, xReality), die Identifikation konkreter Use-Cases im Vertrieb und Marketing sowie die Analyse von Akzeptanzbarrieren und regulatorischen Rahmenbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch eine qualitative Expertenbefragung neue Erkenntnisse über das nutzbringende Potenzial von Metaverse-Technologien für B2B-Unternehmen in Deutschland zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine qualitative Studie durchgeführt, die auf Experteninterviews und einer inhaltlich-strukturierenden Auswertung nach Kuckartz basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, das methodische Vorgehen sowie die detaillierte Darstellung und Interpretation der aus den Experteninterviews gewonnenen Ergebnisse.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt zusammenfassen?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Metaverse, B2B-Vertrieb, Blockchain, Digitale Zwillinge, technologische Infrastruktur und regulatorische Rahmenbedingungen charakterisiert.
Welche Bedeutung haben NFTs für B2B-Unternehmen laut dieser Arbeit?
Die Experten sehen NFTs im B2B-Bereich weniger als reines Marketing-Tool, sondern verstärkt als Mittel zum Nachweis von Eigentumsrechten, Patentrechten oder als Basis für exklusive Mitgliedschaften und Kundenbindungsprogramme.
Wie bewerten die Experten die aktuelle technologische Infrastruktur in Deutschland für das Metaverse?
Die Experten identifizieren eine unzureichende Netzgeschwindigkeit, fehlende flächendeckende Netzabdeckung und eine gewisse digitale Planlosigkeit als kritische Hürden, die eine flächendeckende Implementierung von Metaverse-Anwendungen derzeit erschweren.
- Quote paper
- Jakob Ramsenthaler (Author), 2022, Das Metaverse in Marketing und Vertrieb. Anwendungsfelder im B2B-Sektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324217