Das folgende Assignment geht den drei zentralen sprachlichen Vertretern der Bildlichkeit zugrunde. Metaphern, Allegorien und Symbole sind keine verstaubten Werkzeuge der antiken Rhetorik, sondern in unserem täglichen Sprachgebrauch fest verankert. Das Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung eines tiefer gehenden Verständnisses für diese sprachlichen Phänomene als solche und die weitreichenden Auswirkungen für unser Sprachbewusstsein.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
Einleitung
Metapher
Definition nach Aristoteles
Metapher und Vergleich
Problematik der aristotelischen Metapherntheorie
Formen der Metapher
Nach Wortarten
Lexikalische, konventionelle oder kreative Metaphern
Kritik und Angemessenheit der Metaphorik am Beispiel der politischen Rhetorik
Allegorie
Definition
Verwendung in verschiedenen Textsorten
Personifikation
Symbol
Definition
Abgrenzung der Begriffe
Schluss
Zielsetzung & Themen der Analyse
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den drei zentralen sprachlichen Stilmitteln Metapher, Allegorie und Symbol auseinander. Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für diese sprachlichen Phänomene sowie deren Auswirkungen auf das individuelle Sprachbewusstsein zu entwickeln, um deren gezielten Einsatz in der Kommunikation zu fördern.
- Etymologische Herleitung und Definition der Stilelemente
- Die aristotelische Metapherntheorie und deren Kritik
- Differenzierung und Verwendung von Metaphern, Allegorien und Symbolen
- Bedeutungswandel der Begriffe im historischen Diskurs
- Anwendung der Stilmittel in der politischen Rhetorik und in anderen Textsorten
Auszug aus dem Buch
Problematik der aristotelischen Metapherntheorie
Obwohl jede weitere Metapherntheorie auf die von Aristoteles aufbaut, deklariert Gerhard Kurz sie als „nicht haltbar“ (Kurz, 2004, S. 11). Dies ist mit der zuvor erwähnten lexikalischen Stelle begründet. Nach Aristoteles hat somit jedes Wort eine „Etikette“ (Kurz, 2004, S. 11), der es zugewiesen kann. In weiterer Folge würde dies bedeuten, dass jede Metapher auch wieder in eine Ursprungsform versetzt werden kann. Dies ist der Punkt an dem Kurz von einer „unhaltbaren Wortsemantik“ (Kurz, 2004, S. 11) spricht.
In seinem Sachtext „Semantik der Metapher“ geht Harald Weinrich, mit einem Beispiel aus einem Gedicht von Verlaines auf genau diese Problematik ein.
„In dem metaphorischen Satz Votre âme est im paysage choisi geschieht mehr, als der Satz erkennen läßt. Es treten nicht nur sechs Wörter zusammen, sondern diese Wörter bringen ein Bewußtsein ihrer Feldnachbarn mit, und über der aktuellen Metapher als Sprechakt entsteht in unserem Sprachbewußtsein ein Bildfeld als potentielles Gebilde.“ (Weinrich, 1966, S. 13)
In dem Gedicht verwendet Verlaines das Wort Landschaft metaphorisch für das Wort Seele. Nach Aristoteles würden dieses in einer direkten Übertragung ersetzt (substituiert) werden. Doch hier wird klar, dass Aristoteles sich in seiner Substitutionstheorie rein auf den Austausch von einzelnen Wörtern bezieht, doch den Kontext völlig außen vorlässt.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der Bildlichkeit in der Sprache und definiert das Ziel der Arbeit, ein tieferes Verständnis für Metaphern, Allegorien und Symbole zu schaffen.
Metapher: In diesem Kapitel werden die Definition nach Aristoteles, verschiedene Formen der Metaphorik sowie deren Anwendung und Kritik im Kontext der politischen Rhetorik beleuchtet.
Allegorie: Das Kapitel befasst sich mit der etymologischen Herleitung, der Definition als Ausdruck abstrakter Themen sowie der speziellen Unterform der Personifikation.
Symbol: Hier wird die Funktion von Zeichen als Repräsentanten abstrakter Konzepte sowie deren tiefgreifende Bedeutung und kontextuelle Abhängigkeit analysiert.
Abgrenzung der Begriffe: Dieser Abschnitt dient der strukturierten Unterscheidung der drei Stilmittel und erläutert, warum ihre gemeinsame Betrachtung trotz begrifflicher Überschneidungen sinnvoll ist.
Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Stilmitteln das eigene Sprachbewusstsein nachhaltig schärft.
Schlüsselwörter
Metapher, Allegorie, Symbol, Sprachbewusstsein, Aristoteles, Substitutionstheorie, Rhetorik, Bildlichkeit, Sprachgeschichte, Personifikation, Semantik, Kommunikation, Stilmittel, Textsorten, Wortsemantik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Der Text untersucht die sprachlichen Stilmittel Metapher, Allegorie und Symbol hinsichtlich ihrer Definition, Funktion und Verwendung.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die Etymologie, die aristotelische Theoriebildung, formale Differenzierungen sowie die Anwendung dieser Stilmittel in Literatur und Politik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll ein fundiertes Verständnis für die sprachliche Bildlichkeit entwickelt werden, um den bewussten und angemessenen Einsatz dieser Mittel im Sprachgebrauch zu fördern.
Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verfolgt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze vergleicht und in den zeitgenössischen Kontext der Sprachwissenschaft einordnet.
Was behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil ist in spezifische Kapitel zu den drei Kernbegriffen unterteilt und bietet eine kritische Auseinandersetzung mit deren theoretischer Herleitung sowie praktischen Anwendungsbeispielen.
Welche Merkmale charakterisieren diese Arbeit?
Sie zeichnet sich durch eine präzise terminologische Abgrenzung und die stete Reflexion über das Verhältnis von Wortbedeutung zu textuellem Kontext aus.
Wie unterscheidet sich die Allegorie von der Metapher laut Autorin?
Während die Metapher primär als eine Form der Bedeutungstransfer auf Wortebene verstanden wird, fungiert die Allegorie als bildhafte Darstellung abstrakter Sachverhalte, der oft eine kulturelle oder gesellschaftliche Bedeutung anhaftet.
Warum wird die aristotelische Metapherntheorie kritisiert?
Sie wird als „nicht haltbar“ eingestuft, da sie zu stark auf einer statischen Wortsemantik basiert und den entscheidenden Einfluss des Kontexts auf die Bedeutungsentstehung vernachlässigt.
- Arbeit zitieren
- Sarah Fitzbauer (Autor:in), 2021, Metaphern, Symbole und Allegorien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325074