Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Utilitarismus, analysiert, welche Varianten bestehen und geht näher auf Probleme ein. Zunächst wird im zweiten Kapitel erklärt, was der Utilitarismus eigentlich ist. In Kapitel 3 wird die Grundidee der Lehre festgehalten. Kapitel 4 beschäftigt sich mit den Varianten des Utilitarismus. Dazu gehören Akt- und Regel-Utilitarismus, Nutzensummen- und Durchschnittsnutzenutilitarismus und Glücks- und Präferenzutilitarismus. Darauffolgend wird im fünften Kapitel die Problematik des Utilitarismus von Bernard Williams erläutert. Die Arbeit endet mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. WAS IST UTILITARISMUS?
3. GRUNDIDEE DES UTILITARISMUS
4. VARIANTEN DES UTILITARISMUS
4.1. AKT- UND REGELUTILITARISMUS
4.2. NUTZENSUMMEN- UND DURCHSCHNITTSNUTZENUTILITARISMUS
4.3. GLÜCKS- UND PRÄFERENZUTILITARISMUS
5. KRITIK AM UTILITARISMUS
5.1. BERNARD WILLIAMS ZUM UTILITARISMUS
1. KONTRADINTUIVE KONSEQUENZEN
2. INTEGRITÄTSVERLUST
6. FAZIT
7. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Utilitarismus auseinander, indem sie seine zentralen Varianten analysiert, ihre theoretischen Grundlagen erläutert und die spezifische Kritik von Bernard Williams untersucht.
- Grundbegriffe und Definition des Utilitarismus
- Differenzierung zwischen Handlungs- und Regelutilitarismus
- Konzepte des Glücks- und Präferenzutilitarismus
- Kritische Analyse durch Bernard Williams (Integritätsverlust und kontraintuitive Konsequenzen)
- Ethische Abwägung von individuellen Interessen und Gesamtnutzen
Auszug aus dem Buch
1. KONTRADINTUIVE KONSEQUENZEN
Diese Ebene kann man am besten an einem Beispiel veranschaulichen:
Lisa und Max machen zusammen den theoretischen Test für den Führerschein. Max macht ihn zum zweiten Mal und ist sehr gut darauf vorbereitet. Lisa hat Konzentrationsprobleme und hat nicht genug gelernt. Max entscheidet sich dafür, Lisa abschreiben zu lasse. Der Prüfer weiß, dass Max ein sehr guter Schüler ist und merkt das Fehlverhalten. Er spricht die beiden darauf an. Max beschuldigt sich selbst, der Prüfer hat jedoch Zweifel, weshalb er einen anderen Teilnehmer, namens Eric, fragt. Was soll Eric nun sagen?
Soll Eric nun lügen oder die Wahrheit sagen? Wenn er lügt, könnte er der Grund dafür sein, dass Max nur weniger Punkte bekommt und Lisa eine Chance hat die Prüfung zu bestehen. Ein Problem, das jedoch auftritt, ist das schlechte Gewissen von Eric, wenn er lügt. Lügen ist ein nicht utilitaristisch moralische Gefühl, weshalb im Utilitarismus irrational ist. Lügen ist immer moralisch schlecht angesehen. Wie Utilitarismus ist es jedoch so, dass die Handlung, die ein Individuum vollzieht, immer moralisch korrekt ist, da es eine selbstständige Entscheidung war. Bernard Williams ist der Meinung, dass irrationale Gefühle, in diesem Beispiel lügen, fehl am Platz sind, da sie selbstzerstörerisch sein können. Eric könnte sich selbst zerstören, da er ein schlechtes Gewissen mit sich trägt, wenn er für Max und Lisa lügt. Diese irrationale Gefühle sollten deswegen nicht zur Gesamtberechnung hinzugerechnet werden, weshalb das Gesamtglück verringert wird. So darf das schlechte Gewissen keinen Einfluss darauf haben, ob etwas moralisch gut ist oder nicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung des Utilitarismus ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die behandelten Schwerpunkte.
2. WAS IST UTILITARISMUS?: Dieses Kapitel definiert den Utilitarismus etymologisch und inhaltlich als konsequenzialistische Ethik, die den Nutzen als zentrales Kriterium postuliert.
3. GRUNDIDEE DES UTILITARISMUS: Hier werden die ethischen Fundamente erläutert, wobei das Streben nach dem größtmöglichen Glück des Individuums und der Gesellschaft im Fokus steht.
4. VARIANTEN DES UTILITARISMUS: Es folgt eine detaillierte Differenzierung der utilitaristischen Strömungen, darunter Akt- und Regelutilitarismus sowie Nutzen- und Präferenzmodelle.
5. KRITIK AM UTILITARISMUS: Dieses Kapitel widmet sich der Kritik von Bernard Williams, insbesondere den Problemen von kontraintuitiven Konsequenzen und dem drohenden Integritätsverlust.
6. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert die ethische Problematik sowie die Komplexität der verschiedenen utilitaristischen Ansätze.
7. LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und Werke auf.
Schlüsselwörter
Utilitarismus, Ethik, Konsequenzialismus, Bernard Williams, Glück, Nutzen, Handlungsutilitarismus, Regelutilitarismus, Präferenz, Moral, Integrität, Gesamtnutzen, Wohlbefinden, Jeremy Bentham, John Stuart Mill.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen einführenden Überblick über den Utilitarismus, seine verschiedenen Strömungen und die damit verbundenen moralphilosophischen Herausforderungen.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Werk ab?
Die Schwerpunkte liegen bei der Definition grundlegender Nutzenbegriffe, der Unterscheidung verschiedener utilitaristischer Varianten und der kritischen Reflexion durch Bernard Williams.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die interne Logik des Utilitarismus verständlich zu machen und aufzuzeigen, an welchen Punkten diese Theorie in der Kritik steht.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine literaturgestützte Analyse und komparative Untersuchung der philosophischen Konzepte angewandt.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil behandelt die Differenzierung zwischen Handlungs- und Regelutilitarismus, die Bewertung kollektiver versus individueller Interessen und die psychologischen Auswirkungen auf das moralische Individuum.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Neben dem zentralen Begriff "Utilitarismus" sind "Glück", "Nutzenmaximierung", "Moral" und "Integritätsverlust" die prägenden Schlüsselbegriffe.
Welche Rolle spielt der Integritätsverlust bei Bernard Williams?
Williams argumentiert, dass der Utilitarismus das Individuum dazu zwingt, seine eigene Moral und Überzeugungen einer externen Nutzenrechnung unterzuordnen, was die persönliche Integrität beschädigt.
Wie unterscheidet sich der Akt- vom Regelutilitarismus?
Während der Aktutilitarismus jede Handlung einzeln nach ihrem individuellen Nutzen bewertet, orientiert sich der Regelutilitarismus an allgemeinen Regeln, die langfristig das größte Gesamtwohl sichern sollen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Das Konzept des Utilitarismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324543