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Abseitsfalle: Frauen in der Sportberichterstattung

Inwiefern spiegelt der Sport durch die Präsenz und Inszenierung von Sportlerinnen in den Medien die Geschlechterverhältnisse wider?

Titel: Abseitsfalle: Frauen in der Sportberichterstattung

Hausarbeit , 2023 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Ausarbeitung thematisiert die Präsenz und Inszenierung von Frauen in der Sportberichterstattung unter dem Aspekt der Geschlechterordnung. Der erste Teil erklärt den Begriff Sportberichterstattung im Allgemeinen. Danach wird zunächst die historische Entwicklung des Frauensports erläutert und im Anschluss die Geschlechterstereotypisierung durch Sportarten aufgezeigt. Der nachfolgende Teil untersucht die Frauenanteile in der Sportberichterstattung und die Darstellung von Sportlerinnen in den Medien. In diesem Kontext werden die Inszenierung des Körpers und des Aussehens der Sportlerinnen sowie die Trivialisierung von Frauen im Sport genauer analysiert. Darüber hinaus wird die Rolle der Human-Interest-Themen in der Sportberichterstattung beleuchtet. Das nächste Kapitel widmet sich der Selbstpräsentation der Sportlerinnen. Anschließend wird der Sportjournalismus im Hinblick auf die Unterrepräsentation von Sportjournalistinnen und den Einfluss des männlichen Publikums auf die Medienproduktion analysiert. Der letzte Teil erörtert die Folgen und Auswirkungen fehlender Frauenpräsenz in den Sportmedien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbemerkungen

2.1. Geschlechterordnung

2.2. Sportberichterstattung

3. Die Geschichte des Frauensports

4. Geschlechterstereotypisierung durch Sportarten

5. Frauenanteile in der Berichterstattung

6. Die Darstellung von SportlerInnen in der Berichterstattung

6.1. Inszenierung des Körpers und des Aussehens

6.2. Trivialisierung von Frauen im Sport

6.3. Human Interest in der Sportberichterstattung

7. Selbstpräsentation der Sportlerinnen

8. Der Sportjournalismus

8.1. Sportjournalistinnen in der Minderheit

8.2. Einflussnahme durch das männliche Publikum auf die Medienproduktion

9. Folgen fehlender Frauenpräsenz in der Sportberichterstattung

10. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Sport durch die Präsenz und die mediale Inszenierung von Sportlerinnen die bestehenden Geschlechterverhältnisse widerspiegelt und welche Rolle dabei der Sportjournalismus einnimmt.

  • Analyse der historischen Entwicklung und aktuellen Situation des Frauensports.
  • Untersuchung von Gendermechanismen in der medialen Sportberichterstattung.
  • Betrachtung von Inszenierungsformen wie Sexualisierung, Trivialisierung und Human-Interest-Aspekten.
  • Reflexion über die Unterrepräsentation von Frauen im Sportjournalismus und deren Einfluss auf Medienprodukte.

Auszug aus dem Buch

6.1. Inszenierung des Körpers und des Aussehens

In den Medien treten Sportlerinnen in doppelter Hinsicht in Erscheinung: als Sportlerinnen und Frauen. Um das Interesse des Publikums zu wecken, reicht es nicht aus, nur die sportliche Leistung der Damen zu präsentieren. Deshalb setzen die Redakteur:innen auf erotische Komponenten in der Berichterstattung und entsprechende Bilder werden beigefügt, um die Sportler:innen zum Eyecatcher zu machen, denn auf diese Weise werden ihre sportlichen Leistungen zu einer interessanten beziehungsweise lesenswerten Information. Die Inszenierung der weiblichen Erotik gehört für eine Vielzahl von Journalist:innen zur Normalität gemäß dem Motto „Sex sells“ (vgl. Hartmann-Tews/Rulofs 2005b: 214). Daher wird im Sportjournalismus das attraktive Aussehen von Sportlerinnen ständig kommentiert und es ergibt sich eine Bewertung des weiblichen Körpers hinsichtlich der Ästhetik. Formulieren wie „knackige Figur“ oder „tennis beauty“ sind in den Berichten allgegenwärtig. Gelegentlich kommt es dabei zu einer Überschreitung der Grenze zur Sexualisierung der Akteurinnen (vgl. Rulofs 2010: 2).

Die Körper der Sportlerinnen wird auch in Fotomotiven entsprechend auffällig präsentiert. Es gibt folglich keine wirkliche Abgrenzung zur Erotisierung der Frauen. Insbesondere Medien, die sich am Boulevard orientieren, liefern oftmals Bilder beziehungsweise Fotos von Sportlerinnen, die eine erotische Wirkung haben. Dadurch ergibt sich eine Reduzierung des öffentlichen Bildes der Akteurinnen auf ihre weibliche Schönheit. In der Sportberichterstattung über Männer liegt die Betonung wiederum auf dem klischeehaften Männerbild und dessen natürlicher Mächtigkeit und Stärke, was eine Inszenierung des Körpers des Helden bedeutet (vgl. Gleich 2000: 514).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die symbolträchtige Zulassung von Schiedsrichterinnen bei der Fußball-WM 2022 und skizziert die Fragestellung zur Darstellung von Geschlechterverhältnissen im Sport.

2. Vorbemerkungen: Es werden zentrale Begriffe wie die soziale Konstruktion der Geschlechterordnung und die symbiotische Beziehung zwischen Sport, Medien und Wirtschaft definiert.

3. Die Geschichte des Frauensports: Das Kapitel zeichnet den langen Weg der Frauen in den Sport nach, der durch gesellschaftliche Widerstände, medizinische Mythen und historische Entwicklungen geprägt war.

4. Geschlechterstereotypisierung durch Sportarten: Hier wird analysiert, wie Medien Sportarten nach Geschlechterklischees bewerten, wobei Männern eher aggressive und Frauen eher ästhetische Disziplinen zugeschrieben werden.

5. Frauenanteile in der Berichterstattung: Diese Analyse belegt eine signifikante Unterrepräsentation von Frauen im Sportjournalismus und veranschaulicht den bestehenden Gender-Gap in den Medien.

6. Die Darstellung von SportlerInnen in der Berichterstattung: Das Kapitel untersucht Mechanismen wie die Sexualisierung, die Trivialisierung durch kindliche Benennungen und den Fokus auf das Privatleben statt auf die sportliche Leistung.

7. Selbstpräsentation der Sportlerinnen: Hier wird beleuchtet, wie Athletinnen selbst versuchen, durch Inszenierung (z.B. in sozialen Medien) Anerkennung zu gewinnen, um sich in einem kommerzialisierten Umfeld zu behaupten.

8. Der Sportjournalismus: Das Kapitel thematisiert die männlich dominierte Struktur von Sportredaktionen und den Einfluss des männlichen Publikums auf die journalistische Produktion.

9. Folgen fehlender Frauenpräsenz in der Sportberichterstattung: Es wird dargelegt, welche Auswirkungen die mangelnde Sichtbarkeit auf das Interesse am Frauensport, die Gehälter und das Fehlen weiblicher Identifikationsvorbilder hat.

10. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der Sport in den Medien weiterhin ein durch Männer geprägtes Bild vermittelt und dringend eine stärkere Sensibilisierung sowie mehr Frauen hinter der Kamera bzw. Redaktion benötigt.

Schlüsselwörter

Sportberichterstattung, Geschlechterordnung, Sportlerinnen, Medien, Geschlechterstereotypisierung, Sportjournalismus, Sexualisierung, Trivialisierung, Human Interest, Gender-Gap, Inszenierung, Sportkommunikation, Vorbilder, Feminismus, Sportmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die mediale Darstellung von Frauen im Sport und zeigt auf, wie diese Berichterstattung bestehende gesellschaftliche Geschlechterhierarchien nicht nur abbildet, sondern aktiv mitkonstruiert.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen der Geschlechterstereotypisierung, der medialen Sexualisierung und Trivialisierung von Sportlerinnen sowie auf der männlichen Dominanz im Sportjournalismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, warum und in welcher Form Frauen im Sportmedienkontext unterrepräsentiert und in ihrer Darstellung oft auf ihr Äußeres oder ihr Privatleben reduziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Studien aus der Sportkommunikationsforschung mit Beispielen aus der täglichen Berichterstattung verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen des Frauensports, die Untersuchung medialer Darstellungsformen, die Rolle der Frauen im Sportjournalismus und die Konsequenzen der fehlenden Präsenz.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Sportberichterstattung, Geschlechterordnung, Gender-Gap, Inszenierung und die Diskrepanz zwischen sportlicher Leistung und ästhetischer Vermarktung.

Wie beeinflusst das männliche Publikum die Sportberichterstattung?

Da das Sportpublikum laut der Arbeit größtenteils männlich ist, orientiert sich die Sportredaktion an vermeintlichen Männerinteressen, was dazu führt, dass Sportlerinnen oft objektifizierend dargestellt werden.

Welche Rolle spielt die Selbstvermarktung der Sportlerinnen?

Sportlerinnen nutzen zunehmend Strategien der Selbstinszenierung, um Aufmerksamkeit zu generieren, wobei sie sich teilweise ungewollt den vorherrschenden weiblichen Stereotypen unterwerfen, um medial relevant zu bleiben.

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Details

Titel
Abseitsfalle: Frauen in der Sportberichterstattung
Untertitel
Inwiefern spiegelt der Sport durch die Präsenz und Inszenierung von Sportlerinnen in den Medien die Geschlechterverhältnisse wider?
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
22
Katalognummer
V1324584
ISBN (PDF)
9783346808738
ISBN (Buch)
9783346808745
Sprache
Deutsch
Schlagworte
abseitsfalle frauen sportberichterstattung inwiefern sport präsenz inszenierung sportlerinnen medien geschlechterverhältnisse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Abseitsfalle: Frauen in der Sportberichterstattung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324584
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Leseprobe aus  22  Seiten
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