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Subjektive und objektive Werte. Ihre Rolle für ein erstrebenswertes Leben nach Atkinson

Titel: Subjektive und objektive Werte. Ihre Rolle für ein erstrebenswertes Leben nach Atkinson

Essay , 2022 , 4 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Melina Boll (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay argumentiere ich, pro Atkinson, dass die Situation von Mrs. B seine Argumentation stützt, indem ich zeige, dass sie ergänzend zu Mackie verdeutlicht, dass es nicht erstrebenswert ist, weder ausschließlich an subjektive noch an gar keine Werte zu glauben.

Laut John Mackie gibt es keine objektiven Werte, weil das, was wir für objektive Werte halten, nur unsere subjektiven Präferenzen sind. Dagegen argumentiert Atkinson für objektive Werte, indem er den Fall der Mrs. B heranzieht, die weder an objektive noch an subjektive Werte glaubt. Dabei ist sie nicht fähig dazu, an einen objektiven Wert zu glauben, weil sie keine subjektiven Werte internalisiert hat, die sie objektiv verankern könnte. Anhand Mrs. B wird in Verbindung mit Mackie gezeigt, dass beiden etwas fehlt – sei es der fehlende subjektive oder objektive Wert – und dass ein derartiger Zustand nicht erstrebenswert ist. Deshalb muss es neben dem von Mackie angenommenen subjektiven Wert auch einen objektiven Wert geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangslage: John Mackie und der subjektive Wert

3. Der Fall Mrs. B: Ein Zustand ohne Werte

4. Der Begriff des de-soulment

5. Die Notwendigkeit objektiver Werte zur rationalen Begründung

6. Fazit: Argumentation für objektive Werte

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Debatte um die Existenz objektiver Werte, indem sie die Position von John Mackie der Argumentation von Gary Atkinson gegenüberstellt. Ziel ist es aufzuzeigen, dass ein Leben, das weder auf objektiven noch auf subjektiven Werten basiert, in einem Zustand der Sinnlosigkeit mündet, und die Notwendigkeit einer objektiven Verankerung für ein rational begründetes Leben nachzuweisen.

  • Vergleich subjektiver und objektiver Wertvorstellungen
  • Analyse des "Falls Mrs. B" als Beispiel für Wertverlust
  • Untersuchung des Konzepts des "de-soulment"
  • Bedeutung rationaler Begründbarkeit von Wünschen
  • Zusammenhang zwischen Werten und gelingendem sozialen Zusammenleben

Auszug aus dem Buch

Die Notwendigkeit objektiver Werte für ein rationales Leben

Dabei gibt es nichts im Gefüge der Welt, das einen Wunsch rational untermauern könnte, aber auch nichts Objektives, worauf man seine subjektiven Werte ausrichten könnte. Der objektive Wert ermöglicht einerseits, dass man einen Wunsch daraufhin prüfen kann, ob dieser unabhängig von einem selbst wertvoll ist, wie beispielsweise der Wunsch nach einer ausgewogeneren Ernährung wertvoll für den objektiven Wert der Gesundheit ist. Andererseits können Wünsche auf objektive Werte ausgerichtet werden. Zum Beispiel gibt es den objektiven Wert der Gesundheit, nach dem ich mich ausrichten will, weshalb ich entsprechende Wünsche entwickele, wie beispielsweise die Integration von Sport, wobei diese rational begründete Ausrichtung ohne objektive Werte nicht möglich wäre.

Der Fall der Mrs. B ist ein gutes Beispiel, um Atkinsons Argumentation zu stützen, weil damit gezeigt wird, dass es weder erstrebenswert ist, nur subjektive und keine objektiven Werte zu haben wie Mackie, noch gar keine subjektiven Werte wie Mrs. B. Der daraus resultierende Zustand der de-soulment ist meines Erachtens nicht wünschenswert, weil insbesondere ein gesellschaftliches Zusammenleben nicht mehr denkbar wäre. Wenn niemand an subjektive Werte glauben würde, dann hätten unsere Sprache, unser Handeln und all unsere Konstrukte, die unsere Gesellschaft ermöglichen, keine Bedeutung mehr. Es gäbe nichts mehr im Leben, was einem Spaß macht, womit man seine Zeit gedeihend verbringt oder was einen begeistert, weil nichts mehr eine Bedeutung für einen selbst hätte. Es wäre einem gleichgültig, ob man diese oder jene Aktivität ausführt. Zum Beispiel ist die Familie für viele Menschen ein wichtiger Wert, der dem Leben Sinn und Freude verleiht. Was ist jedoch, wenn Familienwerte keine Bedeutung mehr hätten? Kann so eine Erziehung noch stattfinden, wenn es den Eltern gleichgültig ist, wie sich das Kind entwickelt? Kann so überhaupt ein Miteinander entstehen, wenn einem selbst geliebte Menschen einerlei wären?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung und die zentrale These, dass sowohl subjektive als auch objektive Werte für ein lebenswertes Dasein essenziell sind.

2. Die Ausgangslage: John Mackie und der subjektive Wert: Erläuterung von Mackies Skeptizismus gegenüber objektiven Werten und die Reduzierung dieser auf bloße subjektive Präferenzen.

3. Der Fall Mrs. B: Ein Zustand ohne Werte: Darstellung des extremen Fallbeispiels von Mrs. B, die aufgrund eines Hirntumors sowohl objektive als auch subjektive Wertvorstellungen verloren hat.

4. Der Begriff des de-soulment: Definition des Zustands des "de-soulment" als Folge eines Lebens, das rational nicht mit Werten verknüpft werden kann.

5. Die Notwendigkeit objektiver Werte zur rationalen Begründung: Analyse, wie objektive Werte als Korrektiv und Ausrichtungspunkt für Wünsche dienen, die sonst rational unbegründbar wären.

6. Fazit: Argumentation für objektive Werte: Synthese der Erkenntnisse und Bestätigung von Atkinsons Position, dass eine objektive Begründbarkeit von Werten unumgänglich ist.

Schlüsselwörter

Objektive Werte, Subjektive Präferenzen, John Mackie, Gary Atkinson, Mrs. B, de-soulment, Moralphilosophie, Sinnhaftigkeit, Rationalität, Wertbegründung, Existenz, Soziales Zusammenleben, Bedeutungslosigkeit, Menschliche Natur, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens unter Berücksichtigung der philosophischen Debatte um die Existenz objektiver Werte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen subjektiven Präferenzen und objektiven Werten sowie die Analyse der Folgen, die durch den Verlust dieser Orientierungspunkte entstehen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Position von Gary Atkinson zu unterstützen und zu belegen, dass die Existenz objektiver Werte notwendig ist, um Wünsche und das eigene Leben rational begründen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine analytisch-philosophische Untersuchung, die auf der kritischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur (Atkinson, Mackie) und der interpretativen Auswertung von Fallbeispielen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil evaluiert die Auswirkungen einer Welt ohne objektive Werte, diskutiert den Begriff des "de-soulment" und zeigt die soziale sowie individuelle Notwendigkeit einer normativen Einbettung auf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe objektive vs. subjektive Werte, de-soulment, Sinnsuche, rationale Begründbarkeit und existenzielle Bedeutung bestimmt.

Wie unterscheidet sich die Situation von Mrs. B von der Position von John Mackie?

Während Mackie die Objektivität von Werten zwar ablehnt, aber subjektive Präferenzen zulässt, fehlt Mrs. B aufgrund ihrer Hirnschädigung die Fähigkeit, überhaupt subjektive Wünsche oder ein Empfinden für Bedeutung zu internalisieren.

Warum wird der Begriff des "de-soulment" als so kritisch für die Gesellschaft bewertet?

Da das Handeln, die Sprache und das soziale Zusammenleben auf Werten basieren, führt das Fehlen rational begründbarer Werte dazu, dass zwischenmenschliche Bindungen, Erziehung und Empathie ihren Sinn und ihre Grundlage verlieren.

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Details

Titel
Subjektive und objektive Werte. Ihre Rolle für ein erstrebenswertes Leben nach Atkinson
Hochschule
Universität Konstanz
Veranstaltung
Hat unser Leben einen Sinn?
Note
1,7
Autor
Melina Boll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
4
Katalognummer
V1325300
ISBN (PDF)
9783346818898
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Atkinson John Mackie Objektiv Subjektiv Sinn Wert Internalisierung Verankerung Bedeutung Bedeutungslosigkeit Streben Wertvoll wertlos Mrs. B Rationalität Glück Sinnhaftigkeit irrational desouled Wunsch Wünsche bedeutungslos subjektiver Wert objektiver Wert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melina Boll (Autor:in), 2022, Subjektive und objektive Werte. Ihre Rolle für ein erstrebenswertes Leben nach Atkinson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325300
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Leseprobe aus  4  Seiten
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