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Die Tetrarchie Diokletians. Der Niedergang des Römischen Reiches, die Gründung und Auswirkungen

Titel: Die Tetrarchie Diokletians. Der Niedergang des Römischen Reiches, die Gründung und Auswirkungen

Hausarbeit , 2019 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie gelang es Diokletian, eine Tetrarchie zu gründen? Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie es zur Tetrarchie Diokletians kam. Dabei wird auf den Niedergang des Römischen Reichs und die Soldatenkaiser eingegangen. Außerdem werden die inneren und äußeren Bedrohungen des Römischen Reiches behandelt, um letztendlich die Bildung der Tetrarchie zu erläutern.

Eine Mehrkaiserherrschaft zu gründen war vom Grundgedanken her keine neue Gelegenheit, denn auch zuvor nannten sich römische Kaiser als Mitkaiser in der Form von Caesares. Jedoch nahm die von Diokletian eingeführte Mehrkaiserherrschaft einen großen Platz in spätantiken Quellen. So heißt es etwa bei Orosius: "Es trat ein dem Menschengeschlecht bis dahin unbekannter Zustand ein: eine auf gegenseitige Duldung beruhende Gemeinschaft vieler Herrscher, gekennzeichnet durch große Eintracht und gemeinsame Machtausübung, die in diesem Fall, anders als sonst, das Gemeinwohl im Auge hatte."

Die Zeit des 3. Jahrhunderts und die erste Hälfte des 4. Jahrhunderts war einer der ereignisreichsten und wirkungsmächtigsten Zeiten, die auch als das letzte Erheben des Römischen Reiches in seiner Gesamtheit bekannt ist. Zudem zeichnet auch diese Zeit die Teilung Europas. Diese Teilung in ein oströmisches und weströmisches Herrschaftsgebiet ist heute am Unterschied der Kirchen und deren Entwicklung noch zu sehen. Die wichtigsten und prägendsten Personen sind hierbei Diokletian und Konstantin der Große, die auch zu den charismatischsten Personen des spätantiken Römischen Reiches gehören. In der modernen Forschung wird diese Zeit, bzw. die Regierungszeit Diokletians zwischen 284 und 305 eingegrenzt.

Gaius Aurelius Valerius Diocletianus (Diokletian) zählt zum wichtigsten Kaiser in der Geschichte des Römischen Reichs. Zu der Zeit, als er in die Macht kam, herrschte eine politische Krise im Reich, die durch die Soldatenkaiser hervorgerufen wurde. Dass Diokletian es schaffen würde, länger auf dem Thron zu bleiben als viele Usurpatoren vor ihm, konnte nicht vorhergesehen werden. Jedoch gelang es ihm, sich durchzusetzen und ein Herrschaftssystem zu gründen, welches heute unter dem Begriff „Tetrarchie“ bekannt ist. So gewann das Reich wieder an Stabilität. In seiner Regierungszeit reformierte Diokletian die Bereiche der Verwaltung, Wirtschaft, Heer und Gesellschaft. Die Reformen waren erfolgreich und Diokletian schaffte es, so lange er lebte, die politischen Verhältnisse geordnet zu halten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Niedergang des Römischen Reiches

3. Die Soldatenkaiser

4. Diokletian zwischen 284 - 305

5. Die äußeren Bedrohungen

6. Die inneren Bedrohungen

7. Diokletian und der Aufbau der Tetrarchie

8. Fazit

9. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Entstehen und die Etablierung des tetrarchischen Herrschaftssystems unter Diokletian. Im Fokus steht die Fragestellung, wie durch die Bewältigung interner und externer Krisenszenarien sowie die Neuordnung der kaiserlichen Machtverteilung ein stabileres politisches System geschaffen werden konnte, das den Zerfall des Römischen Reiches vorübergehend aufhielt.

  • Analyse der Krise des Römischen Reiches und der Soldatenkaiserzeit
  • Untersuchung der Bedrohungslage durch äußere Feinde
  • Betrachtung der inneren Destabilisierung durch Usurpationen
  • Die Reformpolitik Diokletians als Antwort auf die Reichsinstabilität
  • Der Aufbau und die Funktion der Tetrarchie

Auszug aus dem Buch

7. Diokletian und der Aufbau der Tetrarchie

Nach seinem Machtantritt im Jahre 284 war Diokletian mit den Problemen des Reiches konfrontiert. Er musste sich mit der Grenzsicherung, den Usurpationen, den inneren Konflikten, dem wirtschaftlichen Niedergang und mit den damit verbundenen religiösen Spannungen auseinandersetzen. Dies waren Probleme, die das Römische Reich 100 Jahre lang bis kurz zur Auflösung drängten.

So meint Elbern: „[...] Aber noch war die jahrzehntelange Anarchie nicht überwunden, und ihre Beseitigung sollte eine der bedeutendsten Leistungen Diokletians und seiner Mitregenten werden.“ An einer anderen Stelle ist die Übernahme der Regierungsgewalt Diokletians mit folgenden Worten vor Augen geführt: „[...] Mit dem Beitritt von Diokletian geraten wir aus der Dunkelheit in ein relativ gut beleuchtetes Zwielicht.“ Wie gelang es ihm jedoch, diesen Beschreibungen gewidmet zu sein und Leistungen zu erbringen, welchen vor ihm auch angegangen war, jedoch erfolglos blieben?

Auffallend ist, dass Diokletian ein sehr ambitionierter Herrscher gewesen sein muss, da er es aus einfachen Verhältnissen geschafft hat, zum Herrscher aufzusteigen. Außerdem weist er sich als einen sehr charismatischen Menschen aus, indem er allen Mitregenten seine Stellung an auctoritas überlegen bewies und sich als Vater seiner Untertanen zeigte. Diokletian wurde von seinem Heer in Nikomedia zum Kaiser ausgerufen. Er handelte sehr schlau und weitsichtig, indem er nach Antritt seines Amtes den Mörder seines Vorgängers, Numerian, erschlug, und zwar vor versammelter Heeresmannschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Mehrkaiserherrschaft der Spätantike ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Ursprung der diokletianischen Tetrarchie.

2. Der Niedergang des Römischen Reiches: Dieses Kapitel skizziert die strukturelle Krise des Reiches zu Beginn des dritten Jahrhunderts, in der die traditionelle Rechtsgrundlage des Kaisertums verloren ging.

3. Die Soldatenkaiser: Hier wird die Epoche der Soldatenkaiser sowie die Regierungszeit des Septimius Severus und dessen fatale Auswirkungen auf die politische Ordnung des Reiches analysiert.

4. Diokletian zwischen 284 - 305: Das Kapitel liefert eine biografische Einordnung Diokletians und beschreibt den Weg vom einfachen Soldaten zum Kaiser sowie seine zentralen Machtjahre.

5. Die äußeren Bedrohungen: Es werden die militärischen Herausforderungen an den römischen Grenzen durch germanische Stämme und persische Expansionsbestrebungen detailliert beleuchtet.

6. Die inneren Bedrohungen: Der Fokus liegt hier auf den Usurpationen als innenpolitische Gefahr und der damit verbundenen Instabilität durch unrechtmäßige Machtergreifungen.

7. Diokletian und der Aufbau der Tetrarchie: Dieses Kapitel erläutert die Implementierung der Viererherrschaft als strategische Lösung für die militärische Organisation und die Sicherung der Thronfolge.

8. Fazit: Das Fazit bewertet den Erfolg der diokletianischen Reformen und analysiert, warum das tetrarchische Modell langfristig keine dauerhafte Stabilität garantieren konnte.

9. Literatur- und Quellenverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und antiken Schriften.

Schlüsselwörter

Diokletian, Tetrarchie, Römische Reich, Kaisertum, Soldatenkaiser, Usurpation, Spätantike, Grenzschutz, Machtverteilung, Germanisierung, Heer, Augustus, Caesar, Reformen, Politische Krise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte der Tetrarchie unter Diokletian und untersucht, welche innen- und außenpolitischen Faktoren zur Etablierung dieses Systems führten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Vordergrund?

Die zentralen Themen sind der Niedergang des Reiches im 3. Jahrhundert, die Bedrohung durch äußere Feinde, die Problematik interner Usurpationen sowie die Reformen in Verwaltung und Herrschaftsorganisation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, wie es Diokletian gelang, die chronische Instabilität des Römischen Reiches durch die Einführung der Mehrkaiserherrschaft zu überwinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit erfolgt als historische Analyse auf Basis der Auswertung wissenschaftlicher Fachliteratur sowie antiker Schriftquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur Soldatenkaiserzeit, den verschiedenen Bedrohungslagen an den Grenzen, dem Phänomen der Usurpation sowie der konkreten Implementierung der Tetrarchie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Diokletian, Tetrarchie, Usurpation, Spätantike und Mehrkaiserherrschaft definiert.

Welche Rolle spielten die germanischen Stämme bei der Destabilisierung?

Die zunehmende Bedrohung durch äußere Verbände wie Alamannen, Franken und Sachsen zwang die römischen Herrscher zu Bindungen an die Peripherie, was wiederum Konzentrationsverluste und Usurpationen nach sich zog.

Warum war die "fiktive Familie" für Diokletians System so wichtig?

Da Diokletian keinen natürlichen Erben hatte, schuf die künstliche göttliche Verwandtschaft mittels der Beinamen "Iovius" und "Herculius" die notwendige ideologische Legitimität für ein stabiles dynastisches Gefüge.

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Details

Titel
Die Tetrarchie Diokletians. Der Niedergang des Römischen Reiches, die Gründung und Auswirkungen
Hochschule
Universität Münster
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V1325045
ISBN (PDF)
9783346816030
ISBN (Buch)
9783346816047
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tetrarchie Diokletian Auswirkung Tetrarchie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Die Tetrarchie Diokletians. Der Niedergang des Römischen Reiches, die Gründung und Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325045
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Leseprobe aus  14  Seiten
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