In der hier vorliegenden Hausarbeit wird die Darstellung von Gut und Böse in phantastischer Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel des Märchenromans "Momo" von Michael Ende betrachtet und analysiert. Dazu wird untersucht, mit welchen Mitteln diese abstrakte Thematik umgesetzt wird. Beginnend mit der Klärung der Begriffe "Gut" und "Böse" werden anschließend typische sprachliche Mittel vorgestellt, die bestimmte Wirkungen bei Leserinnen und Lesern erzielen. Auf Grundlage dessen werden die Erkenntnisse auf den Märchenroman "Momo" angewandt. Nach einer kurzen Wiedergabe des Inhalts wird in einer literaturwissenschaftlichen Analyse untersucht, welche Figuren das Gute oder das Böse vertreten und wie die Konfrontation zwischen den beiden Polen dargestellt wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Charakteristika des Guten und Bösen
Das Gute und Böse in phantastischer Kinder- und Jugendliteratur
Michael Ende: „Momo“
Inhalt
Darstellung des Kampfes zwischen Gut und Böse anhand deren Vertreter
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplementäre Darstellung von Gut und Böse in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur. Anhand der Analyse des Märchenromans „Momo“ von Michael Ende wird der Frage nachgegangen, durch welche erzählerischen, atmosphärischen und sprachlichen Mittel die Konfrontation der gegensätzlichen Prinzipien in diesem Genre realisiert wird.
- Charakteristika der moralischen Ambivalenz und Zweipoligkeit
- Die Rolle der Zeit als zentrales Motiv im Kampf zwischen Gut und Böse
- Einsatz von Symbolik, Farbsprache und Atmosphäre
- Der Einfluss von Figurenkonstellationen auf die narrative Struktur
Auszug aus dem Buch
Darstellung des Kampfes zwischen Gut und Böse anhand deren Vertreter
Im Roman „Momo“ werden die zwei verschiedenen Prinzipien des Guten und Bösen einander konfrontiert. Es ist eindeutig festgelegt, wer auf der Seite des Bösen und wer auf der Seite des Guten steht. Die Vertreter des Bösen sind „Die grauen Herren“. Diese Zuordnung ergibt sich sehr offensichtlich, da die grauen Herren im Roman selbst als die Bösen bezeichnet werden. Die Überschrift: „Wenn Böse aus dem Schlechten das Beste machen“ markiert die Zuordnung deutlich.
Die grauen Herren werden durch negativ konnotierte Merkmale charakterisiert, welche unmittelbar mit dem Bösen assoziiert werden. Alles Übel fällt auf die grauen Herren, die Inkarnation des Bösen, zurück. Früher ging es allen gut und plötzlich wurde alles anders: „Die Zeiten ändern sich“, „[Das Leben wurde] immer ärmer, immer gleichförmiger und immer kälter“. Der boshafte Einfluss der grauen Herren nimmt im Laufe der Geschichte zu, welcher durch solche Aussagen verdeutlicht wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in das zentrale Thema des Kampfes zwischen Gut und Böse in der phantastischen Literatur sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand von Michael Endes „Momo“.
Charakteristika des Guten und Bösen: Theoretische Auseinandersetzung mit der moralischen Zweipoligkeit des Menschen und der Definition des Guten und Bösen als abstrakte semantische Räume.
Das Gute und Böse in phantastischer Kinder- und Jugendliteratur: Untersuchung der anthropologischen Grundprobleme und Symbole, die in der Phantastik zur Repräsentation der Gegensätze von Gut und Böse genutzt werden.
Michael Ende: „Momo“: Biografischer und kontextueller Rahmen zum Roman sowie eine detaillierte Zusammenfassung der inhaltlichen Geschehnisse um die Protagonistin Momo und die grauen Herren.
Darstellung des Kampfes zwischen Gut und Böse anhand deren Vertreter: Kernanalyse des Romans, in der die Repräsentanten der beiden Mächte, ihre unterschiedlichen Handlungsweisen und die atmosphärische Gestaltung des Konflikts gegenübergestellt werden.
Zusammenfassung: Synthese der vorangegangenen Untersuchungen mit dem Fokus auf die Wirksamkeit der literarischen Mittel bei der Darstellung der moralischen Opposition.
Schlüsselwörter
Momo, Michael Ende, Gut und Böse, Phantastik, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Literaturanalyse, Zeitdiebe, Moral, Symbolik, Schwarz-Weiß-Kontrast, Charakterisierung, Literaturwissenschaft, Narratologie, Konflikt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie die abstrakten Konzepte von „Gut“ und „Böse“ in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur durch literarische Mittel greifbar und in einen narrativen Konflikt übersetzt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Moral, die Gestaltung von Antagonismen, die Symbolik der Zeit sowie der atmosphärische Einsatz von Sprache und Farbe zur Charakterisierung der Handlungsträger.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, mit welchen spezifischen Mitteln die Konfrontation zwischen Gut und Böse in Michael Endes Roman „Momo“ umgesetzt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die theoretische Grundlagen zur Phantastik auf den Roman „Momo“ anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die inhaltliche Einführung in „Momo“ und eine detaillierte Analyse der Figurenkonstellation, Motivik (Zeit) und Formensprache.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Phantastik, Moral, Opposition, Symbolik und die spezifische Analyse von Michael Endes Werk.
Welche Rolle spielen die „grauen Herren“ als Vertreter des Bösen?
Sie verkörpern durch Uniformität, Anonymität und ihre Gier nach Zeit eine „eiskalte Verbrecherorganisation“, die den Nützlichkeitsgedanken über die menschliche Lebensqualität stellt.
Wie unterscheidet sich Momos Umgang mit Zeit von dem der grauen Herren?
Während die grauen Herren Zeit als „Geld“ zur Machtsteigerung ansammeln, betrachtet Momo Zeit als „Leben“ und nutzt sie als kostbares Gut für zwischenmenschliche Beziehungen und Kreativität.
Warum wird im Roman ein „Schwarz-Weiß-Kontrast“ genutzt?
Die Arbeit erläutert, dass eine bipolare Weltgestaltung in der Phantastik notwendig ist, um die abstrakte moralische Thematik für junge Leser durch eindeutige Gegensätze (z.B. Wärme vs. Kälte) erfahrbar zu machen.
- Citation du texte
- L. Degenhardt (Auteur), 2018, Die Motive des Guten und Bösen in phantastischer Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel des Märchenromans "Momo" von Michael Ende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325369