[...] Der vorliegende Band II befasst sich mit dem interessanten Thema „Outsourcing“ und den Gedanken eines mittleren Krankenhauses für den Bereich der Zentralsterilisation. Aufbauend auf einer detaillierten Ist-Analyse der Situation wird eine Soll-Konzeption erstellt und die Kosten ermittelt, die eim „Outsourcing der Zentralsterilisation an einen externen Leistungserbringer für das Krankenhaus entstehen würden.
Die Schriftenreihe wird im dritten Band mit einem ebenfalls sehr interessanten Thema, einer „Wirtschaftlichkeitsanalyse unter der Fragestellung der Rentabilität der Anschaffung eines Neufahrzeuges“, fortgesetzt. Dem Verfasser ist zwar bewußt, dass es sich bei dieser Schriftenreihe um Untersuchungen handelt, die zum Teil schon vor 10 Jahren gemacht wurden, die Ergebnisse und Hinweise sind aber noch immer von hoher Aktualität, wie neuere Untersuchungen zu relevanten und ähnlichen Themen beweisen.Ziel des Auftrages bezüglich der Zentralsterilisation in einem Krankenhaus, ist eine leistungsstarke Einrichtung zu schaffen, die die Ansprüche, die an eine sparsame und wirtschaftliche Betriebsführung zu stellen sind, einerseits realisiert und entspricht, gleichzeitig aber sicherstellt, daß den Anforderungen, die der laufende Betrieb stellt, entsprochen wird. Dabei sind die hausspezifischen Gegebenheiten, wie z.B. bauliche Konzeption etc. zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist unter Beachtung der gesetzlichen Notwendigkeiten und der gegebenen
wirtschaftlichen Sachzwänge, die Sicherung einer leistungsfähigen Personalbesetzung für die Zukunft zu gewährleisten.
Der Auftraggeber legt Wert darauf, daß er Informationen über den Betrieb einer Zentralsterilisation erhält, die er nicht nur bezogen auf das vorliegende Projekt, sondern insbesondere auch auf andere Projekte anwenden kann. Es ist daher bei der Berichtsdarstellung nicht nur die Situation des Krankenhauses darzustellen, sondern auch auf rechtliche Aspekte und organisatorische Belange einzugehen.Der Auftraggeber wünschte darüber hinaus eine fachliche und praktische Unterstützung vor Ort, falls es zur Übernahme der Zentralsterilisation des o.g. Krankenhauses durch ihn kommt. Der Bericht soll darüber hinaus den Auftraggeber in die
Lage versetzen, die bestehende Zentralsterilisation eines Krankenhauses zu übernehmen und fachlich leiten zu können.
Die Projektentwicklung bzw. der nachfolgende Bericht ist daher in drei Berichtsteile aufgeteilt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Das Projekt
1.2 Die Aufgabe
1.3 Auftragsdurchführung
2. Bericht
2.1 Zentralsterilisation
Fachlich und organisatorische Voraussetzung
2.1.1 Organisatorische Voraussetzungen
2.1.2 Bauliche Voraussetzungen
2.1.2.1 Unreine Zone
2.1.2.2 Reine Zone
2.1.2.3 Räumliche Gliederung
2.1.3 Personelle Voraussetzungen
2.1.3.1 Personalbedarf
2.1.3.2 Qualifikationsstruktur
2.1.3.3 Aufgaben der Leitung
2.1.3.4 Betriebszeiten
2.1.4 Qualitätssicherung
2.1.4.1 Verfahrensabläufe
2.1.4.2 Ergebniskontrolle
2.1.4.3 Dokumentation
2.1.4.4 Kennzeichnung und Kontrolle des Sterilgutes
2.1.4.5 Gerätewartung
2.1.4.6 Prüfen auf Wirksamkeit und Prüfungstermine
2.1.4.7 Ergebnisbeurteilung und Archivierung
2.1.4.8 Betriebsbuch
2.1.4.9 Gerätebuch
2.1.5 Sterilisation und Hygiene
2.1.5.1 Entsorgung
2.1.5.2 Dekontamination
2.1.5.3 Ultraschallbehandlung
2.1.5.4 Pflege
2.1.5.5 Funktionskontrolle
2.1.5.6 Verpackung
2.1.5.7 Vorbereitung zur Sterilisation
2.1.5.8 Sterilisationsverfahren / Festlegen des Sterilisationsverfahrens
2.1.5.9 Beschicken des Sterilisationsgerätes
2.1.5.10 Nachbehandlung des Sterilgutes
2.1.5.11 Lagerung und Kommissionierung
2.1.5.12 Bereitstellung und Transport
2.1.5.13 Kontrolle der Verpackung
2.1.5.14 Beschaffung von Instrumenten
2.1.5.14.1 Produktdefinition
2.1.5.14.2 Produkteigenschaften
2.1.5.14.3 Lieferantenmerkmale
2.1.5.15 Ausmusterung
2.2 Zentralsterilisation IST-Situation
2.2.1 Allgemeine Kennzahlen
2.2.1.1 OP-Leistungszahlen
2.2.1.2 Vollkräfte und Personalkosten
2.2.2 Ist-Darstellung Zentralsterilisation
2.2.3 Personalbedarfsberechnung
2.2.4 Kosten der Zentralsterilisation
2.2.5 Zusammenfassung der wesentlichsten Auffälligkeiten
3. Umsetzung
3.1 Personalbedarfsermittlung und Personalkosten im Soll
3.2 Organisationsabläufe
3.3 Beschaffung
3.4 Vertrag
3.4.1 Haftung
4. Resümee
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Wirtschaftlichkeit und organisatorische Leistungsfähigkeit einer Zentralsterilisation (ZS) zu analysieren, um die Basis für ein Outsourcing-Konzept an einen externen Dienstleister zu schaffen, das sowohl gesetzliche Anforderungen erfüllt als auch wirtschaftliche Sachzwänge berücksichtigt.
- Ist-Analyse der bestehenden Zentralsterilisationsabläufe und Personalstruktur.
- Erarbeitung eines Soll-Konzepts für effiziente Betriebsprozesse und Personalbesetzung.
- Kostenanalyse unter Berücksichtigung von Einsparpotenzialen durch Outsourcing.
- Qualitätssicherung im Kreislauf der Sterilgutversorgung.
- Vertragliche und rechtliche Rahmenbedingungen für die externe Leistungserbringung.
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Organisatorische Voraussetzungen
Die Sterilisation und Desinfektion in einem Krankenhaus stellt eine der wichtigsten organisatorischen Knotenpunkte dar. Zu berücksichtigen ist dabei, daß z.B. die Zentralsterilisation (ZS) ein Dienstleistungsbetrieb ist, der im wesentlichen von seinen Zulieferern, dem OP, Ambulanzen, Kreissaal und Stationen, abhängig ist und in einem hohen Umfang fremdbestimmt wird. Die Frage nach der richtigen Organisation der ZS löst daher oft lange, vehemente und oft auch kontroverse Diskussionen aus.
Daher ist es unabläßlich, daß bei der Planung, neben den baulichen Gesichtspunkten, die oft allerdings nicht mehr abänderbar sind, die rein organisatorischen Punkte besonders beachtet werden. Die Betreibung einer ZS verlangt eine intensive Vorbereitung und ständige Anpassung gewisser Organisationsformen an den laufenden Betrieb.
Eine wesentlich beeinflussende Rolle spielt die Krankenhausgliederung (Hochhaus oder Pavillon), und die Aufgabe des Krankenhauses, z.B. Regel- oder Schwerpunktversorgung. Die besonderen Spezialitäten der einzelnen Abteilungen sowie z.B. auch das Transportsystem von und zur ZS. Eine in der heutigen Zeit zunehmend größere Rolle spielen auch die Inanspruchnahme von Einmalgut und der Umfang der Aufbereitung von sogenannten Sets, die für einzelne Abteilungen speziell vorgehalten und/oder produziert werden müssen. Dieser Umstand wirkt sich insbesondere auf die personelle Vorhaltung im Bereich der Zentralsterilisation aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Zielsetzung des Projektes zur Neuorganisation der Zentralsterilisation im Krankenhaus Pxxxxxx sowie den methodischen Aufbau des Berichts.
2. Bericht: Umfasst die theoretischen fachlichen Voraussetzungen sowie eine detaillierte Ist-Analyse der bestehenden Zentralsterilisation inklusive Kennzahlen, Personalbedarf und Kosten.
3. Umsetzung: Präsentiert ein Soll-Konzept für das Personal, die Abläufe und die Beschaffung sowie Empfehlungen zur Vertragsgestaltung und Haftung.
4. Resümee: Führt die Analyse zusammen und empfiehlt das Outsourcing des Bereiches unter Berücksichtigung der identifizierten Einsparpotenziale.
Schlüsselwörter
Zentralsterilisation, Outsourcing, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Ist-Analyse, Soll-Konzeption, Personalbedarf, Prozessoptimierung, Qualitätssicherung, Sterilgutversorgung, Instrumentenaufbereitung, Krankenhausmanagement, Betriebskosten, Hygienemanagement, Vertragsgestaltung, Leistungsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirtschaftlichkeitsanalyse und Neuorganisation einer Zentralsterilisation in einem Krankenhaus, um die Eignung eines Outsourcings an einen externen Anbieter zu prüfen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die fachlichen und organisatorischen Anforderungen an eine Zentralsterilisation, die Ist-Situation im betrachteten Krankenhaus, die Personalbedarfsplanung sowie die rechtliche und vertragliche Gestaltung der Leistungserbringung.
Was ist das primäre Ziel des Auftrags?
Ziel ist es, eine leistungsstarke und wirtschaftliche Betriebsführung der Zentralsterilisation zu etablieren, die sowohl den klinischen Anforderungen als auch den ökonomischen Notwendigkeiten des Krankenhauses gerecht wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Analyse stützt sich auf eine Kombination aus Vor-Ort-Begehungen, Erfassung der Datenlage mittels Fragebögen, Anwendung anerkannter Anhaltszahlen (wie der "Mainzer Methode") zur Personalbedarfsberechnung und dem Vergleich von Soll-Ist-Zuständen.
Was wird im Hauptteil des Berichts behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die organisatorischen und baulichen Voraussetzungen, die personelle Situation, die Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie die finanziellen Rahmenbedingungen des aktuellen Betriebs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Zentralsterilisation, Outsourcing, Wirtschaftlichkeit, Prozessoptimierung und Qualitätsmanagement charakterisieren.
Welche spezifischen Probleme hat das Krankenhaus Pxxxxxx bei der Zentralsterilisation?
Es bestehen Personalprobleme, eine mangelhafte Datenlage, überfrachtete Instrumentensiebe, ineffiziente Dienstzeiten und eine starke, oft kurzfristige Einflussnahme durch die Chefärzte, was die Abläufe unwirtschaftlich macht.
Warum empfiehlt der Autor ein Outsourcing des Bereiches?
Das Outsourcing wird empfohlen, um durch professionelle Strukturen, eine bedarfsgerechte Personalplanung und eine effizientere Organisation die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen und nachhaltige Kosteneinsparungen zu erzielen.
- Quote paper
- BBA/MBA Dieter F.-W. Freiherr von Münster-Kistner (Author), 1996, Sammlung diverser Berichte - Band II: Übernahme der Zentralsterilisation durch einen externen Anbieter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132462