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Das pädagogisch-didaktische Nutzen von außerschulischen Lernorten für den Geschichtsunterricht

Title: Das pädagogisch-didaktische Nutzen von außerschulischen Lernorten für den Geschichtsunterricht

Term Paper , 2020 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - History
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem pädagogisch-didaktischen Nutzen der außerschulischen Lernorte und die Einsetzbarkeit im Geschichtsunterricht. Dabei wird zunächst eine Definition zum außerschulischen Lernort gemacht, anschließend die Formen der außerschulischen Lernorte vorgestellt, um später auf einige Orte einzugehen und diese nach dem pädagogisch-didaktischen Nutzen zu untersuchen.

„Der Mensch ist mit dem ihn umgebenden Raum untrennbar verbunden.“, so Noack. Dabei kann der Raum mental, sozial oder physisch sein. Somit kann die Schule auch als Raum verstanden werden, wobei das Klassenzimmer mit seinem Klassengefüge als soziale Konstante gilt. Neben dem zu Hause zeichnet sich das Schulgebäude als die zentralste erfahrbare Abgrenzung zur unmittelbaren Umgebung. Jedoch ist die Schule als Raum häufig ein reizarmer und steriler Ort und gewährt nur geringe Entdeckungs- und Handlungsmöglichkeiten, besonders für den Geschichtsunterricht. Bei den Entwicklungen von Klassenräumen für den Fachunterricht, wie Biologie, Chemie, etc., seit dem 19. Jahrhundert wird der spezielle Raum für den Geschichtsunterricht nicht beachtet.

Ein erkundender Geschichtsunterricht setzt voraus, dass mit Quellen und Darstellungen in Klassenraum gearbeitet wird. Dazu werden den Schülern:innen jedoch fast ausschließlich Text-, Bild-, Ton- und Filmquellen zur Verfügung gestellt. Obwohl Schüler:innen bereits auf ihrem Schulweg an vielen gegenständlichen Quellen und historischen Orten vorbeigehen, spielen gegenständliche Quellen nur eine geringe oder sogar gar keine Rolle im Geschichtsunterricht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Erkundender Geschichtsunterricht

2.2. Außerschulischer Lernort

3. Formen außerschulischen Lernortes

3.1. Bewahrungsorte

3.1.1. Museen

3.1.2. Archive

3.2. Erinnerungsorte

3.2.1. Gedenkstätten

3.3. Originale Orte

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogisch-didaktischen Nutzen außerschulischer Lernorte und deren Einsetzbarkeit im Geschichtsunterricht, um Lernprozesse durch das direkte Erleben an authentischen Räumen zu ergänzen und das historische Verständnis der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen.

  • Definition des Konzepts des erkundenden Geschichtsunterrichts
  • Klassifizierung der Formen außerschulischer Lernorte
  • Analyse von Museen und Archiven als Bewahrungsorte
  • Bedeutung von Gedenkstätten als Erinnerungsorte
  • Einsatzmöglichkeiten und didaktische Herausforderungen beim Besuch originaler Orte

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Museen

Das Deutsche Museumsbund definiert das Museum als „eine gemeinnützige, ständige, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienst der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt.“

In der Definition werden besonders die öffentliche Zugänglichkeit und die Bildungsfunktion des Museums unterstrichen.

Laut Pleitner machen drei wichtige Punkte das Museum zum Ort eines besonderen historischen Lernens. Der erste Punkt ist die Möglichkeit zur historischen Imagination. Aufgrund dessen, dass die Geschichte immer ein Konstrukt ist und die Vergangenheit vergangen ist, so Droysen, ist im Geschichtsunterricht ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen vorausgesetzt. Auch für Erwachsene kann die Abstraktheit der Geschichte oft nur schwer nachvollzogen werden, weil Geschichte nicht mit den Sinnen erfasst werden kann. Jedoch wird Einlass zur abstrakten Geschichte durch Ausstellungsstücke im Museum erleichtert, da sie zumindest angesehen werden können, falls das Anfassen untersagt ist. Zudem führt die Sinneswahrnehmung eines Gegenstandes zu einem emotionalen Zugang und trägt somit zur Vorstellung von historischen Gegebenheiten bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Bedeutung des Raumes im Geschichtsunterricht und konstatiert, dass der schulische Klassenraum oft kaum Handlungsmöglichkeiten bietet, weshalb außerschulische Lernorte für ein besseres Verständnis essentiell sind.

2. Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie der erkundende Geschichtsunterricht und der außerschulische Lernort theoretisch fundiert und voneinander sowie vom herkömmlichen Unterricht abgegrenzt.

3. Formen außerschulischen Lernortes: Dieses Kapitel differenziert die Lernorte in Bewahrungsorte, Erinnerungsorte und originale Orte und untersucht deren spezifische Eigenschaften für den Geschichtsunterricht.

3.1. Bewahrungsorte: Es wird die didaktische Bedeutung von Orten wie Museen und Archiven hervorgehoben, die durch ihre Quellensammlungen historisches Lernen durch das Betrachten von Objekten oder Dokumenten ermöglichen.

3.1.1. Museen: Dieses Kapitel erläutert die Funktion von Museen bei der historischen Imagination, dem forschend-entdeckenden Lernen sowie der Dekonstruktion historischer Konzepte.

3.1.2. Archive: Hier wird die Arbeit mit unveränderten Quellen in Archiven thematisiert, wobei die Herausforderungen der didaktischen Aufbereitung und die notwendige Vorbereitung auf die Archivnutzung im Vordergrund stehen.

3.2. Erinnerungsorte: Es wird dargelegt, dass Erinnerungsorte über die reine Wissensvermittlung hinausgehen und besonders auf der emotionalen Ebene wirken.

3.2.1. Gedenkstätten: Dieses Kapitel behandelt die Besonderheiten von Gedenkstätten als Leidens- und Tatorte und reflektiert die Verantwortung der Lehrkraft bei der behutsamen didaktischen Vorbereitung eines solchen Besuches.

3.3. Originale Orte: Hier werden Orte definiert, an denen historische Ereignisse stattfanden, und es wird der Prozess der Auswahl geeigneter Standorte für den Unterricht beschrieben.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein zielgerichteter Einsatz von außerschulischen Lernorten das historisches Lernen bereichert, sofern eine sorgfältige pädagogische Planung und Nachbereitung erfolgt.

Schlüsselwörter

Geschichtsdidaktik, Außerschulische Lernorte, Erkundender Geschichtsunterricht, Museen, Archive, Gedenkstätten, Historisches Lernen, Sachquellen, Vermittlung, Historische Imagination, Quellenarbeit, Pädagogischer Nutzen, Geschichtskultur, Realerfahrung, Unterrichtsplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und dem didaktischen Nutzen von außerschulischen Lernorten für den Geschichtsunterricht an Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Dazu gehören die theoretische Definition außerschulischer Lernorte sowie deren verschiedene Formen, wie Museen, Archive, Gedenkstätten und originale Orte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch das direkte Erleben an außerschulischen Orten ein tieferes und fassbareres Verständnis für historische Inhalte erzielt werden kann als im rein textbasierten Klassenunterricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse der geschichtsdidaktischen Fachliteratur, um Kriterien für den erfolgreichen Einsatz außerschulischer Orte zu erarbeiten.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Er behandelt die Kategorisierung von Lernorten und die spezifische pädagogische Aufbereitung bei Besuchen von Museen, Archiven sowie Erinnerungs- und originalen Orten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Geschichtsdidaktik, Historisches Lernen, Authentizität, Lernorte und die Verbindung von theoretischem Wissen mit sinnlicher Erfahrung.

Welche Rolle spielt die emotionale Ebene bei Gedenkstättenbesuchen?

Gedenkstätten werden als Orte mit emotionalem Potenzial definiert, wobei die Arbeit warnt, dass Lehrkräfte eine übermäßige "psychische Überwältigung" vermeiden und eine gute Vor- und Nachbereitung gewährleisten müssen.

Warum ist eine Vor- und Nachbereitung bei Archivbesuchen so wichtig?

Archive sind im Gegensatz zu Museen nicht didaktisch vorstrukturiert, weshalb Schülerinnen und Schüler ohne eine gezielte Einbettung in den Unterricht oft überfordert wären.

Wie definiert die Arbeit das Verhältnis von Museen zu historischen Objekten?

Museen zeigen die Geschichte als Rekonstruktion, in der Objekte aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und in einen neuen Bedeutungskontext gestellt werden.

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Details

Title
Das pädagogisch-didaktische Nutzen von außerschulischen Lernorten für den Geschichtsunterricht
College
University of Münster
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
12
Catalog Number
V1325055
ISBN (PDF)
9783346815859
ISBN (Book)
9783346815866
Language
German
Tags
außerschulische Lernorte Geschichtsunterricht Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Das pädagogisch-didaktische Nutzen von außerschulischen Lernorten für den Geschichtsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325055
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